Bis zum offiziellen Jahrestag sind es zwar noch knapp elf Monate, doch das große Ereignis wirft schon seine Schatten voraus: Im kommenden Jahr feiert das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sein 200-jähriges Bestehen. "Ein ganzes Jahr voller großartiger Veranstaltungen", stehe bevor, versprach der neue KIT-Präsident Prof. Jan Hesthaven bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms.
"Die Gelegenheit, Menschen zu treffen und ins Gespräch zu kommen" biete sich "nicht nur für Wissenschaftler, sondern für uns alle" bei zahlreichen Anlässen, so der seit Anfang Oktober amtierende Präsident. Allen voran nannte Hesthaven den "Tag der Offenen Tür" am 17. Mai sowie die "Science Week" und die Jubiläumsausstellung, bei der 100 ausgewählte Objekte zur Geschichte des KIT präsentiert werden. Die Ausstellung ist zugleich die erste Veranstaltung in dem gerade seiner Fertigstellung entgegen gehenden neuen Lern- und Anwendungszentrum Mechatronik direkt neben dem Hauptgebäude an der Kaiserstraße.
Anfänge am Marktplatz
Während das KIT in seiner heutigen Form erst 2009 durch den Zusammenschluss von Universität und Forschungszentrum entstand, gehen die Wurzeln dieser Einrichtung bis ins Jahr 1825 zurück. Am 7. Oktober jenes Jahres wurde das Karlsruher Polytechnikum ins Leben gerufen, um die mathematisch-technische Ausbildung zu fördern. Aus bescheidenen Anfängen im Lyzeumsgebäude neben der Evangelischen Stadtkirche, das heute das Sozialgericht beherbergt, entstand im Lauf der Geschichte eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen mit derzeit rund 25 000 Studierenden, die sechs Nobelpreisträger und zahlreiche bedeutende Innovationen hervorbrachte.
Gleichzeitig ist das KIT der größte Arbeitgeber der Stadt Karlsruhe, wie Prof. Thomas Hirth, Vizepräsident und Projektverantwortlicher für das Jubiläumsjahr betonte: "Karlsruhe hat sehr viel vom KIT und wir von der Stadt". Als wichtigstes Anliegen für die Zukunft nannte Jan Hesthaven, "das KIT national und international noch sichtbarer zu machen". Des Weiteren sollen gezielt junge Talente gefördert werden, "um der Gesellschaft etwas zurück zu geben", so der dänische Mathematiker.