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Karlsruhe: Stadtteile

Die Geschichte der Nordweststadt

Bienenstöcke am Rand der Nordweststadt

Bienenstöcke am Rand der Nordweststadt


Gedenktafel zur Gründung des Städtischen Krankenhauses

Gedenktafel zur Gründung des Städtischen Krankenhauses


Ein Gebäude des zwischen 1900 und 1907 errichteten Städtischen Klinikums

Ein Gebäude des zwischen 1900 und 1907 errichteten Städtischen Klinikums


Gebäude der ehemalige Telegraphenkaserne heute Reitinstitut Egon-von-Neindorff

Gebäude der ehemalige Telegraphenkaserne heute Reitinstitut Egon-von-Neindorff


 
Ein Grabhügel in der Dürkheimer Straße belegt, daß auf dem Gebiet der Nordwest­stadt bereits in der Bronze­zeit gesiedelt wurde.

Bis zum Ersten Weltkrieg bestand das Gelände der Nordwest­stadt aus Wald, Acker- und Ödland und gehörte zur Karlsruher, Mühlburger, Knielinger, Neureuter und Hardtwald-Gemarkung. Um 1820 wurde der Exerzier­platz angelegt, an dessen Rand Kasernen entstanden. 1924 wurde der Exerzier­platz zum Flugplatz ausgebaut. 1930 kam das Gelände der Nordwest­stadt zur Stadt Karlsruhe.

Die ersten Wohnhäuser wurden in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg errichtet, im wesent­li­chen wurde der Raum aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg als Wohngebiet erschlos­sen. Die Wohnungs­not zwang zu schnellem und kosten­güns­ti­gem Bauen, und deshalb haben sich vor allem Bauge­nos­sen­schaf­ten des Wohnungs­baus in der Nordwest­stadt angenommen.
Die erste Siedlung, die Hardt­wald­sied­lung, wurde ab 1919 westlich der Erzber­ger­straße errichtet, die Siedlung Eigen­hand­bau ab 1923 an der Hertz­straße, im Barbara- und Postweg. Die Weingärten-Siedlung, zu beginn der 1930er Jahre angelegt, entstand mit Unter­stüt­zung der Kondima-Werke und nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Firma Gollnow und Sohn. Bauge­nos­sen­schaf­ten spielten aber von Anfang an eine zentrale Rolle bei der Entstehung der späteren Nordwest­stadt. Donauschwa­ben siedelten zu Beginn der 1950er Jahren im Binsen­schlauch, und die Siemens­sied­lung in der Dürkheimer und Germers­hei­mer Straße wurde für die Karlsruher Mitar­bei­ter des von Berlin umgesie­del­ten Werkes errichtet. In den 1950er und 1960er Jahren wurde der Rennbuckel bebaut. In der Langen Richtstatt ließen sich zu Beginn der 1960er Jahre Heimkeh­rer­fa­mi­lien nieder. Zwischen 1952 und 1973 gab die US-ameri­ka­ni­sche Militär­ver­wal­tung den Flugplatz abschnitts­weise zur Bebauung frei. Der unbebaute Teil des Flugplat­zes ist seit 2003 ein geset­ze­sun­mit­tel­bar geschütz­tes Biotop.

1975 wurde die Nordwest­stadt zum eigen­stän­di­gen Stadtteil. Im selben Jahr wurde sie durch die Nordbahn, die heutige S1/S11, an das Stadt­bahn­netz angeschlos­sen.