Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Stadt und Verwaltung

Trausäle im Haus Solms

 

Für Brautpaare ist das Palais die erste Adresse. Jahr für Jahr schlie­ßen hier etwa 1.100 Paare den Bund fürs Leben. Seit 1988 geben sie sich das wichtigste "Ja" in stilvollem Mobiliar der Zeit Louis XVI.

Das klassische Interieur in hellen, freund­li­chen Pastell­tö­nen wurde eigens in Italien handge­fer­tigt. Seiden­ta­pe­ten, Kasset­ten­de­cken aus Holz und mundge­bla­sene Eckleuch­ten aus Mu­ra­no­glas ergänzen die Einrich­tun­gen. Der Raum - ursprüng­lich das "Ulmer Zimmer" - war nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst mit dem Trausaal­mo­bi­liar, für das Prof. Hermann Götz auf der Weltaus­stel­lung im Jahre 1900 in Paris den ersten Preis erhal­ten hatte, und nach 1960 dann kühl und sachlich einge­rich­tet.

Das Götz'sche Trausaal­mo­bi­liar befindet sich heute im Stadt­mu­seum im Prinz-Max-Palais. Als weitere Trausäle dienen das "Alt­deut­sche Zimmer" und an den Samstagen das "­Ba­rock­zim­mer".


 

Empfangszimmer - Erster Schritt für Ehepaare

Empfangszimmer - Erster Schritt für Ehepaare


Barockzimmer mit Konferenzbestuhlung

Barockzimmer mit Konferenzbestuhlung


 

Reiches Innenleben mit wertvollen Bildern, Kleinkunstwerken und Möbeln

Die Götz'sche Innen­ar­chi­tek­tur des nun "Haus Solms" genannten Gebäudes ist teilweise noch erhalten. Sie entsprach der äußeren Gestalt des Palais. Kennzeich­nend sind dafür beispiels­weise die histo­ri­schen Stuck- und Holzdecken wie auch die Wandver­klei­dun­gen. Die Schränke sind wie Häuser mit Säulen, Portalen und Gebälk verziert, Stühle und Tische mit gedrech­sel­ten Beinen und Schnit­ze­reien. An vielen Schränken und Wandver­klei­dun­gen finden sich reiche Intar­si­en­ar­bei­ten. Einen guten Eindruck davon erhält der Besucher im früheren Speise-, dem "Altdeut­schen Zimmer" im Erdge­schoss. Noch im Original erhalten ist daneben das ehemalige "Raucher- und Spiel­zim­mer". Auf den ersten Blick wirkt der hinter der Loggia an der Nordseite verbor­ge­nen Raum wie eine Hauska­pelle, entpuppt sich aber bei genauerem Hinsehen als doch sehr weltlich. So findet sich mitten in der wie ein Altar aufge­bau­ten Kamin­ver­klei­dung ein Wandge­mälde mit einem kindlichen Jäger, den putten­hafte Elfen umgeben. An der Längswand gibt es ein Bild mit Fauns­ge­stal­ten und am Rundbo­gen­fens­ter gegenüber ornamen­ta­le Glasma­le­rei.

Die Einrich­tung in den übrigen Räumen stammt aus späteren Zeiten. Oft handelt es sich um wertvolle Möbel anderer Stile­po­chen, die die letzten Bewohner des Hauses, Graf und Gräfin Solms ebenso gesammelt haben wie die in Vitrinen ausge­stell­ten Silber- und Porzel­lan­klein­kunst­werke sowie Gemälde. Unter ihnen fällt im Entree ein Pastell­bild­nis der jungen Gräfin Marie zu Solms von Frieda von Menshausen auf. Im "Altdeut­schen Zimmer" sind Portraits ihrer Eltern zu finden. Sie stammen von dem Münchner Maler Franz von Lenbach. Meister­werke, vor allem aus der Meißner und Frankentha­ler Porzel­lan­ma­nu­fak­tur, zieren den heutigen Vorsaal zum Trauzimmer. Das gleiche gilt für die aus Silber getrie­be­nen Pokale, Glaskelche und Email­le­ar­bei­ten, die meist im 17. Jahrhun­dert entstanden sind.
Heute sind noch die gräflichen Reprä­sen­ta­ti­ons­räu­me im Erdge­schoss erhalten, wenn auch teilweise in neu gestal­te­ter Form. So findet sich im Eckzimmer neoba­rockes Mobiliar. Einige wertvolle Möbel­stücke der ursprüng­li­chen Einrich­tung sind heute im Prinz-Max-Palais ausge­stellt.
Das Oberge­schoss beherbergt einen großen, mehrfach unter­teil­ba­ren Saal. Nachdem das Haus städti­sches Eigentum geworden war, hatten hier eine Geden­kaus­stel­lung für den Dichter Viktor von Scheffel und nach dem Zweiten Weltkrieg außerdem das Stadt­ar­chiv und die stadt­ge­schicht­li­chen Sammlungen Platz gefunden. Sie sind inzwischen längst in größeren Räumen anderer Gebäude unter­ge­bracht

 

Trausaal I - Barockzimmer

Trausaal I - Barockzimmer



Trausaal II - Klassizistisches Zimmer

Trausaal II - Klassizistisches Zimmer



Trausaal III - Altdeutsches Zimmer

Trausaal III - Altdeutsches Zimmer