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Karlsruhe: Stadtteile

Chronik Hohenwettersbach

1262, 9. Feb.
Erste urkund­li­che Erwähnung von "Durren­we­ter­spach".
1281, 25. Mai
"Durren­wei­ters­bach" fällt mit anderen Besit­zun­gen des Grafen von Eberstein als Pfand an Markgraf Hermann von Baden.
1295-1491
Urkund­li­che Erwäh­nun­gen belegen Landbesitz der Klöster Herrenalb und Lichtental, der Grafen von Württem­berg und des Spitals Ettlingen in dem Ort.
1535
Mit der Teilung Badens fällt die Grund­herr­schaft des Ortes, wo 1568 32 Hofstätten existieren, an Baden-Durlach.
1615
Der Ort brennt bis auf fünf Häuser ab.
1648
Am Ende des Dreißig­jäh­ri­gen Krieges leben nur noch wenige Einwohner in Dürren­wet­ters­bach.
1706
Der spätere Markgraf und Karlsruher Stadt­grün­der Karl Wilhelm erwirbt nach einem Rechtss­treit von der Witwe des markgräf­li­chen Oberstall­meis­ters Terzy von Cronental die Güter der Gemarkung Dürren­wet­ters­bach. Er nennt sie nun Hohen­wet­ters­bach.
1710
Anlage des Dorfbrun­nens, aus dem bis 1892 die Wasser­ver­sor­gung erfolgt.
1725
Karoline von Wangen, uneheliche Tochter des Markgra­fen Karl Wilhelm und seit 1711 Besitzerin des Gutes Hohen­wet­ters­bach, vermählt sich mit dem markgräf­li­chen Obermar­schall und Obervogt Wilhelm Friedrich Schilling von Canstatt. Das Paar erhält vom Markgrafen nun auch den 1566 erstmals erwähnten Batzenhof. 1740: Bau des ersten Schul­hau­ses.
1742
Bau der Kirche an der Dorfstraße im barocken Stil.
1760
Neubau eines zweistö­cki­gen Herren­hau­ses. Die landwirt­schaft­li­chen und die Bauar­bei­ter dürfen sich auf herrschaft­li­chem Grund als Kolonisten Häuser bauen. Der Baugrund und das von ihnen bewirt­schaf­te­te Land wird jedoch nicht ihr Eigentum.
1799
Nach Aufhebung der Leibei­gen­schaft in Baden im Jahre 1783 schließt die Grund­herr­schaft mit den Ortsan­säs­si­gen Aufnah­me­ver­träge ab. Darin werden Fronpflich­ten und Abgaben festge­setzt. Wer nicht unter­zeich­net, muß das Dorf verlassen.
1806
Die Hohen­wet­ters­ba­cher, die sich u. a. durch Heimarbeit, Arbeit in Stein­brü­chen und Wander­ge­wer­be ihren Unterhalt verdienen, erzielen mit der Herstel­lung von Zündhöl­zern einen Gewinn von 400 Gulden.
1813
Die Grund­herr­schaft verliert die niedere Gerichts­bar­keit. Jakob F. Pfann­dör­fer wird zum ersten Stabhalter gewählt und vom Oberamt mit der Wahrneh­mung polizei­li­cher Befugnisse beauftragt.
1831
Hohen­wet­ters­bach zählt 625 Einwohner.
1839
Zerstörung der Kirche durch einen Brand. Neubau an gleicher Stelle 1841.
1848
Die Revolution stärkt den Freiheits­wil­len der Hohen­wet­ters­ba­cher. Sie fordern in einer Klage­schrift an den Landtag die Erhebung zur selbstän­di­gen Gemeinde.
1864, 1. Okt.
Das Gesetz zur Bildung der selbstän­di­gen Gemeinde vom 22. Juni 1863 tritt in Kraft. Damit finden jahrzehn­te­lange Ausein­an­der­set­zun­gen, in deren Verlauf auch die Auswan­de­rung der Kolonisten nach Amerika geplant und ein Heirats­ver­bot verhängt wurden, ihr Ende. Der neue Ort hat 438 Einwohner und eine Gemarkung von etwa 300 Morgen Land.
1873
Gründung des Gesang­ver­eins"­Lie­der­kranz-Lieder­ta­fel Hohen­wet­ters­bach".
1875/76
Bau der Tiefen­tal­straße.
1892
Die Wasser­ver­sor­gung erfolgt über den Hochbe­häl­ter des Zweck­ver­ban­des Alb-Pfinz-Hügelland bei Busenbach.
1910
Die Einwohner­zahl ist auf 715 angestie­gen.
1921/22
Einführung der Elektri­zi­tät.
1925
Gründung der Freiwil­li­gen Feuerwehr.
1931
Die seit 1864 getrennten Gemar­kun­gen des Hofgutes und des Ortes werden vereinigt.
1933
Auflösung des 1892 gegrün­de­ten Sport­ver­eins aus politi­schen Gründen.
1935
Errichtung der Kapelle für die katho­li­sche Pfarrei.
1945, 7. Apr.
Bei der Besetzung des Dorfes durch die Franzosen kommen vier Einwohner ums Leben.
Die Neugrün­dung des Sport­ver­eins erfolgt noch in diesem Jahr.
1947
Die Zahl der Einwohner wächst von 744 im Jahr 1939 durch den Zustrom von Flücht­lin­gen auf 942.
1951
Fertig­stel­lung des unter­ir­di­schen Kanals für den Tiefen­tal­bach im Ortsetter.
1960, 2. Sept.
Einweihung des neuen Schul­hau­ses.
1960
Gründung des Musik­ver­eins. Der Ort zählt 1.014 Einwohner.
1962, 15. Juni
Einführung der geordneten Müllabfuhr.
1971, 19. Dez.
Unter­zeich­nung des Einge­mein­dungs­ver­trags in Hohen­wet­ters­bach durch Bürger­meis­ter Erwin Gräber und Oberbür­ger­meis­ter Otto Dullenkopf. Der Vertrag tritt am 1.1.1972 in Kraft. Der Ort zählt 1.410 Einwohner.
1972, 14. Mai
Einsegnung der neu erbauten katho­li­schen Kirche St. Konrad.
1981, 6. März
Die neue Sport- und Mehrzweck­hal­le "Lust­gar­ten­hal­le" wird ihrer Bestimmung übergeben.
2002, August
Umbau und Erwei­te­rung der Grund­schule "Schule im Lustgar­ten".
2007, 30. Juni
Zwischen 1976 und 1999 wurden die Baugebiete "Rehbu­ckel I", "Taglöh­ner­gär­ten/Ro­ten­büschle", "50 Morgen" und "Rehbuckel II" ausge­wie­sen. Daraufhin stieg die Zahl der Einwoh­ne­rin­nen und Einwohner auf 2.773.

2012, Juli
Festwo­chen­ende zu den Feier­lich­kei­ten des 750-jährigen
Bestehens von Hohen­wet­ters­bach

Quellen:

Manfred Koch, Karlsruher Chronik. Stadt­ge­schichte in Daten, Bildern, Analysen, Veröf­fent­li­chun­gen des Karlsruher Stadt­ar­chivs Band 14, Karlsruhe 1992.

Die Chroniken der Karlsruher Stadt­tei­le sind diesem Buch entnommen.