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Gedenken an Vertreibung

Bürgermeisterin Bettina Lisbach nahm an der Kranzniederlegung am Vertriebenenkreuz teil. Der Bund der Vertriebenen gedachte auf dem Hauptfriedhof an Allerheiligen den Toten von Flucht und Vertreibung © Thomas Riedel

„Erinnern – Bewahren – Gestalten“, unter diesem Leitwort gedachte an Allerheiligen der Bund der Vertriebenen auf dem Hauptfriedhof den Toten von Flucht und Vertreibung. Als Vertreterin von Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (SPD) nahm Bürgermeisterin Bettina Lisbach an der Kranzniederlegung am Vertriebenenkreuz teil.

Schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg habe die Stadt ein
hölzernes Kreuz an dieser Stelle errichtet, um allen einen zentralen Ort zum Trauern zu geben, erinnerte Lisbach. Das im Jahr 2000 errichtete Gedenkkreuz symbolisiere Frieden und Versöhnung. Zugleich  warnte Lisbach in ihrer Rede vor Ausgrenzung und dem immer weiter um sich greifenden Populismus.

Dr. Thomas Schalla, Dekan der evangelischen Kirche in Karlsruhe, erinnerte daran, dass Krieg Familien  auseinanderbringe, Leid schaffe, Menschen aus der Heimat vertreibe und sie damit zu Flüchtlingen mache – „überall auf der Welt“. Für den Bund der Vertriebenen gedachte Wolfgang Hanagarth an die 2,5 Millionen Menschen, die vor 80 Jahren auf der Flucht ihr Leben verloren. Gut 15 Millionen Deutsche hätten damals ihre seit hunderten von Jahren angestammte Heimat verlassen müssen. „Sie alle haben über Jahrzehnte in der neuen Heimat den Weg des Friedens gewählt“, sagte Hanagarth. -red-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 45 am 7. November 2025. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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