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Telemedizin ermöglicht gesundheitliche Einschätzung

docdirekt "Docdirekt" biete eine medizinische Ersteinschätzung. © Stadt Karlsruhe

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit stand das Thema Telemedizin auf der Tagesordnung. Telemedizin bietet gesundheitliche Unterstützung außerhalb einer Praxis. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) nutzt das Online-Angebot „Docdirekt“. KVBW-Pressesprecher Kai Sonntag informierte in der Sitzung über die Möglichkeiten des Angebots.

Fundierte Empfehlung zur Behandlungsdringlichkeit

So erfuhren die Mitglieder, dass die Ersteinschätzung über den gesundheitlichen Zustand der nutzenden Person mit einem Programm namens SmED (Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland) vorgenommen wird. Die Software gibt durch gezielte und strukturierte Fragen eine fundierte Empfehlung zur Behandlungsdringlichkeit und zum geeigneten Behandlungsort. So werden unter anderem Symptome, Krankheitsbilder, Vorerkrankungen sowie Risikofaktoren abgefragt. Die erkrankte Person erhält so einen Hinweis, ob sie sich direkt in die Notaufnahme begeben sollte oder ob eine Behandlung beim Haus- oder Facharzt zu einem späteren Zeitpunkt ausreichend ist. Im Anschluss kann die Person mit einem Arzt telefonieren oder per Video sprechen. Die Nutzung ist für Patientinnen und Patienten kostenfrei.

Zwischen November 2025 und August 2026 wurden 25.604 Konsultationen erfolgreich abgeschlossen. Sonntag betonte, dass Docdirekt noch ein paar Jahre brauchen werde, um größere Bekanntheit in der Öffentlichkeit zu erlangen. Ziel sei es, dass unnötige Besuche in der Notaufnahme vermieden werden. Zudem habe das Online-Angebot den Vorteil, dass die Telefone der 116 117 entlastet werden. -gia-

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter www.karlsruhe.de/stadtzeitung

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