Eine „Ruhebank“ der besonderen Art steht seit Dienstag dieser Woche im Wettersbacher Skulpturenpark. Ortsvorsteherin Kerstin Tron und Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein stellten das Werk des Schweizer Künstlers André Bucher (1924 - 2009) vor. Käuflein befand, das Objekt aus Metall und Stein habe in der naturnahen, von Kunst geprägten Umgebung ein passendes Zuhause gefunden. Zuvor war die Bank fast zwanzig Jahre auf der Kaiserstraße montiert, musste allerdings 2008 für Leitungsarbeiten abgebaut werden. Käuflein verwies auf das ehrenamtliche Engagement, von dem es mehr brauche, und das gerade im Skulpturenpark spürbar werde. Der Park entstand 2009 auf Initiative des Vereins KultArt. Die „Ruhebank“ ist das sechste Kunstwerk, das entlang des Pfads zwischen Palmbach und Grünwettersbach im Grünen aufgestellt ist.
André Bucher ist unter anderem für seine Skulptur „Gerechtigkeit“ im Bundesverfassungsgericht bekannt, die 2001 auf einer Gedenkbriefmarke „50 Jahre Bundesverfassungsgericht“ verewigt wurde. Käuflein dankte der Ortsverwaltung Wettersbach, dem Ortschaftsrat, dem Kulturbüro und dem Verein KultArt für deren Einsatz. Kunst im öffentlichen Raum brauche es mehr, nicht weniger, befand Käuflein. Sie erreiche Menschen, die sonst nicht den Weg ins Museum fänden. Er erinnerte an eine Aussage des ZKM-Leiters Alistair Hudson, wonach Kunst nützlich sein müsse. Die Verbindung lasse sich in der „Ruhebank“ finden. Kerstin Tron brachte die Sinnhaftigkeit mit einem Zitat Albert Camus‘ auf den Punkt: „Wenn die Welt klar wäre, gäbe es keine Kunst“. -nke-