Die Fortschritte und Herausforderungen bei der Brunnenunterhaltung waren Thema in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Öffentliche Einrichtungen. In Karlsruhe gibt es 127 Trink- und Zierbrunnen, heißt es im dazu vorgelegten Sachstandsbericht. Davon waren – trotz technischer Rückschläge und punktueller Abschaltungen – bis Ende September rund 71 Prozent betriebsbereit. Durch Priorisierung der verfügbaren Ressourcen hat das Gartenbauamt im Jahr 2024 bei der Wiederinbetriebnahme von Brunnenanlagen wesentliche Fortschritte erzielt. Zu Beginn der Saison wurden 87 funktionsfähige Brunnen in Betrieb genommen. Im Laufe des Jahres kamen nach Reparaturen weitere Anlagen hinzu. Ein Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung des Trinkbrunnenkonzepts. Bereits bestehende Anlagen werden saniert, während an zentralen Orten neue Trinkbrunnen geplant sind.
Herausforderung Vandalismus
Die Ursachen für vorübergehende oder langfristige Stilllegungen sind vielfältig. Häufig sind Verstopfungen durch Baumwurzeln oder technische Mängel wie defekte Pumpen und verkalkte Leitungen ausschlaggebend. Doch auch Vandalismus ist zunehmend eine Belastung. So mussten etwa die Trinkbrunnen an der Skateranlage im Otto-Dullenkopf-Park und an der Calisthenics Outdooranlage in der Oststadt mehrfach instandgesetzt werden. Jorinda Fahringer (Grüne) merkte an, dass der Trinkwasserbrunnen im Otto-Dullenkopf-Park ein wichtiger Versorgungspunkt sei und wiederhergestellt werden sollte. Dafür fehle momentan allerdings ein wichtiges Ersatzteil, erfuhr sie. Adina Geißinger (Volt) fragte, was gegen Vandalismus getan werden könne. Rahsan Dogan (CDU) lobte: "Wir haben jetzt eine strukturelle Herangehensweise“ und forderte zugleich „eine Priorisierung von Erneuerung, damit der jahrzehntelange Sanierungsstau abgebaut werden kann". Dr. Anton Huber (SPD) betonte, dass seine Fraktion schon 2022 darauf hingewiesen habe, dass Maßnahmen zur Klimaanpassung bei den Brunnen wichtig seien. Thomas Hock (FDP) hingegen wünschte sich, dass andere Prioritäten gesetzt werden, da schon viel für den Klimaschutz ausgegeben werde. Bürgermeisterin Bettina Lisbach befand jedoch: "Wir haben kein Problem damit, Klimaanpassungsmittel für Brunnen zu verwenden." -gia-