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Karlsruhe: Stadtteile

Chronik Bulach

Ansicht der Stadt von Norden 1739, kolorierter Kupferstich des Hofgärtners Christian Thran

Ansicht der Stadt von Norden 1739, kolorierter Kupferstich des Hofgärtners Christian Thran



Historische Stadtpläne

 
1193, 18. Mai: Erste Erwähnung des Ortes "Bulande" in einer Urkunde des Papstes Cölestin III. Die Gemeinde gehört zum Besitz des Klosters Frauenalb und zählt außerdem zur Markge­nos­sen­schaft der Hardt­dör­fer.

1371: Die Beiert­hei­mer Adels­fa­mi­lie Trigel von Öwisheim verkauft dem Ritter Eberhard von Gertrin­gen ihren Hofbesitz in Bulach, den sie als Lehen des badischen Markgrafen innehatte.

1388: Die Pfarr­kir­che St. Cyriakus wird erstmals urkundlich erwähnt.

1435: Verfügung des Baden-Badener Spital­meis­ters Schnabel, daß Bulach sein Getreide in der Appenmühle bei Daxlanden ausmahlen lassen müsse.

1466: Bartho­lo­mäus von Gertringen verkauft zwei Höfe in Bulach an das Stift Ettlingen.

1521, 13. November: Gründung der "Bruder­schaft zur lieben Frauen" in Bulach.

1535: Bulach fällt durch den badischen Teilungs­ver­trag an die Markgraf­schaft Baden-Baden.

1541: Beginn eines jahre­lan­gen Streits zwischen Bulach und Daxlanden um den "Zins­er­ling-Wald".

1683: Bulach zählt 28 Familien.
1727: Umbau der alten Pfarr­kir­che durch den Rastatter Baumeister Johann Ludwig Michael Rohrer.

1772: Bulach wird eine selbstän­di­ge katho­li­sche Pfarrei.

1784, 4. April: Grenz­re­gu­lie­rung zwischen den Gemeinden Bulach, Daxlanden und Grünwinkel.

1790/91: Neubau des Pfarr­hau­ses.

1834: Beginn der Bauar­bei­ten für eine neuro­ma­ni­sche Basilika nach den Plänen von Heinrich Hübsch an der Stelle der alten Pfarr­kir­che. Sie wird am 21. Dezember 1837 geweiht.

1842: Bauliche Erneuerung des Rat- und Schul­hau­ses.

1862:
Gründung des Gesang­ver­eins "Eintracht".

1870:
Bis zum Ende des 19. Jahrhun­derts entwi­ckelt sich Bulach vom Bauerndorf zum Arbei­ter­wohn­ge­biet.

1892, 12. November: Abtretung des Bannwaldes an die Stadt Karlsruhe zur Ansiedlung von Industrie und zur Anlage des Güter­bahn­ho­fes.

1885: Gründung des Männer­ge­sang­ver­eins "Frohsinn".

1887: Errichtung der Fried­hofs­ka­pelle.

1897: Gründung des Sport­ver­eins "Karls­ru­her Athle­ten­ge­sell­schaft".

1899: Gründung des Arbei­ter­ge­sang­ver­eins "Freund­schaft".

1900: Verkauf des sogenann­ten "Luthe­ri­schen Wäldchens" an die Stadt Karlsruhe. In den folgenden Jahren lassen sich mehrere Großwä­sche­reien an der Alb nieder.

1903:
Abtretung von Gelände zum Bau des Rhein­ha­fens.
Gründung des Rad- und Kraft­fahr­er­bun­des "Soli­da­ri­tät".

1903 - 1905: Bau des Rathauses an der Grünwink­ler Straße.

1904: Gründung des Arbei­ter­sport­ver­eins "Freie Turner­schaft". Der Verein wird 1933 verboten und kann erst 1946 die Vereins­ar­beit wieder­auf­neh­men.

1906: Erwerbung einer 1735 in Straßburg angefer­tig­ten Silbermann-Orgel aus der Baden-Badener Stifts­kir­che für die Pfarr­kir­che St. Cyriakus.

1909/10: Bau des Schul­hau­ses an der Grünwink­ler Straße.

1913: Übernahme der Gasver­sor­gung durch die Stadt Karlsruhe.

1914 - 1918:
Übernahme der Strom­ver­sor­gung durch die Stadt Karlsruhe.

1925: Bulach hat 2.349 Einwohner, davon 1.989 Katholiken.

1926:
Einge­mei­dung der Gemarkung Schei­ben­hardt nach Bulach.

1929, 1. April: Einge­mein­dung nach Karlsruhe.


Quellen:

Manfred Koch, Karlsruher Chronik. Stadt­ge­schichte in Daten, Bildern, Analysen, Veröf­fent­li­chun­gen des Karlsruher Stadt­ar­chivs Band 14, Karlsruhe 1992.

Die Chroniken der Karlsruher Stadt­tei­le sind diesem Buch entnommen.