"Dank der Kooperation mit der Stadt Karlsruhe hatten wir die einmalige Gelegenheit, die besondere Straßenbahninfrastruktur der Stadt nicht nur als Fahrgäste, sondern auch als Straßenbahnfahrer kennenzulernen. Es war ein äußerst inspirierendes Erlebnis, mit der Straßenbahn durch die Stadt zu fahren und die Priorisierung des 'Öffentlichen Personennahverkehrs' (ÖPNV) unmittelbar selbst zu erfahren", sagt Maksym Kravchuk, leitender Experte.
Bei dem gemeinsamen Mobilitätsprojekt, das noch bis Ende Mai 2027 im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Karlsruhe und Winnyzja läuft, kann er das direkt erfahren. Zusammen mit Kollegen konnte er gleich zwei Mal Karlsruher Mobilitätslösungen hautnah erleben: in der Fahrerkabine einer Straßenbahn und bei einer Fahrradexkursion durch die Fächerstadt.
ÖPNV im Stadtzentrum von Winnyzja beschleunigen
Eine engagierte Projektgruppe aus Stadtverwaltung und Verkehrsbetrieben Karlsruhe sowie externen Experten begleitet die ukrainischen Kollegen seit März 2024 im Prozess, den ÖPNV im Stadtzentrum von Winnyzja zu beschleunigen. Aktuell werden Lösungen an stark belasteten Kreuzungen getestet, die die Bevölkerung trotz anfänglicher Bedenken gut annimmt.
Seitens Karlsruhe ist man sich einig: Das Engagement und die Expertise der ukrainischen Kollegen sind vorbildlich, indem sie auch unter schwierigen Bedingungen pragmatische und zugleich innovative Lösungen entwickeln.
Diese stellten sie auch auf der Regionalkonferenz Mobilitätswende von TechnologieRegion Karlsruhe und Metropolregion Rhein-Neckar in St. Leon-Rot vor. Kravchuk unterstreicht die Wichtigkeit des Projekts für die Partnerstadt: „Mithilfe der Finanzierung und den fachlichen Empfehlungen aus Deutschland konnten wir politische Entscheidungsträger davon überzeugen, notwendige Veränderungen in der Verkehrssteuerung durchzusetzen und diese auch umsetzen.“