Menü
- Stadt & Rathaus
- Bildung & Soziales
- Umwelt & Klima
- Kultur & Freizeit
- Mobilität & Stadtbild
- Wirtschaft & Wissenschaft
In einem Garten mitten in der Stadt mit den Händen in frischer Erde graben, Gemüse anpflanzen und ernten – Urban Gardening macht das möglich und schafft grüne Treffpunkte in Karlsruhe. Die urbanen Gemeinschaftsgärten werden von Bürgerinnen und Bürgern gestaltet und bringen als vielseitige Experimentierräume ein Stück Natur in die Stadt. Durch bürgerschaftliches Engagement sind Orte entstanden, an denen Naturerfahrung, Gemeinschaft und ökologische Vielfalt stattfinden kann.
Urban Gardening – das Gärtnern auf öffentlichen Plätzen in der Stadt – verwandelt ungenutzte Flächen in Orte der Begegnung. Auf innerstädtischen Brachen, Dächern und Grünstreifen entstehen durch bürgerschaftliches Engagement grüne Oasen mit Blumenbeeten und Gemüseanbau zur Selbstversorgung. Die Gärten werden gemeinschaftlich geführt und Alle sind eingeladen, sich an den Projekten zu beteiligen.
Wie funktioniert gemeinschaftliches Gärtnern? An welche Stelle kann ich mich wenden, wenn ich mitgärtnern möchte? Was ist nötig, um einen neuen Garten zu gründen? Antworten auf diese Fragen finden sich im nachfolgenden Abschnitt.
Durch das Engagement des später gegründeten Kollektivs der Fächergärtner wurde im Jahr 2013 auf einem Grünstreifen am Schloss Gottesaue der erste öffentliche Gemeinschaftsgarten in Karlsruhe, der Marstallgarten, ins Leben gerufen. Seitdem sind im Rahmen des Korridorthemas „Meine Grüne Stadt“ mehrere urbane Gemeinschaftsgärten der Fächergärtner und anderer Initiativen im gesamten Stadtgebiet entstanden. Die Gartengruppen sind eigenständig organisiert und gestalten die grünen Freiräume gemeinschaftlich nach Belieben.
Die Stadt Karlsruhe stellt (Grün-)Flächen für Urban Gardening zur Verfügung. Zur Neugründung eines urbanen Gartens sind mindestens fünf Personen mit Interesse am gemeinsamen Gärtnern
notwendig. Interessierte Personengruppen können mit einem Flächenvorschlag an einen gemeinnützigen Verein, beispielsweise die Bürgervereine der Stadtteile oder die BUZO im Umweltzentrum (Bürgeraktion Umweltschutz Zentrales Oberrheingebiet e. V.) herantreten, die im weiteren Abstimmungsprozess als Vertragspartner alle rechtlichen Vereinbarungen mit der Stadt Karlsruhe treffen. Die Flächen werden vom Gartenbauamt geprüft und für drei Jahre zum Gärtnern überlassen.
Alle interessierten Personen können sich am Urban Gardening beteiligen – je mehr helfende Hände, desto besser! In den Gärten gibt es meist festgelegte Gemeinschafts- und Einzelbeete, weshalb es wichtig ist, vor dem Mitgärtnern Kontakt zur jeweiligen Gartengruppe aufzunehmen. Es finden meistens regelmäßige Treffen vor Ort statt. Kontaktmöglichkeiten und Termine können den Garten-Informationen weiter unten entnommen werden.
Bei der Neuanlage eines Gemeinschaftsgartens besteht die größte Herausforderung oftmals in der Wasserversorgung, die von den Aktiven organisiert werden muss. Nahegelegene Infrastruktur oder Wassertonnen zum Sammeln von Gießwasser können Abhilfe schaffen. Aufgestellte Wassertonnen müssen sicher verschließbar sein.
Der Anbau von essbaren Pflanzen ist wegen möglicher Schadstoffbelastungen nur in Hochbeeten ohne Bodenkontakt zulässig. Das Anlegen und der Bau der Beete geschehen in Eigeninitiative der
Gärtnerinnen und Gärtner. Das Gartenbauamt stellt dafür Erde zur Verfügung und berät bei Fragen. Die Bewirtschaftung soll nach ökologischen Leitlinien erfolgen.
Im Karlsruher Stadtgebiet finden sich zahlreiche Gemeinschaftsgärten, die zum Mitgärtnern einladen. In der Gartensaison finden meist von März bis September regelmäßige Treffen und Aktionen in den Gärten statt.
Karlsruhes erster urbaner Garten der Fächergärtner im Otto-Dullenkopf-Park am Schloss Gottesaue entstand im Jahr 2013 aus der Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger. Inzwischen gärtnern im Marstallgarten in wechselnder Besetzung rund 35 Personen. Im Garten gibt es Gemeinschafts- und Einzelbeete. Die Gruppe trifft sich regelmäßig zum Plenum. Interessierte Personen können sich im Frühjahr anschließen, danach sind die Beete für eine Saison fest vergeben. Ein charakteristisches Kennzeichen des Marstallgartens sind die selbstgebauten Weidenbeete.
Standort: Am Schloss Gottesaue, Otto-Dullenkopf-Park
Treffen: donnerstags ab 18:30 Uhr
Trägerschaft: BUZO e.V.
Das Gerwigbeet entstand im Jahr 2016 aus dem Projekt „Beete und Bienen“ mit der Zielsetzung, Essbares für Menschen und Bienen in der Stadt zu schaffen. Alles was hier angepflanzt wird, sollte essbar sein. Eine Gruppe aus der Oststadt baut im Gerwigbeet neben vielen Beerensträuchern jedes Jahr eine bunte Mischung aus Gemüse, Salat und Kräutern an. Es werden immer helfende, „gießende“ Hände gesucht.
Standort: am Gerwigbrunnen in der Gerwigstraße
Trägerschaft: BUZO e.V.
Derzeit werden die Hochbeete am Kronenplatz erneuert. Weitere Informationen folgen.
Die Hochbeete in einer kleinen Nische am Goethe-Gymnasium in der August-Dürr-Straße laden seit 2021 Bewohnerinnen und Bewohner aus der Südweststadt zum Mitmachen ein. Auf kleinster Fläche werden in Hochbeeten Blumen und essbare Pflanzen angebaut. Es bestehen Kooperationen mit dem Mitmach-Laden und dem Schulgarten des Goethegymnasiums, von dem Wasser zum Gießen genutzt werden kann.
Standort: am Gorthe-Gymnasium, August-Dürr-Straße, neben Tiefgarageneinfahrt
Treffen: dienstags um 17:30 Uhr (Frühjahr bis Herbst)
Trägerschaft: BUZO e.V.
Der Hildagarten liegt in mehreren Heckennischen in der Hildapromenade am Budo-Club. Hier wird seit 2013 gemeinschaftlich gegärtnert. Die Gartengruppe besteht aus Freiwilligen aus der Nachbarschaft. Es werden verschiedene Kräuter, Essbares und Blumen angepflanzt. Unterstützung in der Wasserversorgung erfährt der Garten durch den angrenzenden Budo-Club.
Standort: am Budo-Club, Blücherstraße 15
Treffen: dienstags ab 17:30 Uhr (Frühjahr-Herbst)
Trägerschaft: BUZO e.V.
Die angrenzende Sonnenstraße gibt dem Sonnengarten seinen schönen Namen. Im Gemeinschaftsgarten wird seit 2016 in mehreren Hochbeeten auf einer großen Wiese gegärtnert. Der Fokus liegt auf dem Anbau von Essbarem - jährlich sprießen unter anderem Zucchini, Tomaten und Kartoffeln. Aber auch Sonnenblumen und Lavendel sind im Garten anzutreffen. Unterstützung erfährt der Sonnengarten durch die Wasserversorgung der angrenzenden Friedhofsgärtnerei Erich Braun. Es gibt ausreichend Platz für zusätzliche Beete.
Standort: Wiese in Grünzug, Ecke Sonnen-/Steubenstraße
Treffen: letzter Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr, je nach Wetter im Garten oder im Café Brahms
Trägerschaft: BUZO e.V.
Frei nach Astrid Lindgren wird im „Bonnerbü-Garten“ in der Bonner Straße nachbarschaftlich gegärtnert. Zwei zum Stadtgeburtstag im Jahr 2015 aufgestellte Hochbeete haben sich zu einem Nachbarschaftsprojekt entwickelt, das auf kleinster Fläche zum Verweilen und Plaudern einlädt.
Standort: Bonner Straße 23a-d
Trägerschaft: BUZO e.V.
Das Kauz-Gärtchen liegt in der Karlsruher Waldstadt auf einer Wiese nahe des Waldstadtzentrums. Das Gärtchen wurde im Jahr 2021 vom Bürgerverein Waldstadt ins Leben gerufen. In den selbst gebauten Hochbeeten gibt es Einzel- und Gemeinschaftsbeete, Bereiche zur Bienenweide und für Kräuter. Es finden regelmäßige Treffen sowie Veranstaltungen und Feste im Gärtchen statt, die den Austausch in der Nachbarschaft und ein gelebtes Miteinander fördern.
Standort: Wiese nahe des Kinder- und Jugendhauses am Waldstadtzentrum, Neisser Straße 8
Trägerschaft: Bürgerverein Waldstadt
Im Herzen von Grötzingen entstand im Juni 2015 der Gemeinschaftsgarten auf Initiative einiger interessierter Grötzinger Bürgerinnen und Bürger. In einer gemeinsamen Aktion wurden die Hochbeete gebaut und bepflanzt. Seitdem wachsen Garten und Ideen beständig. Unterstützt wird die Initiative vom Umweltzentrum BUZO und der Ortsverwaltung Grötzingen.
Standort: Grezzoplatz, Grötzingen
Treffen: mittwochs ab 18 Uhr
Trägerschaft: BUZO e.V.
Am Karlsruher Ostring wurde ein ehemals als Natursteinschaugarten genutztes Gelände mit einer Fläche von rund 6.000 Quadratmetern frei, welches die Stadt Karlsruhe nun für gemeinschaftliches Gärtnern zur Verfügung stellt. Das grüne Kleinod im Karlsruher Stadtteil Rintheim besticht nicht nur mit seinem Charme, sondern auch mit der vorhandenen Streuobstwiese und dem naturnahen Teich. Die Vereinsgründung durch die Mitglieder der Gartengruppe war mittlerweile erfolgreich. Trotzdem sind nach wie vor alle Interessierten herzlich willkommen. Denn um einen Garten in dieser Dimension zu bewirtschaften, braucht es viele helfende Hände und Fertigkeiten.
Standort: Am Ostring 9, Zugang über Pfarrer-Junker-Weg
Treffen: Termine
Trägerschaft: Mitmach-Garten Ostring e.V.
Gartenbauamt
Bürgerschaftliches Engagement