Der Gemeinderat hat sich für den dauerhaften Verzicht auf das Lichterfest entschieden. Damit werden im Jahr 2027 150.000 Euro eingespart. Auch soll die Zahl der Spielplätze im Stadtgebiet in den kommenden fünf Jahren um 80 Stück reduziert werden. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sagte zu dem Vorgehen: „Wir haben einen Kriterienkatalog, anhand dessen wir auswählen.“ Neu eingeführt wurde eine Verwaltungsgebühr für die Bearbeitung von Baumfällanträgen nach Baumschutzsatzung, die ab 2027 jährlich 50.000 Euro einbringen soll.
Nicht verzichten möchte der Gemeinderat dagegen auf im Stadtgebiet aufgestellten kommunalen Weihnachtsbäume. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, nur noch einen Baum für den Marktplatz zu beschaffen, um somit 70.000 Euro pro Jahr einzusparen. Auch haben die Gemeinderatsmitglieder den Verzicht auf die Beschaffung von Hundekotbeuteln abgelehnt. Hier ging es um Einsparungen von 25.000 Euro pro Jahr.
Kontrovers diskutiert wurde der Einsparvorschlag der Verwaltung, vorrübergehend alle Zierbrunnen mit wenigen Ausnahmen stillzulegen. In der Verwaltungsvorlage heißt es dazu: „Eine Finanzierung des Weiterbetriebs der Zierbrunnen aus dem Sammelansatz würde zu Lasten dieser notwendigen Reparaturen oder anderer priorisierter Klimaanpassungsmaßnahmen gehen.“ Ein Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion, die vorgeschlagene Kürzung der Verwaltung (je 320.000 Euro in den Jahren 2026 und 2027) um die Hälfte zu reduzieren, fand mit 28 Ja-Stimmen und 18 Nein-Stimmen eine Mehrheit. -gia-