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Vorhaben

Bei der Konkretisierung der Stoßrichtungen haben sich 16 Vorhaben herauskristallisiert. Einige stellen dauerhafte, stadtweite Aufgaben dar, andere beziehen sich auf konkrete Orte in der Stadt oder sind eigenständige Projekte. Sie beschreiben Qualitätskriterien sowie Strategien, die für absehbare oder zukünftige Projekte einen Orientierungsrahmen bieten.

Vorhaben im Überblick

Die 16 Vorhaben decken alle Themenbereiche ab, die für die Entwicklung der Stadt relevant sind. Die Schnittstellen der Vorhaben zu den Stoßrichtungen sind vielschichtig. Denn Vorhaben berühren mehrere Themenbereiche und Stoßrichtungen gleichzeitig. Sie stellen keinen abgeschlossenen Plan dar.

Planskizze

Beschreibung und Beweggründe

Als eines der wichtigs­ten Ergebnisse sind Karlsruhes "Klare ­Kon­tu­ren" aus dem Arbeitspro­zess hervor­ge­gan­gen. Sie sollen den Über­gang zwischen Stadt und Landschaft formen und sichern. Es geht darum, Ränder zu definieren und ihnen landschaft­li­che ­so­wie städte­bau­li­che Qualitäten zu verleihen. Dies gilt nicht nur für die äußere Kontur zur Landschaft, sondern auch für die in­ne­ren Übergänge zwischen Frei- und Stadt­räu­men.
Aktuell sind die Grenzen der Stadt - nach außen wie nach innen - nicht immer klar ablesbar. Dies stellt die Frage in den Raum, wo Karls­ruhe seine Grenzen setzen will. Die Kontur leistet einen ­Bei­trag zum Wachstum der Stadt nach innen. Heraus­for­de­rung ist, Forde­run­gen der Freiraum­ge­stal­tung und des Natur­schut­zes sowie ­Be­dürf­nisse nach neuen, gut erschlos­se­nen Siedlungsflächen an den Rändern in Einklang zu bringen.

Ziele

Die Sicht­bar­keit der eigent­li­chen Stadt in Bezug auf den Land­schafts­raum wird deutlicher. Die Festlegung der Kontur und die Entwick­lung eines Gestaltungskata­logs lenkt das Stadt­wachs­tum nach innen und bildet landschaft­li­che sowie ­städ­ti­sche Adressen nach innen und außen. Freiräume in Form ­bisheri­ger Restflächen entlang der inneren Stadt­rän­der erhal­ten ei­gene Qualitäten.

  • Stadt­kon­tu­ren festlegen und Wachstum nach innen lenken.
  • Äußere und innere Konturen gestalten.
  • Flächen­re­ser­ven primär für Wohnen aufspüren.
  • Siedlungs- und Landschafts­raum verflechten.
Planskizze mit Stadtgebiet zum Thema Stadteingänge Karlsruhe

Beschreibung und Beweggründe

Stadt­ein­gänge sind zentrale Elemente der Karlsruher Konturen, Will­kom­mens­ges­ten sowie Verknüp­fungs­punkte von Mobili­täts­net­zen und verschie­de­ner zentraler Nutzungen zugleich. Sie markie­ren ­Über­gänge von der Landschaft in die Stadt. Ihre Gestaltung kann wich­tige Entwick­lun­gen in ihrem Umfeld anstoßen. Das Vorha­ben ­soll klären, welche Rolle Stadt­ein­gän­gen zugeordnet und wie sie wei­ter­ent­wi­ckelt sowie gestaltet werden. Die Vorzüge der Stadteingänge werden in die Gestaltung einbezogen.

Bisher sind die Stadt­ein­gänge nicht klar definiert und liegen oft im Zwischen­raum zwischen Innenstadt und äußeren Stadt­tei­len. Ihre Gestaltung unter­stützt das Bestreben klare Konturen zu de­fi­nie­ren und zu zeigen „Wo fängt die Stadt an?“. Anderer­seits ­kann die Aufwertung von Stadt­ein­gän­gen auch Impulse für wichtige ­städ­ti­sche Entwick­lun­gen, wie zum Beispiel am Haupt­bahn­hof oder in Grünwinkel setzen. Vor allem dort, wo sie mit Gewer­be­ge­bie­ten und verdichteten Wohnge­bie­ten zusam­men­fal­len.

Ziele

Zur Stärkung der Identität der Stadt und ihrer Stadtteile werden ­Stadt­ein­gänge räumlich definiert und entwickelt. Ziel der Ent­wick­lung ist zum einen die Gestaltung städte­bau­lich präg­nan­ter Orte, zum anderen der Erhalt und die Aufwer­tung ­land­schafts­räum­li­cher Qualitäten. Die Entwick­lung der Stadt­ein­gänge erfolgt aus dem ortss­pe­zi­fi­schen Kontext heraus. Sie wird mit der Gestaltung städte­bau­li­cher Akzente und land­schaft­li­cher Qualitäten sowie der Ansiedlung spezi­el­ler ­Funk­tio­nen verbunden.

  • Reprä­sen­ta­tive, städte­bau­li­che, funktio­nale oder ­land­schaft­li­che Adressen ausbilden.
  • Erleb­bar­keit der Stadt und ihrer Stadtteile verbessern.
  • Stadt­an­sicht und Stadt­sil­hou­ette ortss­pe­zi­fisch entwickeln.
  • Stadt- und landschafts­räum­li­che Qualitäten wechsel­wir­ken­d ­auf­wer­ten.
Abbildung Stadtplan Karlsruhe mit Legende

Beschreibung und Beweggründe

Die Leitkon­zepte der Freiraum­pla­nung, die im Grünsys­tem ­Karls­ruhe und im Freirau­m­ent­wick­lungs­plan Karlsruhe 2015 dar­ge­stellt sind, sollen entspre­chend den Ergeb­nis­sen aus der Leit­bild­dis­kus­sion und den Anfor­de­run­gen des Klima­wan­dels weiter ­ent­wi­ckelt und akzen­tu­iert werden. Themenschwer­punkte werden der Grün­ver­bund in der Stadt, die Flexi­bi­li­tät für künfti­ge Frei­zeit- und Erholungs­an­for­de­run­gen, die Stadt­ge­stal­tung und die Stadt­öko­lo­gi­schen Anfor­de­run­gen sein. Ein besonderer Fokus ­liegt auf den Quartiers­frei­räu­men, die weiter­ent­wi­ckelt werden ­sol­len.

Der hohe Bedarf an neuen Siedlungs­flä­chen und der daraus re­sul­tie­rende Druck auf die Bestands­quar­tiere, aber auch auf das land­schaft­li­che Umfeld Karlsruhes, erfordern spezi­ell ­zu­ge­schnit­tene plane­ri­sche Lösungen mit innova­ti­ven Kompo­nen­ten. Dem Stadtgrün kommt eine zentrale Rolle zu. Die Grenzen zwischen ­den bebauten Teilen der Stadt und dem Außenraum sind klarer zu de­fi­nie­ren. Die Vielfalt der Funktionen von Freiräumen und end­li­che Flächen erfordern Lösungen mit ganzheit­li­chem Hand­lungs­an­satz. Schließ­lich wird der Umgang mit Her­aus­for­de­run­gen des Klima­wan­dels die zentrale Aufgabe für alle an der Stadt­ent­wick­lung Betei­lig­ten sein.

Ziele

Das Karlsruher Grünsystem wird leistungs­fä­hig weiter entwickelt. Gut vernetzte Freiräume nehmen langfris­tig vielfäl­ti­ge ­Funk­tio­nen im Stadt­ge­füge wahr und prägen damit die Le­bens­qua­li­tät der Stadt positiv: Erholung, biolo­gi­sche Viel­falt, klima­ti­scher Ausgleich und Landnut­zun­gen. Das Frei­rau­m­ent­wick­lungs­kon­zept 2030 (Entwurf Garten­bau­amt 2016) ­zeigt den struk­tu­rel­len Rahmen der künftigen Entwick­lun­gen und Grund­züge für erfor­der­li­che Maßnahmen auf.

  • Konti­nu­ier­li­che Weiter­ent­wick­lung des Grünsys­tems auf Basis der Zusam­men­hänge von Freiräumen im Landschafts­raum und in der Stadt­struk­tur.
  • Integra­tion von Nutzungs­for­men der Naher­ho­lung sowie ­ge­eig­nete Formen der Land- und Waldbe­wirt­schaf­tung.
  • Aufwer­tun­gen des Stadtgrüns und der Ränder als Kompen­sa­tion von Eingriffen infolge neuer Siedlungs­quar­tiere.
  • Aufwertung der städti­schen Frei- und Grünräume als Beitrag ­zur Klimaan­pas­sung und zur Steigerung der Lebens­qua­li­tät in verdich­te­ten Quartieren.
Abbildung Skater am Waldrand.

Beschreibung und Beweggründe

Der Hardtwald ist das größte zusam­men­hän­gende Waldgebiet in Karls­ruhe. Als Identi­fi­ka­ti­ons­ort und stadtnaher Naturraum soll er für Aufgaben der Erholung, Ökologie und nachhal­ti­ger Nutzung wei­ter­ent­wi­ckelt werden. Die steigenden Anfor­de­run­gen und An­sprü­che an Erholungs­räume, Aufent­halts­qua­li­tä­ten und „mehr ­Licht“ im Hardtwald stellen dessen Pflege und Entwick­lung vor neue Heraus­for­de­run­gen. Gleich­zei­tig muss er dem Natur- und Ar­ten­schutz, der Erholung, dem Klima- und Trink­was­ser­schutz und der Holzpro­duk­tion dienen.

Ziele

Wich­tigs­tes Ziel ist die Walder­hal­tung und die Erhaltung der Vi­ta­li­tät vor dem Hinter­grund des Klima­wan­dels. Bei stra­te­gi­schen Überle­gun­gen für die Bewirt­schaf­tung wird geprüft, ob Vorrang­be­rei­che für Erholung, Natur- und Arten­schutz sowie ­Hol­z­wirt­schaft definiert werden. Die Weiter­ent­wick­lung von Lich­tun­gen oder lichten Wäldern, die Steigerung der Auf­ent­halts­qua­li­tät, eine bessere Orien­tie­rung sowie verbes­ser­te Quer­ver­bin­dun­gen für den Fuß- und Radverkehr sind weitere Ziele.

Quartier Bahnhof weiterdenken

Quartier Bahnhof

Beschreibung und Beweggründe

Das Bahnhof­sum­feld ist ein bedeu­ten­der Stadt­ein­gang und damit prä­gend für die Wahrneh­mung Karlsruhes. Gleich­zei­tig stellt der süd­li­che Teil eine der wichtigs­ten Flächen­re­ser­ven für die Stadt dar. Mit einer integrier­ten und umfas­sen­den Gesamt­pla­nung „Quar­tier Bahnhof“ soll das Bahnhof­sum­feld zu einem ­zen­trums­na­hen, verdich­te­ten Stadt­quar­tier entwickelt werden. Ein neues „Quartier Bahnhof“ ist ein erster Baustein einer ­Ent­wick­lung zwischen Bahn, Südtan­gente und Oberwald und in seiner Verlän­ge­rung eine neue urbane Achse in die nördli­che K­ern­stadt bilden.

Ziele

Die Gesamt­pla­nung verankert eine städte­bau­li­che Strategie für den Stadt­ein­gang als identi­täts­s­tif­ten­den Ort und etabliert ein in­ner­städ­ti­sches Entwick­lungs­ge­biet mit hoher Dichte und Dy­na­mik. Mit einem Rahmenplan für das Gesamt­ge­biet werden die ver­schie­de­nen Nutzungs­a­spekte und -wünsche erkundet und ko­or­di­niert. Die Vermark­tung der stadt­ei­ge­nen Flächen sowie die Ver­hand­lun­gen mit Grund­stücks­be­sit­zern sind ebenso ein in­te­gra­ler Bestand­teil der Gesamt­pla­nung, wie auch die zu­kunfts­wei­sende Weiter­ent­wick­lung der Infra­struk­tu­ren.

Zukunft Innenstadt angehen

Planskizze zu Zukunft Innenstadt

Beschreibung und Beweggründe

Die Innenstadt Karlsruhes als Identi­fi­ka­ti­ons­ort und Pu­bli­kums­ma­gnet für Gesamt­stadt und Region steht vor grund­le­gen­den Verän­de­run­gen. Um die Chancen der Kombi­lö­sung ­best­mög­lich nutzen und die anste­hen­den neuen Aufgaben und Her­aus­for­de­run­gen angehen zu können, soll ein integrier­tes und äm­ter­über­grei­fen­des Konzept zur Zukunft der Innen­stadt­ er­ar­bei­tet werden. Die Bevöl­ke­rung soll dabei intensiv betei­lig­t wer­den.

Mit der Reali­sie­rung der Kombi­lö­sung werden sich die Haupt­ach­sen ­der Innenstadt grund­le­gend wandeln. Teile der Kaiser­straße und der Ettlinger Straße werden frei von Bahnen, die Trenn­wir­kung ­der Kriegs­straße kann zwischen Mendels­sohn­platz und Karlstor ­ver­min­dert werden. Gleich­zei­tig ist davon auszugehen, dass der Ein­zel­han­del weiter zurück geht und neue Lösungen für Teile der Ein­kaufs­s­tra­ßen gefunden werden müssen. Die Arbeiten der Pla­nungs­werk­statt haben ergeben, dass sich die Innen­stadt­ ­per­spek­ti­visch ausweiten muss, um allen zukünf­ti­gen Bedürf­nis­sen ­ge­recht zu werden. Ebenso sind Anpas­sun­gen an den Klima­wan­del, neue Nutzungen sowie die stärkere Verzahnung zwischen dem Karls­ru­her Institut für Techno­lo­gie und der Stadt zu be­rück­sich­ti­gen. Um unter diesen Rahmen­be­din­gun­gen geeig­ne­te ­Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten zu erkunden, ist eine integrier­te Vor­ge­hens­weise unumgäng­lich, die insbe­son­dere auch die räum­li­chen Aspekte berück­sich­tigt.

Ziele

Die Attrak­ti­vi­tät der Innenstadt wird in ihrer Außen- und In­nen­wahr­neh­mung durch zukunfts­fä­hige Einzel­han­delss­truk­tu­ren, ausge­wo­gene Nutzungs­mi­schung, hohe Aufent­halts­qua­li­tät und ein gut gestal­te­tes Stadtbild gestärkt. Ebenso ist eine Aufwer­tung ­der „zweiten Reihen“ – die Räume abseits der Kaiser­straße – notwendig.

  • Vielfäl­tige Nutzungs­mi­schung anstreben und räumli­che Schwer­punkte setzen.
  • Zukunfts­fä­hige Einzel­han­delss­truk­tur sicher­stel­len.
  • Eine gemischt genutzte, dichte Stadt­struk­tur inklu­si­ve Woh­nen erhalten und ausbauen.
  • Erleb­bar­keit und Aufent­halts­qua­li­tät der Innenstadt fördern.
  • Innenstadt enger mit dem Karlsruher Institut für Techno­lo­gie ­ver­net­zen.
  • Innenstadt nach Süden entwickeln („Sprung“ über die Kriegs­stra­ße) durch Reduzie­rung der Trenn­wir­kung, Verbes­se­rung ­der Aufent­halts­qua­li­tät und Adress­bil­dung auf beiden Seiten der Straße für Dienst­leis­tung, Wohnen und Kultur.
Planskizze Innenentwicklung Karlsruhe

Beschreibung und Beweggründe

Durch eine innere Entwick­lung und Sanierung des Bestands sollen die beste­hen­den Quartiere weiter­ent­wi­ckelt, neuer Wohnraum ­ge­schaf­fen sowie bestehende Qualitäten stabi­li­siert und auf­ge­wer­tet werden. Die Ermittlung von Wohnbau­po­ten­zia­len, Gebäuden mit Sanie­rungs­be­darf und Verdich­tungs­mög­lich­kei­ten soll für plane­ri­sche Impulse sorgen.

Es ist davon auszugehen, dass ein Teil des Karls­ru­her Ein­woh­ner­wachs­tums im Bestand aufge­fan­gen wird. Diese Her­aus­for­de­rung ist gleich­zei­tig eine Chance, beste­hen­de Quar­tiere Karlsruhes weiter­zu­ent­wi­ckeln und nicht mehr ­zeit­ge­mäße Siedlungs­struk­tu­ren (Wohnungs­grö­ßen, Qualität der Bau­sub­stanz und Energie­ef­fi­zi­enz, städte­bau­li­che Struk­tur) auf­zu­wer­ten oder auch zu ersetzen.

Ziele

Beste­hende Quartiere werden besonders in ihrem Wohnungs­be­stan­d ­ge­si­chert und aufge­wer­tet, um die lokale Identität zu festi­gen und das Stadtbild weiter­zu­ent­wi­ckeln. Dabei werden neue Wohn­flä­chen und alter­na­tive Wohnformen für alle Leben­s­pha­sen und -modelle behutsam in die vorhan­de­nen Baustruk­tu­ren integriert. Um die Qualität des Wohnum­felds beste­hen­der Nachbar­schaf­ten zu ver­bes­sern, werden die Stadt­teil­funk­tio­nen der Nahver­sor­gung und -mobilität gestärkt. Ebenso sind die bauliche Qualität, Anfor­de­run­gen der Klimaan­pas­sung, die Aufwertung beste­hen­der Frei­räume und die Integra­tion einer ausrei­chen­den ­Nut­zungs­viel­falt zu berück­sich­ti­gen. Hierfür müssen auch ­ge­eig­nete Prozesse entwickelt und getestet werden.

  • Sicherung und Aufwertung des Wohnungs­be­stands (­Ge­bäu­de­er­neue­rung) und des Stadtbilds.
  • Behutsame Integra­tion neuer Wohnflä­chen in die vorhan­de­ne ­Baustruk­tur.
  • Integra­tion alter­na­ti­ver Wohnformen (Wohnen für alle Le­ben­s­pha­sen/-modelle).
  • Erhalt und Weiter­ent­wick­lung der lokalen Identität und be­ste­hen­der Nachbar­schaf­ten.
  • Verbes­se­rung der Wohnum­feld­qua­li­tät (Freiraum, Mobilität).
Planskizze Neue Quartiere Karlsruhe

Beschreibung und Beweggründe

Die wachsen­de Bevölkerung Karlsruhes macht die Suche nach neuen Bauflä­chen not­wen­dig. Diese müssen gut erschlos­sen sein und gleich­zei­tig ­neue Maßstäbe für innovative und lebens­werte Quartiere setzen. Mit Hilfe eines konti­nu­ier­li­chen Flächen­ma­na­ge­ments, Modell­quar­tie­ren und dem Einbezug innova­ti­ver Lösungen für Kli­maan­pas­sung, Erschlie­ßung, Versorgung und So­zi­al­ver­träg­lich­keit sollen attraktive Wohnge­bie­te ent­ste­hen.

Der Bedarf an neuem Wohnraum wächst stetig. Die beste­hen­den ­Po­ten­zi­alflächen im Flächen­nut­zungs­plan können dieses Wachs­tum ­nicht auffangen. Daher werden zusätzlich 85 Hektar Baulan­d in­ner­halb der Stadt­gren­zen Karlsruhes benötigt. Dies entspricht un­ge­fähr 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und über 4.000 Wohnein­hei­ten. Währen­d ­des Räumlichen Leitbild­pro­zes­ses wurde festgelegt, dass ­po­ten­zi­elle Bauflächen innerhalb der Stadt­gren­zen gefun­den wer­den müssen.

Ziele

Neue Quartiere werden in einer ressour­cen­scho­nen­den Siedlungs­weise in die Umgebung in­te­griert, um umliegende Quartiere und angren­zende Freiräu­me auf­zu­wer­ten. Die Festlegung auf eine hohe Qualität der Bauten hilft, eine Identi­fi­ka­tion mit neuen Quartieren zu ermög­li­chen und die Akzeptanz der Planung in der Öffent­lich­keit zu schaffen. Weitere Aspekte wie Klimaan­pas­sung, Natur­schutz, Verkehrs­pla­nung und die wirtschaft­li­che Auslastung der Infra­struk­tur für die neuen Quartiere müssen dabei berück­sich­tigt werden.

  • Mobili­sie­rung der vor­han­de­nen Areale im Flächen­nut­zungs­plan.
  • Identifi kation und Si­che­rung von zusätzlich 85 Hektar gut erschlos­se­nem Baulan­d in­ner­halb der Stadt­grenze.
  • Qualität und Baukul­tur ­so­wie sozial­ge­rechte und durch­mischte Entwick­lung sicher­stel­len und fördern.
  • Ausge­wo­ge­nes Verhält­nis von Freiraum und Baumasse, kompakte und dichte Bauwei­se ­schaf­fen.
  • Integrier­te ­Ver­kehrs­kon­zepte und wirtschaft­li­che Auslastung von In­fra­struk­tur im Quartier anstreben.
  • Verbes­se­run­gen auch für die umlie­gen­den Quartiere gewähr­leis­ten und lokale I­den­ti­tä­ten schaffen.
Planskizze Klimaanpassung

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Die Anpassung an den Klima­wan­del ist eine der größeren Aufga­ben ­des 21. Jahrhun­derts. Der „Städ­te­bau­li­che Rahmen­plan Kli­maan­pas­sung“, der vom Gemein­de­rat beschlos­sen wurde, zeigt ­Maß­nah­men gegen Überhit­zung in den Quartieren, ein über­ge­ord­ne­tes Entlas­tungs­sys­tem und Potenziale für eine kli­ma­ge­rechte Bebauung und Freiflä­chen­ent­wick­lun­gen auf. Diese ­Maß­nah­men sollen beispiel­haft umgesetzt werden, um die Kli­maan­pas­sung in der Planungs­kul­tur der Stadt wie auch in der Le­bens­weise ihrer Bewoh­ne­rin­nen und Bewohner zu verankern.

Ziele

Nach­hal­tige Grundsätze zur Klimaan­pas­sung müssen in die Pla­nungs­pra­xis übergehen. Ein Baustein für die Integra­tion der Kli­maan­pas­sung ist die Quali­fi­zie­rung des öffent­li­chen Frei­raums. Ein Portfolio aus Handlungs­op­tio­nen, Modell­pro­jek­ten und eine Betei­li­gungs­kul­tur stärkt die Akzeptanz sowie den po­li­ti­schen Rückhalt für notwendige Maßnahmen.

Planskizze zu Funktionen mischen

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Die strikte Trennung der Funktionen hat die Stadt­pla­nung lange ­be­stimmt, mit mittler­weile bekannten Folgen: starke Belas­tung ­durch Verkehr, klima­ti­sche Heraus­for­de­run­gen und Ver­sor­gungs­de­fi­zite.

Um Karlsruhes Flächen besser zu nutzen und lebendige Quartie­re zu erhalten, muss nach Möglich­kei­ten gesucht werden, wo und wie die Funktionen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung künftig besser mitein­an­der kombi­nier­t wer­den können. Dabei soll erkundet werden, welche innova­ti­ven ­Lö­sun­gen für die Aufwertung von Quartieren bestehen, wo Mi­schun­gen sinnvoll sind und welche Nutzungen wo vermie­den wer­den sollten.

Ziele

Karlsruhe wird als Standort attrak­ti­ver Arbeits- und Le­bens­wel­ten profiliert. Zudem werden Potenziale für weite­res Wachs­tum bei begrenztem Flächen­an­ge­bot ausgelotet. Außer­dem wer­den innovative Möglich­kei­ten zur Mischung von Nutzungen und Funk­tio­nen erkundet und deren Reali­sie­rung voran­ge­trie­ben.

Planskizze zu vorhandene Gewerbegebiete optimieren

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Die Gewer­be­ge­biete in Karlsruhe müssen nach innen wachsen. Beispiel­haft können Master­kon­zepte Möglich­kei­ten darstellen, wie mit den vorhan­de­nen Flächen attraktive Standorte für beste­hen­de und neue Wirtschafts­be­triebe geschaffen werden können. Dabei ­sol­len die Eigen­tü­me­rin­nen und Eigentümer sowie Nutze­rin­nen und Nutzer im Quartier sensi­bi­li­siert werden. Gleich­zei­tig sollen ­Mo­delle für eine verdich­tete Bauweise von Produk­ti­ons­be­trie­ben und der überbe­trieb­li­chen Koope­ra­tion erprobt werden.

Unternehmensstandort Karlsruhe

Als wachsende Stadt und zukunfts­fä­hi­ger Wirtschafts­stand­ort ­be­nö­tigt Karlsruhe auch weiterhin Potenziale für die Ansied­lung und Erwei­te­rung von Produk­ti­ons- und Dienst­leis­tungs­be­trie­ben. Da die Flächen für neue Gewer­be­ge­biete rar sind, zielt die Stadt­ dar­auf ab, dem progno­s­ti­zier­ten Wachstum mit einer Optimie­rung ­der Gewer­be­ge­biete zu begegnen. In den beste­hen­den Gebieten sind noch Entwick­lungs­re­ser­ven vorhanden, die mit der Ge­wer­be­flä­chen­stu­die der Stadt erstmals syste­ma­tisch erfasst wur­den.

Mit dem Praxis­hand­buch „Unter­neh­mens­stand­orte zukunfts­fä­hig ­ent­wi­ckeln“ steht zudem eine wichtige Grundlage für die Beratung von Unter­neh­men zur Verfügung. Die Planungs­werk­statt hat Ansät­ze auf­ge­zeigt, wie die beste­hen­den Potenziale genutzt werden ­kön­nen.

Ziele

Nach einer Priori­sie­rung der zu entwi­ckeln­den Gewer­be­ge­bie­te wer­den Verdich­tungs- und Umwand­lungs­stra­te­gien erkundet. Sie ver­bes­sern die Vernetzung von Einrich­tun­gen in den Quartie­ren und ermutigen Nutze­rin­nen und Nutzer sowie Eigen­tü­me­rin­nen und Ei­gen­tü­mer zur Koope­ra­tion. Dadurch werden attraktive Stand­orte ­für zukunfts­wei­sende Unter­neh­men geschaffen. Außerdem werden die Her­aus­for­de­run­gen der Integra­tion von Verdich­tungs- und Kli­maan­pas­sungs­zie­len behandelt.

  • Verdich­tungs- und Trans­for­ma­ti­onss­tra­te­gien erkunden
  • Attraktive Adressen für Unter­neh­men schaffen
  • Vernetzung von Einrich­tun­gen im Quartier und Vernetzung mit an­de­ren Quartieren verbes­sern
  • Nutzende sensi­bi­li­sie­ren und zur Koope­ra­tion ermuntern
Luftbild mit Häusern

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Als Wissen­schafts­stadt und High-Tech-Standort profi­tier­t ­Karls­ruhe von einem dynami­schen Wachstums- und Urba­ni­sie­rungs­pro­zess. Vor dem Hinter­grund verän­der­ter An­for­de­run­gen der postin­dus­tri­el­len Dienst­leis­tungs­ge­sell­schaft ­sind Stand­ort­kri­te­rien und räumliche Entwick­lungs­sze­na­rien für Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men neu zu prüfen. Wirtschafts- und Tech­no­lo­gie­clus­ter haben unbestrit­tene Vorteile, sowohl für die an­ge­sie­del­ten Unter­neh­men als auch für den Standort. Deswe­gen ist zu prüfen, welche neuen Cluster in Karlsruhe gebildet werden ­könn­ten und wo vorhandene Cluster angepasst werden müssen. Dabei geht es auch um die Frage, welche städti­schen Funk­tio­nen solche Cluster für die Unter­neh­men und die um­lie­gen­den Nachbar­schaf­ten erfüllen können.

Ziele

Es gilt zu begründen, ob und wo neue Cluster sinnvoll sind. Die Ver­bes­se­rung der Rahmen­be­din­gun­gen zur Weiter­ent­wick­lung ­be­ste­hen­der Cluster und flankie­rende Maßnahmen fördern paral­lel ­den Austausch und ermög­li­chen städte­bau­li­che sowie wirtschaft­li­che Impulse.

Luftbild

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Güter­bahn­hof und Hafen­ge­biete stellen bedeutende Elemente des Wirt­schafts- und Logis­tik­stand­ortes Karlsruhe dar. Die Raf­fi­ne­rien wie auch Teile der Betriebe am Rheinhafen nehmen un­ter dem Aspekt der Energie­ver­sor­gung eine zentrale Rolle ein – sowohl lokal als auch weit über die Region hinaus. Dies könnte ­sich im postfos­si­len Zeitalter auch in der Umgebung dieser ­Per­spek­tiv­flä­che verändern. Das Vorhaben soll überprüfen, welche ­Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten als langfris­tige Perspek­ti­ven ­be­ste­hen.

Ziele

Karlsruhe erhält sich die Spielräume für eine langfris­ti­ge ­Nut­zung auf derzeit großen monostruk­tu­rier­ten Flächen. Dazu ist ein Austausch mit den Eigen­tü­merinnen und Eigentürmern sowie dort tätigen Ak­teu­rinnen und Akteuren und der Einbezug überre­gio­na­ler Strategien notwendig. Im Falle des Güter­bahn­hofs wird der Dialog durch eigene ­Über­le­gun­gen zur Verla­ge­rung noch benötigter Funktionen sowie mög­li­cher Nutzungen freiwer­den­der Areale unter­stützt.

Mobilitätskonzepte für Quartiere entwickeln

Straße mit Menschen und Autos

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Die Mobili­täts­s­tra­te­gie des Verkehrs­ent­wick­lungs­plans, den Um­welt­ver­bund zu stärken, beginnt in den Quartieren: Um ein nach­hal­ti­ges Mobili­täts­ver­hal­ten in den Köpfen der Karls­ru­he­rin­nen und Karlsruher verankern zu können, werden neue Wege der Mobilität aufgezeigt. Die Quartiere in Karlsruhe sollen als Orte des Zusam­men­le­bens struk­tu­rell gestärkt werden. Dabei ­spielt die Aufwertung des öffent­li­chen Raums als Aufent­halts­or­t eine zentrale Rolle. Durch die Entwick­lung stadt­ver­träg­li­cher ­Mo­bi­li­täts­kon­zepte in beste­hen­den und neuen Quartieren kann die be­ab­sich­tigte Steigerung der Aufent­halts- und Lebens­qua­li­tät ­so­wie die Förderung des Umwelt­ver­bunds voran­ge­trie­ben werden.

Ziele

Das Vorhaben erkundet Maßnahmen für autoarme Quartiere und öf­fent­li­che Räume mit hoher Aufent­halts­qua­li­tät und setzt diese um. Um diese Aufent­halts­qua­li­tät zu erreichen, werden al­ter­na­tive Mobil­täts­an­ge­bote für Fußgänger- und Radverkehr, öffent­li­chen Perso­nen­nah­ver­kehr sowie Car- und Bikes­ha­ring ­aus­ge­baut.

Planskizze zu Nachbarschaftszentren beleben

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Attrak­tive und lebendige Nachbar­schafts­zen­tren sind Anker­punk­te ­des täglichen Lebens und Kataly­sa­to­ren für die Stadt­ent­wick­lung. Um diese Funktion zu stärken, sollen Einrich­tun­gen des tägli­chen ­Be­darfs und integrierte Mobili­täts­an­ge­bote noch besser ­mi­tein­an­der verbunden und zu Orten mit hoher Aufent­halts- und Ver­sor­gungs­qua­li­tät entwickelt werden. Bedarfs­ab­hän­gig soll die Er­reich­bar­keit wichtiger Einrich­tun­gen und Orte sowie deren ­Ver­net­zung mit der Gesamt­stadt als Grund­prin­zip der integrier­ten ­Mo­bi­li­täts- und Stadt­ent­wick­lung ins Räumliche Leitbild in­te­griert werden.

Ziele

Die Zentren der Nachbar­schaf­ten werden durch eine regel­mä­ßi­ge Er­reich­bar­keit mit dem öffent­li­chen Perso­nen­nah­ver­kehr sowie eine hohe Funkti­ons­dichte und -mischung in ihrer Bedeu­tung ­ge­för­dert. Die Vernetzung von integrier­ter Verkehrs­pla­nung, einer hohen Qualität des öffent­li­chen Raums und der ar­chi­tek­to­ni­schen Gestaltung ist dafür eine notwen­di­ge Vor­aus­set­zung.

Planskizze zu Mobilitätsstationen ausbauen

Beschrei­bung und Beweg­gründe

Die Bahnhöfe sind als Zugangs­punkte zum Fern- und Re­gio­nal­ver­kehr wichtige Elemente des Karls­ru­her ­Mo­bi­li­täts­kon­zepts. Ihre Funktion als Umstei­ge­kno­ten zu den städ­ti­schen Verkehrs­mit­teln macht sie aber erst zu Keimzel­len ei­ner integrier­ten Stadt- und Mobil­tät­s­ent­wick­lung. Mit der Stär­kung ihrer Rolle als Mobili­täts­sta­tio­nen können sie zu Im­puls­ge­bern für die Entwick­lung des Mobili­täts­ver­hal­tens und ihres Umfelds werden.

Karlsruhe hat sich in seinem Verkehrs­ent­wick­lungs­plan der För­de­rung des Umwelt­ver­bunds verschrie­ben. Die bereits beste­hen­den, hochwer­ti­gen Angebote des öffent­li­chen ­Per­so­nen­nah­ver­kehrs, des Car- und Bikes­ha­rings in der Stadt­ ­kön­nen durch eine noch bessere Vernetzung an den Bahnhö­fen ­Karls­ru­hes ihr volles Potenzial als Mobili­täts­sta­tio­nen ent­fal­ten. Dazu bedarf es einer Weiter­ent­wick­lung von Bahnhö­fen zu Orten der Begegnung, des Umstiegs und des Aufent­halts. Diese Wei­ter­ent­wick­lung kann und soll auch Impulse für die Sied­lungs­ent­wick­lung in ihrem Umfeld geben.

Ziele

Die Bahnhöfe Karlsruhes und ihr direktes Umfeld werden im Hin­blick auf ihre Funktion im Gesamt­ver­kehrs­kon­zept überprüft und verbessert. Mit zusätz­li­chen Mobili­täts­an­ge­bo­ten, inno­va­ti­ver Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie und einer attrak­ti­ven ­Ge­stal­tung wird deren Rolle als Treiber nachhal­ti­ger Mobili­tät ­ge­stärkt. Auf diese Weise unter­stüt­zen sie auch die Entwick­lung at­trak­ti­ver Standorte für Wohnen und Arbeiten.

  • Aufwertung der Bahnhöfe als Stadt­ein­gänge und Mo­bi­li­täts­sta­tio­nen
  • Vernetzung mit anderen Verkehrs­mit­teln und Mo­bi­li­täts­an­ge­bo­ten, insbe­son­dere des Umwelt­ver­bunds
  • Verbes­se­rung der digitalen Unter­stüt­zung für nachhal­ti­ge­s ­Mo­bi­li­täts­ver­hal­ten
  • Setzen von städte­bau­li­chen Akzenten und Gestaltung des öf­fent­li­chen Freiraums im Bahnhof­sum­feld

Kontakt

Stadtplanungsamt

Generalplanung und Stadtsanierung

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