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Erster Karlsruher Ernährungsgipfel erfolgreich

Neues Austauschformat

Aktionstische haben über nachhaltige Ernährung informiert. Aktionstische haben über nachhaltige Ernährung informiert. © Jörg Schwienke

Zum ersten Mal hat der Karlsruher Ernährungsgipfel stattgefunden. Mit 60 Teilnehmenden, die rund 40 verschiedene Betriebe, Wissenschaftsinstitutionen, Initiativen und Ämter repräsentierten, war es ein gelungenes Forum für den Austausch rund um eine nachhaltige Ernährung in Karlsruhe. Veranstaltet wurde der Gipfel vom Projekt KA-Wert und dem städtischen Umwelt- und Arbeitsschutz in Kooperation mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT.

Bürgermeisterin Bettina Lisbach hob in ihrem Grußwort die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung für Karlsruhe hervor. Dabei verwies sie auf die wertvolle Unterstützung der in Karlsruhe stark engagierten Initiativen, sowie der produzierenden und verarbeitenden Betriebe. Auch verschiedene Ämter der Stadtverwaltung sind im Bereich nachhaltiger Lebensmittel aktiv.

Nachhaltig und regional

Nach einem spannenden Input aus Schweden von Dr. Rebecka Milestad wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion erörtert, wie regionale Lebensmittel noch stärker in der Gemeinschaftsverpflegung zum Einsatz kommen können.

In fünf thematischen Aktionskreisen loteten die Teilnehmenden aus, an welchen Stellschrauben sich drehen lässt, um die Außer-Haus-Verpflegung nachhaltiger zu gestalten. Dabei standen Fragen der Lebensmittelgerechtigkeit, der regionalen Produktion, der Lebensmittelkreisläufe sowie die besonderen Herausforderungen der Gemeinschaftsverpflegung im Mittelpunkt. Deutlich wurde, dass viel vorhandenes Wissen in konkretes Handeln überführt werden muss. Entscheidend dabei ist es laut Fazit der Teilnehmenden, in kleinen Schritten voranzugehen und positive Erzählungen zu stärken. Gleichzeitig zeigte sich, dass es häufig noch an Wissen über die verschiedenen Akteure und Daten fehlt, wie zu bestehenden lokalen Angeboten, Potenzialen und der konkreten Nachfrage in der Region.

Wissenstransfer

Das breite Spektrum der Gäste aus Produktion, Kantinenbetrieb, Logistik, Wissenschaft bis hin zu zivilgesellschaftlichen Initiativen sorgte für vielfältige Perspektiven und einen konstruktiven Austausch. Auch die Präsenz verschiedener mit Ernährungsthemen befasster Arbeitsbereiche der Stadtverwaltung und die dadurch ermöglichten Einblicke in deren Rahmenbedingungen wurden von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen.

Das Ziel des Ernährungsgipfels voneinander zu lernen, sich auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen, wurde nach übereinstimmender Meinung erreicht und eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von allen Beteiligten gewünscht. Bei guter Atmosphäre, anregenden Diskussionen und kreativen Kostproben aus der Küche der Karlskantine gelang es, einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Ernährung für Karlsruhe zu gehen.

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