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Karlsruhe: Stadtteile

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Vogel­kund­li­che Führung im Hatzen­gra­ben

Nachdem wegen Corona eine seit längerem angedach­te vo­gel­kund­li­che Führung im Bereich Hatzen­gra­ben endlich ­statt­fin­den konnte, traf sich am Freitag, 6. Mai, an der Wert­stoffs­ta­tion eine Gruppe natur­in­ter­es­sier­ter Ort­schafts­rä­tin­nen und Ortschafts­räte.

Orts­vor­ste­he­rin Kerstin Tron begrüßte als fachkun­di­gen Exper­ten Ar­tur Bossert, den Vorsit­zen­den des NABU Karlsruhe, der seit über 30 Jahren unsere Gemarkung durch­streift und nicht nur das Vo­gel­le­ben, sondern auch die Landschaft, ihre Eigenarten und Ver­än­de­run­gen kennt.

Bossert gab zu Beginn einen Überblick über die Beson­der­hei­ten ­der ausge­dehn­ten Wiesen­flä­chen, die FFH-Status (Flora - Fauna - Habitat) genießen, sowie die für die Streu­obst­wie­sen typische In­sek­ten- und Vogelwelt.

Dann ging es den Hatzen­gra­ben entlang durch die beein­dru­cken­de Flur, die sich jetzt in sattem Grün, dem leuch­ten­den Gelb der But­ter­blu­men und den wunderbar blühenden Apfel­bäu­men darbot. Von Zeit zu Zeit gab es einen Halt, um den Vogel­stim­men zu lauschen o­der allerlei Fragen der Teilneh­me­rin­nen und Teilnehmer (es waren sogar einige Kinder dabei) zu beant­wor­ten. Und tatsäch­lich lie­ßen sich auch zu dieser Spätnach­mit­tags­stunde noch einige der ty­pi­schen Vögel hören oder sehen wie zum Beispiel die Amsel mit ihrem wehmütigen Lied, das "di-di-di-di-däh" der Goldammer, das ty­pi­sche "Lachen" des Grünspechts, das jubilie­rende Lied der Mönchs­gras­mücke und der kurze Ruf der Dorngras­mücke. Am Himmel war ein Turmfalke bei der Jagd im typischen Rüttelflug zu be­ob­ach­ten und kurz sogar der Neuntöter, der seine Beute als Nah­rungs­vor­rat auf Dornen aufspießt. Der Steinkauz allerdings, der im Gebiet brütet, war nicht zu entdecken, dafür aber konnte man eine der ca. 10 im Gebiet von der Stein­kauz­gruppe des NABU an­ge­brach­ten speziell konstru­ier­ten Niströhren betrachten.

Insgesamt also eine Fülle von Beobach­tun­gen und Eindrücken in kurzer Zeit! Auf dem Rückweg wurde deshalb angeregt, dass im nächs­ten Jahr eine oder mehrere vogel­kund­li­che Führungen für alle inter­es­sier­ten Wetters­ba­cher angeboten werden; aller­dings früh­mor­gens, wenn das Vogel­kon­zert noch intensiver ist. Wer möchte, kann sich auch jetzt schon in der Zeit vom 13. - 15. Mai an der bundes­wei­ten 18. "Stunde der Garten­vö­gel" beteiligen und eine Stunde lang die in seinem Garten vorkom­men­den Vögel zählen und dem NABU melden - dabei auch einen Preis gewin­nen (www.stunde­der­gar­ten­voe­gel.de/ge­winn­spiel)