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Meilenstein für Karlsruhe: 11. ÖRK-Vollversammlung

ZDF-Fernsehgottesdienst und Schlosslichtspiele mit großer Strahlkraft – Kulturamt stellt Megaprogramm auf die Beine

Zum Start der Vollversammlung pilgerten die Teilnehmer vom Kongresszentrum zum Marktplatz. Zum Start der Vollversammlung pilgerten die Teilnehmer vom Kongresszentrum zum Marktplatz. © David Groschwitz /EKiBa

Die elfte Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) war für die Stadt als Gastgeberin ein herausragender Meilenstein ihrer Geschichte. "Der Kongress des Ökumenischen Rates der Kirchen war ein voller Erfolg. Wir als Stadt sind mehr als zufrieden, denn wir haben nicht nur national, sondern auch international Eindruck hinterlassen. So tauchen etwa Bilder und begeisterte Kommentare von den Schlosslichtspielen in den Social-Media-Accounts unserer internationalen Gäste auf. Den ZDF-Gottesdienst in unserer Friedenskirche, haben sich eine Millionen Menschen live angeschaut", freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

Die Messeorganisation sei zudem so gut gewesen, dass sie als Blaupause für weitere internationale Großereignisse in Karlsruhe dienen könne, betont der OB. Die Atmosphäre internationaler Offenheit auf der Konferenz ist auch auf die Menschen in Karlsruhe übergesprungen und war in den Straßen und auf den Plätzen spürbar. Die Konferenz war als Erfahrung auch ein Geschenk für die Karlsruherinnen und Karlsruher.

Die Schlosslichtspiele, die dieses Jahr mit dem Beitrag von Peter Weibel und Nikolaus Völzow vom Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) direkt auf die Vollversammlung einging, erzählten eine Geschichte über Schöpfung und Zerstörung: Musik verbindet Menschen mit Menschen, selbst durch die Zeitalter hindurch, Musik ist Religion für die Ohren. Die Show „Wir Menschen sind Fische im Exil“ verlegte dabei die barocke Händel-Sarabande ins elektronische Zeitalter. Zu der Lichtershow, die die Karlsruher Marketing und Event (KME) organisierte, kamen ÖRK-Gäste sogar mehrfach und posteten Bilder und begeisterte Kommentare in Social Medias.

Für die Karlsruher Messe KMK war die Vollversammlung mit ihren 4000 Teilnehmenden und den etwa 800 Delegierten und Offiziellen ebenfalls ein großer Triumpf. Rund um den Festplatz baute die KMK in wenigen Tagen eine komplette Kongressstadt auf. Weithin sichtbar war dabei der "Magic Sky", das 17 Meter hohe Zelt, in dem die ÖRK unter anderem die Morgenandachten abhielt. Die KMK hat die Möglichkeiten des Festplatzensembles voll ausgespielt, dies zeigte sich insbesondere in den Erweiterungen mit flexiblen Bauten. Diese Erfahrung kann die Gesellschaft direkt an Veranstalter anderer Großereignisse weitergeben, bei deren Veranstaltungsformat die Innenstadtnähe wesentlich ist.

Vielfältiges Programm für Karlsruherinnen und Karlsruher

Das Kulturamt organisierte in Zusammenarbeit mit dem deutschen ÖRK-Koordinierungsbüro ein öffentlich zugängliches Programm mit mehr als 250 Einzelveranstaltungen. Die Bandbreite reichte von musikalischen Darbietungen auf der Marktplatzbühne mit Künstlern wie dem Klassik-Crossover-Ensemble Spark, der Balkan-Band Taxi Sandanski über Workshops an verschiedenen Orten zu sexueller Identität, nachhaltiger Mobilität oder Migrationstexte in der Bibel bis hin zu Seelsorge und Andachten.

Ein Höhepunkt war die kurzfristig anberaumte Serie "Afterwork - auf einen Sundowner mit der Landesbischöfin". Dafür gaben sich auf der Marktplatzbühne Modedesigner Harald Glööckler, Schauspieler Samuel Koch und Umweltaktivistin Natalie Becker von Fridays-For-Future die Klinke in die Hand. Moderatorin Juliane Langer entlockte Bischöfin Prof. Dr. Heike Springhart und ihren Gästen manch interessante Aussage. Weitere städtische Akteure waren unter anderem die Karlsruher Touristik-Gesellschaft, das Hauptamt und das Presse- und Informationsamt.

Gottesdienst wird zum Fernsehereignis

Ein mehr als bemerkenswerter Erfolg war für die Stadt auch der ZDF-Fernsehgottesdienst in der Friedenskirche in Karlsruhe-Weiherfeld. Über eine Millionen Zuschauer sahen sich das geistliche Ereignis an. 1948 konnten die Karlsruherinnen und Karlsruher die Kirche mit Unterstützung des ÖRK errichten. Zeitzeugin Renate Wanner erzählte im Gottesdienst, wie sie zusammen mit Freunden Steine für den Bau der Kirche schleppte und wie dankbar man für die Hilfe und dieses Gotteshaus sei.

So schaut die Stadt Karlsruhe auf ein Großereignis zurück, das auch in Zukunft fest mit dem Namen der Fächerstadt in Verbindung bleiben wird. Die elfte Vollversammlung gab es nur einmal und das mitten im Herzen Badens, das erste Mal in Deutschland und das dritte Mal in Europa, nach 1948 in Amsterdam und 1968 in Uppsala.

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