„Wir sind die Bauarbeiter für die Pflanzen“, erzählt stolz ein Schüler der 4. Klasse der Neureuter Nordschule. Auf einer Wiese in Neureut pflanzt die Klasse 200 Exemplare des „Großen Wiesenknopfes“. Ausgerüstet mit kleinen Schaufeln, Handschuhen und Gießkannen graben die rund 20 Schülerinnen und Schüler mit Mitarbeiterinnen des Amts für Umwelt- und Arbeitsschutz die Setzlinge ein.
Die Pflanze ist entscheidend für das Überleben des dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings. Der Schmetterling steht auf der roten Liste der bedrohten Arten. Neureut ist einer der wenigen Orte, wo es noch Vorkommen gibt. Auf die Beine gestellt hat die Aktion das Amt für Umwelt und Arbeitsschutz mit der Ortsverwaltung Neureut.
Ergänzend stellt das Regierungspräsidium ein „Ökomobil“ zur Verfügung, in dem die Kinder grundlegendes über Umwelt und Natur erfahren können. „Natur und Umweltschutz kann man hier praktisch erleben, gerade bei Kindern prägt sich dies besonders tief ein“, erläutert Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach vor Ort. Die Wiese hat ein Landwirt zur Verfügung gestellt, dem Artenschutz ein Anliegen ist.
„Es ist wichtig, dass Naturschutz und Landwirtschaft kooperieren und man gegenseitiges Verständnis hat“, so Nina Horzel von der Ortsverwaltung Neureut. Die Setzlinge stammen vom Gartenbauamt. Die Aktion kommt bei allen Beteiligten gut an und dürfte auch beim dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling auf Zustimmung treffen. -ds-