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Karlsruhe: Stadtteile

Zurückliegende Veranstaltungen






 

Waldbe­ge­hung des Ortschafts­rat Wetters­bach

Am vergan­ge­nen Freitag, 08.10.2021, begrüßte 1. Orts­vor­ste­her-Stell­ver­tre­ter Tilman Pfannkuch die Mitglieder des Ort­schafts­ra­tes Wetters­bach zur jährlichen Waldbe­ge­hung. Besonders freue er sich, über das Interesse einiger junger Fa­mi­li­en­mit­glie­der. Sein besonderer Dank richtete Pfannkuch an die Kollegen vom städti­schen Forstamt, Revier­lei­ter Bernd Struck vom Forst­re­vier Mitte und Amtsleiter Ulrich Kienzler.

Seit kurzem wurde ein Bereich im Wetters­ba­cher Wald zur Ge­win­nung von forst­li­chem Vermeh­rungs­gut nach den Bestim­mun­gen ­des Forst­ver­meh­rungs­gut­ge­set­zes (FoVG) zugelassen. Die auf­wän­dige handver­le­sene Ernte des genetisch wertvol­len ­Dou­gla­si­en­be­stan­des unter Aufsicht der Fortbe­hörde soll ­ge­währ­leis­ten, dass nur qualitativ hochwer­ti­ges und reines Saat- und Pflanzgut auf den Markt kommt und damit die regio­na­le Viel­falt sichert. Die Forstleute sind eindeutig stolz auf die Viel­falt und die wachsende Biodi­ver­si­tät des Grünwet­ters­ba­cher Wal­des. Erst im Juni 2021 hat der Karlsruher Gemein­de­rat ­zu­ge­stimmt, dass 80 % der Baumarten heimischen Ursprungs sein ­sol­len; die nährstoff­rei­chen Böden in Wetters­bach erlauben eine noch stärkere regionale Pflanzung. Doch der Forstwirt kann den Baum­be­stand nicht einfach sich selbst überlassen. Die wachsen­de Schnel­lig­keit, mit der sich die Klimae­r­wär­mung von Nord nach Süd ver­schiebt, fordert eine waldbau­li­che Behandlung. So wird ­künf­tig darauf geachtet werden, mehr großkro­nige, aber ­nied­ri­gere Bäume zu gewinnen, die das wenige Regen­was­ser besser bis in die Baumspit­zen trans­por­tie­ren können.

Die Zahl der rücksichts­lo­sen Mountain­bi­ker ist rückläufig; auch wilde Wegstre­cken werden immer seltener genutzt. Der legale ­Trail dagegen ist stark frequen­tiert und bei "­Ver­kehrs"-Problemen ist der MTB Club ein förder­li­cher An­sprech­part­ner. Dennoch musste der illegale Mountain­bi­ke­trail "Eis­die­le" auf Ettlinger Gemarkung gesperrt werden.

21 Jahre nach Sturm "Lothar" und nach der Auffors­tung von Buchen und Eichen im Jahr 2000 zeigt der Waldbe­stand wieder eine reiche ­Ver­jün­gung von Birken, Lärchen und Douglasien. Dank des re­gen­rei­chen Jahres 2021 haben sich die klima­be­ding­ten Wald­schä­den nicht weiter verschlech­tert. Allerdings sind die ab­ge­stor­be­nen Bäume in der Fläche, die dort als Totholz der Tier­welt dienen, für die Waldar­bei­ter ein Sicher­heits­pro­blem; Wald­be­su­cher auf den bekannten Wegen müssen keinen Astbruch ­fürch­ten, solche Gefah­ren­quel­len werden beseitigt.

Seit Februar 2021 ist auch der Grünwet­ters­ba­cher Wald Teil des Na­tur­parks Schwarz­wald Mitte/Nord. Der weite Blick über die Rhei­ne­bene bis zu den Vogesen zeigt auch die Schönheit der Um­ge­bung.

Seit 1972 gibt es das Wildschwein­ge­hege an Grünwet­ters­bachs höchs­tem Punkt. Doch der Doppelzaun ist in die Jahre gekom­men und muss dringend erneuert werden. Leider wurden die Gelder hier­für gestrichen, doch eine Lösung bahnt sich an. Das Rot­wild­ge­hege in Rappen­wörth sucht eine neue Bleibe - evtl. in Wet­ters­bach?

Sie werden schon eifrig genutzt, die neuen Geräte des Wet­ters­ba­cher Sport­pfa­des. Die Schilder mit der Anleitung sind ­zwi­schen­zeit­lich auch aufgebaut. Entwickelt wurde die Trimm­mög­lich­keit in Zusam­men­ar­beit mit der Sport­in­sti­tut des KIT. Es gibt drei Trainings­sta­tio­nen, in denen vorran­gig ­Kräf­ti­gungs­übun­gen angeboten werden. Start ist am Spiel­platz ­beim Funkturm.

Nach 2,5 Stunden Rundgang und vielen neuen Infor­ma­tio­nen konnte die Waldbe­ge­hung kurz vor Einbruch der Dunkelheit erfolg­reich en­den.