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Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt

Das Aufga­ben­feld „Zukunft Innen­stadt“ ist eines von sechs IQ-Korri­dort­he­men der Stadt­ mit dem Ziel, die Karls­ru­her Innenstadt in ihrer unver­wech­sel­ba­ren Identität in ihren unter­schied­li­chen Quali­tä­ten wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Ziel des dem Korri­dort­hema zugeord­ne­ten IQ-Leitpro­jekts Öffent­li­cher Raum und Mobilität der Innen­stadt­ ist die Entwicklung eines Konzeptes für die Ausge­stal­tung der öf­fent­li­chen Räume und der Mobilität in der City.

Das Foto zeigt einen Fahrradfahrer in der Innenstadt als Symbolbild für den Öffentlichen Raum und Mobilität Innenstadt

Nachdem die Fertig­stel­lung der Kombi­lö­sung in Sicht ist und be­reits viele Einzel­bau­steine zur Entwick­lung der Innen­stadt­ ­aus­ge­ar­bei­tet wurden, nutzt jetzt die Verwaltung die Dynamik des Bau­fort­schritts und geht die nächsten Schritte im Leitpro­jek­t ÖRMI. Bei denen will die Stadt Umset­zungs­mög­lich­kei­ten für eine ­zu­kunfts­ge­wandte Innenstadt ausar­bei­ten und reali­sie­ren, alle ­Mo­bi­li­täts­for­men und -arten einbe­zie­hen und darüber hinaus auch die Erwar­tun­gen an eine zeitgemäße, moderne City als Zentrum ei­ner ganzen Region berück­sich­ti­gen.

Projektbeschreibung

Wesent­li­che Impulse für das „neue Gesicht" der In­nen­stadt verspricht sich die Stadt von einer hoch­ka­rä­ti­gen Büroge­mein­schaft, die sie damit ­be­auf­tragte, sowohl alle bisherigen Einzel­kon­zepte der In­nen­stadt zusam­men­zu­füh­ren, als auch innovative und nachhal­ti­ge ­Lö­sun­gen zu entwickeln. Die Büroge­mein­schaft besteht aus den drei namhaften Planungs­bü­ros Gehl (Kopen­ha­gen, Stadt­pla­nung und Stra­te­gie), Argus (Hamburg, Verkehrs­pla­nung) und Weeber+­Part­ner (Stuttgart, Betei­li­gung). Die Feder­füh­rung dabei hat Gehl. Das inter­na­tio­nal a­ner­kannte Büro steht dafür, bei seinen Konzepten das öf­fent­li­che Leben und den mensch­li­chen Maßstab in den Mit­tel­punkt zu rücken.

In enger Zusam­men­ar­beit mit der Verwaltung sowie unter Betei­li­gung der Öffent­lich­keit soll die Büroge­mein­schaft ­Lö­sun­gen für alle Verkehrs­ar­ten und anstehende Mobili­täts­fra­gen ­so­wie für die Nutzung des öffent­li­chen Raums im Un­ter­su­chungs­ge­biet aus der Perspek­tive der davon betrof­fe­nen Menschen erarbeiten. Der Fokus liegt auf Aufent­halts- und Lebens­qua­li­tät: Die Themen Parken, Belie­fe­rung, autofreie Innenstadt, Rad- und Fuß­ver­kehr werden über die Fortfüh­rung des Plätze- und Hö­fe­kon­zepts von 2003 sowie auf der Basis von Überle­gun­gen zu Hier­ar­chien darin integriert betrachtet.

Die Bearbei­tung durch die Büros soll etwa eineinhalb Jahre dau­ern. Um erste Ideen und Überle­gun­gen noch während der Lauf­zeit erproben zu können, wird es sogenannte Reallabors im öf­fent­li­chen Raum geben. Politik und Öffent­lich­keit werden in die Erarbei­tung einbezogen.

Luftbild des Untersuchungsgebietes

Beteiligung

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Am 24. September 2020 um 18 Uhr fand die öffent­li­che Auftakt­ver­an­stal­tung im Südwerk (Bürger­zen­trum Südstadt) statt. Hier ­stellte sich das Projekt­team um Gehl der Öffent­lich­keit vor und stimmte auf den Prozess ein. Die Ziele und Inhalte des IQ-Leitpro­jekts wurden erläutert und Fragen aus der Bür­ger­schaft beant­wor­tet.

Da die Teilneh­mer­zahl corona­be­dingt leider begrenzt war, wurde die Veran­stal­tung auch live auf Youtube übertragen und auf­ge­zeich­net, Fragen konnten ebenfalls online gestell­t wer­den.

Vom 12. Mai bis 7. Juni 2021 konnten Interessierte das Leitpro­jekt „Öffent­li­cher Raum und Mobilität Innen­stadt“ mitge­stal­ten. Über eine inter­ak­tive Karte und einen Fragebogen konnten Beobach­tun­gen, Hinweise, Ideen und Vorschläge zur Entwick­lung und Verteilung des öffent­li­chen Raumes in der Innenstadt benannt werden. 500 Personen haben an der Umfrage teilge­nom­men. Vielen Dank für die Mitwirkung!

Anfang Juli 2021 fand eine Online-Zukunfts­werk­statt mit Zu­falls­bür­gerin­nen und Zufallsbürgern statt, in der neue Ideen zu Mobilität und Ver­kehr für den stark identi­täts­s­tif­ten­den In­nen­stadt­be­reich entwickelt wurden. Hierzu wurden zufäl­lig ­aus­ge­wählte Personen aus der Gesamt­stadt­ ein­ge­la­den, die die verschie­de­nen Alter­sklas­sen, Stadt­tei­le und kultu­rel­len Hinter­gründe in der Stadt Karls­ru­he re­prä­sen­tier­ten.

Im Oktober 2021 wurden wichtige Akteurin­nen und Akteuren der Karlsruher Innenstadt zu einem Exper­tin­nen­kol­lo­quium und Expertenkolloquium eingeladen. Dazu gehören unter anderem wichtige Personen des öffent­li­chen Lebens, Gewer­be­trei­bende, Insti­tu­tio­nen, Vertre­terin­nen und Vertreter der Wissen­schaft, Vereine und Verbände. Mit ihnen gemeinsam disku­tier­ten wir erste konkrete Überle­gun­gen zur Entwick­lung der Innenstadt.

Expert*innenkolloquium

Vorläu­fige Empfeh­lun­gen für drei Grund­prin­zi­pien erarbei­tet

Platz für mehr gesunde Mobilität und gute Erreich­bar­keit, Platz für mehr Grün und Platz für mehr öffent­li­ches Leben - diese drei ­Grund­prin­zi­pien standen im Mittel­punkt eines Online-Workshops, den das Stadt­pla­nungs­amt vor kurzem als Schluss­punkt der Öf­fent­lich­keits­ar­beit in diesem Jahr zum IQ-Leitpro­jek­t „Öf­fent­li­cher Raum und Mobilität Innen­stadt“ (ÖRMI) veran­stal­tet hatte. Mit dabei waren unter anderem Vertre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Bürger­ver­eine, verschie­de­ner sozialer Gruppen, von Ver­kehrs­dienst­leis­tern und Verkehrs­ver­bän­den sowie aus Wirt­schaft, Umwelt, Kultur und Wissen­schaft.

Ihnen stellte die beauf­tragte Büroge­mein­schaft um das Büro Gehl Architects aus Kopenhagen das erste ­Grob­kon­zept zum Öffent­li­chen Raum und der Mobilität in der In­nen­stadt vor. Dieses basiert auf der Analyse und den Er­geb­nis­sen der bereits durch­ge­führ­ten Betei­li­gungs­for­mate. Anschlie­ßend wurde eine Reihe von vorläu­fi­gen Empfeh­lun­gen und Pläne der Büroge­mein­schaft anhand der drei Grund­prin­zi­pi­en ­ge­mein­sam diskutiert.

Beim Thema Platz für mehr gesunde Mobilität und gute Erreich­bar­keit war ein Vorschlag, den Parkraum für Kraftfahrzeuge zu re­or­ga­ni­sie­ren und Platz für andere Nutzungen zu schaffen. Stadt­lo­gis­tik und Anlie­fe­run­gen sollen neu und integrier­t ­ge­dacht werden. Der Grad der "Auto­frei­heit" ist je nach Lage ­dif­fe­ren­ziert zu betrachten. Konflikte zwischen den Ver­kehrs­trä­gern werden durch Priori­sie­rung der Verkehrs­net­ze re­du­ziert.

Platz für mehr Grün soll es geben, indem die In­nen­stadt von statt grau und versiegelt sich künftig grün und le­ben­dig präsen­tiert. Hierfür sind grüne Verbin­dun­gen mit der Um­ge­bung für mehr Durch­läs­sig­keit und Durch­lüf­tung zu schaffen, das Mikroklima zu verbessern und mehr Biodi­ver­si­tät und Vielfal­t an Grün zu ermög­li­chen

Um Platz für mehr öffent­li­ches Leben zu er­hal­ten, sollen die Quartiere gestärkt und neu gedacht werden. Mobi­li­täts- und Freiraum­kon­zepte sind in jedem Quartier ortss­pe­zi­fisch zu verankern. Öffent­li­che Räumen müssen auf­ge­wer­tet werden, wobei hier jeder Quadrat­me­ter zählt. Erfor­der­lich sind mehr Möglich­kei­ten zum Verweilen, bedarf es eines ausge­wo­ge­nen Verhält­nis­ses von kommer­zi­el­len und nicht ­kom­mer­zi­el­len Angeboten. Das Leben muss sichtbar werden, etwa durch mehr Kultur im öffent­li­chen Raum und Belebung der Erd­ge­schoss­zo­nen. Besonders im Fokus stehen Kinder und Ju­gend­li­che im Fokus, welchen man mehr Einla­dun­gen zum Spielen ­bie­ten muss.

Spezi­fi­sche Anfor­de­run­gen und Wünsche formu­liert

Bei der lebhaften Diskussion dieser Punkte im Kol­lo­qui­um ­for­mu­lier­ten die Teilneh­men­den je nach fachlichem Hinter­grun­d und Betrof­fen­heit spezi­fi­sche Anfor­de­run­gen und Wünsche an die In­nen­stadt, wie beispiels­weise eine intel­li­gente Kombi­na­tion von Logistik und öffent­li­chem Leben oder barrie­re­frei­e ­Be­geg­nungs­räu­me. Die überwie­gen­den Wünsche an eine Innen­stadt­ ­der Zukunft orien­tier­ten sich jedoch an Aufent­halts­qua­li­tät und Wohl­füh­len, Trennung von Rad- und Fußverkehr zur Kon­flikt­ver­mei­dung sowie besseres Mitein­an­der und Vielfalt. Besonders häufig wünschten sich Teilneh­mende mehr Schatten und Grün. Der Wunsch eines Teilneh­menden nach „magischen Orten und Ni­schen für Überra­schun­gen“ berührte das Thema „Innen­stadt als Er­leb­nis­raum“, welches künftig stärker in den Fokus rücken wird.

Der Austausch verschie­de­ner Perspek­ti­ven und Argumente zum Thema ­Mo­bi­li­tät zeigte, dass es je nach Betrof­fen­heit diverse Bedarfe, Visionen und Nutzungs­wün­sche für die Innenstadt gibt. Gemein­sam­kei­ten in der Diskussion lagen in der Forderung nach der Erreich­bar­keit der Innenstadt für alle. Dennoch gab es auch den Wunsch nach einem Priori­tä­ten­netz, welches das Fahrrad­fah­ren und Zufußgehen vielerorts in der Innenstadt priori­siert, ohne den Kraftfahrzeugverkehr per se zu verbannen. Dieses Gleich­ge­wicht in der Prio­ri­sie­rung zu schaffen ist – auch hier war sich die Dis­kus­si­ons­runde einig – heraus­for­dernd. Dennoch lohne sich ein vi­sio­näres Umdenken in der Stadt­pla­nung zugunsten neuer ­Nut­zun­gen und Qualitäten. Sowohl der Einzel­han­del als auch die Ga­stro­no­mie leide unter motori­sier­tem Verkehr und profitiere von mehr Aufent­halts­qua­li­tät.

Platz­be­darf für mehr Grün

In der Diskussion über Grünflä­chen in der Innenstadt wurde ­deut­lich, dass der Wunsch nach mehr Grün und Schatten für die In­nen­stadt auch mit einem Platz­be­darf einhergeht. Neben ­Auf­ent­halts­in­seln sollten auch die wichtigen Rad- und Fuß­ver­bin­dun­gen grüner und attrak­ti­ver gestaltet werden. In diesem Zusam­men­hang wurde der Wunsch nach mehr Rücksicht­nah­me und pfleg­li­chem Umgang mit den öffent­li­chen Grünflä­chen ­ge­äu­ßert. Auch die Rolle von Wasser und den Brunnen der In­nen­stadt wurde hervor­ge­ho­ben.

Ein wichtiger Punkt im Themen­be­reich Leben war das Mitein­an­der ­der verschie­de­nen Akteurinnen und Akteure in der Innenstadt. Die Heraus­for­de­rung ­sei es, Gastro­no­mie, Handel, Kultur und Wohnen mitein­an­der zu ver­ei­nen und ein Zusam­men­wir­ken zu ermög­li­chen. Ein Teilneh­mer wies darauf hin, dass durch die Aufwer­tun­gen und Maßnah­men ein­zel­ner Bereiche keine Verdrän­gung folgen dürfe. Beispiels­weise sollten durch die Umlagerung oder Umlenkung des Kraftfahrzeugverkehrs andere Wohnvier­tel nicht an Qualität verlieren. Andere forderten mehr Platz für Experi­mente und Kultur und eine ­ver­ein­fachte Umwidmung von Parkflä­chen, um diese bei Bedar­f mul­ti­funk­tio­nal nutzbar zu machen. Bei der Forderung nach al­ter­na­ti­ven Nutzungen müsse man aber auch die finan­zi­el­le ­Kul­tur­för­de­rung mitdenken.

Die Hinweise und Anregungen der geladenen Exper­tin­nen und Ex­per­ten werden nun ausge­wer­tet und daraufhin geprüft, ob und wie sie in die Konzeption einge­bracht werden können beziehungsweise welche An­for­de­run­gen aus den Beiträgen für das Konzept resul­tie­ren. Im Früh­jahr und Sommer 2022 sollen zwei Reallabore im öffent­li­chen Raum statt­fin­den, um die vorge­schla­ge­nen Maßnahmen zu erproben. Im Herbst 2022 wird das Konzept „Öffent­li­cher Raum und Mobili­tät In­nen­stadt“ im Gemein­de­rat beraten.

Zu Projek­tende findet eine öffent­li­che Abschluss­ver­an­stal­tung statt. Hier werden die Ergebnisse der Betei­li­gung präsen­tiert und die weiteren Schritte vorge­stellt. Das Datum wird recht­zei­tig bekannt gegeben.

„Platz für mehr“ Reallabore Passagehof und Karlstraße

Was wäre, wenn die nördliche Karlstraße nicht nur eine ­Ver­bin­dung für den Durch­gangs­ver­kehr, der Passagehof nicht nur Park­platz, sondern auch ein Ort für Fußgän­ge­rin­nen und Fuß­gän­ger, für Kinder, junge Menschen, für Ältere wäre? Was, wenn wir Platz schaffen für Begeg­nun­gen, für ent­spann­tes Flanieren und Ausruhen, für mehr Grün und Abkühlung, für kreative Nutzungen, Spiel und Kultur?

Im Rahmen des städti­schen IQ-Leitpro­jekts ÖRMI eröffnet sich die einzig­ar­ti­ge Mög­lich­keit, Mobilität und öffent­li­chen Raum in einem ­ex­pe­ri­men­tel­len Setting anders zu gestalten.

Mithilfe zweier Reallabore sollen neue Mobili­täts­prak­ti­ken, Nutzungs­sze­na­rien und die Neuver­tei­lung des Straßen­raums erprob­t wer­den. Solche Pilot­pro­jekte können im Erfolgs­fall einen wich­ti­gen Beitrag zur Mobili­täts­wende und umwelt­ver­träg­li­che­rem All­tags­ver­hal­ten leisten.

Für einen begrenzten Zeitraum sollen der Passagehof und die nörd­li­che Karlstraße attrak­ti­ver gestaltet, Fußgän­ge­rin­nen und Fuß­gän­gern mehr Platz zur Verfügung gestellt und die Auf­ent­halts­qua­li­tät erhöht werden. Um dies zu erreichen ist ge­plant, soweit wie möglich auf Autover­kehr zu verzichten. Bis auf den Anlieger-, Liefer­ver­kehr und wenige Ausnahmen sollen die gelb markierten Abschnitte für den Kfz-Verkehr gesperrt werden, öffent­li­che Parkplätze sollen entfallen.

Der neu gewonnene Raum wird aufge­wer­tet und steht zur Bespie­lung ­durch die Anwoh­ne­rin­nen und Anwohner, anliegende Geschäfte und Ga­stro­no­mie­be­triebe sowie Kultur und Bildungs­i­ni­tia­ti­ven bereit. So sollen attraktive Orte im Herzen der Stadt entstehen, die Men­schen unter­schied­li­chen Alters zum Verweilen einladen und zeigen, welches Potential hier schlummert.

Die Reallabore werden wissen­schaft­lich begleitet und bewertet. Erfolg­rei­che Maßnahmen sollen mittel­fris­tig verstetigt werden.

Menschen im Reallabor

Reallabore

Übersichtskarte der Karlstraße
Karte der Karlstraße mit markierter Umleitung
Übersichtsplan Reallabor Passagehof

FAQ

ÖRMI steht für das IQ-Leitprojekt „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt“. Das Leitprojekt gehört zu dem IQ-Korridorthema „Zukunft Innenstadt“, das die Karlsruher Innenstadt mit Blick auf den Beginn der straßenbahnfreien Kaiserstraße in ihren unterschiedlichen Qualitäten weiterentwickeln möchte. ÖRMI will einen besonderen Beitrag für das öffentliche Leben der City leisten. Mithilfe der beauftragten Bürogemeinschaft um das renommierte Kopenhagener Büro Gehl werden ­Lö­sun­gen für alle Verkehrs­ar­ten und anstehende Mobili­täts­fra­gen ­so­wie für die Nutzung des öffent­li­chen Raums in der Innenstadt erarbeitet. Der Fokus soll auf Aufent­halts- und Lebens­qua­li­tät liegen: Die Themen Parken, Belie­fe­rung, Rad- und Fuß­ver­kehr werden auf der Basis von Analysen und Überle­gun­gen zu Hier­ar­chien darin integriert betrachtet.

Ein Reallabor ist eine Kooperation zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft, bei der das gegenseitige Lernen im Vordergrund steht. Das experimentelle Umfeld für das Reallabor in der Stadtplanung ist der öffentliche Raum – die Straßen und Plätze. Mithilfe von sogenannten Reallaboren werden deutschlandweit neue Mobilitätspraktiken, Nutzungen und die Neuverteilung des Straßenraums erprobt. Dabei werden vor Ort robuste, räumliche Veränderungen erarbeitet und Maßnahmen ausprobiert, die im Erfolgsfall einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende und umweltverträglicherem Alltagsverhalten leisten. Reallabore sind temporär angelegt. Das heißt, dass die Maßnahmen nach Beendigung wieder zurückgenommen und evaluiert werden.

 

Die rechtliche Grundlage der Reallabore ist der sogenannte Verkehrsversuch – eine durch die Straßenverkehrsbehörde angeordnete temporäre Maßnahme auf Basis der Straßenverkehrsordnung.

 

Am 21. Januar 2020 beschloss der Gemeinderat das IQ-Leitprojekt „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt“ und die Durchführung zweier Reallaboren in der Karlsruher Innenstadt. Am 26. April 2022 beschloss der Gemeinderat die Durchführung der erarbeiteten Planung für die Reallabore Passagehof und Nördliche Karlstraße in öffentlicher Sitzung.

 

Die Ziele des zugrundeliegenden IQ-Leitprojekts „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt“ (ÖRMI) wurden in einem umfangreichen Beteiligungsprozess partizipativ entwickelt. Dabei bildeten sich drei Fokusbereiche heraus: „Platz für mehr gesunde Mobilität und gute Erreichbarkeit“, „Platz für mehr Grün“ und „Platz für mehr Leben“. Die Reallabore werden durchgeführt, um erste Ideen und Maßnahmen des beauftragten Büros Gehl noch während der Projektlauf­zeit zu erproben und damit das Projekt für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Die Reallabore sind also einerseits Lernfeld und Korrektiv für die Planungen der Stadt, andererseits Schaufenster zur Öffentlichkeit.

Zielsetzung

Ziel ist es, den Raum, der derzeit noch stark durch den Durchgangsverkehr geprägt ist, probeweise zu einem Ort für Fußgängerinnen und Fußgänger zu machen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Darüber hinaus sollen Synergien geschaffen, neue Kooperationen erprobt und Potenziale der Innenstadt aufgezeigt werden, die für viele Menschen nach langer Baustellenzeit schwer vorstellbar sind. Die Reallabore sollen beleuchten, wie eine nachhaltigere, autoarme Mobilität in hochverdichteten Innenstädten kooperativ organisiert und eingeführt werden kann. Sie sollen Aufschluss darüber geben, auf welche individuellen und lokalen Erfordernisse besondere Rücksicht genommen werden muss und wie sich veränderte „Spielregeln“ auf die Zufriedenheit von Anwohnenden, Passantinnen und Paasnten und Gewerbetreibenden vor Ort auswirken.

Der Passagehof, stellvertretend für die vielen, ehemals als Lieferhöfe zur Kaiserstraße konzipierten Höfe der Karlsruher Innenstadt, hat mit seinen zahlreichen Läden, Restaurants und dem vorhandenen Baumbestand großes Potential, das aufgrund durchfahrender und parkender Autos und weniger öffentlicher Sitzmöglichkeiten aber bislang nicht ausgeschöpft wird. Das Reallabor Passagehof soll mit Hilfe von Durchfahrtsbeschränkungen, gemeinsam mit den Anliegenden erarbeiteten Lieferkonzepten, Neuordnung der Fahrradständer, erweiterter Außengastronomie, zusätzlichem Mobiliar und Veranstaltungen eine Belebung und Aufwertung erfahren, Konfliktsituationen sollen entschärft werden.

Die nördliche Karlstraße ist eine stark befahrene Verkehrsachse mitten in der Karlsruher Innenstadt. Durch die vielen Einkaufsmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung und durch die zentrale Haltestelle Europaplatz werden viele Menschen angezogen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Entspanntes Flanieren, Schlendern, aber auch Radfahren werden hier durch unverhältnismäßig kleine Gehwege und Fahrbahnen erschwert. Ziel ist des Reallabors ist es, die Trennwirkung der Karlstraße zu minimieren, die Anbindung an die angrenzende Fußgängerzone für Fußgängerinnen und Fußgänger zu verbessern und damit Konfliktsituationen zu entschärfen und Unfälle zu vermindern und. Zudem sollen anhand des Reallabors die verkehrlichen Auswirkungen auf das umliegende Straßennetz untersucht werden.

 

Reallabor Passagehof: 23. Mai bis 18. Juli 2022

Reallabor Nördliche Karlstraße: 18. Juli bis 31. Oktober 2022

Die Zeiträume wurden so gewählt, dass Ferienzeiten sowohl Ferienzeiten und besondere Ereignisse einbezogen werden, aber auch saisonale Schwankungen des Mobilitätsverhaltens durch Ferienzeiten und Vorlesungszeiten der nahegelegenen Hochschulen berücksichtigt werden können. Auf- und Abbau von Sondernutzungen wie Mobiliar oder Aktionen finden innerhalb der oben genannten Zeiträume statt.

Seit 2020 sind wir mit direkten Anliegerinnen und Anliegern der Projekträume – dem Bürgerverein Innenstadt Mitte und den anliegenden Gewerbetreibenden und Institutionen – im Gespräch. Es fanden zahlreiche Gruppen- und Einzelgespräche statt – vor Ort und Online. Darüber hinaus werden Anwohnende über eine Postwurfsendung informiert. Neben einer umfassenden Presseberichterstattung vor und während der Reallabore ist die laufende Information über den Webauftritt der Stadt Karlsruhe: auf dieser Webseite sowie den Social Media Kanal der Stadt geplant. Während der Laufzeit sollen Infotafeln und Sticker vor Ort über das Projekt informieren.

Beide Reallabore werden in Kooperation mit der Hochschule Karlsruhe (HSKA) wissenschaftlich begleitet. Hierbei werden die Testräume vor Beginn und während des Reallabors nach fest­gelegten Kriterien mit Hilfe unterschiedlicher Methoden beobachtet und die Ergebnisse ausgewertet. Das Stadtplanungsamt beauftragt darüber hinaus Verkehrszählungen, die die Verkehrsmengen an mehreren Stellen vor und während des Testzeitraums dokumentieren. Die Evaluation liefert Erkenntnisse über die Auswirkungen des Pilotprojekts auf die verkehrliche Situation, Nutzungsmuster, die Aufenthaltsqualität im Quartier sowie auf die Zufriedenheit von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Besuchende. Die Ergebnisse der Versuchsauswertung werden im Herbst 2022 dem Gemeinderat vorgestellt. Nähere Information zu Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der Untersuchung, zur Evaluation und deren Veröffentlichung werden zeitnah veröffentlicht.

 

Durch die Evaluation werden die Maßnahmen beurteilt. Erfolgreiche Maßnahmen sollen mittelfristig verstetigt werden. Eine Verstetigung setzt entsprechende Beschlüsse durch den Gemeinderat der Stadt voraus.

Gerne können Sie uns eine E-Mail schreiben, an . Aufgrund der angespannten personellen Situation bitten wir, sich kurz zu fassen und um ein wenig Geduld bei der Beantwortung.

Ja! Das Reallabor will neue Kooperationen und Initiativen aus der Stadtgesellschaft integrieren und erproben. Im Rahmen der UNESCO City of Media Arts  werden während der Reallabore interaktive Medienkunstwerke im Projektraum installiert. Darüber hinaus sind Gewerbetreibende, Anwohnerinnen und Anwohner, Kulturschaffende und andere Interessierte herzlich eingeladen, sich mit Veranstaltungen, Aktionen oder Patenschaften einzubringen. Genehmigte Veranstaltungen werden im Veranstaltungskalender und über die Social Media Kanäle der Stadt Karlsruhe beworben.

Wir freuen uns über Gewerbetreibende, Anwohnerinnen und Anwohner, Kulturschaffende und andere Interessierte, die sich über (gemeinsame) Veranstaltungen, Aktionen oder Patenschaften in die Gestaltung und Belebung des neugewonnenen Raumes im Sinne der Ziele der Reallabore einbringen wollen. Dies können kleinere Veranstaltungen wie Lesungen, Spielangebote, Urban Gardening, Workshops, Konzerte, Flohmärkte, Nachbarschaftstreffen oder Ausstellungen sein, aber auch gewerbliche Nutzungen (beispielsweise Außengastronomie) sind in einigen Bereichen denkbar.

Die Bespielung der Flächen durch Veranstaltungen und Sondernutzungen koordiniert das Stadtplanungsamt räumlich und zeitlich. Veranstaltungen müssen über unser Online-Formular angemeldet beziehungsweise angefragt werden.

Für Interesse an Beetpatenschaften und Urban Gardening im Projektgebiet wenden Sie sich bitte an das Team Grünpatenschaften des Gartenbauamts: , Telefon: 0721 133-6731

Die Anfrage Ihrer Veranstaltung erfolgt ausschließlich über unser . Bitte beachten Sie, dass der Genehmigungsprozess bis zu vier Wochen dauern kann. Reichen Sie Ihre Anfrage daher rechtzeitig ein.

Die Anmeldung muss Angaben zur Verantwortlichen/zum Verantwortlichen beinhalten, den Zeitpunkt oder Zeitraum, den gewünschten Ort (Angabe der Hausnummer und Straße) der Maßnahme sowie Ziele und Inhalte benennen und bei Bedarf finanzieller Unterstützung auch die Kosten der Maßnahme darstellen. Es müssen zudem Angaben zur Größe der benötigen Fläche und Aufbauten gemacht werden. Zur Verdeutlichung müssen Lageplan, Skizzen oder Fotos beigefügt werden.

Das Stadtplanungsamt prüft die räumliche und zeitliche Belegung, die konzeptionelle Passung und – falls beantragt – die Fördermöglichkeit.

Einzelne Veranstaltungen und Aktionen unterstützt das Stadtplanungsamt mit einer Veranstaltungspauschale von bis zu 500 Euro pro Veranstaltung/Aktion. Gegebenenfalls kann diese auch durch zusätzliche Projektförderung des Kulturamts aufgestockt werden. Bitte beachten Sie die dort geltenden Fristen und Vorlaufzeiten. Die Veranstaltungspauschale muss mit der Anmeldung der Veranstaltung über das Online-Formular beantragt werden. Bitte beachten Sie dabei die folgenden Förderrichtlinien:

Was kann mit der Veranstaltungspauschale gefördert werden und was nicht?

Die Veranstaltungspauschale wird zweckgebunden für die im Projektantrag dargestellten Kosten bewilligt. Förderbar sind Dienstleistungen, Mietkosten für Ausstattungen oder Verbrauchsmaterial sowie Honorare (zum Beispiel Künstlerinnen- und Künstler-Gagen). Die Veranstaltungspauschale darf nicht für bereits laufende Betriebs- und Personalkosten sowie für Anschaffungen eingesetzt werden, die über die Maßnahme hinaus eingesetzt werden.

Wann wird die Pauschale ausgezahlt?

Eine bewilligte Veranstaltungspauschale wird in der Regel erst nach Abschluss der Veranstaltung/der Aktion und nach Prüfung der Verwendungsnachweise ausgezahlt.

Wie wird ausgewählt?

Die Anträge werden durch das Stadtplanungsamt auf ihre Förderfähigkeit geprüft und vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung der Veranstaltung bewilligt. Dabei sind der kulturelle und soziale Mehrwert für den Passagehof/die Karlstraße ausschlaggebend. Bevorzugt werden Initiativen von Anliegenden sowie Veranstaltungen/ Aktionen mit partizipativem und nachhaltigem Charakter im Sinne der Reallaborziele.

Welche Fristen sind zu beachten?

Grundsätzlich ist die Bewilligung der Veranstaltungspauschale bis einschließlich Oktober 2022 möglich, allerdings nur solange „der Vorrat“ reicht. Die Veranstaltung muss innerhalb der Projektzeiträume stattfinden und spätestens vier Wochen vor Umsetzung über das folgende Online-Formular werden.

Wie geht es nach Antragstellung weiter?

Die Antragstellerin beziehungsweise der Antragsteller erhält vom Stadtplanungsamt einen schriftlichen Bewilligungsbescheid per E-Mail, der die Höhe der Förderung, den Förderzweck, ggf. erforderliche Auflagen und den Rückforderungsvorbehalt bei nicht dem Antrag entsprechender Mittelverwendung beziehungsweise Nichteinhaltung der Zweckbindungsfrist und die Verpflichtung auf einen zu erbringenden Verwendungsnachweis enthält.

Zu beachtende Einschränkungen

Die Karlstraße und der Passagehof müssen wie im Plan dargestellt weiterhin für Ausnahmen befahrbar bleiben. Das heißt es muss eine Durchfahrtsmöglichkeit mit einer Breite von 4m beachtet werden. In der Karlstraße muss zur Straßenbahnachse ein Sicherheitsabstand von 3,50 Meter eingehalten werden.

Allgemeine Bedingungen für die Antragsstellung und Bewilligung der Förderung

Die Förderung darf nur zur Umsetzung der beantragten Maßnahme verwendet werden. Die Zuwendung ist wirtschaftlich und sparsam zu verwenden. Alle ggf. mit der Maßnahme verbundenen Einnahmen (Sponsoring, Spenden, Verkaufsumsetze, Spenden etc.) sind als Deckungsmittel für die Ausgaben einzusetzen.

Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Förderung besteht nicht. Die zur Verfügung stehenden Mittel sind freiwillige Leistungen des Stadtplanungsamtes.

Verwendungsnachweis

Der Kostennachweis ist bis spätestens 30. November 2022 an das Stadtplanungsamt zu senden. Der Nachweis muss alle Einnahmen und Ausgaben enthalten. Im Verwendungsnachweis ist zudem zu bestätigen, dass die in den Belegen enthaltenen Angaben richtig sind, die Ausgaben notwendig waren und wirtschaftlich und sparsam verfahren worden ist. Mit dem Nachweis müssen alle Rechnungs- und Einnahmeunterlagen in Kopie zur Archivierung eingereicht werden. Nach Überprüfung der Kosten- und Einnahmebelege und der zweckentsprechenden Verwendung der Mittel wird die sich daraus ergebende Pauschale ausgezahlt. Sind die nachgewiesenen Kosten geringer als die mit dem Bewilligungsbescheid anerkannten Kosten, reduziert sich die Zuwendung entsprechend. Eine nachträgliche Erhöhung der Förderung bei Überschreitung der veranschlagten Kosten ist ausgeschlossen. Die Förderung ist unverzüglich zu erstatten, soweit ein Förderungsbescheid mit Wirkung für die Vergangenheit zurückgenommen oder widerrufen oder sonst unwirksam wird.

Kommunikationsrichtlinien

Bei der Erstellung von Medien (Internet, Broschüren, Faltblätter, Postkarten, Postern, Plakaten, Präsentationen, Hinweisschildern und Ähnliches) im Rahmen von Maßnahmen, die mit Mitteln des Projektes „Platz für Mehr“ gefördert werden, ist das offizielle Logo der Stadt Karlsruhe einzubinden oder mindestens ein Texthinweis „Gefördert durch die Stadt Karlsruhe” einzufügen.

Mitteilungspflichten der Antragstellerinnen und Antragsteller

Die Antragstellerin der Antragsteller ist verpflichtet, dem Stadtplanungsamt unverzüglich mitzuteilen, wenn sich die beantragte Maßnahme oder sonstige für die Bewilligung der Förderung maßgebliche Umstände ändern oder wegfallen, sich herausstellt, dass der Antragszweck nicht oder mit der bewilligten Förderung nicht zu erreichen ist, ein Konkurs- oder Vergleichsverfahren gegen den Antragstellenden beantragt oder eröffnet wird, weitere Förderungen für dieselbe Maßnahme bei anderen öffentlichen Stellen beantragt oder entgegengenommen werden.

Rückzahlung der Zuwendung

Das Stadtplanungsamt ist zum Rücktritt von der zugesagten Veranstaltungspauschale aus wichtigem Grund berechtigt. Ein wichtiger Grund für einen Rücktritt ist insbesondere dann gegeben, wenn

  • der/die Antragstellende falsche oder unvollständige Angaben im Antrag getätigt hat;
  • die Voraussetzungen für die Förderung nachträglich entfallen;
  • der/die Geförderte seinen/ihren Verpflichtungen zur ordnungsgemäßen und zeitgerechten Durchführung des Projekts schuldhaft nicht nachkommt;
  • der/die Geförderte seinen/ihren Verpflichtungen zum ausschließlich zweckgebundenen und/oder sparsamen Einsatz der gewährten Förderung nicht nachkommt;
  • der/die Geförderte seinen/ihren Verpflichtungen zum Nachweis der Verwendung der Mittel sowie Mitteilungspflichten schuldhaft nicht nachkommt.
  • Tritt das Stadtplanungsamt nach den genannten Regelungen von der Förderung zurück, ist der/die Geförderte zur Rückzahlung sämtlicher ihm/ihr gewährter Fördermittel, beziehungsweise ihm/ihr gewährter und noch nicht für die Zwecke des Projekts verbrauchter Mittel verpflichtet. Gegebenenfalls weitergehende gesetzliche Ansprüche der Stadt Karlsruhe gegenüber bleiben vom Rücktritt unberührt.

Die Umnutzung von Parkplätzen und anderen Verkehrsflächen für gewerbliche Zwecke (zum Beispiel Außengastronomie) sind in bestimmten Bereichen des Reallabors ausdrücklich erwünscht (siehe Abbildung unten). Dafür können Sie unter einen Antrag auf Sondernutzung stellen. Die Genehmigung wird nur innerhalb des Projektzeitraums erteilt.

Plan mit eingefärbten Flächen

Die Stadtgärtnerei stellt für die Reallabore Bäume, Sträucher und Sommerflor in einfachen Pflanztrögen zur Verfügung. Die Pflege, Bewässerung und Kontrolle der Ausstattung wird extern vergeben. Einige der vom Kronenplatz bekannten, gelben Enzi-Möbel werden für den Zeitraum der Reallabore ausgeliehen und als öffentliche Sitzgelegenheit vor Ort platziert. Im Rahmen der UNESCO City of Media Arts kuratiert das Kulturamt Medienkunst- und partizipative Lichtinstallationen, die die Projekträume auch in den Abendstunden neu erlebbar machen. Das Amt für Abfallwirtschaft stellt zusätzliche Mülleimer und kontrolliert täglich die Sauberkeit der Projekträume. Die Reallabore werden durch das Stadtplanungsamt mit Unterstützung der Karlsruher Marketing und Event GmbH und mit Hilfe von Bundesfördergeldern (Programm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren) realisiert.

Das Einfahren in das Projektgebiet ist vom 18. Juli – 31.Oktober 2022 untersagt.

Anlieger sind hiervon ausgenommen. Anlieger sind beispielhaft:

  • Anwohnende
  • Fahrzeuge von Personen mit privatem Stellplatz auf privatem Grund
  • Baustellenverkehr
  • Krankentransporte
  • Anlieferungen in den dafür vorgesehen Ladezonen zum Be- und Entladen. Bitte beachten Sie auch das erstellte Lieferkonzept

 

Darüber hinaus gelten folgende Regelungen:

  • Parken nicht erlaubt
  • Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h
  • Gegenseitige Rücksichtnahme

 

Nicht als Be- und Entladen gilt:

  • „eben mal kurz Brötchen holen“
  • Alles was in einem Rucksack, Einkaufsroller etc. transportierbar ist (z.B. reguläre Einkäufe)
  • Personentransport
Karte der Karlstraße mit markierter Umleitung

Karlstraße

Zusammen mit den Anliegenden wurde ein Lieferkonzept für die nördliche Karlstraße erarbeitet: Das Be- und Entladen vom motorisierten Lieferverkehr der Gewerbetreibenden ist an den eingerichteten Ladezonen erlaubt.

Für Ihre Kundinnen und Kunden stehen die nahegelegenen Parkhäuser zur Verfügung, Behindertenstellplätze und ÖPNV Anbindung, Fahrradanbindung wie unten dargestellt.

In bestimmten Bereichen können die Umnutzung von Parkplätzen und anderen Verkehrsflächen für gewerbliche Zwecke (zum Beispiel Außengastronomie) beantragen. Dafür kann unter ein Antrag auf Sondernutzung gestellt werden. Die Genehmigung wird nur innerhalb des Projektzeitraums erteilt.

 

Durch die verbesserte Aufenthaltsqualität erwarten wir eine gesteigerte Fußgänger- und damit auch Kundenfrequenz im Bereich der nördlichen Karlstraße. Die Effekte der Verkehrsberuhigung sind bereits in anderen Städten wie beispielsweise Berlin getestet worden.

Übersichtskarte der Karlstraße

Passagehof

Zusammen mit den Anliegenden wurde ein Lieferkonzept für den Passagehof erarbeitet: Zwischen 8 bis 14 Uhr ist hier das Be- und Entladen vom motorisierten Lieferverkehr der Gewerbetreibenden an den eingerichteten Ladezonen erlaubt. Nach 14 Uhr dürfen die Ladezonen außerhalb des Passagehofs angefahren werden. Hier kann kurz ein- und ausgeladen werden.

Übersichtskarte der Karlstraße

Parkhaus Passagehof

Zufahrt über Akademiestraße/Passagehof von Norden

Parkhaus Akademiestraße

Ein- und Ausfahrt: über Akademiestraße

Parkhaus Stephanplatz

Ein- und Ausfahrt: über Amalienstraße

Parkhaus Postgalerie

Ein- und Ausfahrt: über Amalienstraße

Parkhaus Ludwigplatz

Ein- und Ausfahrt: über Amalienstraße

In wenigen Minuten erreicht man von den Parkhäusern in direkter Umgebung den Passagehof und die nördliche Karlstraße. Durch das Wegfallen des Kfz-Verkehrs in dem Gebiet wird der alltägliche Weg vom Parkhaus zur Arbeit, der Einkaufsbesuch zur Postgalerie oder auch das Flanieren durch die Innenstadt verschönert und erhält eine ganz besondere Qualität.

Falls Sie außerhalb der Innenstadt parken wollen, nutzen Sie gerne die Park&Ride-Angebote der Stadt Karlsruhe: https://mobil.trk.de

Übersichtskarte der Karlstraße

Die Behindertenstellplätze im Passagehof und in der Karlstraße entfallen während der Projektzeiträume. Dafür wird in der Akademiestraße im Bereich des Eingangs der Kaiserpassage während der Laufzeit ein Behindertenstellplatz bestehen, außerdem einer neben dem Parkhaus Passagehof. Die Behindertenstellplätze der Karlstraße werden in die Amalienstraße verlagert.

Wichtig für alle, die aus körperlichen Gründen aufs Auto angewiesen sind: An folgenden Orten in und rund um den Passagehof und die Karlstraße bestehen Behindertenparkplätze:

  • Douglasstraße – Ecke Kaiserstraße 223: 2 Parkplätze
  • Amalienstraße 15: 1 Parkplatz
  • Karlstraße 20: 1 Parkplatz
  • Karlstraße 20: 1 Parkplatz
  • Karlstraße 45: 1 Parkplatz
  • Erbprinzenhof: 2 Parkplätze
  • Herrenstraße 25: 3 Parkplätze
  • Waldstraße 25: 1 Parkplatz
  • Sophienstraße 5a: 1 Parkplatz
  • Sophienstraße 7: 1 Parkplatz
  • Passagehof 14-18: 2 Parkplätze im öffentlichen Raum am Parkhaus
  • Parkhaus Passagehof:  25 Parkplätze
  • Parkhaus Stephanplatz: 4 Parkplätze
  • Parkhaus Postgalerie: 10 Parkplätze
  • Parkhaus Ludwigsplatz: 2 Parkplätze

Beide Reallabore sind über die Haltestelle Europaplatz erreichbar. Es halten

  • unterirdisch: 1, S1, S2, S5 und S51, S11
  • oberirdisch: 2, 3, 4, E, NL2

Zuständig für Kontrollen ist das Ordnungsamt. Widerrechtliche Einfahrt sowie widerrechtliches Parken sind Ordnungswidrigkeiten und können entsprechend geahndet werden. Auch das Abschleppen von Fahrzeugen ist möglich.

Im Passagehof wird die Zufahrt durch hydraulischen Poller geregelt, die zu bestimmten Zeiten nach oben fahren. Diese können bei Bedarf (zum Beispiel Einsatz Krankenwagen oder Feuerwehr, Sondererlaubnisse) auch außerhalb dieser Zeiten gesenkt werden.

In der Karlstraße sind keine hydraulischen Poller vorhanden. Eine dauerhafte physische Sperrung ist aufgrund des Lieferverkehrs sowie zahlreicher privater Zufahrten im Projektgebiet nicht möglich. Hier soll die Durchfahrtsbeschränkung durch Mobiliar, Begrünung und Bodenmarkierungen deutlich gemacht werden.

In den Eingangsbereichen zu beiden Reallaboren wird es zudem Beschilderungen geben.

Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen jederzeit mit 20 km/h ein- und durchfahren.

Die Karlstraße stellt eine bedeutende Süd-Nord-Verbindung für den Radverkehr dar. Fußgängerinnen und Fußgänger haben jedoch Vorrang. Es muss entsprechend Rücksicht genommen werden.

Kontakt

Stadtplanungsamt

Generalplanung und Stadtsanierung

IQ-Korridorthemen der Stadt Karlsruhe

So ist Karlsruhe

Kluge Entwicklungen, Recht und Demokratie, neue Ideen stehen in ihrer DNA seit Stadtgründung. Dieses Klima für Innovation steckt an: von Menschen aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Kunstszene bis zur Stadtverwaltung. Überzeugen Sie sich selbst!

Spiel- und Bewegungsflächen

In Karlsruhe gibt es über 320 öffentliche Kinderspielplätze, darunter Bolz- und Ballspielflächen, Skateanlagen sowie zahlreiche Volleyball- und Basketballfelder. Zudem stehen Spielflächen in Kleingartenanlagen und Schulhöfen zur Verfügung.

Bäume und Stadtvegetation

Wo früher die Funktion von Bäumen und der Stadtvegetation im Wesentlichen in der Erholung und Repräsentation lag, kommt ihnen heute eine viel größere Bedeutung zu. Sie dienen auch ökologischen Zielen und dem Klimaschutz. Das Gartenbauamt und die Bürgerinnen und Bürger pflegen das städtische Grün.

Innovativ und quervernetzt

Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat parallel zur bereits existierenden Dezernatsstruktur sechs für die zukunftsorientierte Stadtentwicklung zentrale Korridorthemen identifiziert, für welche die ressortübergreifende IQ-Arbeitsweise etabliert wurde. Erfahren Sie mehr über unsere Korridorthemen.

Korridorthema Mobilität

Mobilität ist ein Kernthema für die Entwicklung der Stadt der Zukunft. Es gilt, den öffentlichen Raum optimal zu nutzen und einen Interessensausgleich der unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse von Bevölkerung, Handel, Dienstleistungen, Besucherinnen und Besuchern sowie Touristen herzustellen.

Korridorthema Grüne Stadt

Die Stadt Karlsruhe möchte die Lebens-, Wohlfühl- und Aufenthaltqualität für die Bürgerinnen und Bürger erhalten und weiter stärken. Die "Grüne Stadt" umfasst Maßnahmen einer nachhaltigen Entwicklung mit den Handlungsfeldern Klima, Natur und Gesundheit im urbanen Raum.

Stadt der Biologischen Vielfalt

Kern­ele­ment des Leitpro­jek­tes "Stadt der Biolo­gi­schen Vielfal­t" ist ein Biodi­ver­si­täts­kon­zept für Karlsruhe, dessen ­Ent­wick­lung zahlreiche relevante Akteure in Arbeits­grup­pen seit 2019 vorbe­rei­tet haben. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.

Korridorthema Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt

Die Stadt fördert, nutzt und kommuniziert neue und innovative Entwicklungen in Wirtschaft und Wissenschaft. So stärkt sie die effiziente Verzahnung von Politik, Verwaltung, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft. Insgesamt fünf Leitprojekte positionieren Karlsruhe als „Ort der Möglichkeiten“.

Korridorthema Soziale Stadt

Die Stadt Karlsruhe möchte allen Bevölkerungsgruppen die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben ermöglichen. Um dies zu erreichen, bindet die Stadtverwaltung neben internen und externen Akteurinnen und Akteuren eine Vielzahl von Partnerinnen und Partner in die Prozesse ein.

Korridorthema Moderne Verwaltung

Die Stadtverwaltung möchte auch in Zukunft ihren professionellen Anspruch mit einer zeitgemäßen Arbeitsweise und digitalen Lösungen erfüllen. Die Bedürfnisse der Bürgerschaft nach Partizipation, Ansprechbarkeit und einer einfachen, zeitnahen Kommunikation stehen dabei im Vordergrund.

Korridorthema Zukunft Innenstadt

Mit Blick auf die Zukunft der Innenstadt finden zahlreiche und vielfältige Projekte und Aktivitäten statt. Diese effektiv in einer gemeinsamen Gesamtstruktur zu bearbeiten, ist Ziel und Begründung für den Themenkorridor. Einen Überblick über Strategie und Projekte finden Sie hier.

Die IQ-Arbeitsweise

IQ steht für „innovativ“ und „quervernetzt“. Das Zusammenspiel agiler Arbeitsmethoden und intelligenter Vernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg, schafft Synergien und erschließt neue Potenziale. Die IQ-Arbeitsweise erlaubt zeitnah und adäquat auf Veränderungen zu reagieren.

Mitmachen bei der Grünen Stadt

Jeder Beitrag für die Grüne Stadt zählt – ob wir Patenschaften für Bäume oder Grünflächen übernehmen, Höfe, Balkone und Gebäude begrünen, das Auto gegen das Fahrrad eintauschen oder gemeinsam neue Projektideen entwickeln.

Projekte für die Grüne Stadt

Eine Grüne Stadt lebt durch die Ideen und Taten aller, die sich für sie einsetzen. Aus den Ideenwerkstätten entstanden seit 2016 vielfältige Projektsteckbriefe für selbst­or­ga­ni­sierte bürgerschaftliche „Anpacker-Projekte".

Baumschutzsatzung

Damit Bäume auch zukünftig das Stadtbild Karlsruhes prägen und ihren Beitrag zu einer lebenswerten Stadt leisten können, sind sie durch die Baumschutzsatzung ab einer bestimmten Größe geschützt.

Biotop- und Ausgleichsflächenpflege

Ziel der Biotoppflege ist es, Lebensstätten von Tieren und Pflanzen mit einheitlichen Standorteigenschaften zu erhalten. Lesen Sie mehr, wie die Stadt Karlsruhe durch unterschiedliche Pflegemaßnahmen zum Naturschutz beiträgt.

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