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OB Mentrup: "Wir sind Halle"

Tiefes Mitgefühl nach Attentat in Partner­stadt / Anschlag ist auch ein Terrorakt gegen jeden Einzelnen von uns / Kon­do­lenz­buch liegt morgen ab 9 Uhr im Rathaus aus

Nach dem Attentat in Karlsruhes Partner­stadt Halle, bei dem zwei ­Men­schen beim gestrigen höchsten jüdischen Fest Jom Kippur in der Nähe der Synagoge erschossen und zwei weitere schwer ­ver­letzt wurden, hat Oberbür­ger­meis­ter Dr. Frank Mentrup seinem Hal­len­ser Amtskol­le­gen, Dr. Bernd Wiegand, sein tiefes Mitge­fühl ­aus­ge­drückt.

 

Wörtlich schrieb Mentrup: "Jetzt hat ein solcher Anschlag in unserer Partner­stadt statt­ge­fun­den, die vielen von uns mit ihrer ­Ge­schichte, ihrem Stadtbild und ihren Menschen so vertraut und so nah ist, wir eine Familie darstellen, Halle ist auch ­Karls­ruhe, Karlsruhe ist auch Halle - über alle Entfer­nun­gen hin­weg. Und deshalb ist der Anschlag auch ein Terror­ak­t un­mit­tel­bar gegen uns, gegen jeden Einzelnen von uns, wir sind Halle, das spüren wir gerade jetzt ganz intensiv."

Er habe mit großer Erschüt­te­rung und Fassungs­lo­sig­keit von dem At­ten­tat erfahren. Auch im Namen der Partner­stadt Karlsruhe und ihrer Bürge­rin­nen und Bürger übermittle er "unsere aufrich­ti­ge An­teil­nahme und unser tiefstes Mitgefühl angesichts dieses Aktes an­ti­se­mi­ti­scher und rassis­ti­scher Gewalt. In Gedanken sind wir bei den Opfern und allen, die ihnen nahe stehen".

Karlsruhe sei "entsetzt über diesen menschen­ver­ach­ten­den ­An­schlag" und verurteile das brutale Verbrechen auf das Schärfste. Die Tat sei "nicht nur ein Angriff auf das Leben un­schul­di­ger Menschen, sondern auch ein Angriff auf uns alle - auf unsere Grundwerte und Lebens­vor­stel­lun­gen, die eine ­de­mo­kra­ti­sche, plura­lis­ti­sche und offene Gesell­schaft ­aus­zeich­nen."

Mentrup weiter: "Wir wollen und werden uns daher weiter mit aller Macht antise­mi­ti­schen und rassis­ti­schen Strömun­gen ent­ge­gen­stel­len. Sie zielen auf eine Spaltung unserer ­Ge­sell­schaft ab. Es ist gerade eine wichtige Grundlage unserer ­Ge­sell­schaft, dass alle Menschen ohne Ansehen von Religion, Natio­na­li­tät oder Geschlecht die gleichen Rechte und den glei­chen Wert haben. Eine Aushöhlung dieser Menschen­rech­te wer­den wir nicht zulassen."

Mentrup bat Wiegand, die Karlsruher Anteil­nahme und Un­ter­stüt­zung an die Jüdische Kultus­ge­meinde Halle und das Umfeld des betrof­fe­nen Laden­ge­schäfts weiter­zu­ge­ben, ebenso wie das tiefemp­fun­dene Mitgefühl an die Verletzten und an die An­ge­hö­ri­gen der Opfer.

Kondolenz an die Jüdische Kultus­ge­mein­de ­Karls­ruhe

Seine Anteil­nahme drückte Mentrup ebenso dem Vorsit­zen­den der Jü­di­schen Kultur­ge­meinde Karlsruhe, Dr. Petr Kupers­h­midt, aus. In dem Schreiben heißt es unter anderem: "Wir werden eine ­Aus­gren­zung von Religionen oder Natio­na­li­tä­ten nicht ak­zep­tie­ren. Seien Sie versichert, dass wir diesen grausamen Akt der Gewalt zutiefst verur­tei­len. Seien Sie gleich­zei­tig ­ver­si­chert, dass wir an Ihrer Seite stehen. Seite an Seite wer­den wir uns jedwedem Terror, jedwedem Extre­mis­mus und jed­we­dem Angriff auf unsere gemein­sa­men frei­heit­lich-demokra­ti­schen Grundwerte entge­gen­stel­len."

Kondo­lenz­buch liegt aus

Ein Kondo­lenz­buch für alle, die Anteil nehmen wollen, liegt am 11. Oktober ab 9 Uhr im Unteren Foyer des Rathauses am Markt­platz aus.


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(Bild- und Textquelle: Stadt Karlsruhe, Hauptamt)