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Kunst trifft Liebhaber

Jury würdigt Künstlerin Shanee Roe mit Auszeichnung

Viel zu entdecken gab es auf der diesjährigen Ausgabe der art Karlsruhe. Viel zu entdecken gab es auf der diesjährigen Ausgabe der art Karlsruhe. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Die 23. art Karlsruhe fand vom 5. bis 8. Februar in der Messe Karlsruhe statt. Die diesjährige Kunstschau wurde von der Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Britta Wirtz, mit Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der art-Projektleiterin Olga Blaß und dem Beiratsvorsitzenden der Messe, Kristian Jarmuschek, eröffnet. Die wachsende Bedeutung der art verortete Wirtz in der Qualität sowie im Zusammentreffen von Kunst und ihren Käufern.

Die Kunstmesse ziehe ein kundiges, auch offenes Publikum an und habe einen großen Anteil am Karlsruher Tourismus. Staatssekretär Braun attestierte Baden-Württemberg eine „vitale Kunstszene“, gerade auch der Nachwuchs spiele auf der art eine Rolle. Er befand, der Erfolg der art zeige, wie wichtig Kunst und Kultur derzeit seien. Das stehe im Gegensatz zu manchen Stimmen, die der Kulturbranche teils geringere Wertschätzung entgegenbrächten.

Zur Eröffnung fand eine Pressekonferenz mit Messe Karlsruhe-Geschäftsführerin Britta Wirtz, Staatssekretär Arne Braun,  Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup,  art-Projektleiterin Olga Blaß und Messe-Beiratsvorsitzenden Kristian Jarmuschek (v.l.) statt.

Kultur nicht optional

Keiner in Baden-Württemberg sehe Kunst als „nice to have“ an, betonte OB Mentrup. Im Bezug auf die aktuellen Haushaltssparmaßnehmen erklärte er, zur Genehmigungsfähigkeit des Haushalts müsse jeder seinen Beitrag leisten, auch Kunst und Kultur. Er dankte dem Gemeinderat, der einige vorgeschlagene Kürzungen bei der Kulturszene eingeschränkt, andererseits auch unvermeidliche Einsparungen mitgetragen habe. Wenn man wirtschaftlichen Druck ausübe, löse das entweder einen Konkurrenzkampf um verbliebene Gelder oder einen solidarischen Zusammenschluss aus – in Karlsruhe hätten sich die Kultureinrichtungen gegenseitig unterstützt.

Auch die Bevölkerung stehe hinter der art Karlsruhe, so Mentrup weiter. Darauf sei er stolz – es brauche gesellschaftliche Ereignisse, bei denen Menschen friedlich gemeinsam Zeit verbringen. „Das ist das Gegenteil von dem, was ich jeden Tag in der Zeitung lese, wohin sich die Gesellschaft angeblich entwickelt.“

Sonderschauen

Olga Blaß und Kristian Jarmuschek übernahmen 2023 die Leitung der art von Galerist Ewald Karl Schrade. In ihrer zweiten Ausgabe setzen sie demnach weiterhin auf eine Mischung aus Kunstwerken und Skulpturenplätzen – ein Alleinstellungsmerkmal der art, wie sie betonen. Zusätzlich wollen sie die Kunstmesse weiter zum Nachwuchs hin entwickeln. Auch für wiederentdeckte Künstler oder den Nachlass von Künstlern haben sie passende Formate entwickelt, erklärte Blaß. Jarmuschek verwies zudem auf Sonderschauen sowie die Ausstellung privater Sammlungen, darunter Pop-Art von Andy Warhol.

Ein Werk der Künstlerin Shanee Roe – sie erhielt den art Karlsruhe-Preis.

Bei der Eröffnung wurde auch der art karlsruhe-Preis an die Künstlerin Shanee Roe verliehen, vertreten durch die Berliner Galerie Kornfeld. Die Künstlerin wurde von einer Jury anhand ihrer vor Ort ausgestellten Arbeiten ausgewählt. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stadt Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg gestiftet. Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseums Karlsruhe, würdigte in der Laudatio, dass die 1996 in New York geborene Künstlerin mit ihren Bildern zwischenmenschliche Beziehungen kraftvoll darstelle.

Die art Karlsruhe 2026 zog insgesamt rund 50.000 Gäste an. 180 Galerien aus 18 Ländern waren über vier Hallen verteilt. In Halle 3 befand sich ein „Karlsruhe-Schwerpunkt“ der hiesigen Institutionen, darunter ZKM, Staatliche Kunsthalle, Kunstmuseum oder UNESCO City of Media Arts. -nke-

Dieser Artikel ist in der StadtZeitung Nr. 7 am 13. Februar 2026 erschienen.

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