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Eisbär jetzt auch in Keramik

Zuwachs bei „Multiplen“: Die Eisbär-Skulptur „Urs“ ist unweit des ­Geheges der Raubtiere dauerhaft ausgestellt. Zuwachs bei „Multiplen“: Die Eisbär-Skulptur „Urs“ ist unweit des ­Geheges der Raubtiere dauerhaft ausgestellt. © Zoo Karlsruhe, Timo Deible

Kunst trifft Natur: Letzte Woche wurde im Zoologischen Stadtgarten nahe dem Eisbärgehege eine dazu passende Skulptur der Bildhauerin Irmela Maier enthüllt. Die Figur entstand im Rahmen einer Kunstserie, den sogenannten „Karlsruhe Multiples“: Pro Jahr wird eine Tierskulptur geschaffen, nach deren Vorbild jeweils 100 kleine Keramik-Exemplare in den Verkauf gehen.

Vom Erlös kommen jeweils 100 Euro dem Artenschutz zugute – was pro Auflage 10.000 Euro bedeutet. Auch dieses Mal war alle Exemplare laut Zoo bereits nach kurzer Zeit ausverkauft. Die Multiple-Serie wurde 2018 von der Vollack Gruppe zusammen mit dem Zoo sowie der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe ins Leben gerufen.

Der Eisbär sei „ein Symbol für den Klimawandel“, betonte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein bei der Einweihung, mit dem Gegensatz als kräftiges und zugleich bedrohtes Tier, dessen Lebensraum schwinde. Die Skulptur „Urs“, die einen jungen Eisbären zeigt, spielt im Namen auf das lateinische Wort „ursus“ (Bär) an und ist bereits die dritte Arbeit von Maier. Sie steht – wie die anderen auch – als Schenkung der Künstlerin im Zoologischen Stadtgarten.

Kein anderer Zoo biete einen entsprechenden Kunstpfad, betonte Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und verwies darauf, dass das Projekt eine gute Möglichkeit biete, um Kunst und Artenschutz zusammenzubringen.

Zu den bedrohten Tierarten der Serie zählten bisher unter anderem ein Elefant, ein roter Panda oder ein Pinguin. Für ihre Skulpturen studiere Irmela Maier die Tiere zuvor im Zoo, hieß es, sie suche akribisch Materialien zusammen, das komme in den Kunstwerken zum Tragen.

Der Keramik-Eisbär „Urs“ habe seinen Platz gefunden, befand Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter der Vollack Gruppe. Mit dem Sponsoring solle eine Brücke zwischen Kultur und Natur entstehen sowie Aufmerksamkeit für Klima und Artenschutz geschaffen werden. Wie die Reihe weitergeht, werde bei der art Karlsruhe im Februar bekanntgegeben, so Blaurock. -nke-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 4 am 23. Januar 2026. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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