Klimaanpassung ist weiterhin eine wichtige und dringende kommunale Aufgabe. Dies wurde einmal mehr bei der Vorstellung des aktuellen Monitoringberichts für die Klimaanpassungsstrategie im gemeinderätlichen Ausschuss für Umwelt und Gesundheit deutlich. Denn aufgrund ihrer geographischen Lage ist die Fächerstadt von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen.
Dr. Daniel Osberghaus, Koordinator Klimaanpassung des städtischen Amts für Umwelt- und Arbeitsschutz, erläuterte, dass die Jahresmitteltemperatur in Karlsruhe weiterhin steige. Im Berichtszeitraum habe es wieder einen neuen Rekord für die Jahresmitteltemperatur gegeben. „Der Klimawandel ist immer stärker spürbar“, sagte Osberghaus. Auch die Auswirkungen träten immer deutlicher zu Tage, beispielsweise an den Stadtbäumen und im Wald. So sei der Anteil an Schadholz bei den Holznutzungsmengen immer größer geworden, weil seit einigen Jahren immer mehr Bäume wegen Schäden gefällt werden müssen.
Bei der Umsetzung der Klimaanpassungsmaßnahmen sei Karlsruhe auf einem guten Weg. „Wir sind sehr weit fortgeschritten“, erklärte Osberghaus. Im Vergleich zu 2023 sind inzwischen über 50 Prozent abgeschlossen oder als Daueraufgabe etabliert. Zu den Vorhaben mit deutlichen Fortschritten beziehungsweise Wechsel in die nächst höhere Kategorie des Umsetzungsstandes zählen beispielsweise die Erstellung des Hitzeaktionsplans und der Grünsatzung für die Innenstadt. Bei den Maßnahmen, die noch nicht begonnen wurde, fehle es vor allem an personellen Ressourcen. „Der neue Sammelansatz Klimaanpassung in Höhe von 2,1 Millionen Euro pro Jahr im Doppelhaushalt 2024/25 hat in vielen Fällen die Umsetzung von Maßnahmen ermöglicht, die vorher aus finanziellen Gründen nicht angegangen werden konnten“, heißt es in der Informationsvorlage. Für die nun eingereichten Maßnahmen müssten im kommenden Doppelhaushalt Mittel von drei bis vier Millionen Euro bereitgestellt werden, teilte Osberghaus den Ausschussmitgliedern mit. Sein Fazit lautete: „Klimaanpassung braucht mehr Ressourcen.“ Dabei sei die Karlsruher Verwaltung auch auf finanzielle Hilfen von Bund und Land angewiesen. -gia-
Der Monitoring-Bericht kann hier als PDF heruntergeladen werden.