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Karlsruhe: Stadtteile

Rintheimer Chronik

Ansicht der Stadt von Norden 1739, kolorierter Kupferstich des Hofgärtners Christian Thran

Ansicht der Stadt von Norden 1739, kolorierter Kupferstich des Hofgärtners Christian Thran



Historische Stadtpläne

 
1110
Erster­wäh­nung des Dorfes "Rintdan" in einer Urkunde
König Heinrichs V.

1275
In einer Schen­kungs­ur­kunde überlässt Markgraf Rudolf I. von
Baden Rintheim dem Kloster Gottesaue als Eigentum.

1453
Im Testament des Markgrafen Jakob I. von Baden wird Rintheim
als dem Amt Durlach zugehörig genannt.

1482
Die älteste Bürger- und Häuser­liste zählt 35 Häuser entlang der
Haupt­straße.

1622
Das Dorf wird im Dreißig­jäh­ri­gen Krieg fast völlig zerstört.

1689
Im Pfälzi­schen Erbfol­ge­krieg werden von 22 Häusern 14 nieder­ge­brannt.
Es leben noch 18 Bürger im Dorf.

1749

Errichtung des ersten Rathauses als reprä­sen­ta­ti­ver Fachwerk­bau.
Es wird bei dem schweren Luftan­griff in der Nacht vom 24. auf
den 25. April 1944 zerstört.

1770

Rintheim erhält eine eigene Schule und die Kinder erhalten erstmals
Unterricht im Ort. Zuvor mussten sie die Schule in Hagsfeld
besuchen.

1809
Anlage eines Friedhofs. Bis dahin wurden die Rinthei­mer in
Hagsfeld bestattet.

1827
Neubau eines Schul­hau­ses an der Haupt­straße. In der Gemeinde
gibt es 76 Häuser.

1843
In Rintheim leben 115 Familien. 569 Einwohner sind evange­lisch,
einer katholisch.

1871
Feierliche Einweihung der evange­li­schen Kirche "Zum guten Hirten".
Damit endet der jahrhun­der­te­lange Kirchgang der Rintheimer
nach Hagsfeld.

1874
Rintheim tritt Gelände zur Errichtung des Karls­ru­her Haupt­fried­hofs
ab.

1890
Bau eines zweiten Schul­hau­ses am Weinweg. Seit 1968 befindet
sich auf dem Gelände auch eine Schule für Sehbe­hin­derte.

1907
Einge­mein­dung Rintheims mit 2.068 Einwohnern nach Karlsruhe.

1909

Gründung des Fußball­ver­eins Nordstern Rintheim. Im Jahr 1991
Fusion mit dem FC Waldstadt, heute KSV Rintheim-Waldstadt.

1922
Einrich­tung der katho­li­schen Notkirche St. Martin in der Ernst­straße.

1926

Aufhebung der Zugehö­rig­keit Rintheims zur katho­li­schen Kirchen­ge­meinde
St. Bernhard und Gründung der Pfarr­ku­ra­tie St. Martin.

1929
Anschluss an das Karlsruher Straßen­bahn­netz.

1935

Baubeginn der ersten größeren Wohnsied­lung, der Kirchen­pfad-
Siedlung.

1944
Ein schwerer Luftan­griff in der Nacht vom 24. auf den 25. April
fordert 72 Todesopfer. 70% der Gebäude im Ort werden zerstört.

1949
Gründung des Einwohner-Vereins Karlsruhe-Rintheim, der 1953 in
Bürger­ver­ein Karlsruhe-Rintheim umbenannt wird.

1953/56
Als erster Bauab­schnitt des Wohnge­biets Rinthei­mer Feld
werden 874 Mietwoh­nun­gen in Zeilen­bau­weise oder im Doppel­haus­typ
errichtet.

1954
Einweihung des Neubaus der evange­li­schen Kirche "Zum guten
Hirten".

1959
Weihe der neuen katho­li­schen St. Martins­kir­che. Die bisherige
Pfarr­ku­ra­tie St. Martin wird Pfarrei.

1959
Einweihung der Rintheimer-Feld-Schule, die die überbe­legte
Schule in Alt-Rintheim entlasten soll. Sie wird 1961 selbst­stän­dig
und erhält 1964 den Namen Heinrich-Köhler-Schule.

1967
Der Karlsruher Großmarkt siedelt sich am Weinweg an, nachdem
die Markthalle an der Kriegs­straße dem Neubau des Staats­thea­ters
weichen musste.

1969

Die Handball-Männer­mann­schaft des TSV Rintheim 1896 steigt in
die zweige­teilte Bundesliga, Gruppe Süd, auf und spielt dort bis in
die Saison 1976/77. In der Saison 1978/79 spielt sie in der höchsten
Klasse, 1. Bundesliga.

1969
Der Rintheimer SPD-Politiker Gustav Heller, in der Weimarer Republik
Stadt­ver­ord­ne­ter, von den Natio­nal­so­zia­lis­ten verfolgt, Mitglied
des Gemein­de­rats 1946-1971 und des Landtags von Württem­berg-
Baden 1948-1950, wird Ehren­bür­ger der Stadt Karlsruhe.

1972
Beginn des zweiten Bauab­schnitts im Rintheimer Feld. Im Rahmen
der Nachver­dich­tung entstehen 346 Wohnungen in Hochhäu­sern.

1974

Die Tulla-Realschule zieht nach Rintheim.

1975
Im Rintheimer Feld wird ein Alten­wohn­heim, das Heinz-Schuchmann-
Haus, eröffnet.

1981

Rintheim erhält eine Sport- und Mehrzweck­halle.

1991

Gründung der Arbeits­ge­mein­schaft Dresch­halle der Rintheimer
Vereine (C163 Klein­tier­zucht­ver­ein Karlsruhe Rintheim, C321 Klein­tier­zucht­ver­ein
Karlsruhe Ost [ausge­schie­den], 1. Fanfa­ren­zug 1974
Karlsruhe Rintheim, Obst- und Garten­bau­ver­ein Karlsruhe Rintheim,
1. Rintheimer Carneval-Club "Die Sandhasen" 1971, 1. Rintheimer
Carneval-Verein 1978, Sängerbund Karlsruhe Rintheim [2005 aufgelöst],
Verei­nig­ter Chor Karlsruhe Rintheim 1877). Die AG richtet die
Dresch­halle als Veran­stal­tungs­ort des Stadt­teils ein.

1996

Das erste Gebäude auf dem 30 Hektar großen Gelände des Techno­lo­gie­parks
Karlsruhe wird fertig gestellt.

1997
Auf Initiative des Bürger­ver­eins Rintheim und unter Mitwirkung
der katho­li­schen Kirchen­ge­meinde St. Martin wird auf dem Platz
vor der Kirche St. Martin der von Barbara Jäger und OMI Riesterer
gestaltete Hirten­brun­nen errichtet.

1997
Die Kirchen­ge­mein­den St. Martin und St. Bernhard schließen sich
infolge Pries­ter­man­gels zusammen. Sie werden 2001 offiziell als
Seelsor­ge­ein­heit St. Bernhard - St. Martin geführt.

2010

Die Wohnbe­völ­ke­rung von Rintheim beträgt 5.490 Personen.

Quelle: Stadtarchiv