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Gefrästes Kleeblatt

Die ehemalige Konkordienkirche soll auf dem Marktplatz sichtbar werden

Erinnerung: Der Grundriss der 1807 abgebrochenen ersten Karlsruher Kirche soll auf dem Marktplatz sichtbar werden. Foto: Stadtarchiv Erinnerung: Der Grundriss der 1807 abgebrochenen ersten Karlsruher Kirche soll auf dem Marktplatz sichtbar werden. Foto: Stadtarchiv © Stadt Karlsruhe, Stadtarchiv

Obwohl schon seit 1807 vom Erdboden verschwunden, beschäftigt die ehemalige Konkordienkirche bis heute die Gemüter. Als ein „wichtiges Zeitzeugnis“, so Bürgermeister Daniel Fluhrer, soll der Standort von Karlsruhes erster Kirche wieder sichtbar werden. Allerdings, so erläuterte Fluhrer vor dem Planungsausschuss des Gemeinderats, „ist das nicht ganz trivial“, denn es geht immerhin um die Gestaltung des Marktplatzes. Dort stand die 1722 fertiggestellte Kirche als südlicher Abschluss des damals noch sehr kleinen Platzes.

Das Modell zeigt wie der Karlsruher Marktplatz einst aussah.
Das Granitpflaster erhält eine mechanische Bearbeitung.
Wie ein Kleeblatt: Der Grundriss der 1722 fertiggestellten Konkordienkirche.

Dessen Erweiterung nach Süden fiel das Gotteshaus zum Opfer, wobei die Gruft des Stadtgründers Karl Wilhelm erhalten blieb und von der Pyramide bis heute überdeckt wird. Da die Pyramide aber nicht exakt im Zentrum der einstigen Kirche liegt, soll deren kleeblattförmiger Grundriss nur dezent mittels eines 60 Zentimeter breiten Streifens auf dem Granitpflaster angedeutet werden. Hierfür hatte das Tiefbauamt eigens Versuche zur maschinellen Bearbeitung des Pflasters durchgeführt, bei denen ein Verfahren sich als praktikabel erwies.

Historisch bemerkenswertes Detail

Von den Ratsfraktionen stellte lediglich Dr. Clemens Cremer (GRÜNE) aus finanziellen Erwägungen die Sinnhaftigkeit dieser auf rund 35.000 Euro veranschlagten Maßnahme in Frage. Ansonsten folgte die Mehrheit des Planungsausschusses der Ansicht von Tilman Pfannkuch (CDU), wonach die Konkordienkirche als „historisch bemerkenswertes Detail für den gesamten Marktplatz“ sichtbar gemacht werden sollte. „Es ist höchste Zeit das umzusetzen“ pflichtete Karl-Heinz Jooß (FDP) bei, der sich außerdem mehr Sitzgelegenheiten für den Marktplatz wünschte.

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