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EFFEKTE: Einfach mal ausprobieren

Wissenschaftsreihe über Karlsruher Reallabore und neue Beteiligungsformen

Effekte September Wie können wir die Welt mitgestalten? Darum geht es beim EFFEKTE-Festival am 13. September. © FZI Forschungszentrum Informatik

Im Zweifel muss man etwas einfach mal ausprobieren, um zu wissen, ob es tatsächlich funktioniert. Wie das gelingen kann und mit welchen Methoden, erzählen Karlsruher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Dienstag, 13. September, ab 19:30 Uhr, in der EFFEKTE-Wissenschaftsreihe. An diesem Abend geht es um den Nutzen von Reallaboren und um die Frage, wie Menschen besser beteiligt werden können. Die Vorträge finden im Triangel Open Space am Kronenplatz statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Reallabore sind große, aber sehr ernsthaftes Spielfelder, auf denen das Leben von morgen entwickelt, erprobt und erforscht wird. Vor allem in Sachen Nachhaltigkeit können Reallabore Lösungen aufzeigen. Dr. Felix Wagner vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nimmt die Zuhörenden in seinem Vortrag mit auf eine Reise in das "Quartier Zukunft" in der Oststadt und zu "KARLA", dem Karlsruher Reallabor für nachhaltigen Klimaschutz. Und im neuesten Reallabor Wagners soll nicht weniger entstehen als die "Zukunftsweltstadt Karlsruhe".

Gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz

Wenn irgendwo etwas gebaut wird und damit Infrastruktur entsteht, dann hat das nicht nur eine bloße Funktion, sondern immer auch Auswirkungen auf das Zusammenleben von Menschen. Christina Becker vom Innovation Hub für Prävention im Bauwesen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist überzeugt davon, dass beim Entwickeln von Infrastruktur nicht nur diejenigen gefragt sein sollten, die ein Gebäude planen. Auch die Nutzerinnen und Nutzer sollen beteiligt sein, wenn es um die Funktion von Gebäuden geht, weil es sich dabei auch um die "Konstruktion von Gesellschaft" handelt. Beispielhaft berichtet die Wissenschaftlerin an diesem Abend aus ihrer Diplomarbeit, in der es mit Blick auf kommunale Präventionskonzepte um die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz geht.

Die Covid-19-Pandemie hat vielfach vor Augen geführt, wie sehr digitale Prozesse bei den kommenden Herausforderungen helfen können. Die technologischen Möglichkeiten und Konzepte zur umfassenden digitalen Beteiligung von Menschen in vielen Feldern sind da, kommen aber nach Ansicht von Dr. Jonas Fegert vom FZI Forschungszentrum Informatik noch wenig zur Anwendung. Beispiele dafür sind Sprachnachrichten oder die Nutzung von Augmented Reality- und Virtual Reality-Angeboten, die in der Breite der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung noch nicht genügend zum Einsatz kommen. In dem Vortrag wird an einem konkreten und kontroversen Beispiel aus dem Städtebau gezeigt, wie digitale Partizipation künftig aussehen könnte.

EFFEKTE-Wissenschaftsfestival im Sommer 2023

Fragen aufwerfen und Antworten geben – das ist die EFFEKTE-Wissenschaftsreihe des Wissenschaftsbüros der Stadt Karlsruhe, die bis zum EFFEKTE-Wissenschaftsfestival im Sommer 2023 mit Vorträgen, Ausstellungen und Mitmach-Exponaten läuft. Immer am "Wissenschaftsdienstag" präsentieren sich Karlsruher Hochschul- und Forschungseinrichtungen mit einem Einblick in ihre Forschung. Die Vortragsreihe steht in Anlehnung an das Wissenschaftsjahr 2022 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Motto "Nachgefragt" und stellt den Diskurs in den Mittelpunkt.

Weitere Infos zu den Vorträgen unter www.effekte-karlsruhe.de.

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