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Karlsruhe: Stadtteile

Streuobstwiesen

 

Streu­obst­wie­sen­pro­jekt Wetters­bach - Wiese­nei­gen­tü­mer gesucht

Das Streu­obst­wie­sen­pro­jekt in Wetters­bach ist angelaufen. Neben ­kom­mu­na­len Einrich­tun­gen, wie Kitas, haben sich inter­es­sier­te ­Bür­ge­rin­nen und Bürger gemeldet.
Großes Interesse bestand bisher bei der finan­zi­el­len Förde­rung von Nachpflan­zun­gen im Gebiet. Beim Eingang der Anfragen von Grund­stücks­be­sit­zern werden diese im Umwelt- und Arbeits­schutz ­ge­prüft. Wo liegen die Streu­obst­wie­sen? Sind sie für Nach­pflan­zun­gen geeignet und wenn ja, welche Obstarten fehlen in diesem Gewann besonders? Um die Arten- und Alter­ss­truk­tur zu ver­bes­sern, sollte nicht jede Obstbaumart in jedem Teilge­biet un­be­grenzt nachge­pflanzt werden.
So konnten bereits Nachpflan­zun­gen durch­ge­führt und geför­der­t wer­den. Bei der Pflanzung von alten und hochstäm­mi­gen Birn-, Kirsch- und Apfel­sor­ten können nach Rückspra­che 50 % des Kauf­prei­ses (inkl. Pflanz­pfahl) erstattet werden. Hier hat sich die Arten­schutz­stif­tung des Zoos bereit­er­klärt, das Projekt zu un­ter­stüt­zen.
Für den Herbst 2020 ist eine Sammel­be­stel­lung an Kirsch-, Birn- und Apfel­hoch­stäm­men über die Stadt geplant. Bei Bedarf können die inter­es­sier­ten Grund­stücks­be­sit­zer sich dieser anschlie­ßen. Im Rahmen der Großbe­stel­lung kann aufgrund von Kos­ten­ein­spa­run­gen eine Förderung von > 50 % in Aussicht ­ge­stellt werden.
Ein weiterer Schwer­punkt des Interesses lag bisher bei der ge­plan­ten Streu­obst­wie­sen-Börse. Einige, zum Teil pfle­ge­er­fah­rene Inter­es­sierte möchten gerne eine Paten­schaft für Obst­bäume oder Streu­obst­wie­sen übernehmen. Das ist beson­der­s er­freu­lich, da viele Obstbäume im Gebiet nicht mehr richtig ­ge­pflegt werden. Obstbäume brauchen zu Beginn einen Er­zie­hungs­schnitt, müssen aber auch im Anschluss regelmäßig mit Pfle­ge­schnit­ten versehen werden. Finden diese nicht statt, schießen die Bäume, bilden unwirt­schaft­li­che Formen und brechen ir­gend­wann zusammen. Ertrag bringen solche Bäume kaum noch und auch für den Landwirt, der die Wiese darunter bewirt­schaf­tet, kann das zu großen Problemen führen: Häufig kommt man nicht mehr mit den Geräten in die Nähe der Bäume, weil Äste stören. Der Baum wächst nach und nach ein, Brombeeren sprießen und ir­gend­wann ist der Baum verloren. Das ist auch aus ökolo­gi­scher ­Sicht nicht gut: Freiste­hende, gepflegte Obstbäume bleiben län­ger erhalten und können als Nistplatz und Lebensraum für zahl­rei­che Tiere dienen.
Eine Paten­schaft bringt allen Betei­lig­ten zahlreiche Vorteile. Streu­obst­wie­se­nei­gen­tü­mer, die die Baumpflege selbst nicht mehr ­be­werk­stel­li­gen können, haben weniger Ärger wegen ihrer Bäume. Die Zahl von umstür­zen­den Bäumen kann verringert werden und auch die Landwirte können die darun­ter­lie­gen­den Wiesen besser ­be­wirt­schaf­ten. Patinnen und Paten profi­tie­ren neben der Zeit in der Natur auch vom Obst, welches Sie ernten können. Vor allem für öffent­li­che Einrich­tun­gen ist eine Paten­schaft inter­essant. Kinder in Kinder­gär­ten, um nur ein Beispiel zu nennen, bekom­men ­ge­zeigt, wie aus einem kahlen Baum ein blühender wird und wie gut der eigene Apfel­ku­chen im Spätjahr schmecken kann. Die Über­nahme einer Paten­schaft ist auch für Menschen mit wenig Er­fah­rung oder Neulinge möglich. Bei Bedarf können Schnitt­kur­se und Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­lien angeboten werden. Wichtig ist, dass die Bäume regelmäßig geschnit­ten werden.
Die Paten­schaft für ganze Streu­obst­wie­sen ist nur für kleine ­Grund­stücke gedacht. Fast alle Wiesen im Gebiet werden von Land­wir­ten bewirt­schaf­tet und gut gepflegt. Für die Wie­sen­pa­ten­schaf­ten sind deshalb nur die kleinen Streu­obst­wie­sen in den Fokus geraten, die bisher ungepflegt und wirtschaft­lich we­nig inter­essant sind. Hier haben sich bereits Famili­en ­ge­mel­det, die daran Interesse hätten, solche per Hand mit ihren Kin­dern zu bewirt­schaf­ten. Teils um mehr Zeit in der Natur zu ver­brin­gen, teils um Heu für ihre Nagetiere zu ernten.
Alle Paten­schaf­ten, egal ob für Bäume oder für ganze Streu­obst­wie­sen, werden eng vom Umwelt- und Arbeits­schutz ­be­treut und sind an Bedin­gun­gen geknüpft, die auf den Erhalt und die Verbes­se­rung der vorhan­de­nen Strukturen ausge­rich­tet sind. Wir möchten nun nochmal alle Streu­obst­wie­sen­be­sit­zer, auch die der kleinsten Grund­stücke, aufrufen:
Sie haben eine kleine oder größere Streu­obst­wie­se? Sie können ­sich nicht mehr um Ihre Obstbäume kümmern, die Wiese wird aber von keinem Landwirt gepflegt? Sie haben eine kleine Streu­obst­wiese, die gar nicht mehr gepflegt werden kann, d.h. weder die Bäume noch die Wiese darunter?

Streuobstwiesen

 

Dann melden Sie sich bitte bei der Orstver­wal­tung Wetters­bach, Tel. 0721-945500 oder wetters­bach@­karls­ruhe.de, oder beim Um­welt- und Arbeits­schutz, 0721-1333101 oder um­welt-arbeits­schutz@­karls­ruhe.de.
Weshalb Sie Ihre Streu­obst­wiese nicht mehr bewirt­schaf­ten oder pfle­gen können, ist völlig egal. Wir freuen uns über alle ­Grund­stücke, die wir an Paten vermitteln können.


"Raus auf die Wiese!" - Obstbaum­schnitt­kur­se

Am Freitag, 13. März 2020 bietet das Lie­gen­schaft­samt der Stadt Karlsruhe von 13 bis 17 Uhr einen Obst­baum­schnitt­kurs in Grünwet­ters­bach an.
Der Kurs richtet sich vor allem an Bürge­rin­nen und Bürger, welche selbst eine Streu­obst­wiese bewirt­schaf­ten oder Inter­es­se daran haben. Sie werden bei dem Mitmach-Schnitt­kurs unter fach­li­cher Anleitung die Säge in die Hand nehmen und die Grund­züge der natur­ge­mä­ßen Obsthoch­stammpflege erlernen.
Neben wetter­fes­ter Kleidung und tritt­si­che­rem Schuhwerk ist, wenn vorhanden geeignetes Schnitt­werk­zeug (Rebschere, Bügel-/ Zugsäge, Teleskop­sä­ge/-schere) mitzu­brin­gen.
Der Treffpunkt ist die große Streu­obst­wiese hinter dem Gelän­de ­des SC Wetters­bach (entlang Autobahn BAB A8).

Anmelden können Sie sich bis 1 Woche vor Kurs­be­ginn bei der Obst- und Garten­bau­be­ra­tung des Lie­gen­schaft­sam­tes der Stadt Karlsruhe unter Tel. 0721/133 - 2380 oder E-Mail: la@karls­ruhe.de.

Beachten Sie auch die Broschü­re"Streu­obst­wie­sen Wetters­bach - Streu­obst­wie­sen­kon­zept 2020", die im Rathaus Grünwet­ters­bach aus­liegt.

Gemeinsam für den Erhalt unserer Streu­obst­wie­sen

Die Landschaft von Grünwet­ters­bach wird geprägt von Streu­obst­wie­sen - und das soll auch so bleiben. Denn neben der kul­tur­ge­schicht­li­chen Bedeutung und der Schönheit der Landschaft ­die­nen sowohl die Obstbäume als auch die darunter liegen­den Wie­sen zahlrei­chen Tier- und Pflan­zen­ar­ten als Lebensraum. Die Bäume selbst sind Lebens- und Brutstät­ten z.B. für Vögel, Käfer und kleine Säugetiere. Diese brauchen vor allem ältere Bäume, um Höhlen zu bauen und Gänge zu bohren. Deshalb ist der Erhal­t al­ter Obstbäume mit Löchern und Höhlen besonders wichtig.
Was vielen nicht bekannt ist: Es finden sich nicht nur klas­si­sche Streu­obst­wie­sen in Grünwet­ters­bach. Einige Wiesen ­sind Magere Flachland-Mähwiesen: Nach europäi­schem Recht ­ge­schützte Flora-Fauna-Habitat-Lebens­räume, die haupt­säch­lich in Süd­deutsch­land beheimatet sind. Diese Wiesen sind beson­der­s ­blü­ten- und artenreich, aber europaweit und in Baden-Württem­ber­g ­sehr stark gefährdet. Deshalb ist es so wichtig, sie in Grün­wet­ters­bach zu erhalten und ihren Erhal­tungs­zu­stand zu op­ti­mie­ren. Das ist nur möglich, wenn die Dichte der Obstbäu­me ­nicht zu groß und die Nutzung der Wiesen nicht zu intensiv wird.

Der aktuelle Zustand der Grünwet­ters­ba­cher Streu­obst­wie­sen kann ­ver­bes­sert werden. Um deren Vielfalt und Einzig­ar­tig­keit zu er­hal­ten, können die Bürger und die Verwaltung gemeinsam aktiv wer­den. Es fehlt an Obstbaum­schnitt und in vielen Berei­chen ­müs­sen neue Hochstam­mobst­bäume nachge­pflanzt werden, um eine gute Alter­ss­truk­tur zu erreichen. Ebenso ist die Wiesen­pflege zu op­ti­mie­ren. Nur gemeinsam können Bürger und Verwaltung den Grün­wet­ters­ba­cher Streu­obst­wie­sen helfen. Aus diesem Grund plant die Ortsver­wal­tung Wetters­bach mit den städti­schen Ämtern und der Arten­schutz­stif­tung des Zoos eine Streu­obst­wie­sen­kam­pa­gne, an der sich die Bürger und Bürge­rin­nen beteiligen können.

Geplant ist die Vermitt­lung von Streu­obst­wie­sen oder einzel­nen Obst­bäu­men an Inter­es­sen­ten, die gerne die Pflege und Beern­tung ­die­ser übernehmen möchten. Im Zuge dessen besteht auch die Mög­lich­keit, eigene Streu­obst­wie­sen zur Pflege bereit­zu­stel­len, für die dann ein Nutzer gesucht wird. Außerdem bieten wir fi­nan­zi­elle Unter­stüt­zung und vermitteln Auftrag­neh­mer für Baum­schnitt­ar­bei­ten.
Bei Interesse an der Pflanzung eines Obstbaum­hoch­stam­mes beraten wir gerne in Sachen Art und Sorte und ermög­li­chen eine ­Be­zu­schus­sung von 50 % inkl. Pflanz­pfahl.
Wie bereits erwähnt, spielt auch die Wiesen­pflege eine große Rolle. Hierfür bieten wir gerne einen Vertrag nach der Land­schafts­pfle­ge­richt­li­nie an, der die zweimalige Mahd mit Mäh­gutab­trans­port (1. Mahd bis Anfang Juni und 2. Mahd ab Anfang ­Sep­tem­ber) sichert.

Wenn Sie Streu­obst­wie­sen-Besitzer sind oder Interesse haben, eine Streu­obst­wiese zu pflegen, oder wenn Sie Ideen, Anlie­gen o­der Wünsche haben, dann melden Sie sich bitte bei der Orts­ver­wal­tung Wetters­bach, Tel. 0721-945500 oder wet­ters­bach@­karls­ruhe.de, oder beim Umwelt- und Arbeits­schutz, 0721-1333101 oder umwelt-arbeits­schutz@­karls­ruhe.de.


Streuobstwiesen

 

Beweidung am Rötling­weg

Der Rötlingweg ist einer der belieb­tes­ten Spazier­wege in Wet­ters­bach. Hier befindet sich auch der Streu­obst­wie­sen­lehr­pfad, der inter­essante Spazier­gän­ger*in­nen ­über die Streu­obst­wie­sen informiert, die die Wetters­ba­cher ­Land­schaft ausmachen.
Der Wiesen­strei­fen am Streu­obst­wie­sen­lehr­pfad ist leider relati­v ar­ten­arm und nicht reprä­sen­ta­tiv für die vielen schönen Wiesen im Gebiet. Um dies zu ändern, hat der Umwelt- und Arbeits­schutz ­der Stadt Karlsruhe nun mit der Aufwertung dieser Wiesen­flä­chen ­be­gon­nen.
Ab Anfang April werden einige Schafe die Land­schafts­pflege übernehmen. Zwei bis drei Mal werden sie dieses Jahr am Rötlingweg stehen und den Wiesen­strei­fen dort ­ab­wei­den.
Die Beweidung hat einige Vorteile. Zum einen sorgen die Schafe ­durch ihren Tritt dafür, dass die dichte Vegetation wieder etwas auf­ge­ris­sen wird, sodass weniger konkur­renz­starke Wiesen­pflan­zen eine Chance bekommen, neu auszu­kei­men. Dazu kommt, dass die Schafe bis an die Bäume heran­kom­men und, durch ihren Einsatz auf an­de­ren Wiesen­flä­chen im Gebiet, vielleicht auch den ein oder an­de­ren Samen mitbringen.
Auf diese Weise kann der Wiesen­strei­fen am Streu­obst­lehr­pfa­d wie­der etwas arten­rei­cher und schöner werden. Damit die Schafe in Ruhe grasen können, bittet der Umwelt- und Arbeits­schutz um Rück­sicht der Passanten. Bitte beachten Sie, dass auf den Wei­de­zäu­nen Strom ist und fassen Sie diese nicht an. Hunde ­soll­ten an der Leine geführt und die Weidetiere nicht gefüt­ter­t wer­den. Die Tiere bekommen alles, was sie benötigen und können ­durch falsches Futter schwer erkranken. Nehmen Sie deshalb bitte auch Ihren Abfall wieder mit und lassen Sie keinen Hunde­kot ­lie­gen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Umwelt- und Ar­beits­schutz, 0721-1333101 oder um­welt-arbeits­schutz@­karls­ruhe.de.