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Karlsruhe: Stadtteile

Chronik Hohenwettersbach

Ansicht der Stadt von Norden 1739, kolorierter Kupferstich des Hofgärtners Christian Thran

Ansicht der Stadt von Norden 1739, kolorierter Kupferstich des Hofgärtners Christian Thran



Historische Stadtpläne

 
1262, 9. Feb.
Erste urkund­li­che Erwähnung von "Durren­we­ter­spach".
1281, 25. Mai
"Durren­wei­ters­bach" fällt mit anderen Besit­zun­gen des Grafen von Eberstein als Pfand an Markgraf Hermann von Baden.
1295-1491
Urkund­li­che Erwäh­nun­gen belegen Landbesitz der Klöster Herrenalb und Lichtental, der Grafen von Württem­berg und des Spitals Ettlingen in dem Ort.
1535
Mit der Teilung Badens fällt die Grund­herr­schaft des Ortes, wo 1568 32 Hofstätten existieren, an Baden-Durlach.
1615
Der Ort brennt bis auf fünf Häuser ab.
1648
Am Ende des Dreißig­jäh­ri­gen Krieges leben nur noch wenige Einwohner in Dürren­wet­ters­bach.
1706
Der spätere Markgraf und Karlsruher Stadt­grün­der Karl Wilhelm erwirbt nach einem Rechtss­treit von der Witwe des markgräf­li­chen Oberstall­meis­ters Terzy von Cronental die Güter der Gemarkung Dürren­wet­ters­bach. Er nennt sie nun Hohen­wet­ters­bach.
1710
Anlage des Dorfbrun­nens, aus dem bis 1892 die Wasser­ver­sor­gung erfolgt.
1725
Karoline von Wangen, uneheliche Tochter des Markgra­fen Karl Wilhelm und seit 1711 Besitzerin des Gutes Hohen­wet­ters­bach, vermählt sich mit dem markgräf­li­chen Obermar­schall und Obervogt Wilhelm Friedrich Schilling von Canstatt. Das Paar erhält vom Markgrafen nun auch den 1566 erstmals erwähnten Batzenhof. 1740: Bau des ersten Schul­hau­ses.
1742
Bau der Kirche an der Dorfstraße im barocken Stil.
1760
Neubau eines zweistö­cki­gen Herren­hau­ses. Die landwirt­schaft­li­chen und die Bauar­bei­ter dürfen sich auf herrschaft­li­chem Grund als Kolonisten Häuser bauen. Der Baugrund und das von ihnen bewirt­schaf­te­te Land wird jedoch nicht ihr Eigentum.
1799
Nach Aufhebung der Leibei­gen­schaft in Baden im Jahre 1783 schließt die Grund­herr­schaft mit den Ortsan­säs­si­gen Aufnah­me­ver­träge ab. Darin werden Fronpflich­ten und Abgaben festge­setzt. Wer nicht unter­zeich­net, muß das Dorf verlassen.
1806
Die Hohen­wet­ters­ba­cher, die sich u. a. durch Heimarbeit, Arbeit in Stein­brü­chen und Wander­ge­wer­be ihren Unterhalt verdienen, erzielen mit der Herstel­lung von Zündhöl­zern einen Gewinn von 400 Gulden.
1813
Die Grund­herr­schaft verliert die niedere Gerichts­bar­keit. Jakob F. Pfann­dör­fer wird zum ersten Stabhalter gewählt und vom Oberamt mit der Wahrneh­mung polizei­li­cher Befugnisse beauftragt.
1831
Hohen­wet­ters­bach zählt 625 Einwohner.
1839
Zerstörung der Kirche durch einen Brand. Neubau an gleicher Stelle 1841.
1848
Die Revolution stärkt den Freiheits­wil­len der Hohen­wet­ters­ba­cher. Sie fordern in einer Klage­schrift an den Landtag die Erhebung zur selbstän­di­gen Gemeinde.
1864, 1. Okt.
Das Gesetz zur Bildung der selbstän­di­gen Gemeinde vom 22. Juni 1863 tritt in Kraft. Damit finden jahrzehn­te­lange Ausein­an­der­set­zun­gen, in deren Verlauf auch die Auswan­de­rung der Kolonisten nach Amerika geplant und ein Heirats­ver­bot verhängt wurden, ihr Ende. Der neue Ort hat 438 Einwohner und eine Gemarkung von etwa 300 Morgen Land.
1873
Gründung des Gesang­ver­eins"­Lie­der­kranz-Lieder­ta­fel Hohen­wet­ters­bach".
1875/76
Bau der Tiefen­tal­straße.
1892
Die Wasser­ver­sor­gung erfolgt über den Hochbe­häl­ter des Zweck­ver­ban­des Alb-Pfinz-Hügelland bei Busenbach.
1910
Die Einwohner­zahl ist auf 715 angestie­gen.
1921/22
Einführung der Elektri­zi­tät.
1925
Gründung der Freiwil­li­gen Feuerwehr.
1931
Die seit 1864 getrennten Gemar­kun­gen des Hofgutes und des Ortes werden vereinigt.
1933
Auflösung des 1892 gegrün­de­ten Sport­ver­eins aus politi­schen Gründen.
1935
Errichtung der Kapelle für die katho­li­sche Pfarrei.
1945, 7. Apr.
Bei der Besetzung des Dorfes durch die Franzosen kommen vier Einwohner ums Leben.
Die Neugrün­dung des Sport­ver­eins erfolgt noch in diesem Jahr.
1947
Die Zahl der Einwohner wächst von 744 im Jahr 1939 durch den Zustrom von Flücht­lin­gen auf 942.
1951
Fertig­stel­lung des unter­ir­di­schen Kanals für den Tiefen­tal­bach im Ortsetter.
1960, 2. Sept.
Einweihung des neuen Schul­hau­ses.
1960
Gründung des Musik­ver­eins. Der Ort zählt 1.014 Einwohner.
1962, 15. Juni
Einführung der geordneten Müllabfuhr.
1971, 19. Dez.
Unter­zeich­nung des Einge­mein­dungs­ver­trags in Hohen­wet­ters­bach durch Bürger­meis­ter Erwin Gräber und Oberbür­ger­meis­ter Otto Dullenkopf. Der Vertrag tritt am 1.1.1972 in Kraft. Der Ort zählt 1.410 Einwohner.
1972, 14. Mai
Einsegnung der neu erbauten katho­li­schen Kirche St. Konrad.
1981, 6. März
Die neue Sport- und Mehrzweck­hal­le "Lust­gar­ten­hal­le" wird ihrer Bestimmung übergeben.
2002, August
Umbau und Erwei­te­rung der Grund­schule "Schule im Lustgar­ten".
2007, 30. Juni
Zwischen 1976 und 1999 wurden die Baugebiete "Rehbu­ckel I", "Taglöh­ner­gär­ten/Ro­ten­büschle", "50 Morgen" und "Rehbuckel II" ausge­wie­sen. Daraufhin stieg die Zahl der Einwoh­ne­rin­nen und Einwohner auf 2.773.

2012, Juli
Festwo­chen­ende zu den Feier­lich­kei­ten des 750-jährigen
Bestehens von Hohen­wet­ters­bach

Quellen:

Manfred Koch, Karlsruher Chronik. Stadt­ge­schichte in Daten, Bildern, Analysen, Veröf­fent­li­chun­gen des Karlsruher Stadt­ar­chivs Band 14, Karlsruhe 1992.

Die Chroniken der Karlsruher Stadt­tei­le sind diesem Buch entnommen.