Die Stadt Karlsruhe hat zehn moderne Wettersensoren im Stadtgebiet installiert. Die gemessenen Daten sind binnen Minuten öffentlich abrufbar und können von Interessierten als Rohdaten heruntergeladen werden. Fünf Sensoren messen Lufttemperatur, relative Feuchte und Luftdruck. Zusätzlich gibt es zwei Windsensoren und drei Regenschreiber. Die Sensoren sind über das ganze Stadtgebiet verteilt. Ein neuer Wettersensor befindet sich beispielsweise am Kaiserplatz.
Die aktuellen Wetterdaten sind auf dem Sensor City Dashboard der Stadt Karlsruhe kostenlos einsehbar. Außerdem stehen die Rohdaten auf dem Transparenzportal der Stadt zur Verfügung – hier gibt es auch eine Schnittstelle zum automatisierten kontinuierlichen Datenabruf.
Die Sensoren wurden im Rahmen des Forschungsprogramms CityCLIM installiert. Karlsruhe ist Pilotstadt in diesem EU-geförderten Projekt, das die Entwicklung und Nutzung eines neuen Wettermodells für städtische Gebiete zum Ziel hat. Das Modell wird speziell für Karlsruhe mit einer hohen räumlichen Auflösung gerechnet. Die neuen Sensoren dienen der Entwicklung und Validierung dieses neuen Wettermodells.
Das Wettersensor-Netzwerk in Karlsruhe soll in Zukunft weiter ausgebaut und 100 weitere Sensoren sollen im Stadtgebiet installiert werden. Mithilfe der Daten können Bürgerinnen und Bürger informiert, Hitzeinseln erkannt und Wettermodelle verbessert werden. Dies ist gerade in Zeiten des Klimawandels ein bedeutendes Thema.
Karlsruhe ist in vielen Bereichen von den Folgen des Klimawandels betroffen. Bereits seit Veröffentlichung der ersten Klimaanpassungsstrategie im Jahr 2013 hat die Verwaltung Maßnahmen in diesem wichtigen Handlungsfeld ergriffen und seither weiterverfolgt. Schwerpunkte sind der Schutz vor Hitze, die Starkregenvorsorge und der Umgang mit Trockenheit.