Es gehe „um Teilhabe an der Gesellschaft“, sagt der Bürgermeister. Und die Staatssekretärin ergänzt, Baden-Württemberg sei das einzige Bundesland mit einem derartigen Förderprogramm. Die beiden reden von „einem besonderen Örtchen“, eine im Wortsinn: „Toilette für alle“. Vergangene Woche wurde in der kürzlich neu eröffneten Europahalle eine solche Toiletten-Anlage in Betrieb genommen, Grundfläche circa sieben Quadratmeter.
Die 101. derartige Anlage im Land
Diese richtet sich an Menschen mit Mehrfach-Behinderung, Menschen mit einem (Lähmungs-) Handicap und Älteren Personen die pflegebedürftig oder inkontinent sind. Beim Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderung schätzt man, dass es im Südwesten etwa 380 000 Betroffene gibt. Die in der Europahalle in Betrieb genommene „Toilette für alle“ ist die 101. derartige Anlage im Land: ausgestattet mit einer höhenverstellbaren Liege und einem angebauten Patientenlifter. Damit können Helfer eine Person mit Einschränkungen auf die Liege hieven – etwa zu einem Windelwechsel. Oder auf die Toilettenschüssel heben.