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Karlsruhe: Stadtteile

Waldenserweg und Waldenserplatz

 

Waldenserweg




 

Jahres­pro­gramm am Palmbacher Walden­s­er­weg


Auch im Jahre 2019 bieten die Ortsver­wal­tung Wetters­bach in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Arbeits­kreis Palmba­cher Wal­denser­ge­schichte und der Evange­li­schen Kirchen­ge­mein­de Palm­bach/­Stup­fe­rich mehrere Führungen entlang des Walden­s­er­we­ge­s ­durch die Palmbacher Ortsmitte an. Der Walden­s­er­weg ist ein kul­tur­his­to­ri­scher Geschichts­weg, er erinnert an die Verfol­gung ­der Waldenser, die wegen ihres protes­tan­ti­schen Glaubens aus ihrer Heimat vertrieben wurden. 24 Schau­ta­feln an zwölf Plätzen ­be­rich­ten auf dem ca. 1.100 Meter langen Walden­s­er­weg über die his­to­ri­schen Stätten von Palmbach, sowie über die Geschichte zur Flucht und Vertrei­bung der Waldenser. Das Walden­ser­denk­mal "Tor des Ankommens", symbo­li­siert die Ankunft der Waldenser in ihrer ­neuen Heimat.
Der gemütliche Spazier­gang erfolgt auf gut ausge­bau­ten Wegen. Alle Bereiche des Walden­s­er­we­ges, die Standorte der Stelen, sowie der Walden­ser­platz sind barrie­re­frei zugänglich. Besucher ­der Führungen können einen Zeitbedarf von 90 bis 120 Minuten ein­pla­nen. Treffpunkt ist immer vor der Waldenser­kir­che.


Folgende Führungen sind im Jahre 2019 ­ge­plant:
• Sonntag, 19. Mai 2019, Beginn 14.00 Uhr. An diesem Tag hat auch das Badische Schul­mu­seum geöffnet.
• Sonntag, 14. Juli 2019, Beginn 16.30 Uhr, Abschluss 18.00 Uhr mit kleinem Platz­kon­zert des Posau­nen­cho­res Palm­bach/Lan­gen­stein­bach am Walden­ser­platz.
• Sonntag, 08. September 2019, Beginn 14.00 Uhr - Tag des of­fe­nen Denkmals (Denkmal-Tag). An diesem Tag hat auch das Ba­di­sche Schul­mu­seum geöffnet.
• Sonntag, 27. Oktober 2019, Beginn 14.00 Uhr - Führung zum Re­for­ma­ti­ons­tag. Gemeinsame Führung mit unserer ­Ge­mein­de­pfar­re­rin Anne Helene Kratzert.


Die Volks­hoch­schule Karlsruhe führt am Samstag, 11. Mai eine Veran­stal­tung (Kurs 191-25027) am Wal­den­s­er­weg durch. Außerdem werden mehrere von Besucher­grup­pen ­ge­buchte Führungen statt­fin­den.
Wie in jedem Jahr, wird zum Jahres­ab­schluss am Freitag, 27. Dezember 2019, um 18.00 Uhr das Weihnachts­sin­gen am Wal­den­ser­platz statt­fin­den. Bei dieser Veran­stal­tung ist die Be­völ­ke­rung zum Mitsingen besinn­li­che Weihnachts­lie­der ein­ge­la­den.

Walden­s­er­weg weckt geschicht­li­ches ­In­ter­esse
Im vergan­ge­nen Jahr konnte eine große Anzahl von haupt­säch­lich ­aus­wär­ti­gen Besuchern zu den Führungen am Walden­s­er­weg begrüßt wer­den. So besuchten im Jahr 2018 ca. 210 Personen bei geführ­ten Spa­zier­gän­gen durch Palmbach den Walden­s­er­weg. Außer­dem er­kun­de­ten einige Besucher­grup­pen des Badischen Schul­mu­se­ums den Wal­den­s­er­weg.
Zurzeit sind wir mit Peter Hepperle, Roland Jourdan, Erwin ­Lie­big, Julia Liebig und Martina Vogt fünf Personen, die die Füh­run­gen entlang des Walden­s­er­we­ges begleiten und die Palm­ba­cher Ortsge­schichte bei Veran­stal­tun­gen erlebbar machen. Wenn Sie sich für die Waldenser­ge­schichte inter­es­sie­ren und unser Team im Arbeits­kreis Waldenser­ge­schichte verstär­ken wol­len, freuen wir uns auf Ihre Mitarbeit. Kontakt: Rolan­d ­Jour­dan. Die Kontakt­da­ten finden Sie auf der Websei­te www.walden­s­er­weg.de

 

Weihnachtssingen am Waldenserplatz (Foto R. Dürr)

 

Weihnachts­sin­gen war sehr gut besucht
Auch das Weihnachts­sin­gen war gut besucht. Mit Musik und bei Ker­zen­schein konnte Peter Hepperle über 100 Besucher aus Palm­bach und den benach­bar­ten Orten begrüßen. Gemeinsam wurden mit Musika­li­scher Begleitung durch den Posau­nen­chor Palm­bach/Lan­gen­stein­bach und mit Gitar­ren­be­glei­tung von Irene Eldra­cher bekannte Weihnachts­lie­der gesungen. Dazwischen trugen Pfar­re­rin Anne Helene Kratzert, Peter Hepperle, Julia Liebig und Mar­tina Vogt besinn­li­che Texte zur Weihnachts­zeit vor. Mit einem ­Ge­bet, dem Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" endete die Ver­an­stal­tung. Roland Jourdan gab abschlie­ßend einen kleinen Rück­blick über die Aktivi­tä­ten am Walden­s­er­weg und bedankte sich bei allen Besuchern für ihr Kommen und bei allen, die mitge­wirk­t und mitge­hol­fen haben.

 


Wanderungen Kullturtage 2016

Wanderungen Kullturtage 2016


 

Heimattage - Führung Waldenserweg

Heimattage - Führung Waldenserweg


 

Karlsruher Heimanten

Karlsruher Heimanten


 




 

2015

"Das Tor des Ankom­mens"

Künst­ler­paar Barbara Jäger und OMI Riester stellten das Palm­ba­cher Walden­ser­denk­mal vor
Am vergan­ge­nen Donnerstag begrüßte Ortsvor­ste­her Rainer Frank viele inter­es­sierte Bürge­rin­nen und Bürger, Vertreter des Ort­schafts­ra­tes, Mitglieder der Arbeits­gruppe "Palm­ba­cher Wal­den­s­er­weg" und besonders das Karlsruher Künst­ler­paar Barba­ra ­Jä­ger und OMI Riester, die an diesem Abend den Sieger-Entwur­f ­für das künfitge Walden­ser­denk­mal in Palmbach vorstell­ten.
In seiner Einleitung zur Entwick­lung des Projektes erläu­ter­te Orts­vor­ste­her Frank, dass bereits seit vielen Jahren im Ort­schafts­rat, der Arbeits­gruppe "Palm­ba­cher Walden­s­er­weg" und in der Bevöl­ke­rung über eine passende und angemes­se­ne ­ge­schicht­li­che Aufar­bei­tung der Waldenser­ge­schichte disku­tier­t wird.
Zur Umsetzung des Palmbacher Walden­s­er­we­ges, dessen Haupt­punk­t das Walden­ser­denk­mal sein wird, wurde ein Künst­ler­wett­be­wer­b ­aus­ge­schrie­ben, an dem sich fünf Künst­le­rin­nen und Künst­ler ­be­tei­ligt haben. Mit großer Mehrheit und mit Zustimmung der städ­ti­schen Kunst­kom­mis­sion hat sich der Ortschafts­rat für den Ent­wurf der beiden Karlsruher Künstler Barbara Jäger und OMI Ries­ter ausge­spro­chen.
Das "Tor des Ankommens" soll am Standort des ersten Palmba­cher Rat­hau­ses an der Talstraße aufge­stellt werden und ist gleich­zei­tig auch der Beginn des Walden­s­er­we­ges durch Palmbach. An zwölf historisch bedeut­sa­men Stellen werden Stelen mit In­for­ma­ti­ons­ta­feln platziert, die an die Vertrei­bung der Wal­den­ser und an die Ortsgrün­dung im Jahre 1701 erinnern.
"Das Tor des Ankommens" soll im Rahmen des Stadt­teil­fes­tes zum 300. Karlsruher Stadt­ge­burts­tag im September 2015 einge­weiht wer­den.
Das ca. 3 m hohe und ca. 2,20 breite Denkmal besteht aus einem ­mas­si­ven Torrahmen mit einer halb offenen Tür, die das "Ankom­men ­der Waldenser" nach jahre­lan­ger Flucht symbo­li­siert. Eine ­Be­son­der­heit, sind auch die drei fächer­för­mi­gen Strahlen aus Ple­xi­glas, die im Türblatt einge­ar­bei­tet sind. Diese ­re­flek­tie­ren am Tag das Sonnen­licht und bei Nacht wird das Denk­mal von innen liegenden LED-Lampen beleuchtet.
Das Material aus dem "Das Tor des Ankommens" gefertigt werden ­soll, hat ebenfalls Bezug zur neuen Heimat der Waldenser. Durch die Mischung aus Beton und dem Sandstein­splitt aus dem Grün­wet­ters­ba­cher Steinbruch wird eine rötlich schim­mern­de O­ber­flä­che geschaffen. Zudem soll die Oberfläche durch einen An­ti­graf­fi­ti­über­zug geschützt werden.
"Wir haben uns lange und intensiv mit der Geschichte der Wal­den­ser beschäf­tigt", so Riester und wünschte sich, dass ihr Ent­wurf vom "Tor des Ankommens" auch verstanden wird.
Anschlie­ßend beant­wor­tete das Künst­ler­paar die noch offenen Fra­gen der anwesenden Bürge­rin­nen und Bürger.

 


 

2014

Palm­ba­cher Walden­s­er­weg

"Platz der Erinne­rung"

Als erster Teil des zukünf­ti­gen Palmbacher Walden­s­er­we­ges wurde am Friedhof mit der Gestaltung eines Platzes begonnen und die ersten Grabsteine mit Palmbacher Famili­enna­men auf­ge­stellt.

Die hier, am "Platz der Erinne­rung", aufge­stell­ten Grabstei­ne ­mit Palmbacher Walden­ser­na­men, sollen an die Waldenser - und vor allem an deren Namen - erinnern, die einst aus ihrer Heimat ­ver­trie­ben wurden. Weitere Grabsteine sollen hier nach und nach auf­ge­stellt werden, außerdem soll der Platz mit Sitz­ge­le­gen­hei­ten ausge­stat­tet werden.

Der Friedhof in Palmbach dokumen­tiert in sehr anschau­li­cher ­Weise die Herkunft Waldens­er­fa­mi­lien. Die franzö­si­schen Namen sind bis heute präsent und die heutigen Genera­tio­nen tragen ­diese Namen franzö­si­schen Ursprungs mit Stolz und vollem ­Be­wusst­sein. Trotz aller Integra­ti­ons- und Anpas­sungs­pro­zesse in den letzten zweihun­dert Jahren sind die histo­ri­schen Ursprün­ge ­der Waldenser als franzö­si­sche Flücht­linge gerade in den Namen nach­voll­zieh­bar.

Bei der Palmbacher Ortsgrün­dung im Jahre 1701 gab es folgen­de ­fünf­zehn Famili­enna­men:
- Aillaud
- Balce
- Baral
- Berger
- Bertalot
- Bounin/­Bo­nin
- Brun
- Clapier
- Gauchon
- Jourdan/­Jor­dan
- Moutoux
- Piston / Piton
- Raviol / Revoir
- Roux
- Talmon

Anfangs gab es bei den einge­wan­der­ten Waldensern haupt­säch­lich Hoch­zei­ten zwischen Familien anderer Waldenser­ge­mein­den. So kamen fünf weitere Famili­enna­men in den Folge­jah­ren durch Heirat nach Palmbach.
- Granget
- Guigas
- Roll
- Soulier
- Tron

In den Anfangs­jah­ren nach der Ortsgrün­dung gab es oft ver­schie­dene Schreib­wei­sen der Namen.
Acht Waldenser-Famili­enna­men sind heute in Palmbach noch vor­han­den. Es handelt sich um direkte Nachkommen der Walden­ser in 11 bis 13 Generation. Die Famili­enna­men GRANGET und SOULIER ­be­stan­den in Palmbach noch bis Mitte des 20. Jahrhun­derts.

Weitere Infor­ma­tio­nen zur Palmbacher Ortsgrün­dung und den Wal­dens­er­fa­mi­lien finden Sie unter www.ortsgru­en­der.palmbach.org . Dort sind auch Daten zur Palmbacher Famili­en­for­schung bis in die heutige Zeit zu finden.

Walden­s­er­weg mit Denkmal
An zahlrei­chen ortshis­to­ri­schen Plätzen sollen in Palmbach S­te­len aufge­stellt werden, die an die Vertrei­bung der Walden­ser ­so­wie an die Ortsgrün­dung und Geschichte von Palmbach erinnern. Haupt­punkt dieses Weges wird der Platz des ersten Palmba­cher Rat­hau­ses sein, dort soll ein Walden­ser­denk­mal aufge­stell­t wer­den. Ein Künstler-Wettbewerb für das Denkmal ist zwi­schen­zeit­lich von der Stadt Karlsruhe ausge­schrie­ben. Die Ein­wei­hung ist im Rahmen der Stadt­teil­pro­jekte zum 300-jähri­gen Ju­bi­läum der Stadt im Jahre 2015 geplant.

Weitere Grabsteine werden gesucht
Zur weiteren Gestaltung des "Platzes der Erinne­rung" werden wei­tere histo­ri­sche oder auch neuere Grabsteine mit Palmba­cher Wal­den­ser­na­men gesucht. Wenden Sie sich bitte hierzu an die Orts­ver­wal­tung.