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Karlsruhe: Stadtteile

Geschichte Durlach

Auf dem Luftbild ist der ringförmige Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer zu sehen

Auf dem Luftbild ist der ringförmige Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer zu sehen


Karl II. von Baden-Durlach, der "Karle mit der Tasch"

Karl II. von Baden-Durlach, der "Karle mit der Tasch"


Die Karlsburg

Die Karlsburg


Mehr zum Schloss Karlsburg

Birnenkrug aus der Durlacher Fayence. Foto: Stadt Karlsruhe, Pfinzgaumuseum

Birnenkrug aus der Durlacher Fayence. Foto: Stadt Karlsruhe, Pfinzgaumuseum


Ein Hecker-Hut. Foto: Stadt Karlsruhe, Pfinzgaumuseum

Ein Hecker-Hut. Foto: Stadt Karlsruhe, Pfinzgaumuseum


Die Gritzner-AG. Foto: Stadt Karlsruhe, Pfinzgaumuseum

Die Gritzner-AG. Foto: Stadt Karlsruhe, Pfinzgaumuseum


Unterzeichnung der Eingemeindungsvereinbarung durch den Karlsruher Oberbürgermeister Friedrich Jäger am 1. April 1938. Foto: Stadt Karlsruhe, Stadtarchiv

Unterzeichnung der Eingemeindungsvereinbarung durch den Karlsruher Oberbürgermeister Friedrich Jäger am 1. April 1938. Foto: Stadt Karlsruhe, Stadtarchiv


 
1196 weilte Konrad, Herzog von Schwaben und Bruder des Kaisers Heinrich VI., auf seinem Kriegszug gegen die Zähringer "in quodam oppido Durlaich", wo er - 'ein wollüs­ti­ger Mann und dem Hurenleben gänzlich ergeben' - eine Frau schänden wollte. Jedoch wurde er von ihr oder ihrem Ehemann verletzt, so dass er wenig später starb. Dieses Ereignis brachte Durlach erstmals mit der Bezeich­nung Stadt in die Geschichts­schrei­bung. Es gibt keine uns überlie­fer­te Urkunde, in der Durlach die Stadt­rechte verliehen wurden, so dass wir auf die Überlie­fe­rung dieser Begeben­heit angewie­sen sind, um zu wissen, dass Durlach im Jahr 1196 schon eine Stadt war. Durlach wurde wahrschein­lich von Grötzingen aus gegründet, auf dessen Gemarkung ursprüng­lich auch die Burg lag, von der heute noch der Turm auf dem Turmberg zeugt. Zur Zeit seiner Stadt­wer­dung war Durlach staufi­sches Eigentum, das erst 1219 in den Besitz der Markgrafen von Baden kam.

Die Spuren in Durlach sind aber weitaus älter: Keramik­scher­ben, bei Ausgra­bun­gen gefunden, lassen sich bis ins 9. Jahrhun­dert zurück datieren. Beim Bau der Durlacher Gewer­be­schule an der Badener Straße fand man 1991 zudem eine so genannte Villa rustica, einen römischen Gutshof aus 1. bzw. 2. Jahrhun­dert nach Christus. Die Durlacher Bewohner genossen die Rechte und Privi­le­gien von Stadt­bür­gern, die eine eigene Verwaltung und Gerichts­bar­keit hatten. Eine Quelle aus dem Jahr 1495 nennt "Schul­thaiß, Burger­mais­ter, Geriecht und Radt der Statt", deren Bürger 1536 ihre überkom­me­nen Rechte in einem Buch festhiel­ten. Zu dieser Zeit blühte das in Zünften organi­sierte Handwerk, zumal die Stadt seit 1418 das Recht hatte, zwei Jahrmärkte zu halten, und sich so zu einem Handels­zen­trum entwi­ckelte. Es gab drei Mühlen, zahlrei­che Gastwirt­schaf­ten und Brauereien und eine Apotheke. Auch das Wasser­sys­tem war zu dieser Zeit ausge­bil­det, vom Wasser­werk am Blumentor floss das Wasser durch im Boden verlegte hölzerne Wasser­lei­tun­gen zu den Brunnen in der Stadt. Darüber hinaus war Durlach seit dem 14. Jahrhun­dert Sitz des Vogtes, später Oberamt­man­nes, und bildete so das Verwal­tungs­zen­trum für die umlie­gen­den Dörfer und Ortschaf­ten. Doch die eigent­li­che Blütezeit erreichte die Stadt mit Markgraf Karl II. , als dieser 1565 seine Residenz von Pforzheim nach Durlach verlegte. Nun wurden die Stadt­be­fes­ti­gungs­an­la­gen erneuert und ausgebaut, von denen neben Stadt­mau­er­res­ten noch das Basler Tor steht,. Vor allem aber ließ Markgraf Karl II. das kleine Jagdschloss zur Karlsburg ausbauen, die durch ihn und seine Nachfol­ger weit über die Landes­gren­zen hinaus bekannt war. Da die Stadt mit der Residenz­ver­le­gung wuchs, überlie­fer­ten die Durlacher die Geschichte, der Markgraf habe seine Bauleute aus einer Tasche, die er bei sich trug, eigen­hän­dig bezahlt, und nennen ihn liebevoll "Karle mit der Tasch".

Dies trifft aber so wie bei vielen Geschich­ten nicht zu, da die Durlacher sich verpflich­tet hatten, im Falle der Residenz­ver­le­gung ein Jahr Frondienste für den Markgrafen zu leisten. Auch die auf dem Rathaus­bal­kon stehende Statue, deren Original sich im Pfinz­gau­museum befindet, und die von den Durlachern als Karle mit der Tasch verehrt wird, zeigt nicht etwa den Markgrafen, sondern einen Ritter. Mit dem Landes­her­ren kamen zahlreiche Diener und Beamte in die Stadt, für die Wohnraum gefunden werden musste und die neues Leben und neuen Wohlstand in die Stadt­mau­ern brachten. Darüber hinaus hatte sich Karl II. schon 1556 der Refor­ma­tion angeschlos­sen, was bedeutete, dass auch alle seine Untertanen protes­tan­tisch werden mussten. Die 1255 erstmals erwähnte Stadt­kir­che wurde evange­lisch, und erst seit dem 18. Jahrhun­dert konnten sich wieder Katholiken in Durlach nieder­las­sen. Ihre Kirche St. Peter und Paul stammt daher aus den Jahren 1898 bis 1900. Wie alle Anhänger der neuen protes­tan­ti­schen Glaubens­rich­tung setzten sich die Markgrafen von Baden-Durlach für eine Verbes­se­rung des Bildungs- und Schul­we­sens ein. In Durlach wurde 1583 das Gymnasium illustre gegründet und 1586 durch Markgraf Ernst Friedrich, einem Sohn von Karl II., feierlich eröffnet. Nun lernten hier Jungen und junge Männer neben der Theologie Latein und Griechisch, Rhetorik und Philo­so­phie, Naturlehre und Natur­ge­schichte. Mittwoch nachmit­tags fanden regelmäßig so genannte "exer­ci­ta­tio­nes dispu­ta­to­riae", Dispu­tier­übun­gen in latei­ni­scher Sprache, statt, die jeder Professor zweimal jährlich absol­vie­ren musste. Bald schon genoss das Durlacher Gymnasium einen hervor­ra­gen­den Ruf und erreichte fast das Niveau einer Univer­si­tät. Der Dreißig­jäh­rige Krieg beendete auch in Durlach die allgemeine wirtschaft­li­che und kulturelle Blütezeit und brachte Not und Elend, von denen sich die Stadt nach Kriegsende 1648 nur langsam erholte. Aber das Glück währte nicht lange, im August 1689 brannten die Truppen des franzö­si­schen Königs Ludwig XIV. Durlach im Zuge des Pfälzi­schen Erbfol­ge­krie­ges bis auf die Grund­mau­ern nieder.Der Wieder­auf­bau der Stadt ging nur zögerlich voran, zumal die Baupläne des nach Basel geflüch­te­ten Landes­her­ren auf sich warten ließen. Dieser wollte der Stadt ein neues, modernes Aussehen geben und verbot den Durlachern, die mit "einem unregu­lier­ten Bauwesen" begonnen hatten, vor Fertig­stel­lung der für alle verpflich­ten­den Bauordnung neue Häuser zu errichten. Das führte zu zahlrei­chen Konflikten. Auch das Vorhaben, die Karlsburg nach Plänen des Itali­e­ners Domenico Egidio Rossi als mehrflü­ge­lige große Anlage wieder zu errichten, konnte nur in Ansätzen realisiert werden. Allein zwei Flügel unter Einbe­zie­hung des vom Brand verschon­ten Prinzes­sen­baus wurden errichtet, der Weiterbau fand sein endgül­ti­ges Ende mit Markgraf Karl Wilhelm, der 1715 beschloss, seine Residenz in den Hardtwald zu verlegen und Karlsruhe zu gründen. In dem unbebauten Gelände hatte er mehr Platz, ein Schloss nach seinem Geschmack errichten zu lassen. Zudem genossen die Einwohner der neuen Stadt lange Zeit nicht die überkom­me­nen Rechte der Durlacher, deren Bürger­stolz es wohl auch gewesen sein mag, der den absolu­tis­ti­schen Herrscher aus den Mauern der Stadt vertrieb. Für die Durlacher jedoch war dies ein harter Schlag. Sie blieben zurück mit einer nicht fertig gestell­ten Karlsburg, und manche Durlacher Söhne gingen in die neue Stadt, unter deren Einwoh­ner­schaft sie anfangs eine große Rolle spielten. Auch die höfischen Diener und Beamten mussten das erst halb aufgebaute Durlach verlassen, um in der neuen Residenz zu leben. Die Verwal­tungs­stel­len wurden bis 1723 in die Stadt im Hardtwald verlegt, 1724 folgte das Gymnasium, in Durlach verblieb nur ein Pädagogium. Die ehemalige Markgra­fen­stadt wurde nun zu einem Landstädt­chen im Schatten der wachsenden Residenz, das diese mit Gemüse und Früchten und ab 1824 für eine gewisse Zeit sogar mit Trink­was­ser versorgte. In der Karlsburg zurück blieb die Ehefrau Karl Wilhelms Magdalena Wilhel­mi­na zusammen mit ihrer geistig verwirrten Schwie­ger­toch­ter und den zwei Enkelsöh­nen, einer davon war der spätere Markgraf und Großherzog Karl Friedrich. Die durch den Abzug der Residenz leer stehenden Gebäude nutzten die Durlacher, indem sie dort Manufak­tu­ren ansie­del­ten, so u. a. die Fayence, deren Erzeug­nisse bis ins Ausland verkauft wurden und deren Kacheln, Birnkrüge und Teller heute im Pfinz­gau­museum zu bewundern sind. Darüber hinaus gab es zeitweise u. a. eine Seiden­kom­pa­gnie, eine Leder­fa­brik, eine Krapp­fa­brik, eine Wachs­blei­che und eine Tabak­fa­brik, die jeweils einige Arbeiter beschäf­tig­ten. Die überwie­gende Mehrheit der Durlacher Bevöl­ke­rung aber lebte in - wie es in einem Oberamts­be­richt von 1808 hieß - "ohnehin zweydeu­ti­gem Wohlstand" vom Handwerk und von der Landwirt­schaft.

Zu Beginn des 19. Jahrhun­derts schien neuer Glanz auf die Stadt zu fallen, als sie 1810 Sitz der Kreis­re­gie­rung wurde, die im Schloss unter­ge­bracht war. Aber diese Aufwer­tung dauerte nur bis 1832, dann wurde das Kreis­di­rek­to­rium von Durlach nach Rastatt verlegt. Die Anzeichen der kommenden Änderungen waren langsam spürbar. Seit 1829 hatte Durlach eine einzige Zeitung, das Durlacher Wochen­blatt, 1843 wurde die Stadt an das entste­hende Eisen­bahn­netz angeschlos­sen. Durlach hatte eine Lesege­sell­schaft und seit 1817 einen Frauen­ver­ein, der sich der Wohltä­tig­keit widmete. Im Jahr 1846 gründete Christian Hengst eine der ersten Freiwil­li­gen Feuer­weh­ren in Deutsch­land, die sich ein Jahr später bei dem großen Hofthea­ter­brand von Karlsruhe bewährte. Schon 1844 hatten sich einige Männer zu einem Gesang­ver­ein zusam­men­ge­fun­den, 1846 kam ein Turnverein dazu. Damit begann das Durlacher Vereins­le­ben, das bis heute die Grundlage für die zahlrei­chen kultu­rel­len und sport­li­chen Aktivi­tä­ten ist.

Doch erst einmal sollte die Revolution von 1848/49 Europa und insbe­son­dere Baden erschüt­tern. In Durlach fanden sich viele Demokraten und mehr Anhänger der Revolution als in der benach­bar­ten Residenz­stadt, deren Bewohner zum großen Teil vom Hofe lebten. Das Gefecht an der Obermühle am 25. Juni 1849 zwischen den preußi­schen Truppen und den Freischär­lern brachte dann den Revolu­ti­ons­krieg ganz nah an die Stadt­mau­ern heran.
 
 

Weitere Informationen

Die Zwangseingemeindung Durlachs zum 1. April 1938

Von Jan-Dirk Rausch, Blick in die Geschichte Nr. 78 vom 20. März 2008
 
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhun­derts veränderte die Stadt und ihre Sozial­struk­tur grund­le­gend. Die Indus­tria­li­sie­rung erreichte auch Durlach, wo sich vorrangig eisen­ver­ar­bei­ten­de Betriebe, wie die Nähma­schi­nen­fa­brik Gritzner oder die Maschi­nen­fa­brik Sebold, nieder­lie­ßen. Die Einwohner­zahl wuchs schlag­ar­tig, allein zwischen 1890 und 1900 stieg sie von 8.000 auf 12.000. Zudem kamen jeden Morgen viele Arbeiter und Arbei­te­rin­nen aus den umlie­gen­den Dörfern in die Durlacher Betriebe. Das benach­barte Aue entwi­ckelte sich nun zu einem Arbei­ter­dorf, in dem ebenso wie in der Stadt die neuen Ideen der Arbei­ter­be­we­gung eine wachsende Anhän­ger­schaft fanden. Durlach erwarb sich den Ruf, eine "rote" Stadt zu sein. Mit der Indus­tria­li­sie­rung kam aber vor allem neuer Wohlstand, von dem u. a. zu Beginn des 20. Jahrhun­derts die Bauten der Gewer­be­schule und des Gymna­si­ums Zeugnis gaben.
Der Erste Weltkrieg und seine Folgen unter­bra­chen diese Entwick­lung. Durlach mit seiner export-orien­tier­ten Industrie erlebte einen Zusam­men­bruch des Wirtschafts­le­bens, der sehr viel härter ausfiel als im benach­bar­ten Karlsruhe, dessen Einwohner zu einem geringeren Anteil von der Industrie lebten. Hinzu kam der Verlust des Bezirksam­tes. Auch die Einge­mein­dung Aues im Jahr 1921 konnte keine Erleich­te­rung bringen, die Zahl der Arbeits­lo­sen blieb in Durlach und Aue sehr hoch. Durch Notstands­ar­bei­ten wie zum Beispiel dem Bau der Panora­ma­straße (heute Reich­ardt­stra­ße) über den Turmberg versuchte die Stadt die größte Not aufzu­fan­gen, doch bald schon waren die öffent­li­chen Kassen leer und der Durlacher Stadtrat erwog 1931, sich nach Karlsruhe einge­mein­den zu lassen. Doch die Landes­haupt­stadt lehnte ab. Die politische Situation in Durlach und Aue war desolat, der Gemein­de­rat zerstrit­ten und die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung unfähig, einen neuen Bürger­meis­ter zu wählen, so dass 1931 von der Regierung ein kommissa­ri­scher Bürger­meis­ter eingesetzt werden musste. Es folgte nun ein ständiger Wechsel der Bürger­meis­ter, bis der letzte im Oktober 1937 sein Amt nieder­legte. Gauleiter Robert Wagner und das Reichs­in­nen­mi­nis­te­rium stimmten dem bereits 1937 vom Karlsruher Oberbür­ger­meis­ter gestellten Antrag auf Einge­mein­dung Durlachs nach Karlsruhe zu, obwohl die Durlacher Bevöl­ke­rung dagegen war. Inzwischen hatten die Durlacher Betriebe infolge der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Aufrüs­tungs­po­li­tik wieder volle Auftrags­bü­cher und die wirtschaft­li­che Situation schien sich zu stabi­li­sie­ren. Die ehemals aktiv am gesell­schaft­li­chen, kultu­rel­len und wirtschaft­li­chen Leben Durlachs betei­lig­ten jüdischen Einwohner dagegen wurden ausge­schlos­sen und verfolgt, die meisten 1940 in das Lager Gurs verschleppt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrie­ges gab es in Durlach starke Bestre­bun­gen, die Einge­mein­dung­wie­der rückgängig zu machen. Nachdem der württem­ber­gisch-badische Landtag der Karls­ru­her Stadt­ver­wal­tung empfohlen hatte, dem Stadtteil Durlach eine größere Eigen­stän­dig­keit zuzuge­ste­hen, beschloss der Karlsruher Gemein­de­rat im Juli 1950 eine Satzung, die - 1957 um einen Bezirks­bei­rat erweitert - bis zur Einführung der Ortschafts­ver­fas­sung 1989 Gültigkeit hatte. Der Durlacher Ortschafts­rat ist ein lokales Gremium und für Durlacher Angele­gen­hei­ten beratendes und in bestimmten Bereichen beschluss­fä­hi­ges Organ. Am Ende des 20. Jahrhun­derts verlor Durlach seinen Status als Indus­trie­stadt, doch es siedelten sich in den ehema­li­gen Fabrik­ge­bäu­den neue Gewerbe an. So ist in den Räumen der ehemaligen Badischen Maschi­nen­fa­brik ein Gründer­zen­trum mit verschie­dens­ten Unter­neh­men unter­ge­bracht und in der ehemaligen Nähma­schi­nen­fa­brik Gritzner unter anderem eine Internet AG. Durlach gilt heute als beliebte Wohngegend und besticht durch ein großes Vereins­le­ben sowie vielfäl­ti­ge Veran­stal­tun­gen und Aktionen. Das Altstadt­fest oder auch der Fastnacht­sum­zug ziehen viele Tausend Menschen in die ehemalige Residenz- bzw. Indus­trie­stadt.