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Das Kulturkonzept 2025 der Stadt Karlsruhe benennt die Leitlinien und großen Handlungsfelder der kommunalen Kulturpolitik für die Jahre 2015 bis 2025. Es wurde in einem mehr als zweijährigen Prozess in Zusammenarbeit mit fast allen Kultureinrichtungen, Kulturschaffenden, Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen sowie Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet und vom Gemeinderat der Stadt Karlsruhe am 20. Mai 2014 einstimmig verabschiedet.
"Zwei Jahre der intensiven Beschäftigung mit der Zukunft der Kultur in Karlsruhe haben eine Form gefunden, die widerspiegelt, wie vielfältig, anregend und lebendig die Kultur in Karlsruhe ist."
(Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Mai 2014)
Hier können Sie das Kulturkonzept 2025 der Stadt Karlsruhe herunterladen.
Auf dem Weg zu dem Karlsruher Kulturkonzept gab es viele Gespräche und Diskussionen zwischen Kulturschaffenden und Kulturakteuren in der Stadt über das jeweilige Selbstverständnis und die Ziele der eigenen Arbeit im Zusammenspiel mit und in Abgrenzung zu den anderen Akteuren der kulturellen Szene. Damit wurden die Grundlagen gelegt für eine gemeinsame Kulturerklärung der Kulturschaffenden in Karlsruhe, die dem Kulturkonzept vorangestellt ist. Die Kulturschaffenden und Kulturakteure in Karlsruhe bekennen sich darin zur kulturellen Vielfalt, zur Teilhabegerechtigkeit und zur Kreativität des Individuums. Das "Recht auf Kultur" ist eine zentrale Forderung des Kulturkonzeptes 2025 der Stadt Karlsruhe, die es allen Bürgerinnen und Bürgern zu gewährleisten gilt.
In Karlsruhe prägen neben den Kultureinrichtungen von Stadt und Land auch eine Vielzahl anderweitig getragener Kunst-, Bildungs- und Kulturinstitutionen, Organisationen, kulturelle Zusammenschlüsse, Kultur- und Kreativschaffende das kulturelle Leben.
Die städtische Kulturpolitik sowie das städtische Kulturamt mit seinen fünf Abteilungen Städtische Galerie, Stadtarchiv & historische Museen, Stadtbibliothek, Kulturbüro und Allgemeine Verwaltung bewegen sich in diesem vielfältigen Geflecht, das die Stärke von Karlsruhe als Kulturstadt ausmacht.
Im ersten Kapitel des Kulturkonzeptes wird daher in einem Überblick, der allerdings keine detaillierte Bestandsaufnahme ist, chronologisch die Entwicklung der Kultur in Karlsruhe vorgestellt.
Kommunale Kulturpolitik ist zu allererst der Stärkung von Kunst, Kultur und Bildung verpflichtet. Die Förderung der Kunst und Kultur sind die obersten Ziele, die immer mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen verfolgt werden. Kommunale Kulturpolitik ist eine gesamtstädtische Querschnittsaufgabe, die sich dem allgemeinen gesellschaftlichen Wandel stellen muss. Daher werden in einem weiteren Kapitel die Herausforderungen für die Kulturstadt Karlsruhe und die Ziele des Kulturkonzeptes beschrieben.
Herausforderungen und Ziele einer Kulturstadt wie Karlsruhe können nur gemeistert werden in einer engen Kooperation des Kulturausschusses und des städtischen Kulturamts mit den Kulturschaffenden der Stadt. Daher war die Erarbeitung des Kulturkonzeptes von vorn herein als ein ergebnisoffener Prozess mit vielen Beteiligten aus Politik, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft angelegt. Dieser Prozess wird in einem Abschnitt ausführlich dargestellt, um zu verdeutlichen, in wie vielen Gesprächen, Symposien und Workshops sowie in zahlreichen Sitzungen des Kulturausschusses die Grundaussagen dieses Konzeptes erarbeitet wurden.
Sehr bald wurde deutlich, dass die Kulturpolitik der kommenden Jahre auf unverwechselbare Karlsruher Stärken aufbauen kann und auf grundlegenden demokratischen Werten basieren sollte. Mit Blick auf Karlsruhe als Stadt des Rechts und des Sitzes des Bundesverfassungsgerichts wird daher im Kulturkonzept ein Recht auf Kultur postuliert.
Um ein Recht auf Kultur zu gewährleisten und um den gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen für die Kulturpolitik gerecht zu werden, wurden fünf Handlungsfelder identifiziert, die mit ihrer jeweiligen Karlsruher Ausgangslage, ihren Stärken und Risiken und mit Benennung von möglichen Maßnahmen in fünf Kapiteln ausführlich dargestellt sind:
Abschließend werden das städtische Kulturamt mit seinen unterschiedlichen Aufgaben und die städtischen Beteiligungen beschrieben, um deutlich zu machen, auf welcher organisatorischen Grundlage die Kommune in den kommenden 10 Jahren ihre Kulturpolitik gestalten will.
Herausgekommen ist ein strategisches Kulturkonzept, das im Karlsruher Kulturrad auch graphisch präsentiert wird. Dieses illustriert die grundlegenden Aufgaben der städtischen Kulturpolitik der nächsten 10 Jahre, die nur in enger Abstimmung und Kooperation mit den anderen großen und kleinen Kultur- und Bildungseinrichtungen in Karlsruhe umgesetzt werden können.
Das Kulturkonzept hat sich seit seiner Verabschiedung immer wieder als wichtige Leitlinie in kulturpolitischen Diskussionen und Herausforderungen erwiesen. Dies gilt auch für zurückliegende und gegenwärtig notwendige Entscheidungen zur Haushaltsstabilisierung, von denen auch die Kultur nicht ausgenommen war und ist.
Vor allem setzte das Kulturamt den Beteiligungsprozess fort, der die Erstellung des Kulturkonzeptes begleitet und maßgeblich beeinflusst hat. In einem jährlichen, vom Kulturamt organisierten Kulturworkshop, an dem die Kulturschaffenden zusammenkommen, werden einzelne Aspekte des Kulturkonzeptes herausgegriffen und weiter diskutiert. So wurden beispielsweise im Sommer 2016 die grundlegenden Fragen für ein Kulturkonzept für den Karlsruher Stadtteil Grötzingen erarbeitet. 2017 wurde das Kulturkonzept des Stadtteils Grötzingen vom Gemeinderat verabschiedet.
Seit dem Frühjahr 2020 hat die Corona-Pandemie auch den Kulturbereich in Karlsruhe fest im Griff. Die Verunsicherung bei Kulturschaffenden und beim Publikum ist nach wie vor groß. Eine für das Jahr 2020 geplante Fortschreibung des Kulturkonzeptes wurde daher vorerst auf Eis gelegt.
Kulturamt
Kulturbüro Leitung