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Neben dem Hauptfriedhof existieren in Karlsruhe 23 Stadtteilfriedhöfe. Die Erhaltung und Weiterentwicklung dieser dezentralen Versorgung ist Ziel einer Gesamtplanung.
Die gesamtstädtische Versorgung mit Friedhofsflächen ist bis über das Jahr 2030 gesichert. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Versorgungssicherheit leistet der Hauptfriedhof. Neben dem Hauptfriedhof existieren in Karlsruhe 23 Stadtteilfriedhöfe. Der Erhalt und die Weiterentwicklung dieser dezentralen Versorgung ist Ziel einer Gesamtplanung.
Die Entstehung und Weiterentwicklung der Stadteilfriedhöfe werden durch das Gartenbauamt begleitet. Sie werden im Nachfolgenden beschrieben. Ausführliche Beschreibungen aller Friedhöfe in Karlsruhe und Informationen zum Thema Bestattungen finden Sie unter Sterbefall und Friedhöfe.
Der Stadtteilfriedhof für die nach dem Krieg errichtete Nordweststadt mit 12.000 Einwohnern besteht aus drei je ein Hektar großen Teilfriedhöfen und dem Kapellenbereich, eingebettet in einen sieben Hektar großen Park. Die Planung der Karlsruher Landschaftsarchitekten Klahn und Singer wurde im Jahr 1980 prämiert. Die ersten zwei Teilfriedhöfe wurden 1985 und 1995 mit einer Kapazität von 2.800 Gräbern fertiggestellt, während der dritte Abschnitt nach Bedarf realisiert wird. Die Friedhofsteile sind jeweils mit zwei Meter hohen geschwungenen Granitsteinmauern umgeben. Halbkreisförmige Kolumbarienmauern aus Granit erlauben diese Art der Urnenbestattung. Der Friedhof ist durch diese architektonische Besonderheit weit über die Grenzen Karlsruhes bekannt und bekam bundesweit in der Fachwelt Anerkennung.
Einhergehend mit der verstärkten Entwicklung Oberreuts Anfang der 90er Jahre begannen auch die Planungen zu einem eigenen Stadtteilfriedhof. Als Standort hierfür wurde eine zentral gelegene Fläche entlang des Grünzuges „Schmallen" gefunden. Im Jahr 1994 erhielt das Denzlinger Landschaftsarchitekturbüro Krupp, Losert & Partner den 1. Preis im Rahmen eines Architekturwettbewerbes. Darauf folgte der Planungsauftrag zur Umsetzung des 3,5 Hektar (ha) großen Stadtteilfriedhofes.
Zentraler Bestandteil der Entwurfsidee ist eine mit Linden umrahmte Wiesenfläche in Form eines lang gestreckten grünen Ovals als Oase der Ruhe und Besinnung. Angrenzend an diese grüne Mitte erstrecken sich beidseitig Grabfelder. Zunächst wurde dem aktuellen Bedarf entsprechend nur der westliche Teil mit einer Fläche von 1,5 Hektar für 920 Gräber realisiert. Entsprechend des Weiteren Bedarfs sollen mittelfristig die östlich der grünen Mitte gelegenen Grabfelder als nächster Bauabschnitt folgen. Zum Grünzug Schmallen hin ist der Friedhof durch eine transparente Einfriedung klar gefasst. Integrierte Sitznischen bieten dem Spaziergänger besonnte Ruheplätze. 1998 wurde der Friedhof eingeweiht.
Der Stadtteilfriedhof in Durlach Aue soll in den Jahren 2022 bis 2024 erweitert werden. Die Erweiterungsflächen erhalten zeitgemäße Bestattungsangebote in einer naturbezogenen Gestaltung. Neben klassischen Erdbestattungen werden Urnengrabfelder und auch ein lichtdurchfluteter hainartiger Friedwald angelegt. Neben der Aufgabe als Bestattungsfläche wird ein grundwassernaher Teilbereich der Erweiterungsfläche als naturnaher ökologisch wirksamer Lebensraum für im Umfeld vorkommende streng geschützte Amphibienarten entwickelt.
Die Planung erfolgt durch das Karlsruher Landschaftsarchitekturbüro Stadt-Landschaft-Plus.