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Karlsruhe: Stadtteile

Stadtteil-Kulturkonzept Grötzingen 2035



Auftrag und Erstellung eines ­Stadt­teil­kul­tur­kon­zepts

In seiner Sitzung am 20. Mai 2014 verab­schie­dete der Gemein­de­rat das Kultur­kon­zept 2025 der Stadt Karlsruhe. Das Konzept war in einem knapp dreijäh­ri­gen Prozess unter breiter Einbindung der Kul­tur­schaf­fen­den, der Vertre­te­rin­nen und Vertreter der Kul­turein­rich­tun­gen wie der Kultur­po­li­tik in Karls­ru­he er­ar­bei­tet worden. In fünf Handlungs­fel­dern zeigt es die kul­tur­po­li­ti­schen Schwer­punkte der nächsten 10 Jahre auf und be­nennt Maßnahmen zur schritt­wei­sen Umsetzung des Kul­tur­kon­zepts.

Das Kultur­kon­zept 2025 der Stadt Karlsruhe hat die kultu­rel­le ­Ent­wick­lung in der gesamten Stadt im Blick. Auf die Stadt­tei­le ­mit ihrer teilweise sehr eigen­stän­di­gen Geschichte und kul­tu­rel­len Identität wird darin nicht näher einge­gan­gen. Betont wird jedoch die Bedeutung, die die Kultur für die Entwick­lung ­der Stadtteile haben kann und hat. Dies knüpft auch an das In­te­grierte Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept (ISEK) 2020 an, das die Stadt­teile als Kristal­li­sa­ti­ons­punkte für den Leben­sall­tag in Karls­ruhe in den Blick nimmt und eine entspre­chende Entwick­lung ­an­regt (siehe ISEK Seite 142/143).

Recht­li­che und politische Grundlage eines Kultur­kon­zepts für Gröt­zin­gen als einem rechtlich nicht selbstän­di­gen Stadt­teil ­sind die am 1. Januar 1974 in Kraft getretene "Verein­ba­rung über die freiwil­lige Einglie­de­rung der Gemeinde Grötzingen in die Stadt Karlsruhe" und die Haupt­sat­zung der Stadt Karlsruhe. Die bei der Einglie­de­rung Grötzin­gens in die Stadt Karlsruhe von beiden Vertrags­par­teien verfolgte weitge­hende Eigen­stän­dig­keit ­Gröt­zin­gens kommt in der Einführung der Ortschafts­ver­fas­sung für den Stadtteil Karlsruhe-Grötzingen (§ 6 des Ein­glie­de­rungs­ver­tra­ges und § 1 Abs. 2 der Haupt­sat­zung der Stadt Karlsruhe) zum Ausdruck.

§ 13 der Einglie­de­rungs­ver­ein­ba­rung, überschrie­ben mit "­Kul­tu­relle Belange des Stadtteils Karlsruhe-Grötzin­gen", benennt in Absatz 1 den Grund für diese Regelung:

"Sinn und Zweck der Einführung der Ortschafts­ver­fas­sung ist es, das Eigenleben der Ortschaft aufrecht­zu­er­hal­ten und zu pflegen. Das örtliche Brauchtum und das kulturelle Eigenleben der bis­he­ri­gen Gemeinde Grötzingen bleiben unange­tas­tet. Sie sollen ­sich auch weiterhin frei und ungehin­dert entfalten können." In Abs. 2 verpflich­tet sich die Stadt, "durch die Zuwei­sung ent­spre­chen­der Haushalts­mit­tel an den Ortschafts­rat (…) dafür ­Sorge zu tragen, dass die carita­ti­ven, kultu­rel­len, sport­li­chen und sonstigen Einrich­tun­gen und Verei­ni­gun­gen im Stadt­teil ­Karls­ruhe-Grötzingen in gleicher Weise gefördert werden wie die ver­gleich­ba­ren Einrich­tun­gen im übrigen Stadt­ge­biet."

Auf Antrag der Ortsver­wal­tung beschloss der Ortschafts­rat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2014, dass die Ortsver­wal­tung ­be­auf­tragt wird, einen öffent­li­chen Runden Tisch ab 2015 ein­zu­be­ru­fen zur Entwick­lung eines Kultur­kon­zep­tes für Gröt­zin­gen. In seiner Sitzung am 10. Dezember 2014 beschloss der Ort­schafts­rat, 20.000 Euro für Betei­li­gungs­pro­jekte, die in den nächs­ten zwei Jahren anstehen, insbe­son­dere im Bereich der Kultur zur Entwick­lung eines Kultur­kon­zepts "Badisches Maler­dor­f ­Gröt­zin­gen" zu beantragen. Dieses Konzept sollte in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Kulturamt erarbeitet werden und im engen ­Zu­sam­men­hang mit dem Kultur­kon­zept 2025 der Stadt Karls­ru­he ­ste­hen. Der Gemein­de­rat stimmte dieser Mittel­be­reit­stel­lung im Rahmen der Haushalts­be­ra­tun­gen 2015/16 zu.

 

Weitere Fotos zum Download:

Stadtteilkonzept Hand in Hand Titelbild


Hand in Hand Stadtteilkulturkonzept Grötzingen (JPG, 788 KB)

Grafik: U. Zimmermann / KUK | B. Reich unter Verwendung einer Il­lus­tra­tion von freepik.com

Grötzinger Kulturmeile


Hauptbühne Grötzinger Kulturmeile 2015 und Rathaus Grötzingen. (JPG, 8.76 MB)

Foto: Titus Tamm

Einblick in die Zukunftswerkstatt Stadtteilkulturkonzept


Einblick in die Zukunftswerkstatt Stadtteilkulturkonzept Grötzingen 2017 (JPG, 1.80 MB)

Foto: Titus Tamm, Handlungs­feld "Stadt Raum für Kultur: Bilden­de ­Kunst". Im Bild: S. Vadim (BBK), L. Jock (Schmuck­de­si­gn), U. Settel­meyer (Kultu­ramt) J. Schneider (Künstler), E. Lücke-Rausch (­Künst­le­rin, Offene Ateliers), B. Nowatzke-Kraft (Künst­le­rin, Gedok,Maler­freunde Grötzin­gen) mögliche Strategien heraus (v.l.n.r.). Im Bildhin­ter­grund Experten zu den Themen "­Kul­tur­gü­ter" und "Brauchtum.