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Karlsruhe: Stadtteile

Bebauungsplanung Grünwettersbach

 

Weitere Infor­ma­tio­nen zum Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren un­ter:

https://www.karlsruhe.de/b3/­bau­en/­be­bau­ungs­pla­nung/­plae­ne/ess­lin­ger_stras­se

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Öffentliche Veranstaltung Rahmenplan Esslinger und Heidenheimer Straße



Infor­ma­ti­ons - und Dialog­ver­an­stal­tung
Planungs­kon­kur­renz Esslinger- und Heiden­hei­mer Straße, KA- Grünwet­ters­bach
am 9. Oktober 2019 im Musiksaal, Heinz-Barth-Schule, Esslin­ger ­Straße 2, Karlsruhe Grünwet­ters­bach
Mode­ra­tion und Protokoll: GRiPS, Ute Kinn


Tages­ord­nung
1. Begrüßung und Einführung, Bürger­meis­ter Daniel Fluhrer und Orts­vor­ste­her Rainer Frank
2. Fachlicher Input zum aktuellen Sachstand, zu Auf­ga­ben­stel­lung, Leitplan­ken und Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten, Oriana Kraemer, Stadt Karlsruhe
3. Arbeit an Dialog­sta­tio­nen
4. Statements und Hinweise aus dem Plenum (auf Wunsch einiger ­Teil­neh­men­den als TOP aufge­nom­men)
5. Blick auf das Ergebnis an den Dialog­sta­tio­nen
6. Fazit und weiteres Vorgehen, Ortsvor­ste­her Rainer Frank
7. Wahl von Delegier­ten


TOP 1 Begrüßung
Herr Ortsvor­ste­her Frank begrüßt die ca. 150 Bürge­rin­nen und Bürger zur Auftakt­ver­an­stal­tung der Bürger­be­tei­li­gung im Rahmen des Planungs­pro­zes­ses für einen Bebau­ungs­plan Esslinger- und Hei­den­hei­mer Straße in Grünwet­ters­bach. In der heuti­gen ­Ver­an­stal­tung sollen bereits zu Anfang die Bedenken, Chancen und Fragen aus Sicht der Bürge­rIn­nen erfasst werden.
Das Ergebnis der Veran­stal­tung wird in einen städte­bau­li­chen Wett­be­werb einfließen. Ziel ist es, das bestmög­li­che Konzept für die vielfäl­ti­gen Anfor­de­run­gen an das neue Baugebiet zu finden.
Es gibt eine große Nachfrage nach Wohnraum und es ist eine wich­tige kommu­nal­po­li­ti­sche Aufgabe, sich intensiv mit dem Thema zu befassen und alle Lösungs­mög­lich­kei­ten zur Bereit­stel­lung ­be­bau­ba­rer Flächen zu prüfen.
Sowohl junge Familien als auch Mitar­bei­ter/­In­ha­ber der an­säs­si­gen Gewer­be­be­triebe rufen nahezu wöchent­lich bei der Orts­ver­wal­tung an und fragen nach Wohnungen oder Bauplätzen. Aber es gibt weder in Grünwet­ters­bach noch in Palmbach ein städ­ti­sches Grundstück, das angeboten werden kann. Der Ort­schafts­rat hat über viele Jahre alle Lösungs­an­sätze geprüft. In Grünwet­ters­bach wurden ein Sanie­rungs­ge­biet und kleine Ar­ron­die­rungs­flä­chen ausge­wie­sen. Damit kann aber der steigen­de ­Be­darf nicht gedeckt werden. Bei allen Überle­gun­gen gelten für den Ortschafts­rat die Maximen, dass die Lösung zu den beiden ­Stadt­tei­len passen muss, und dass die Weiter­ent­wick­lung des Ortes behutsam und mit Augenmaß erfolgt.
Laut statis­ti­schem Jahrbuch liegt Palmbach mit einem ­Per­so­nen­an­teil von 3,2 % unter 3 Jahren an zweiter Stelle und Grün­wet­ters­bach mit einem Anteil von 25,2 % an 65-jährigen und Äl­te­ren an dritt­letz­ter Stelle in Karlsruhe. In Palmbach wurde das neue Wohngebiet Ob den Gärten geschaffen, dort sind viele junge Familien zugezogen. In Grünwet­ters­bach wurde in den letz­ten drei Jahrzehn­ten kein neues Wohngebiet entwickelt.
Bereits in 2001 wurde für die Esslinger Straße ein Auf­stel­lungs­be­schluss gefasst, mit Zustimmung des Ort­schafts­ra­tes. Priorität hatte dann aber das Wohngebiet in Palm­bach in Zusam­men­hang mit dem Gewer­be­ge­biet. Im Zuge der Fort­schrei­bung des FNP in 2017 wurde keine neue Fläche hin­zu­ge­nom­men, außer die Erwei­te­rung um die Fläche des S­port­ge­län­des des ASV in der Heiden­hei­mer Straße. Deshalb hat der Ortschafts­rat im März 2019 dem erwei­ter­ten Auf­stel­lungs­be­schluss zugestimmt.
Es ist der Anfang eines Planungs­pro­zes­ses und der Ortschafts­rat hat gefordert, dass auch im verein­fach­ten Verfahren alle nötigen ­Prü­fun­gen durch­zu­füh­ren sind und es einen städte­bau­li­chen Wett­be­werb geben soll. In diesem Wettbewerb werden mehrere Büros auf­ge­for­dert sein, Ideen für das Gebiet zu entwickeln. Die beste ­Lö­sung soll von einer Jury ausgewählt werden. Die Bürge­rIn­nen wer­den in den gesamten Planungs­pro­zess einge­bun­den.
Herr Bürger­meis­ter Fluhrer begrüßt die Teilneh­men­den und wünscht ­sich, dass heute und im Rahmen des Prozesses alle Pro- und Contra-Argumente offen ausge­tauscht werden. Statis­tisch wächst der Wohnraum­be­darf pro Einwohner, was auch daran liegt, dass viele Menschen im Alter in ihren Wohnun­gen/Häu­sern verbleiben, selbst wenn der Platz­be­darf geringer geworden ist. Die Menschen wer­den heute zudem älter und verbleiben länger in ihren Woh­nun­gen. Damit steigt der Wohnraum­be­darf.
Karlsruhe und Umgebung sind für viele Wohnungs­su­chende auch von au­ßer­halb attraktiv. Aber wie das statis­ti­sche Jahrbuch zeigt, sind die Neubau­woh­nun­gen des letzten Jahres zu 75 % von Karls­ru­he­rIn­nen bezogen worden.
Die Esslinger Straße und die Heiden­hei­mer Straße sind wunder­ba­re La­gen. Dennoch muss im Hinblick auf die Entwick­lung der Ortss­truk­tu­ren und vor dem Hinter­grund der demogra­fi­schen ­Ent­wick­lung Vorsorge geschaffen werden. Es wird in der Bür­ger­be­tei­li­gung wesentlich darum gehen, die Erfah­run­gen und Sicht­wei­sen der Bürge­rIn­nen in den städte­bau­li­chen Wettbe­wer­b ein­zu­brin­gen, um tatsäch­lich für Grünwet­ters­bach die beste ­Lö­sung gemeinsam zu finden. Dazu wird das Protokoll der heuti­gen ­Ver­an­stal­tung der Auslobung für den Wettbewerb beigefügt. Das Thema Verkehr wird dabei sicher auch eine große Rolle ­spie­len.
Herr Bürger­meis­ter Fluhrer übergibt zur Moderation an Frau Kinn, GRIPS Gesell­schaft für intel­li­gente Projekt­steue­rung. Sie stellt den Ablauf der Veran­stal­tung vor.


TOP 2 Fachlicher Input zum aktuellen Sachstand, zu Auf­ga­ben­stel­lung, Leitplan­ken und Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten, Oriana Kraemer, Stadt
Frau Kraemer stellt den aktuellen Sachstand anhand der bei­ge­füg­ten Präsen­ta­tion dar, Anlage 1. Die Präsen­ta­tion steht auch auf der Seite der Stadt Karlsruhe und dem Be­tei­li­gungs­por­tal www.betei­li­gung.karlsruhe.de nach der Ver­an­stal­tung zur Verfügung.
Sie begrüßt, dass so viele Inter­es­sierte gekommen sind, um sich in die Aufga­ben­stel­lung des Wettbe­werbs einzu­brin­gen. Es sind ­be­reits Fragen und Themen auf der Betei­li­gungs­platt­for­m ein­ge­bracht worden. Insgesamt gab es fünf Beiträge, zwei Text­bei­träge zur Verkehrs­be­las­tung und Fragen nach Gutachten, dem Verfahren und der statis­ti­schen Grundlage für die Wohn­raum­be­darfe.
Nach Daten der Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung des Statis­ti­schen ­Lan­des­amts Baden-Württem­berg werden im gesam­ten Nach­bar­schafts­ver­band Karlsruhe 91 ha neue Wohnbau­flä­chen ­be­nö­tigt. Die in Karlsruhe benötigten Flächen können nicht im eigenen Gemein­de­ge­biet bereit­ge­stellt werden, hierzu muss ­Karls­ruhe auf die Nachbar­ge­mein­den ausweichen.
Das Amt für Stadt­ent­wick­lung hat ermittelt, dass insbe­son­de­re Fa­mi­lien mit Kindern ins Umland ausweichen müssen, weil in Karls­ruhe bezahl­ba­rer Wohnraum fehlt. Die Anzahl der ab­wan­dern­den Familien mit Kindern hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt.
Die Suche nach neuen Flächen ist schwierig. Dies liegt ei­ner­seits an der Vielzahl von Landschafts- und Na­tur­schutz­ge­bie­ten, anderer­seits eignet sich nicht jede Fläche für die Entwick­lung eines Wohnquar­tiers, z. B. wenn sie nicht an vor­han­dene Siedlungs- und Infra­struk­tu­ren anknüpft. 18 der 27 Karls­ru­her Stadtteile, wie auch Wetters­bach, verfügen zumin­dest ­über kleinere Erwei­te­rungs­flä­chen. Die Entwick­lungs­schwer­punk­te in Karlsruhe liegen in Neureut und in der Nordstadt.
Die Wohnraum­be­darfe, die das Land Baden-Württem­berg vorgibt, werden im Flächen­nut­zungs­plan verteilt. Der Flächen­nut­zungs­plan ­be­stimmt Entwick­lungs­po­ten­ziale für alle Flächen im Nach­bar­schafts­ver­band und stellt Boden­nut­zun­gen nach vor­aus­seh­ba­ren Bedürf­nis­sen dar. Die Fläche an der Esslin­ger ­Straße und an der Heiden­hei­mer Straße sind in der derzei­ti­gen ­Fort­schrei­bung des Flächen­nut­zungs­plans jeweils als poten­zi­el­le Wohn­bau­flä­chen gekenn­zeich­net. Auf dem Teilgebiet an der Hei­den­hei­mer Str. befindet sich derzeit die Sport­flä­che des ASV Grün­wet­ters­bach, der aber bestrebt ist, sich mit dem SC Wet­ters­bach zusammen zu tun und die aktuelle Sport­flä­che an der Hei­den­hei­mer Straße freizu­ge­ben.
Vor diesem Hinter­grund hat die Verwaltung vom Planungs­aus­schuss, unter Zustimmung des Ortschafts­rats, im März 2019 den Auftrag ­be­kom­men, für die zwei Flächen von insgesamt ca. 5,3 ha einen ­Be­bau­ungs­plan zu erarbeiten, d. h. Baurecht zu schaffen, für ein Wohn­ge­biet mit einer Kinder­ta­ges­stätte und einer Pfle­ge­wohn­ge­mein­schaft.
Um das bestmög­li­che Konzept für ein neues Wohnquar­tier zu er­hal­ten, das die vielen Anfor­de­run­gen bestmög­lich erfüllt, wird ein städte­bau­li­cher Wettbewerb, eine sogenann­te ­Pla­nungs­kon­kur­renz ausgelobt.
Dieser Wettbewerb soll Ideen liefern, wie hier eine Wohn­be­bau­ung, die bezahl­ba­ren Wohnraum anbieten soll, orts­ver­träg­lich gestaltet werden kann und gleich­zei­tig den An­for­de­run­gen an Wohnqua­li­tät, an Arten­schutz, Verkehr, Schall­schutz, Regen­rück­hal­tung und Klima gerecht werden ­kann.
Das Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren soll nach § 13 b Bauge­setz­buch, dem so­ge­nann­ten "beschleu­nig­ten Verfahren im Außen­be­reich" ­durch­ge­führt werden. Der Gesetz­ge­ber will mit diesem formal (­nicht inhalt­lich!) verein­fach­ten Verfahren erleich­tern, den drin­gend nötigen Wohnraum zu schaffen; auf kleinen Flächen, die sich städte­bau­lich anbieten (wie z. B. die bislang nur einsei­tig ­be­bau­ten Straßen). "Beschleu­nigt" heißt aber nicht im "Eil­ver­fah­ren"! Auf einige formale Vorgaben kann zwar verzich­tet wer­den, aber trotzdem müssen alle planungs­re­le­van­ten Themen ­be­han­delt und erfor­der­li­che Gutachten durch­ge­führt werden. Das Ver­fah­ren wird also trotzdem rund 2,5 Jahre in Anspruch ­neh­men.
Das Bauge­setz­buch entbindet nach § 13 b beispiels­weise von der for­ma­len frühzei­ti­gen Betei­li­gung der Öffent­lich­keit
• Dennoch haben die Bürge­rIn­nen im Laufe dieses ­Be­bau­ungs­plan­ver­fah­rens mehrmals die Möglich­keit, sich ein­zu­brin­gen.
Laut Gesetz ist außerdem kein förmlicher Umwelt­be­richt mit for­ma­lem Gliede­rungs­schema erfor­der­lich.
• Dies befreit aber nicht, wie bereits gesagt von der Pflicht, sämtliche notwen­di­gen Gutachten zu erstellen. Das Ar­ten­schutz­gut­ach­ten ist in Arbeit: Es werden vollstän­dig ­Pflanz- und Brutpe­ri­oden untersucht. Der Endbericht wird im No­vem­ber 2019 erwartet. Sobald ein städte­bau­li­cher Entwurf aus dem Wettbewerb vorliegt, sollen außerdem Schall- und Ver­kehrs­gut­ach­ten erstellt werden, die auch die Wechsel­wir­kung ­zwi­schen Umgebung und Planungs­ge­biet berück­sich­ti­gen.
Auch wenn eine formale Eingriffs- Ausgleichs­bi­lan­zie­rung ent­fällt,
• muss eine Betrach­tung der Eingriffe in Natur und Landschaft er­fol­gen und bestmög­lich, zum Beispiel durch Pflan­zun­gen und durch das Anlegen von Habitat­struk­tu­ren betrof­fe­ner Arten ­aus­ge­gli­chen werden. Dies wird sowohl in der Auslobung des Wett­be­werbs als auch im weiteren Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren, gemäß den Ergeb­nis­sen des Gutachtens, verankert. Die Einbe­zie­hung von Ar­ten­schutz­zie­len in die Freiraum­pla­nung ist also ausdrück­lich ­ge­wünscht!
Frau Kraemer skizziert den geplanten Ablauf des Vorhabens, der auch auf dem Betei­li­gungs­por­tal (betei­li­gung.karlsruhe.de) zur Ver­fü­gung steht.


Im gesamten Verlauf des Projektes wird die Öffent­lich­keit sechs Mal beteiligt. Vier Mal im Rahmen des Wettbe­werbs:
• bei der Auftakt­ver­an­stal­tung an der Formu­lie­rung der Auf­ga­ben­stel­lung
• Ende März 2020 an der Jurysit­zung des Wettbe­werbs, an dem ge­wählte Delegierte aus der Bürger­schaft teilnehmen können
• an der Überar­bei­tung des Sieger­ent­wurfs im Rahmen einer öf­fent­li­chen Veran­stal­tung im Frühjahr
• im Sommer 2020 bei der öffent­li­chen Abschluss­ver­an­stal­tung


Im Rahmen des weiteren Bebau­ungs­plan­ver­fah­rens wird die Öf­fent­lich­keit zwei weitere Male beteiligt:
• bei der formalen frühzei­ti­gen Betei­li­gung der Öf­fent­lich­keit
• nach Ausle­gungs­be­schluss des Gemein­de­rats, während der ein­mo­na­ti­gen öffent­li­chen Auslegung können Stellung­nah­men vor­ge­bracht werden


Im Herbst 2021 könnte dann schließ­lich, nach Abwägung aller ein­ge­gan­ge­nen Stellung­nah­men, die Überar­bei­tung des Be­bau­ungs­pla­nes und die Vorbe­ra­tung des Ortschafts­ra­tes erfol­gen ­so­wie der Satzungs­be­schluss durch den Gemein­de­rat gefasst wer­den, der dann mit seiner anschlie­ßen­den Veröf­fent­li­chung rechts­kräf­tig würde.


Frau Kraemer erläutert die Rahmen­be­din­gun­gen für den städ­te­bau­li­chen Entwurf.
• Für beide Flächen zusammen sieht der Flächen­nut­zungs­plan ca. 170 Wohnein­hei­ten bzw. ca. 330 Einwohner vor, wovon ein Drittel in verdich­te­ter Bauweise, d. h. in Form von Reihen- oder ­Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern ausgeführt werden muss.
• Aus der Verfah­rens­art ergeben sich Anfor­de­run­gen bezüglich der Nut­zung und der überbau­ba­ren Fläche. Erstens: Das Gebiet muss al­lein dem Wohnen dienen und erlaubt lediglich ergän­zen­de ­Nut­zun­gen, die der Versorgung des Gebietes dienen, wie z. B. die hier vorge­se­hene Kinder­ta­ges­stätte
• Die von baulichen Anlagen überdeckte Fläche darf 1 ha nicht ­über­stei­gen.
• Durch die nahe gelegene A 8 und den dazwischen gelege­nen S­port­park mit Tennis­plät­zen ist das Gebiet lärmbe­las­tet. Die Lärm­schutz­wände entlang der Autobahn schützen das Plange­biet zwar - tagsüber werden die Immis­si­ons­grenz­werte für reine Wohn­ge­biete einge­hal­ten - aber wird im nördlichs­ten Bereich der Grenz­wert von 49 dB teilweise überschrit­ten, wie es bereits für einige Wohnhäuser am nördlichen Ende der Esslinger Straße ­be­reits der Fall ist. Darauf müssen die Planungs­teams im Entwur­f rea­gie­ren. Dies kann beispiels­weise durch eine relati­v ­ge­schlos­sene Bebauung im Nordosten und einer geziel­ten ­Grund­ris­s­ori­en­tie­rung der Wohn- und Schlafräume sowie Balko­ne und Gärten zur Esslinger Straße hin geschehen.
• Ein detail­lier­tes Verkehrs­gut­ach­ten mit Erhebungen wird im Rahmen des Bebau­ungs­plan­ver­fah­rens, auf Grundlage des Wett­be­w­erb­s­er­geb­nis­ses, dem städte­bau­li­chen Entwurf, durch­ge­führt und dabei auch die verschie­de­nen ­Ver­kehrs­kno­ten­punkte an der Wiesen­straße mitbe­trach­tet. Eine ­über­schlä­gige Verkehrs­er­mitt­lung des neuen Wohnge­biets, das anhand der gefor­der­ten 170 Wohnein­hei­ten berechnet wurde, hat in der Spitzen­stunde eine zusätz­li­che Belastung von 41 Kfz ergeben - das bedeutet zu Stoßzeiten zusätzlich lediglich 1 Fahrzeug alle 1,5 Minuten.
• Der geforderte PKW-Stell­platz­schlüs­sel für die Höhen­stadt­tei­le ­liegt bei 1,3 Stell­plät­zen/ Wohnein­heit und berück­sich­tigt die sta­tis­tisch ermit­tel­ten Bedarfe in dieser besonderen Lage und die Anbindung an den öffent­li­chen Nahverkehr. D. h. 1 priva­ter ­Stell­platz pro Wohnein­heit auf dem Grundstück oberir­disch oder in einer Tiefgarage und für je 3 Wohnein­hei­ten 1 zusätz­li­cher ­Stell­platz im öffent­li­chen Raum.
• Ein wesent­li­cher Bestand­teil des Städte­bau­li­chen Entwurfs ist die Landschafts­pla­nung. Zu diesem Zweck müssen Archi­tek­ten oder ­Stadt­pla­ner zwingend in Bewer­ber­ge­mein­schaft mit einem ­Land­schafts­ar­chi­tek­ten auftreten. Aufgabe der Landschafts­pla­nung ist es neben der attrak­ti­ven Gestaltung öffent­li­cher Freiräu­me auch Strukturen und Bedin­gun­gen für den Arten­schutz und den Ar­te­ner­halt zu schaffen: d. h. im Baugebiet und insbe­son­dere in dessen Übergang zur freien Landschaft sollen Obstwiesen, Gebüsche und Habitat­struk­tu­ren für Reptilien vorge­se­hen wer­den.
• Das Wettbe­werbs­ge­biet ist stark abschüssig und von Starkre­gen ­ge­fähr­det, da das Wasser aufgrund der Boden­be­schaf­fen­heit schlecht versickert. Das Problem ist also nicht primär die Neu­ver­sie­ge­lung, sondern die Umgebungs­ent­wäs­se­rung. Deshalb sind im Plangebiet Reten­ti­ons­flä­chen anzulegen und in den Entwurf zu in­te­grie­ren. Gestal­te­risch und funktional sollten sie sich in die Umgebung einfügen und möglichst multi­funk­tio­nal, also ­gleich­zei­tig Freizeit­qua­li­tä­ten und/oder ökolo­gi­sche ­Aus­gleichs­maß­nah­men integrie­ren.
• Vor dem Hinter­grund der städti­schen Klima- und Energie­zie­le und aufgrund steigender Energie­preise ist die Wohnbe­bau­ung auch unter energe­ti­schen Gesichts­punk­ten zu betrachten. Das Gebiet ­soll mit dem Ziel einer weitge­hen­den Klima­neu­tra­li­tät entwi­ckel­t wer­den und der städte­bau­li­che Entwurf hierauf ausge­rich­tet sein, z. B. durch schonenden Umgang mit Bauland und die Minimie­rung ­des Flächen­ver­brauchs für die Erschlie­ßung. Aber auch Quartiers- und Gebäu­de­struk­tu­ren spielen eine Rolle, bspw. soll eine ­op­ti­male Orien­tie­rung und Kompakt­heit der Gebäude eine ­größt­mög­li­che Energie­ver­brauchs­re­du­zie­rung und eine umfas­sen­de PV-Nutzung auf den Dächern ermög­li­chen.
Das Ergeb­nispro­to­koll dieses Abends wird Bestand­teil der Wett­be­werbs­aus­lo­bung und soll den Bearbei­tern des Wettbe­werbs ­zei­gen, wie die Anwohner, evtl. die inter­es­sier­ten, zukünf­ti­gen ­Be­woh­ner und die Wetters­ba­cher Bürge­rin­nen und Bürger sich ihren ­neuen Ortsrand vorstellen.


TOP 3 Arbeit an Dialog­sta­tio­nen
In freiem Wechsel haben die Teilneh­men­den im Anschluss an den Vor­trag Gelegen­heit, an vier Dialog­sta­tio­nen Bedenken, Chancen und Fragen zu hinter­le­gen, mit den Exper­ten­In­nen und un­ter­ein­an­der ins Gespräch zu kommen. Modera­to­ren­In­nen halten die Äußerungen auf Metaplan­kar­ten fest.
Leit­fra­gen für den Dialog können sein:
• Welche Wohnformen wünschen Sie sich, welche Wegebe­zie­hun­gen o­der Blick­be­zie­hun­gen sollten beachtet werden, welche Nutzun­gen und Qualitäten wünschen Sie sich für die öffent­li­chen und pri­va­ten Räume?
• Welche Chancen könnte ein solches Quartier für die Umgebung ­bie­ten?
• Welche Infra­struk­tur sollte für soziale Zwecke oder bspw. neue ­Mo­bi­li­täts­for­men zur Verfügung gestellt werden?
• Was soll der Charakter des Gebiets sein? Welche Berei­che ­eig­nen sich eher für eine verdich­tete Bauweise, damit ­be­zahl­ba­rer Wohnraum geschaffen werden kann, welche Berei­che e­her nicht?


Einige Teilneh­mende sind mit dem geplanten Ablauf der Ver­an­stal­tung nicht zufrieden. Sie wünschen sich die Ge­le­gen­heit, im Plenum, und nicht an den Dialog­sta­tio­nen, ihre Hal­tung zum Vorhaben und damit verknüpfte Fragen vortragen zu können. Der größere Teil nimmt dahingegen die Gelegen­heit wahr an den Dialog­sta­tio­nen zu arbeiten.
Die Tages­ord­nung wird so angepasst, dass die Arbeits­zeit an den Dia­log­sta­tio­nen auf 30 Minuten verkürzt wird. 15 bis 20 Minuten wer­den den Kritikern vor der Ergeb­nis­prä­sen­ta­tion zur Verfü­gung ­ge­stellt, um ihrem Anliegen im Plenum Ausdruck zu verleihen.


TOP 4 Statements und Hinweise aus dem Plenum
Statement: Danke für die Anpassung der Ta­ges­ord­nung!
Die Annahmen, die der Planung zu Grunde liegen, sind falsch. Bereits jetzt kaufen junge Familien Eigentum in Grünwet­ters­bach und sanieren mit hohem Aufwand die Bestand­sim­mo­bi­lien. Eine ­Ver­jün­gung der Bevöl­ke­rung findet also bereits statt. Bezahl­ba­ren Wohnraum schafft man nicht, indem man Grün­wet­ters­bach zubaut. Es wurde im Vortag nicht deutlich, warum der § 13 b angewendet wird. Ich werde als Bürger von Grün­wet­ters­bach mit allen zur Verfügung stehenden juris­ti­schen ­Mit­teln gegen das Bauvor­ha­ben vorgehen.


Frage: Welche Gutachten sind bereits erstell­t wor­den bzw. aus früheren Zeiten vorhanden?
Antwort: Das Arten­schutz­gut­ach­ten ist be­auf­tragt. Es werden vollstän­dig Pflanz- und Brutpe­ri­oden un­ter­sucht sowie die Boden­struk­tu­ren. Darauf aufbauend wird es ein Entwäs­se­rungs­gut­ach­ten geben. Sobald der städte­bau­li­che ­Ent­wurf aus dem Wettbewerb vorliegt, macht es Sinn ein Schall- und Verkehrs­gut­ach­ten zu erstellen, das die Wechsel­wir­kung ­zwi­schen Umgebung und Planungs­ge­biet berück­sich­tigt.


Frage: Warum werden diese Gutachten nicht vor der Auslobung gemacht? Wenn sich zeigt, dass diese Gutach­ten eine weitere Bebauung nicht zulassen, dann muss man kein Geld für einen Wettbewerb ausgeben.
Antwort: Es gibt Unterlagen und Gutachten, die be­reits aus der Vergan­gen­heit vorliegen, so z. B. für den Flä­chen­nut­zungs­plan. Diese stellen eine gute Grundlage dar und zeigen eine Richtung auf, dass eine weitere Bebauung möglich ist. Weitere Gutachten sind teils noch in Bearbei­tung und werden, sobald sie fertig gestellt sind, veröf­fent­licht und in das Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren einfließen.
Antwort: Der § 13 b ermöglicht es den Kommunen, ein ansonsten sehr komplexes Verfahren zu erleich­tern, ohne dass die nötigen Gutachten wegfallen werden. All diese Gutach­ten wer­den auch veröf­fent­licht, sobald sie fertig gestellt sind. Es steht einer Initiative oder Einzel­per­so­nen natürlich frei, juris­ti­sche Schritte einzu­lei­ten oder Opposition gegen das Vor­ha­ben zu ergreifen. In diesem Fall möchte die Stadt nicht zum Gegner werden, sondern einen fairen Dialog.

Statement: An der Ziegel­hütte wäre ein Park­ver­bot nötig. Schon jetzt kommt man durch das hohe ­Ver­kehrs­auf­kom­men z. B. in die Esslinger Straße nicht mehr rein. Der Schlüssel von 1,3 PKW ist nicht realis­tisch. Die Belas­tung ­durch den Umbau der Autobahn ist groß.


Frage: Die Sport­gast­stätte wurde ausge­la­gert an den Rand. Jetzt wird ein neues Baugebiet geplant mit Wohn­be­bau­ung, Kita und einer Konzen­tra­tion der S­por­tein­rich­tun­gen. Dort finden auch Turniere statt mit einem ­ho­hen Parkplatz­be­darf. Wie soll der Parkdruck aufge­fan­gen wer­den? Bereits heute gibt es einen Mangel an Parkplät­zen.
Antwort: Es werden auch öffent­li­che Parkplät­ze ­ge­baut.


Frage: Im FNP ist die Thüringer Straße als mög­li­ches Wohngebiet markiert. Ist das ein Thema? Der TSV Palm­bach ist auch als Wohngebiet hinterlegt.
Antwort: Diese Hinweise sind bekannt, ebenso wie der Parkplatz­be­darf für den Festplatz und die Vereine und werden im Verkehrs­gut­ach­ten berück­sich­tigt.
Statement: Ausge­wie­sene 170 Wohnein­hei­ten mit 330 Einwohnern - das passt nicht zusammen. Die Erfahrung zeigt, dass weniger als 2 Personen pro Einheit bei der Orien­tie­rung auf Fa­mi­lien nicht stimmen kann. Es ist eher von 4 Personen pro Ein­heit auszugehen. Moderne junge Familien bedeutetet in der Regel, dass beide Eltern ein Auto haben. Bei 1,3 Stell­plät­zen wird es einen Parkplatz­such­ver­kehr geben. Die Stadt soll bitte rea­lis­ti­sche Zahlen nennen, damit man realis­tisch antwor­ten ­kann.
Antwort: Die Zahlen sind so im Flä­chen­nut­zungs­plan verankert, an diesen Zahlen muss sich die Stadt orien­tie­ren. Wichtig ist in der Auslobung, dass das Quar­tier ortsver­träg­lich gestaltet wird. Inwieweit das mit den ver­ge­be­nen Werten möglich ist, muss darge­stellt und begrün­det wer­den - hierin liegt in der Planung auch ein gewis­ser ­Spiel­raum. Wieviel Wohnein­hei­ten und Einwohner letzt­lich orts­ver­träg­lich sind, muss sich im Wettbewerb zeigen.


Frage: Wie groß sollen denn die Wohnein­hei­ten ­sein? Selbst bei nur 100 Wohnein­hei­ten mit je 4 Personen ist mit einer Verkehrs­zu­nahme zu rechnen.
Antwort: Es wird eine Mischung zwischen ­Se­nio­ren­woh­nen (auch betreutes) und jungen Familien geben. Dadurch ergibt sich auch eine Belegung der Wohnungen mal mit 1 Person, mal mit mehr Personen. Im betreuten Wohnen ist nicht mehr von einem eigenen PKW auszugehen.


Frage: Wie viele Einwohner hat Grünwet­ters­bach ak­tu­ell? Wir reden darüber, dass Grünwet­ters­bach auf dieser klei­nen Fläche 10 % Zuwachs haben wird. Als Bürger fühle ich mich im beschleu­nig­ten Verfahren nicht ernst genommen. In dieser ­Ver­an­stal­tung soll es nicht mehr um das "Ob" gehen, sondern nur um das "Wie", das ist nicht demokra­tisch. Wer soll in der Nähe der Autobahn wohnen wollen?
Antwort: Auch wenn ihre Beweg­grün­de nach­voll­zieh­bar sind, muss die Frage der Siedlungs­ent­wick­lung ei­ner Stadt beleuchtet werden. Die jetzigen Flächen sind in einem langwie­ri­gen iterativen Prozess einge­stellt worden. Es gibt einen kommu­nal­po­li­ti­schen Beschluss des Gemein­de­ra­tes, der auch vom Ortschafts­rat mitge­tra­gen wird, hier in ein Be­bau­ungs­plan­ver­fah­ren zu gehen. Diesem Beschluss ist die Ver­wal­tung verpflich­tet. Die Bürger­be­tei­li­gung kann sich in diesem Verfahren also jetzt nur um das "Wie" drehen. Die über­ge­ord­ne­ten Interessen der Stadt­pla­nung sind nicht immer mit den Interessen der unmit­tel­bar Betrof­fe­nen zusam­men­zu­brin­gen. Es gibt aber auch hier demokra­ti­sche Möglich­kei­ten des Protes­tes und die Betrof­fen­heit sollte nicht dazu führen, der Stadt­ un­de­mo­kra­ti­sches Verhalten vorzu­wer­fen.


Statement: Es gibt aktuell Probleme mit der Ka­na­li­sa­tion, die bereits zu großen Schäden geführt hat. Die Ver­si­che­rung droht, künftig nicht mehr zu zahlen bei Scha­dens­fäl­len. Wenn dort gebaut wird, sollte die Kanali­sa­tion an­ge­packt werden.
Antwort: Hierin liegt auch eine Chance. Im Zuge des Verfahrens muss die Kanali­sa­tion verbessert werden. Das be­zieht sich auch auf die vorhandene Verkehrs­pro­ble­ma­tik.


Frage: Das Vorhaben wird eine Erhöhung des Lärm­schutz­walls, die Ertüch­ti­gung der Kanali­sa­tion, verkehr­li­che ­Maß­nah­men usw. nach sich ziehen. Ab wann ist dieses Projek­t ­fi­nan­zi­ell nicht mehr inter­essant?
Anregung: Bei der Verkehrs­be­trach­tung sollte auf die Erfah­rungs­werte der Menschen zurück­ge­grif­fen werden, nicht nur auf statis­ti­sche Zahlen. In der Planung sind die künf­tige Verän­de­rung der Sport­stät­ten zu beachten und überhaup­t ein Blick in die Zukunft zu richten - vor allem auch im Hinblick auf die verkehr­li­che Entwick­lung. Die Anzahl und Anordnung der Ge­bäude werden eine wichtige Rolle im Wettbewerb spielen. Der Ort wird eine Verän­de­rung erfahren. Wir sehen auch Chancen für un­se­ren Ort. So zum Beispiel für das alters­ge­rechte, künfti­ge Woh­nen der Senioren. In der Sitzung des Ortschafts­ra­tes vom März 2019 wurde zugesi­chert, dass der Ortschafts­rat Mitspra­che­recht hat, ob die künftige Bebauung in das Dorfbild passt. Diese Chance der Mitsprache sollte von allen Wetters­ba­chern genutz­t wer­den, nicht nur vom Ortschafts­rat. Deshalb ist die Betei­li­gung ­der Bürge­rIn­nen richtig und wichtig.


Hinweis: Die Baumaß­nah­men werden über einen lan­gen Zeitraum zu weiteren Belas­tun­gen in der Verkehrs­si­tua­tion ­füh­ren.
Antwort: In den Verkehrs­si­mu­la­tio­nen sind ak­tu­elle Zahlen und Daten hinterlegt. Die objek­ti­ven ­Ver­kehrs­zäh­lun­gen fließen in die Simula­tio­nen ein. Subjek­ti­ve ­Wahr­neh­mun­gen sind in einer solchen Studie nicht hilfreich. Ehrli­cher­weise muss man auch sagen, dass es gerade bei größe­ren ­Spie­len durchaus zu Engpässen beim Parken kommen kann. Für solche einzelnen Ereignisse lässt sich der Parkraum kaum aus­le­gen. Wenn es Konsens ist, würde der Wunsch nach einer dörf­li­chen Struktur im Sinne guter Nachbar­schaf­ten und der Baustruk­tur in den Wettbewerb mitge­nom­men.


Frage: Warum wird der zweite Teil des Bau­ge­bie­tes Palmbach nicht fertig gestellt?
Antwort: Der Aufstel­lungs­be­schluss für die Ess­lin­ger Straße wurde 2001 gefasst, aber nicht weiter­ver­folgt, da in Palmbach zunächst das Gewer­be­ge­biet entwickelt wurde, mit pas­sen­dem Wohngebiet in einem ersten Abschnitt. In den letzten 30 Jahren wurde in Grünwet­ter­bach kein neues Baugebiet mehr ­aus­ge­wie­sen. Deshalb soll der zweite Abschnitt in Palmbach ­zu­rück­ge­stellt werden.


TOP 5 Ergebnis der Dialog­sta­tio­nen

Station 1 Mobilität
Fr. Kiesel (StplA, Verkehr) und Herr Dürr (Mode­ra­tion)

BEDENKEN
• Sicherer Schulweg!
• Zur Ziegel­hütte und Herrenweg sind bereits verkehr­lich ­über­las­tet
• Baustel­len­ver­kehr - konflikt­träch­tig auch wegen Schulbus
• Konkur­rie­rende Straßen­nut­zung - ÖPNV und Privat­ver­kehr
• Konflikt beim Ausbau der Infra­struk­tur
• Geschwin­dig­keits­kon­trol­len in der Esslin­ger­stra­ße er­for­der­lich
• 1,3 Stell­plätze pro Whg. reichen in GWB nicht aus!
• In GWB haben fast alle Familien 2-3 Autos!!!
• Bustaktung von ca. 20 Minuten reichen nicht für die geplan­te An­zahl der neuen Einwohner
• Sportplatz benötigt Parkplätze - 1. Bundes­li­ga Tisch­ten­nis
• Vereine benötigen Parkplätze
• Parkplatz für den Festplatz!
• Verschärfte Parkplatz­si­tua­tion durch die Vereins­fu­sion im Bereich des SCW
• Bei einer Bewohner­zahl von 800 Personen (> Familien) werden wir bei 170 WE mindestens von 340 Autos ausgehen müssen! Die Zahl der Stell­plätze (1,3) ist zu gering.
CHANCEN
• Ergänzende Erschlie­ßung nach Hohen­wet­ters­bach
• Verkehrs­sys­tem für gesamtes Gebiet! Ringsystem
• Förderung der Radwege und Infra­struk­tur
• Anbindung an Verbrau­cher­markt mit Fußweg - alle ­Ver­kehrs­ar­ten
• Zusätz­li­che Halte­stel­len ÖPNV!
• Verbes­se­rung des ÖPNV!!
• Carsharing-Stationen
• Quartier­spar­ken statt Einzel­park­plätze
• Internet und Glasfaser!
• Elektro­la­de­sta­tio­nen
• Öffent­li­cher Raum, behin­der­ten­ge­recht
FRAGEN
• Wie stellen Sie sicher, dass sich künftig die Warte­zei­ten, um auf die Haupt­straße abzubiegen, nicht erhöhen, sondern auf ein Nor­mal­maß reduzie­ren?

Station 2 Natur und Umwelt
Fr. Stenzel-Koob (StplA), Fr. Schick-Grame­spa­cher (Mode­ra­tion)

BEDENKEN
• Lärment­wick­lung
• Schad­stoff­be­las­tung / BAB beachten
• Zufahrt­stra­ßen sind zu eng
• Weitere Versie­ge­lung > zusätz­li­che Belastung (Straßen und Ka­na­li­sa­tion)
• Heute schon unter­di­men­sio­nierte Kanali­sa­tion
Chancen
• Weitere Zersied­lung verhindern durch Nutzung vorhan­de­ner In­fra­struk­tur
• Gutachten von 1972 oder früher zu Belastung durch BAB auf Gebiet Esslinger Straße hinzu­zie­hen
• Zusätz­li­che Zufahrt entlang Autobahn / Golfplatz
• Spielplatz mit Matsch­be­reich
• Bauen im Einklang mit der Natur: Dachbe­grü­nung, Sola­r­ener­gie
• Aufdi­men­sio­nie­rung der Kanali­sa­tion
• Versi­cke­rungs­brun­nen
• Naturnahe Versi­cke­rungs­flä­chen
• Rückhal­te­be­cken zum Biotop ausbauen
Fragen
• Wie wird im angren­zen­den Ortsteil sicher­ge­stellt, dass die Ka­na­li­sa­tion alles Wasser trägt und nicht mehrfach im Jahr die Häuser überschwemmt sind?
• Rückhal­te­be­cken?
• Kann der Lärmschutz an der Autobahn erhöht werden?
• Ersatz­ha­bi­tate mit vorhan­de­nen Anlagen der BAB abstim­men?


Station 3 Bauen und Wohnen
Fr. Kraemer (StplA), Fr. Houy (Mode­ra­tion)

BEDENKEN
• Erholungs­ge­biet wird reduziert
• Verlust der Spazier­wege
• Kanali­sa­tion ist nicht ausrei­chend - Stich­wor­t ­Star­kre­gen?
• Abwas­ser­ka­nal zu schwach, Sorge dass das Abwasser nicht ­ab­ge­lei­tet werden kann
• Parkplät­ze? Straßen­füh­rung?
• Keine hohe Bauweise!
• Lärmbe­läs­ti­gung?
• Busan­bin­dung?
• Mehr bebaute Fläche, dafür weniger hoch 1,5 bis 2-geschossig
• Bei höherer Bebauung > 3 Geschosse. Windge­räusche werden dann lauter
• Verschat­tung durch Höhe der Gebäude
• Die neu gebauten Wohnungen am Rand sollen als Lärmschutz­wan­d an der Autobahn missbraucht werden?!
• Ortsbild soll erhalten werden (keine Block­be­bau­ung)
CHANCEN
• Energe­ti­sches Bauen über den Standard hinaus - Vorbild­funk­tion
• Material und Archi­tek­tur dem Gebiet anpassen
• Durch­mi­schung von Alt und Jung
• Zuzug junger Familien!
• Weiter­ent­wick­lung der Ortss­truk­tu­ren! Inter­essant für junge Fa­mi­lien. Infra­struk­tur wird erweitert.
• Zusätz­li­che Kita
• Mehrge­ne­ra­tio­nen­woh­nen!!!
• Mehrge­ne­ra­tio­nen­woh­nen mit Gemein­schafts­räu­men und -garten
• WG-Wohnungen - bezahlbar auch für Gering­ver­die­ner
• Wohnraum für behin­der­te/schwer­be­hin­derte Menschen
• Mehrfa­mi­li­en­häu­ser - 4 Geschosse sind zumutbar > mehr Wohn­raum
FRAGEN
• Kann die Grund­schule erweitert werden?
• Wie hoch soll der Anteil an sozialem Wohnungs­bau sein?
• Warum wurde die Thüringer Straße aus der Bebau­ung her­aus­ge­nom­men?
• Bei 170 WEH bedeuten 300 Bewohner weniger als 2 Bewohner pro WEH. Die Zahlen stimmen doch nicht?
• Bei 170 WEH werden die Bewohner in der Größen­ord­nung von 700-800 liegen (>Familien)
• Sportplatz Palmbach auch Wohngebiet > SCW-Mitnut­zung?
• Wie werde ich als Anwohner der Eßlin­ger­str. 87 durch die neue bzw. Überar­bei­tung der Infra­struk­tur finanziell belastet?


Station 4 Klima und Energie
Fr. Yekini (KEK), Hr. Gewiese

BEDENKEN
• Windrich­tung und Sonnen­ein­strah­lung beachten
• Kaltluft­zu­fuhr wird durch die geplante Bebau­ung ­ver­hin­dert
• Belastung durch Schad­stoffe ist jetzt schon hoch, Steige­rung ­durch Neubauten
• Emissionen durch zentrale Energie­ver­sor­gung
• Soll die Heizzen­trale neben die Grund­schu­le? Lärm und E­mis­sio­nen direkt bei den Kindern?
• Keine Offen­le­gung der Machbar­keits­stu­die zur Energie­ver­sor­gung - keine Berück­sich­ti­gung in der früheren Planung
• Flächen­be­darf für Solar­ther­mie-Versorgung
CHANCEN
• Energie­selbst­ver­sor­gung im Quartier
• Nutzung von Solar- und Geothermie zur Beheizung
FRAGEN
• Ist regene­ra­tive Energie­ver­sor­gung teurer als die kon­ven­tio­nelle (bezahl­bar!)?
• Zentrales Heizsystem ist bei der Menge an Einwohnern unbeding­t ­nö­tig. Wer trägt die Kosten?
• Wird eine Gasleitung geplant / verlegt? Ist Gas am um­welt­freund­lichs­ten?
• Wie wird die Entwäs­se­rung des Nieder­schlags berück­sich­tig­t? (z. B. Sammel­be­cken)


Hinweis eines Teilneh­mers an Station "­Sons­ti­ges"

Bedenken
• Warum ein beschleu­nig­tes Verfahren nach § 13 b. Was fehlt im Ver­gleich zur herkömm­li­chen Baupla­nung?
• Grund­ge­danke war, wegen der Flücht­linge eine schnel­le ­Zu­wan­de­rung zu ermög­li­chen
• Eigentlich befristet bis 2019 für Aufstel­lungs­be­schluss und 2021 für Satzungs­be­schluss
• Wir halten das beschlos­sene Verfahren für das falsche
FRAGEN
• Bitte um Benennung aller derzei­ti­gen und künfti­gen ­Bau­vor­ha­ben
• Warum haben alle Fraktionen im Ortschafts­rat zugestimmt? FNP 2010 / 2030 - Rote Karte für den Ortschafts­rat
• Warum wurde kein Umwelt­schutz­gut­ach­ten, Arten­schutz­gut­ach­ten, Lärm­schutz­gut­ach­ten und Verkehrs­gut­ach­ten im Vorfeld erstellt?

• Beschrei­ben Sie bitte das zitierte Biotop (§ 32 NatG) nördlich


TOP 5 Verab­schie­dung und weite­res Vor­ge­hen
Frau Kraemer erläutert das weitere Vorgehen. Die Bewer­bungs­frist ­für den Wettbewerb ist abgelaufen. Fünf Planungs­teams werden nun aus den einge­gan­ge­nen Bewer­bun­gen ausgewählt. Diese erhal­ten eine Auslobung, der auch das Protokoll der heuti­gen ­Ver­an­stal­tung beigefügt wird. Im März 2020 wird es eine Jury-Sitzung geben, die besetzt ist durch Fachpreis­rich­ter, Vertreter der Fraktionen des Ortschafts­ra­tes und zwei gewähl­te ­De­le­gierte aus der Bürger­schaft. Das Ergebnis des Wettbe­werbs wird wieder öffentlich vorge­stellt und diskutiert, um Anregun­gen ­für die Überar­bei­tung des Sieger­ent­wurfs zu erfassen.
Herr Bürger­meis­ter Fuhrer bedankt sich für die sehr faire ­Dis­kus­sion an diesem Abend, die der Auftakt eines gemein­sa­men ­We­ges ist. Er nimmt die vorge­tra­ge­nen Sorgen und Bedenken sehr ernst und sichert zu, dass diese in dem Verfah­ren ­Be­rück­sich­ti­gung finden.


TOP 6 Wahl von Delegier­ten
Am Ende der Veran­stal­tung werden die Teilneh­men­den gebeten, sich als Delegierte zur Teilnahme an der Jury zu melden. Zwei ­Ver­tre­te­rIn­nen der Bürge­rIn­nen sind im Preis­ge­richt vorgesehen. Da sich vier Personen bereit erklären, als Delegierte zu fun­gie­ren, wird über die Vergabe von zwei Punkten, die die Teil­neh­men­den erhalten, eine offene Wahl durch­ge­führt.
Das Ergebnis zeigt eine hohe Stimmen­zahl für alle Delegier­ten, die sich zur Mitwirkung bereit erklärt haben, so dass ­Bür­ger­meis­ter Daniel Fluhrer eine Teilnahme aller vier an der Jury zusagt:
Michaela Reichmann
Karsten Fehse-Gries
Christina Schmitter
Bernd Budis

 


Öffent­li­che Auftakt­ver­an­stal­tung
Städ­te­bau­li­cher Wettbewerb Esslinger und Heiden­hei­mer Straße

Am nordöst­li­chen Ortsrand von Grünwet­ters­bach soll auf circa 5,3 Hektar ein neues Wohngebiet entstehen. Um das best­mög­li­che­Kon­zept für die vielfäl­ti­gen Anfor­de­run­gen zu er­hal­ten, führt die Stadt Karlsruhe einen städte­bau­li­chen Wett­be­werb durch. Im Rahmen eines beglei­ten­den, moderier­ten ­Be­tei­li­gungs­pro­zes­ses sind auch Sie gefragt, Ihr Wissen, Ihre Ideen, Wünsche und Bedenken konstruk­tiv einzu­brin­gen.

Bei der Auftakt­ver­an­stal­tung am 9. Oktober möchte das Stadt­pla­nungs­amt über den aktuellen Sachstand infor­mie­ren und ge­mein­sam mit Ihnen Themen für die Aufga­ben­stel­lung des Wett­be­werbs sammeln und formu­lie­ren.

Öffent­li­che Auftakt­ver­an­stal­tung

Mittwoch, 9. Oktober 2019, von 19.00 bis 21:30 Uhr
Musiksaal Heinz-Barth-Schule
Esslinger Straße 2, Karlsruhe-Grünwet­ters­bach