Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Stadtteile

Waldenserweg und Waldenserplatz

 

Waldenserweg




 

Beliebte Führungen am Palmbacher Walden­s­er­weg

Führungen am Palmbacher Walden­s­er­weg zum Re­for­ma­ti­ons­tag
Die Ortsver­wal­tung Wetters­bach und die Evange­li­sche Kir­chen­ge­meinde Palmbach-Stupferich laden
am Sonntag, 31. Oktober 2021 zu einer Führung am Walden­s­er­weg ein. Die Führung zum
Refor­ma­ti­ons­tag wird gemeinsam von der Gemein­de­pfar­re­rin Anne He­lene Kratzert und
Mitglie­dern des Arbeits­krei­ses Waldenser­ge­schichte durch­ge­führt. Treff­punkt zur Führung ist
um 14.00 Uhr an der Waldenser­kir­che Palm­bach.
Der Walden­s­er­weg ist ein etwa ein Kilometer langer ­kul­tur­his­to­ri­scher Themenweg. Er erinnert mit
seinem Walden­ser­denk­mal "Tor des Ankommens" an die Gründung von Palm­bach und an die
Verfol­gung der Waldenser, die wegen ihres protes­tan­ti­schen ­Glau­bens aus ihrer Heimat vertrieben
wurden.

Bei der Führung wird neben der gemein­sa­men Palmbacher und Mut­schel­ba­cher
Waldenser­ge­schichte besonders auf die Refor­ma­tion vor über 500 Jahren und auf Petrus Valdes,
dem Gründer der Waldenser, der vor 850 Jahren die Bibel ­über­set­zen ließ, einge­gan­gen. Als sich die
Refor­ma­tion ausbrei­tete, schlossen sich die Waldenser im Jahre 1532 der schwei­ze­ri­schen
Refor­ma­tion, calvi­nis­ti­scher Prägung, an. Nach ihrer Vertrei­bung ­ka­men sie im Jahre 1701 nach
Grün­wet­ters­bach und Unter­mut­schel­bach. Im darauf­fol­gen­den Jahr ­grün­de­ten sie den
Walden­ser­ort Palmbach.
Der gemütliche Spazier­gang erfolgt auf gut ausge­bau­ten Wegen ­durch die Palmbacher Ortsmitte.
Alle Bereiche des Walden­s­er­we­ges, die Standorte der Stelen, sowie der Walden­ser­platz sind
barrie­re­frei zugänglich. Zusammen mit der Kirchen­be­sich­ti­gung ­kön­nen sie einen Zeitbedarf von 90
bis 120 Minuten einplanen.
Wir bitten Sie die gültigen Masken- und Abstands­re­geln ein­zu­hal­ten und freuen uns auf
Ihren Besuch im Walden­ser­ort Palmbach.

 



Wanderungen Kullturtage 2016

Wanderungen Kullturtage 2016


 

Heimattage - Führung Waldenserweg

Heimattage - Führung Waldenserweg


 

Karlsruher Heimanten

Karlsruher Heimanten


 




 

2015

"Das Tor des Ankom­mens"

Künst­ler­paar Barbara Jäger und OMI Riester stellten das Palm­ba­cher Walden­ser­denk­mal vor
Am vergan­ge­nen Donnerstag begrüßte Ortsvor­ste­her Rainer Frank viele inter­es­sierte Bürge­rin­nen und Bürger, Vertreter des Ort­schafts­ra­tes, Mitglieder der Arbeits­gruppe "Palm­ba­cher Wal­den­s­er­weg" und besonders das Karlsruher Künst­ler­paar Barba­ra ­Jä­ger und OMI Riester, die an diesem Abend den Sieger-Entwur­f ­für das künfitge Walden­ser­denk­mal in Palmbach vorstell­ten.
In seiner Einleitung zur Entwick­lung des Projektes erläu­ter­te Orts­vor­ste­her Frank, dass bereits seit vielen Jahren im Ort­schafts­rat, der Arbeits­gruppe "Palm­ba­cher Walden­s­er­weg" und in der Bevöl­ke­rung über eine passende und angemes­se­ne ­ge­schicht­li­che Aufar­bei­tung der Waldenser­ge­schichte disku­tier­t wird.
Zur Umsetzung des Palmbacher Walden­s­er­we­ges, dessen Haupt­punk­t das Walden­ser­denk­mal sein wird, wurde ein Künst­ler­wett­be­wer­b ­aus­ge­schrie­ben, an dem sich fünf Künst­le­rin­nen und Künst­ler ­be­tei­ligt haben. Mit großer Mehrheit und mit Zustimmung der städ­ti­schen Kunst­kom­mis­sion hat sich der Ortschafts­rat für den Ent­wurf der beiden Karlsruher Künstler Barbara Jäger und OMI Ries­ter ausge­spro­chen.
Das "Tor des Ankommens" soll am Standort des ersten Palmba­cher Rat­hau­ses an der Talstraße aufge­stellt werden und ist gleich­zei­tig auch der Beginn des Walden­s­er­we­ges durch Palmbach. An zwölf historisch bedeut­sa­men Stellen werden Stelen mit In­for­ma­ti­ons­ta­feln platziert, die an die Vertrei­bung der Wal­den­ser und an die Ortsgrün­dung im Jahre 1701 erinnern.
"Das Tor des Ankommens" soll im Rahmen des Stadt­teil­fes­tes zum 300. Karlsruher Stadt­ge­burts­tag im September 2015 einge­weiht wer­den.
Das ca. 3 m hohe und ca. 2,20 breite Denkmal besteht aus einem ­mas­si­ven Torrahmen mit einer halb offenen Tür, die das "Ankom­men ­der Waldenser" nach jahre­lan­ger Flucht symbo­li­siert. Eine ­Be­son­der­heit, sind auch die drei fächer­för­mi­gen Strahlen aus Ple­xi­glas, die im Türblatt einge­ar­bei­tet sind. Diese ­re­flek­tie­ren am Tag das Sonnen­licht und bei Nacht wird das Denk­mal von innen liegenden LED-Lampen beleuchtet.
Das Material aus dem "Das Tor des Ankommens" gefertigt werden ­soll, hat ebenfalls Bezug zur neuen Heimat der Waldenser. Durch die Mischung aus Beton und dem Sandstein­splitt aus dem Grün­wet­ters­ba­cher Steinbruch wird eine rötlich schim­mern­de O­ber­flä­che geschaffen. Zudem soll die Oberfläche durch einen An­ti­graf­fi­ti­über­zug geschützt werden.
"Wir haben uns lange und intensiv mit der Geschichte der Wal­den­ser beschäf­tigt", so Riester und wünschte sich, dass ihr Ent­wurf vom "Tor des Ankommens" auch verstanden wird.
Anschlie­ßend beant­wor­tete das Künst­ler­paar die noch offenen Fra­gen der anwesenden Bürge­rin­nen und Bürger.

 


 

2014

Palm­ba­cher Walden­s­er­weg

"Platz der Erinne­rung"

Als erster Teil des zukünf­ti­gen Palmbacher Walden­s­er­we­ges wurde am Friedhof mit der Gestaltung eines Platzes begonnen und die ersten Grabsteine mit Palmbacher Famili­enna­men auf­ge­stellt.

Die hier, am "Platz der Erinne­rung", aufge­stell­ten Grabstei­ne ­mit Palmbacher Walden­ser­na­men, sollen an die Waldenser - und vor allem an deren Namen - erinnern, die einst aus ihrer Heimat ­ver­trie­ben wurden. Weitere Grabsteine sollen hier nach und nach auf­ge­stellt werden, außerdem soll der Platz mit Sitz­ge­le­gen­hei­ten ausge­stat­tet werden.

Der Friedhof in Palmbach dokumen­tiert in sehr anschau­li­cher ­Weise die Herkunft Waldens­er­fa­mi­lien. Die franzö­si­schen Namen sind bis heute präsent und die heutigen Genera­tio­nen tragen ­diese Namen franzö­si­schen Ursprungs mit Stolz und vollem ­Be­wusst­sein. Trotz aller Integra­ti­ons- und Anpas­sungs­pro­zesse in den letzten zweihun­dert Jahren sind die histo­ri­schen Ursprün­ge ­der Waldenser als franzö­si­sche Flücht­linge gerade in den Namen nach­voll­zieh­bar.

Bei der Palmbacher Ortsgrün­dung im Jahre 1701 gab es folgen­de ­fünf­zehn Famili­enna­men:
- Aillaud
- Balce
- Baral
- Berger
- Bertalot
- Bounin/­Bo­nin
- Brun
- Clapier
- Gauchon
- Jourdan/­Jor­dan
- Moutoux
- Piston / Piton
- Raviol / Revoir
- Roux
- Talmon

Anfangs gab es bei den einge­wan­der­ten Waldensern haupt­säch­lich Hoch­zei­ten zwischen Familien anderer Waldenser­ge­mein­den. So kamen fünf weitere Famili­enna­men in den Folge­jah­ren durch Heirat nach Palmbach.
- Granget
- Guigas
- Roll
- Soulier
- Tron

In den Anfangs­jah­ren nach der Ortsgrün­dung gab es oft ver­schie­dene Schreib­wei­sen der Namen.
Acht Waldenser-Famili­enna­men sind heute in Palmbach noch vor­han­den. Es handelt sich um direkte Nachkommen der Walden­ser in 11 bis 13 Generation. Die Famili­enna­men GRANGET und SOULIER ­be­stan­den in Palmbach noch bis Mitte des 20. Jahrhun­derts.

Weitere Infor­ma­tio­nen zur Palmbacher Ortsgrün­dung und den Wal­dens­er­fa­mi­lien finden Sie unter www.ortsgru­en­der.palmbach.org . Dort sind auch Daten zur Palmbacher Famili­en­for­schung bis in die heutige Zeit zu finden.

Walden­s­er­weg mit Denkmal
An zahlrei­chen ortshis­to­ri­schen Plätzen sollen in Palmbach S­te­len aufge­stellt werden, die an die Vertrei­bung der Walden­ser ­so­wie an die Ortsgrün­dung und Geschichte von Palmbach erinnern. Haupt­punkt dieses Weges wird der Platz des ersten Palmba­cher Rat­hau­ses sein, dort soll ein Walden­ser­denk­mal aufge­stell­t wer­den. Ein Künstler-Wettbewerb für das Denkmal ist zwi­schen­zeit­lich von der Stadt Karlsruhe ausge­schrie­ben. Die Ein­wei­hung ist im Rahmen der Stadt­teil­pro­jekte zum 300-jähri­gen Ju­bi­läum der Stadt im Jahre 2015 geplant.

Weitere Grabsteine werden gesucht
Zur weiteren Gestaltung des "Platzes der Erinne­rung" werden wei­tere histo­ri­sche oder auch neuere Grabsteine mit Palmba­cher Wal­den­ser­na­men gesucht. Wenden Sie sich bitte hierzu an die Orts­ver­wal­tung.