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Karlsruhe: Stadtteile

Sitzungen des Ortschaftsrats Wettersbach

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Ratsdokumente

 

Beratungen und Beschlüsse in der Sitzung vom 04.04.2017

TOP 1

Photo­vol­taik­an­la­gen auf öffent­li­chen Gebäuden in Grün­wet­ters­bach und Palmbach

Vom Amt für Hochbau- und Gebäu­de­wirt­schaft wurde dem Ort­schafts­rat in der letzten Sitzung ein Prüfbe­richt über mög­li­che Photo­vol­taik­an­la­gen auf öffent­li­chen Gebäuden in Grün­wet­ters­bach und Palmbach vorge­stellt. Insgesamt wurden 16 Stand­orte auf eine mögliche Eignung untersucht. Es handelt sich dabei zunächst um eine Vorun­ter­su­chung. Vor einer konkre­ten Um­set­zung muss bei jedem der unter­such­ten Gebäude eine tiefer­ge­hende Prüfung erfolgen, die unter Umständen, die in der Vor­un­ter­su­chung festge­stellte Eignung einschrän­ken kann. Basis für den Prüfbe­richt war das Solar­ka­tas­ter der Karls­ru­her ­Ener­gie- und Klima­schutz Agentur (KEK). Weite­re ­Be­wer­tungs­kri­te­rien waren die Dachgeo­me­trie, der bauli­che ­Zu­stand der Gebäude sowie der Eigen­be­darf an Solarstrom. Vor diesem Hinter­grund sind Dächer mit vielen Gauben und Fenstern ­für Photo­vol­taik­an­la­gen nicht sehr sinnvoll. Gerade deshalb ­müs­sen in den beiden Stadt­tei­len Grünwet­ters­bach und Palmbach auch viele städtische Gebäude im Vorfeld ausschei­den. Trotz­dem möchte man im Hinblick auf das Projekt "Ener­gie­ef­fi­zi­en­tes Wet­ters­bach" gerade an den geeigneten Gebäuden eine gewis­se Vor­rei­ter­rolle spielen.

Als geeignet stuft das Amt für Hochbau- und Gebäu­de­wirt­schaft das Dach des Gerätehau­ses der Freiwil­li­gen Feuerwehr Wetters­bach ein. In diese Kategorie 1 ist auch die Heinz-Barth-Schule in der Ess­lin­ger Straße eingestuft. Beide Gebäude können zur kurz­fris­ti­gen Umsetzung empfohlen werden. In die mittel- bis lang­fris­tige Kategorie 2 wird beispiels­weise das Rathaus ­Grün­wet­ters­bach, der Bauhof Wetters­bach, der alte Bau der Kita Palm­bach sowie die Wohnge­bäude in der Reutlinger Straße 3 ein­ge­stuft. Alle anderen unter­such­ten Gebäude gehören der Ka­te­go­rie 3 an, die als nicht sinnvoll erachtet wurden. In der an­schlie­ßen­den ortschafts­rät­li­chen Diskussion sprach sich das Gre­mium einstimmig dafür aus, die empfoh­le­nen Gebäu­de wei­ter­ge­hend zu unter­su­chen und die Mittel aus dem städti­schen Kli­ma­schutz auszu­nut­zen und entspre­chende Photo­vol­taik­an­la­gen auf den geeigneten Dächern zu instal­lie­ren.


TOP 2

Ergeb­nis­prä­sen­ta­tion Geschwin­dig­keits­mes­sun­gen in Grün­wet­ters­bach und Palmbach

Vom Ordnungs­amt der Stadt Karlsruhe wurde dem Ortschafts­rat der Er­geb­nis­be­richt einer zwischen Ende Oktober und Anfang Novem­ber ­durch­ge­führ­ten Verkehrs­zäh­lung in verschie­de­nen Straßen der beiden Stadtteile Grünwet­ters­bach und Palmbach vorge­stellt. Danach ergibt sich, dass 85 Prozent der gemessenen Fahrzeu­gen ­so­wohl in der 30km/h Zone wie auch in der 50km/h Zone die zu­ge­las­se­nen Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten einge­hal­ten oder nur gering ­über­schrit­ten haben. Im Vergleich mit Messungen in anderen ­Stadt­tei­len werden die Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen vom Ord­nungs­amt eher als unauf­fäl­lig bezeichnet. Wie überall gab es auch bei den Messungen in Wetters­bach den einen oder anderen Aus­rei­ßer, der sich nicht verhindern lässt. Ergänzend wurde zur bes­se­ren Verkehrs­si­cher­heit auch nochmals auf die neu in­stal­lierte Ampel­an­lage an der Talstraße in Palmbach hin­ge­wie­sen. Nach der Diskussion über die vorge­tra­ge­nen ­Er­geb­nisse nahm der Ortschafts­rat den Bericht zur Kenntnis.

TOP 3

Stationäre Geschwin­dig­keits­mes­sun­gen Talstra­ße Palm­bach

Gerade die Verkehrs­si­cher­heit in der Talstraße in Palmbach ist seit Jahren Gegenstand von Beratungen im Ortschafts­rat. Sie war auch Anlass für eine wissen­schaft­li­che Unter­su­chung der Hoch­schule Karlsruhe zur geschwin­dig­keits­dämp­fen­den Wirkun­gen von Geschwin­dig­keits­an­zei­ge­ge­rä­ten. Hierbei wurde festge­stellt, dass durch den dauer­haf­ten Einsatz der Anzei­ge­ge­räte eine ­Dämp­fung von 10km/h in der Talstraße zu erreichen war. Konkret wurde, wie unter Tages­ord­nungs­punkt 2 bereits vorge­stellt, in der Zeit vom 28. Oktober 2017 bis 7. November 2016 dauerhaft das Ge­schwin­dig­keits­mess­ver­hal­ten in der Talstraße ermittelt. Wie e­ben­falls bereits darge­stellt, waren die Überschrei­tun­gen nur im nie­der­schwel­li­gen Verwar­nungs­be­reich erkennbar.

Eine vom Ortschafts­rat geforderte Instal­lie­rung einer ­sta­tio­nären Geschwin­dig­keits­über­wa­chungs­an­lage war zeitgleich ­mit dem Bau der Signal­an­lage nicht möglich. Unabhängig davon ist diese vom Ordnungs­amt der Stadt Karlsruhe auch künftig nicht vor­ge­se­hen. Die Talstraße ist bezogen auf Unfälle unauf­fäl­lig. Statio­näre Geschwin­dig­keits­über­wa­chungs­an­la­gen werden in Ab­stim­mung mit der Polizei nur an solchen Örtlich­kei­ten in­stal­liert, an welchen wegen weit überhöhter gefah­re­ner ­Ge­schwin­dig­keit ein hohes Unfall­ri­siko besteht oder es sich ­be­reits um eine Unfall­häu­fig­keit handelt, so die Argumen­ta­tion ­des Ordnungs­am­tes.

Um eine zusätz­li­che Verkehrs­si­cher­heit in der Talstraße zu er­rei­chen, sollen künftig aber moderne statio­näre ­Ge­schwin­dig­keits­an­zei­ge­ta­feln in beiden Fahrtrich­tun­gen auf­ge­baut werden. Damit wird eine Reduktion der Geschwin­dig­keit von etwa 10km/h erwartet, was dazu führen soll, dass die Tal­straße im Durch­schnitt zu anderen Tempo 30 Zonen liegt. Anschlie­ßend wird vom Ordnungs­amt erneut mit Hilfe der Ver­kehrs­zähl­ge­räte die Geschwin­dig­keits­ent­wick­lung eruiert. Außerdem werden weiterhin scharfe Messungen in unregel­mä­ßi­gen Ab­stän­den durch­ge­führt. Die Zähler­geb­nisse werden danach dem Ort­schafts­rat erneut vorge­stellt. Mit dieser Vorge­hens­wei­se ­er­klärte sich das Gremium einver­stan­den.