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Bauausschuss beschließt Sanierung und Umbau von Schulen

"Ringtausch" bei vier Gebäuden und Sanierung der Vogesenschule

Denkmalgeschützter Bau aus dem Jahr 1908: Die Vogesenschule in Mühlburg Denkmalgeschützter Bau aus dem Jahr 1908: Die Vogesenschule in Mühlburg © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Für das, was das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) mit einigen Karlsruher Schulen plant, wäre der Begriff "Rochade" eine nur unzureichende Erläuterung. Denn während auf den Schachbrett zwei Figuren die Plätze tauschen, handelt es sich bei dem Vorhaben im Karlsruher Westen "eher um eine Umzugskette". Als solche bezeichnete Projektleiter Boris Ott von HGW im Bauauschuss des Gemeinderats die geplanten Maßnahmen an der Vogesen-, Hardt-, Kimmelmann- und Federbachschule. Der vom Gremium einstimmig gefasste Konzeptbeschluss zur Sanierung der Vogesenschule reiht sich dabei in diese Kette ein.

Barrierefreiheit durch Außenaufzug

Der "Ringtausch" beginnt mit dem Umzug des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) Lernen von der Vogesenschule in das ehemalige Gebäude der Kimmelmannschule. Dadurch kann der 1908 errichtete und inzwischen denkmalgeschützte Bau in Mühlburg saniert werden. Mit einem Kostenaufwand von voraussichtlich 8,77 Millionen Euro will HGW in der Vogesenschule die Grundrisse an den Betrieb als Ganztagsschule anpassen, die Oberflächen und Teile der Fenster erneuern sowie das Gebäude mit einem Außenaufzug barrierefrei zugänglich machen. Als Realisierungszeitraum nannte Boris Ott bis 2029, so dass der Schulbetrieb 2030 aufgenommen werden könne. Die Vogesenschule soll dann - mit gemeinsamen Ganztagsbetrieb - die aktuell in der benachbarten Hardtschule ansässige zweizügige Grundschule und die Fachräume der Federbachschule Daxlanden aufnehmen. Damit zieht künftig das SBBZ Emotionale und soziale Entwicklung von Daxlanden nach Mühlburg um. Das Gebäude der Federbachschule soll aufgegeben und gegebenenfalls verkauft werden.

Kinderhort im Mühlburger Feld umgenutzt

Kein Bestandteil dieses "Ringtauschs", aber ebenfalls vom Bauausschuss einstimmig beschlossen, ist darüber hinaus der Umbau des Kinderhorts an der Friedrich-Ebert-Grundschule im Mühlburger Feld. Hier soll bis zum Schuljahr 2029/30 eine Ganztagseinrichtung entstehen. Laut HGW-Architekt Ott werde bei dem auf rund 2,11 Millionen Euro veranschlagten Projekt die Gebäudehülle nicht verändert, es gehe lediglich um eine neue Raumaufteilung im Inneren. Von Seiten der Ausschussmitglieder wurde diese "pragmatische Lösung", wie es Stadträtin Ceren Akbaba (Grüne) formulierte, durchweg begrüßt.  -eck-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 12/13 am 20. März 2026.

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