Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts und Mitorganisatorin, blickt im Interview auf die Jahreskonferenz zurück.
Wie fällt Ihre persönliche Bilanz der POLIS-Jahreskonferenz aus?
Karmann-Woessner: Die POLIS Jahreskonferenz in Karlsruhe war ein herausragendes Ereignis, das alle Erwartungen übertroffen hat. Mit mehr als 1000 Teilnehmern erreichten wir die größte Teilnehmerzahl, die POLIS je verzeichnen konnte. Diese beeindruckende Resonanz zeigt nicht nur das große Interesse an den vielfältigen Themen der S Mobilität, sondern auch die Relevanz der Konferenz in der Fachwelt.
Besonders begeistert hat mich die Vielfalt der angebotenen Workshops und die Breite der vorgetragenen Themen. Die Möglichkeit, sich in verschiedenen Formaten auszutauschen und von Experten zu lernen, hat die Konferenz zu einer unbeschreiblichen fachlichen Bereicherung gemacht. Die Side Visits boten zudem einen praktischen Einblick in innovative Projekte und Konzepte, die in Karlsruhe umgesetzt werden.
Darüber hinaus hat die Konferenz ein großartiges Branding für Karlsruhe als Stadt der Mobilität geschaffen. Die Stadt hat sich als Vorbild in der nachhaltigen Mobilitätsgestaltung erneut positioniert. Die Veranstaltung hat nicht nur die Expertise der Stadt unter Beweis gestellt, sondern auch deren Engagement für zukunftsorientierte Lösungen.
Insgesamt war die POLIS Jahreskonferenz ein voller Erfolg, der sowohl die Fachwelt bereichert als auch Karlsruhe als innovativen Standort für Mobilität weiter gestärkt hat.
Die Region Karlsruhe ist seit Anfang des Jahres Mitglied. Wie groß waren die Herausforderungen, als „Neuling“ ein Jahrestreffen zu organisieren?
Karmann-Woessner: POLIS als Institution und die wichtigen Persönlichkeiten dort kennen wir bereits seit 2016, da sie in der Themenpartnerschaft "Urbane Mobilität" bereits unsere Partner im EU-Projekt bis 2020 waren. Während dieser Zeit hatten wir an den POLIS Konferenzen teilgenommen und zur unmittelbaren Vorbereitung waren wir auch gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des Landeds Baden-Württemberg im vergangenen Jahr in Leuven (Belgien).
Eine Konferenz dieser Größe zu organisieren ist nur gemeinsam mit der Messe möglich. Darüber hinaus die "Side Visits" für die gesamte Konferenz zusammenzustellen und die "Political Group" willkommen zu heißen, erfordert Freude daran, Gastgeber zu sein und sich in die Rolle der Teilnehmenden zu versetzen. Dass wir dies können, haben wir bei vielen anderen Veranstaltungen zuvor bewiesen.
In welchen Bereichen können andere Städte von Karlsruhe lernen?
Karmann-Woessner: Das "Karlsruher Modell" als bahnbrechende Nahverkehrslösung stieß auf großes Interesse, ebenso wie die Kombilösung, die wir bei gut besuchten "Side Visits" vor Ort gezeigt haben. Aber auch digitale Innovationen, wie RegioMove, das Karlsruhe Mobility Lab der TechnologieRegion oder das städtische Verkehrsleitsystem wurden viel beachtet.
Gibt schon Überlegungen für weitere Zusammenarbeit, die sich aus der Jahrestagung entwickelt haben?
Karmann-Woessner: Aus unserer POLIS-Mitgliedschaft der drei Partner Region Mittlerer Oberrhein, KVV und Stadt Karlsuhe ergeben sich sehr verschiedene Interessen an den Themen der Mobilität, die alle von den Arbeitsgruppen in POLIS abgedeckt werden. Diese wollen wir nutzen und uns einbringen. Ich freue mich bereits auf die nächsten Schritte, die Fortsetzung des Dialogs.