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Karlsruhe: Stadtteile

Waldenserweg und Waldenserplatz

„Tor des Ankommens“ leuchtet in Ukraine-Farben

In Palmbach sichtbares Zeichen der Solida­ri­tät mit der Ukraine
Aus Solida­ri­tät mit der Ukraine leuchtet das Palmbacher Walden­ser­denk­mal, das an Flucht, Vertrei­bung und das Ankommen in der neuen Heimat erinnert, jetzt in den Landes­far­ben der Ukraine. Die Ortsver­wal­tung Wetters­bach und der Arbeits­kreis Palmbacher Waldenser­ge­schichte wollen mit der Denkmal­be­leuch­tung in den Natio­nal­far­ben Blau und Gelb, ein sichtbares Zeichen gegen den Krieg und für die Hilfe und Aufnahme der zahlrei­chen kriegs­flücht­linge setzen.
"Der russische Präsident hat mit seinem Einmarsch­be­fehl in die Ukraine und dem hinter­häl­ti­gen Raketen­an­griff auf die ukrai­ni­sche Hauptstadt einen Krieg in Europa begonnen", konsta­tiert Ortsvor­ste­he­rin Kerstin Tron. "Die Mehrheit der in Europa und Russland lebenden Menschen lehnt diesen Krieg ab.

Das Walden­ser­denk­mal "Tor des Ankommens" symbo­li­siert mit seiner ­sich öffnenden Tür das "Ankommen der Waldenser". nach ihrer jah­re­lan­gen Flucht und Vertrei­bung. Die Waldenser wurden im Jahre 1698 wegen ihres protes­tan­ti­schen Glaubens aus ihrer da­ma­li­gen franzö­si­schen Heimat, im heutigen Piemont, vertrie­ben und fanden ihre neue Heimat im heutigen Palmbach.
Das vom Karlsruher Künst­ler­paar Barbara Jäger und OMI Rieste­rer ent­wor­fene Denkmal konnte im Jahre 2015 auf dem neuen Wal­den­ser­platz zusammen mit dem Walden­s­er­weg eingeweiht werden. Der Palmbacher Walden­s­er­weg ist ein etwa ein Kilometer langer ­kul­tur­his­to­ri­scher Themenweg, in dessen Verlauf erzählen an zwölf Plätzen 24 bebilderte Schau­ta­feln die Geschichte über die Ver­fol­gung und Flucht der Waldenser und die der histo­ri­schen ­Stät­ten von Palmbach. Mit dem Walden­s­er­weg ist es gelungen, die Ver­gan­gen­heit des Ortes Palmbach lebendig zu halten und die in der Region einzig­ar­tige Geschichte erlebbar zu machen.


Waldenserweg




 

Beliebte Führungen am Palmbacher Walden­s­er­weg

Führung am Walden­s­er­weg - Vor 321 Jahren, am 04. Mai 1701 kamen die Waldenser nach ­Grün­wet­ters­bach
Die Ortsver­wal­tung Wetters­bach und der Arbeits­kreis Palmba­cher Wal­denser­ge­schichte laden am Sonntag, 15. Mai 2022 zu einer Führung entlang des Walden­s­er­we­ges durch die Palmbacher Ortsmitte ein.

Treff­punkt ist um 14:00 Uhr an der Waldenser­kir­che.
An einem Mittwoch, den 04. Mai 1701 waren keinerlei Vorkeh­run­gen ­ge­trof­fen, als die Waldens­er­flücht­linge in Grünwet­ters­bach und in Unter­mut­schel­bach eintrafen. Sie hatten einen tagelan­gen ­Marsch aus Hessen (heute Mörfelden-Walldorf) hinter sich. Die Grün­wet­ters­bach Familien wurden von der Aufnahme der Hei­mat­su­chen­den überrascht und nahmen die Waldenser nur unter ­großen Protest auf. So kam es ab dem ersten Tag zu Spannun­gen und Feind­se­lig­kei­ten zwischen den Altein­ge­ses­se­nen und den nicht ­deutsch­spre­chen­den Neuan­kömm­lin­gen. Die Waldenser, die im dar­auf­fol­gen­den Frühjahr die Kolonie Palmbach gründeten, stammten zum größten Teil aus der Ortschaft La Balme (heute ­Bal­ma) im Chisonetal, ca. 50 km westlich von Turin, das damals zum Königreich Frankreich gehörte. Im Jahre 1698 wurden sie wegen ihres refor­mier­ten Glaubens aus den piemon­te­si­schen Wal­den­ser­tä­lern vertrieben. Dies ist ein Teil der Palmba­cher Wal­denser­ge­schichte, den Sie bei der Führung in allen Ein­zel­hei­ten
erfahren.
Führung zur Waldenser­ge­schichte
Der Walden­s­er­weg ist ein etwa ein Kilometer langer ­kul­tur­his­to­ri­scher Themenweg. Er erinnert mit seinem Walden­ser­denk­mal "Tor des Ankommens" an die Gründung von Palm­bach und an die Verfolgung der Waldenser, die wegen ihres pro­tes­tan­ti­schen Glaubens aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Führung wird von Mitglie­dern des
Arbeits­krei­ses Waldenser­ge­schichte geleitet. Von der Wal­denser­kir­che geht es über den Walden­ser­platz mit dem Wal­den­ser­denk­mal "Tor des Ankommens" weiter bis zum Ortsen­de ­beim Gewer­be­ge­biet Winterrot. Der zweite Teil beginnt mit der Be­sich­ti­gung der Waldenser­kir­che, dann geht es vorbei am Fried­hof Richtung Grünwet­ters­bach bis zum Skulp­tu­ren­park Wet­ters­bach. Abschluss ist wieder an der Waldenser­kir­che

Der gemütliche Spazier­gang erfolgt auf gut ausge­bau­ten Wegen. Alle Bereiche des Walden­s­er­we­ges, die Standorte der Stelen, der Wal­den­ser­platz sowie die Waldenser­kir­che sind barrie­re­frei­ ­zu­gäng­lich. Sie können einen Zeitbedarf von 100 bis 120 Minuten ein­pla­nen.
Wir laden Sie ein, die Geschichte Palmbachs auf dem Walden­s­er­weg zu entdecken.

 



Wanderungen Kullturtage 2016

Wanderungen Kullturtage 2016


 

Heimattage - Führung Waldenserweg

Heimattage - Führung Waldenserweg


 

Karlsruher Heimanten

Karlsruher Heimanten


 




 

2015

"Das Tor des Ankom­mens"

Künst­ler­paar Barbara Jäger und OMI Riester stellten das Palm­ba­cher Walden­ser­denk­mal vor
Am vergan­ge­nen Donnerstag begrüßte Ortsvor­ste­her Rainer Frank viele inter­es­sierte Bürge­rin­nen und Bürger, Vertreter des Ort­schafts­ra­tes, Mitglieder der Arbeits­gruppe "Palm­ba­cher Wal­den­s­er­weg" und besonders das Karlsruher Künst­ler­paar Barba­ra ­Jä­ger und OMI Riester, die an diesem Abend den Sieger-Entwur­f ­für das künfitge Walden­ser­denk­mal in Palmbach vorstell­ten.
In seiner Einleitung zur Entwick­lung des Projektes erläu­ter­te Orts­vor­ste­her Frank, dass bereits seit vielen Jahren im Ort­schafts­rat, der Arbeits­gruppe "Palm­ba­cher Walden­s­er­weg" und in der Bevöl­ke­rung über eine passende und angemes­se­ne ­ge­schicht­li­che Aufar­bei­tung der Waldenser­ge­schichte disku­tier­t wird.
Zur Umsetzung des Palmbacher Walden­s­er­we­ges, dessen Haupt­punk­t das Walden­ser­denk­mal sein wird, wurde ein Künst­ler­wett­be­wer­b ­aus­ge­schrie­ben, an dem sich fünf Künst­le­rin­nen und Künst­ler ­be­tei­ligt haben. Mit großer Mehrheit und mit Zustimmung der städ­ti­schen Kunst­kom­mis­sion hat sich der Ortschafts­rat für den Ent­wurf der beiden Karlsruher Künstler Barbara Jäger und OMI Ries­ter ausge­spro­chen.
Das "Tor des Ankommens" soll am Standort des ersten Palmba­cher Rat­hau­ses an der Talstraße aufge­stellt werden und ist gleich­zei­tig auch der Beginn des Walden­s­er­we­ges durch Palmbach. An zwölf historisch bedeut­sa­men Stellen werden Stelen mit In­for­ma­ti­ons­ta­feln platziert, die an die Vertrei­bung der Wal­den­ser und an die Ortsgrün­dung im Jahre 1701 erinnern.
"Das Tor des Ankommens" soll im Rahmen des Stadt­teil­fes­tes zum 300. Karlsruher Stadt­ge­burts­tag im September 2015 einge­weiht wer­den.
Das ca. 3 m hohe und ca. 2,20 breite Denkmal besteht aus einem ­mas­si­ven Torrahmen mit einer halb offenen Tür, die das "Ankom­men ­der Waldenser" nach jahre­lan­ger Flucht symbo­li­siert. Eine ­Be­son­der­heit, sind auch die drei fächer­för­mi­gen Strahlen aus Ple­xi­glas, die im Türblatt einge­ar­bei­tet sind. Diese ­re­flek­tie­ren am Tag das Sonnen­licht und bei Nacht wird das Denk­mal von innen liegenden LED-Lampen beleuchtet.
Das Material aus dem "Das Tor des Ankommens" gefertigt werden ­soll, hat ebenfalls Bezug zur neuen Heimat der Waldenser. Durch die Mischung aus Beton und dem Sandstein­splitt aus dem Grün­wet­ters­ba­cher Steinbruch wird eine rötlich schim­mern­de O­ber­flä­che geschaffen. Zudem soll die Oberfläche durch einen An­ti­graf­fi­ti­über­zug geschützt werden.
"Wir haben uns lange und intensiv mit der Geschichte der Wal­den­ser beschäf­tigt", so Riester und wünschte sich, dass ihr Ent­wurf vom "Tor des Ankommens" auch verstanden wird.
Anschlie­ßend beant­wor­tete das Künst­ler­paar die noch offenen Fra­gen der anwesenden Bürge­rin­nen und Bürger.

 


 

2014

Palm­ba­cher Walden­s­er­weg

"Platz der Erinne­rung"

Als erster Teil des zukünf­ti­gen Palmbacher Walden­s­er­we­ges wurde am Friedhof mit der Gestaltung eines Platzes begonnen und die ersten Grabsteine mit Palmbacher Famili­enna­men auf­ge­stellt.

Die hier, am "Platz der Erinne­rung", aufge­stell­ten Grabstei­ne ­mit Palmbacher Walden­ser­na­men, sollen an die Waldenser - und vor allem an deren Namen - erinnern, die einst aus ihrer Heimat ­ver­trie­ben wurden. Weitere Grabsteine sollen hier nach und nach auf­ge­stellt werden, außerdem soll der Platz mit Sitz­ge­le­gen­hei­ten ausge­stat­tet werden.

Der Friedhof in Palmbach dokumen­tiert in sehr anschau­li­cher ­Weise die Herkunft Waldens­er­fa­mi­lien. Die franzö­si­schen Namen sind bis heute präsent und die heutigen Genera­tio­nen tragen ­diese Namen franzö­si­schen Ursprungs mit Stolz und vollem ­Be­wusst­sein. Trotz aller Integra­ti­ons- und Anpas­sungs­pro­zesse in den letzten zweihun­dert Jahren sind die histo­ri­schen Ursprün­ge ­der Waldenser als franzö­si­sche Flücht­linge gerade in den Namen nach­voll­zieh­bar.

Bei der Palmbacher Ortsgrün­dung im Jahre 1701 gab es folgen­de ­fünf­zehn Famili­enna­men:
- Aillaud
- Balce
- Baral
- Berger
- Bertalot
- Bounin/­Bo­nin
- Brun
- Clapier
- Gauchon
- Jourdan/­Jor­dan
- Moutoux
- Piston / Piton
- Raviol / Revoir
- Roux
- Talmon

Anfangs gab es bei den einge­wan­der­ten Waldensern haupt­säch­lich Hoch­zei­ten zwischen Familien anderer Waldenser­ge­mein­den. So kamen fünf weitere Famili­enna­men in den Folge­jah­ren durch Heirat nach Palmbach.
- Granget
- Guigas
- Roll
- Soulier
- Tron

In den Anfangs­jah­ren nach der Ortsgrün­dung gab es oft ver­schie­dene Schreib­wei­sen der Namen.
Acht Waldenser-Famili­enna­men sind heute in Palmbach noch vor­han­den. Es handelt sich um direkte Nachkommen der Walden­ser in 11 bis 13 Generation. Die Famili­enna­men GRANGET und SOULIER ­be­stan­den in Palmbach noch bis Mitte des 20. Jahrhun­derts.

Weitere Infor­ma­tio­nen zur Palmbacher Ortsgrün­dung und den Wal­dens­er­fa­mi­lien finden Sie unter www.ortsgru­en­der.palmbach.org . Dort sind auch Daten zur Palmbacher Famili­en­for­schung bis in die heutige Zeit zu finden.

Walden­s­er­weg mit Denkmal
An zahlrei­chen ortshis­to­ri­schen Plätzen sollen in Palmbach S­te­len aufge­stellt werden, die an die Vertrei­bung der Walden­ser ­so­wie an die Ortsgrün­dung und Geschichte von Palmbach erinnern. Haupt­punkt dieses Weges wird der Platz des ersten Palmba­cher Rat­hau­ses sein, dort soll ein Walden­ser­denk­mal aufge­stell­t wer­den. Ein Künstler-Wettbewerb für das Denkmal ist zwi­schen­zeit­lich von der Stadt Karlsruhe ausge­schrie­ben. Die Ein­wei­hung ist im Rahmen der Stadt­teil­pro­jekte zum 300-jähri­gen Ju­bi­läum der Stadt im Jahre 2015 geplant.

Weitere Grabsteine werden gesucht
Zur weiteren Gestaltung des "Platzes der Erinne­rung" werden wei­tere histo­ri­sche oder auch neuere Grabsteine mit Palmba­cher Wal­den­ser­na­men gesucht. Wenden Sie sich bitte hierzu an die Orts­ver­wal­tung.