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Karlsruhe: Städtepartnerschaften

Patenschaften der Stadt

Fregatte "Karlsruhe"

Die Fregatte "Karls­ru­he" ist seit 1912 das fünfte Schiff der Marine, das diesen Namen trägt. Drei Vorgän­ger­schif­fe fielen den Weltkrie­gen zum Opfer, zuletzt der leichte Kreuzer "Karls­ru­he" am 9. April 1940. Mit der Indienst­stel­lung der 4. "Karls­ru­he" im Jahr 1962 blühte eine mittler­weile tradi­ti­ons­rei­che Paten­schaft auf, welche längst nicht mehr nur eine offizielle Verbindung zwischen Stadt­ver­wal­tung und Führungs­mann­schaft des Schiffes ist. Besonderer Dank gebührt den Seeleuten für das alljähr­li­che Engagement, mit dem sie sich um "ihre" Paten­kin­der des Kinder- und Jugend­heims in der Sybel­straße kümmern.

Die "Karls­ru­he" ist mit modernen Führungs- und Waffen­sys­te­men und zwei Bordhub­schrau­bern vom Typ "Sea Lynx" ausge­rüs­tet.

Das Schiff wurde am 8. Januar 1982 getauft und vom Stapel gelassen und am 19. April 1984 in Dienst gestellt.

1994 feierten Besatzung und eine Delegation aus Karlsruhe die 10-jährige Indienst­stel­lung der Fregatte mit einem großen Bordfest in Wilhelms­ha­ven. Im Jahr 1999 wurde die 15-jährige Indienst­stel­lung wieder mit einem großen Jubilä­ums­fest in Wilhelms­ha­ven begangen. Soweit es der Dienstplan der Fregatte zuläßt, finden jährlich folgende Begeg­nun­gen statt:

  • Teilnahme einer Delegation der Fregatte an der Skifrei­zeit des Polizeisport­ver­eins
  • Teilnahme einer Delegation der Fregatte an der Tennis­frei­zeit des Polizeisport­ver­eins
  • Sommer­frei­zeit für Kinder des Kinder- und Jugend­heims in der Sybel­straße auf der Fregatte
  • Fahrt einer Karlsruher Delegation (offi­zi­el­ler Stadt­ver­tre­ter, Freun­des­kreis "Fregatte", Sponsoren etc.) nach Wilhelms­ha­ven und Teilnahme an der sogenann­ten Famili­en­aus­fahrt
  • Weihnachts­be­such einer Delegation der Fregatte in Karlsruhe

Darüber hinaus absol­vie­ren die wechseln­den Komman­dan­ten und Ersten Offiziere ihre Antritts- bzw. Abschieds­be­su­che in Karlsruhe. Über den Paten­schafts­of­fi­zier wird die Patenstadt auch bei längeren Ausland­se­in­sät­zen der Fregatte über alle wichtigen Ereignisse informiert.

Im November 1997 hat sich auf Initiative eines ehemaligen Marinean­ge­hö­ri­gen, der zuvor 17 Jahre in Karlsruhe statio­niert war, der Freun­des­kreis der Fregatte Karlsruhe konsti­tu­iert. Er hat ca. 100 Angehörige. Zweck des Freun­des­krei­ses ist die Paten­schaft zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Schiff gleichen namens zu fördern und zu inten­si­vie­ren. Dazu werden Veran­stal­tun­gen verschie­de­ner Art mit Angehö­ri­gen der Fregatte organi­siert.

Inter­es­sierte können näheres telefo­nisch über den Geschäfts­füh­rer, Helmut Barz, Tel. 0721/75 15 94 erfahren.

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Bodenseeschiff MS "Karlsruhe"

Im Hafen von Konstanz am Bodensee liegt ein Passa­gier­schiff namens "Karls­ru­he". Es gehört zur weißen Flotte auf dem Bodensee und fährt schon seit dem 28. April 1937 vom Frühjahr bis zum Saison­ab­schluss im Fahrp­lan­dienst des Obersee-Längs­ver­kehrs.

Das Schiff faßt 800 Passagiere und gehört somit zu den größten Fahrgast­schif­fen der "Deutschen Bahn AG"- Boden­see­flotte, die aus insgesamt 19 Einheiten besteht. Drei Passa­gier­decks bieten während der Fahrt die Möglich­keit zum Aufenthalt, zum Beispiel im vorderen oberen Saal, der "Guten Stube" des Schiffes, oder in der Bar auf der Bugseite des Einstiegs­decks. Die Stadt Karlsruhe unterhält zur "Karls­ru­he" eine Paten­schaft, die seit dem Stapellauf des Schiffes am 28. April 1937 besteht.

Seit 1990 ist es wieder möglich, ab Karlsruhe eine Bahnfahrt nach Konstanz zu buchen mit anschlie­ßen­der Boden­see­rund­fahrt und einem Besuch auf der Insel Mainau.

In den Jahren 1993/94 wurde die "Karls­ru­he" general­über­holt und zählt heute zu den komfor­ta­bels­ten Fahrgast­schif­fen auf dem Bodensee. Die Stadt hatte sich finanziell daran beteiligt, um das Schiff auch als Werbe­trä­ger für die Patenstadt inter­essan­ter zu machen. So wurde beispiels­weise ein Schild mit dem Wappen Karls­ru­hes für das Schiff angefer­tigt und im Innenraum des Schiffes hängen Bilder der Fächer­stadt. Bei entspre­chen­den Anlässen reist eine offizielle Delegation der Stadt Karlsruhe nach Konstanz, um das Paten­schiff zu besuchen. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums fand am 12. Mai 2007 eine Sonder­fahrt statt, an der zahlreiche Karlsruher Bürge­rin­nen und Bürger teilnahmen.

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Flugzeug der Lufthansa

Seit über 40 Jahren trägt ein Lufthan­sa­jet den Namen "Karls­ru­he" von Land zu Land. Am 23. August 1965 taufte Hanna Klotz, die Frau des damaligen Oberbür­ger­meis­ters, eine Boeing 727, die es in ihrem 17-jährigen Lufthansa- und Condor-Leben auf über 40.000 Flugstun­den brachte. Anfang 1971 übernahm die zweite 727 Namen und Wappen der Stadt, 1986 die dritte Maschine dieses Typs.

Seit 1992 wirbt eine Boeing 737-300 für die Fächer­stadt. Dieser City-Jet mit der Kennung D-ABEC zeichnet sich durch hochmo­derne Techno­lo­gie und einen sehr geringen Lärmpegel aus. Mit einer Reise­ge­schwin­dig­keit von 795 km/h können bis zu 100 Passagiere zu Zielen in Deutsch­land, Europa, Nordafrika oder im Nahen Osten geflogen werden.


Zivildienstschule Karlsruhe

In der Karlsruher Zivil­dienst­schule in der Schwarz­wald­straße 78 a - von den 20 Zivil­dienst­schu­len in der Bundes­re­pu­blik die zweit­größte - besuchen jeweils bis zu 180 "Zivis" einen einwö­chi­gen Einfüh­rungs­dienst, der sie auf ihre Rolle als Dienst­leis­tende vorbe­rei­ten soll. Hierzu gehören Infor­ma­tio­nen über das Wesen und die Aufgaben des Zivil­diens­tes in unserer Gesell­schaft, die besonderen Rechte und Pflichten der Zivil­dienst­leis­ten­den (ZDL), ihre soziale und finan­zi­elle Absiche­rung. Zur Ausbildung gehört aber auch die Beschäf­ti­gung mit staats­bür­ger­li­chen Themen und Problem­fel­dern, deutscher und inter­na­tio­na­ler Geschichte und Gegenwart sowie nationaler und inter­na­tio­na­ler Politik.

Mit Gemein­de­rat­s­be­schluß vom 7. April 1987 wurde eine Paten­schaft für die Zivil­dienst­schule übernommen. Mit der Paten­schaft möchte die Stadt Karlsruhe Kontakte zu den Zivil­dienst­leis­ten­den knüpfen, sie mit der Stadt vertraut machen und sie als Gäste willkommen heißen.

Etwa 7000 Zivil­dienst­leis­tende, vorwiegend aus Süddeutsch­land, besuchen jährlich die Schule. Damit sie die Fächer­stadt besser kennen lernen können, überläßt die Stadt­ver­wal­tung der Schule Infor­ma­ti­ons­ma­te­rial, wie etwa Bildbände über Karlsruhe sowie Plakate und Prospekte städti­scher Veran­stal­tun­gen. Die Schüler haben die Möglich­keit, die Sitzungen des Gemein­de­ra­tes und einzelner Ausschüsse, verbunden mit einem vorher­ge­hen­den Einfüh­rungs­vor­trag zu besuchen. Regelmäßig finden in der Zivil­dienst­schule Zeitzeu­gen­ge­sprä­che mit ehema­li­gen Karlsruher Zwangs­ar­bei­ter oder jüdischen Bürgern statt.

Darüber­hin­aus erhalten die "Zivis" bei Vorlage ihres Ausweises Ermäßi­gun­gen bei Sport-, Kultur- und anderen Veran­stal­tun­gen wie auch beim Eintritt in städti­sche Einrich­tun­gen.

Beim 10-jährigen Jubiläum nahm ein offizi­el­ler Vertreter der Stadt am Festakt teil und übergab ein Geschenk der Stadt. Der Stadt­ju­gend­aus­schuss veran­stal­tete 1995 und 1998 eine Zivi-Fete im Jubez, als Dank der Stadt an die Karls­ru­her "Zivis". Im April 2000 feierte die Schule mit einem Zivi-Fest ihren 15. Geburtstag. Eröffnet wurde das Fest durch Herrn Oberbür­ger­meis­ter Heinz Fenrich. Zum 20-jährigen Jubiläum im Jahre 2005 richtete die Schule einen großen Festakt aus, an dem auch Herr Oberbür­ger­meis­ter Fenrich teilnahm – abends feierten die Zivis mit Unter­stüt­zung der Stadt ihr Zivi-Fest.

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ICE "Karlsruhe" der Deutschen Bahn AG

Das jüngste "Paten­kind" der Stadt Karlsruhe ist ein ICE der Deutschen Bahn AG. Am 22. Dezember 2002 taufte Oberbür­ger­meis­ter Heinz Fenrich gemeinsam mit dem Konzern­be­voll­mäch­tig­ten Baden-Württem­berg der Deutschen Bahn AG Herrn Dr. Peter Schnell im Karlsruher Haupt­bahn­hof einen ICE, der seither Namen und Wappen der Stadt durch das ganze Land trägt.

Als Erinnerung an diese Taufe erhielt die Stadt ein Modell des Zugs – mit Schriftzug und Wappen – im Maßstab HO, das im Verkehrs­mu­seum bewundert werden kann.

Im Jahr 2003 überließ die Deutsche Bahn AG der Stadt Karlsruhe zudem ein Modell im Maßstab 1:20, das seinen Platz im Rathaus hat.

Karpatendeutsche Landsmannschaft Slowakei

Am 4. August 1957 unter­zeich­nete der damalige Oberbür­ger­meis­ter Günther Klotz eine Urkunde, mit der die Stadt Karlsruhe die Paten­schaft über die Karpa­ten­deut­sche Lands­mann­schaft Slowakei übernahm. Es wurde dabei der Wille bekundet, den aus der Slowakei vertrie­be­nen Lands­leu­ten in der neuen Heimat nach Kräften zu helfen und zum gegen­sei­ti­gen Verständ­nis beizu­tra­gen."

An der Übernahme dieser Paten­schaft hatten die Stadträte Karl Kunert (CDU) und Dr. Paul Wodilla (SPD) großen Anteil. Beide stammten aus der Slowakei.

Die zuvor an wechseln­den Orten abgehal­te­nen Treffen der Karpa­ten­deut­schen finden seitdem in Karlsruhe alle zwei Jahre statt. Im Gedenken an die alte Heimat der Karpa­ten­deut­schen benannte die Stadt Straßen in einem Neubau­ge­biet des Stadtteils Durlach-Aue nach Landschaf­ten und Städten in der Slowakei. So gibt es eine Karpa­ten­straße, eine Hauer­land­straße und eine Zipser Straße sowie eine Preßburger, Kremnitzer, Göllnitzer und Leutschau­er Straße.

Wichtig für die Selbst­dar­stel­lung der relativ kleinen Volks­gruppe der Karpa­ten­deut­schen sind das Bundes­mu­seum, die Bibliothek und das Archiv. Diese sind mit Hilfe der Stadt Karlsruhe entstanden. Seit über 25 Jahren werden sie vom Karpa­ten­deut­schen Kulturwerk verwaltet, das auch Eigen­tü­mer des Sammel­gu­tes ist.

1985 wechselte das Karpa­ten­deut­sche Heimat­mu­seum in sein neues Domizil, die Durlacher Karlsburg. Die Dienstel­le "Stadt­bi­blio­thek-Archiv-Sammlun­gen", welches das Karpa­ten­deut­sche Bundes­mu­seum neben dem Pfinz­gau­muse­um mitbetreut, unter­stützte den Umzug nach Kräften.

Im April 1993 eröffnete der slowa­ki­sche Kultus­mi­nis­ter Dusan Slobodnik das erweiterte und umgestal­tete Museum. Im selben Jahr fanden auch die Europäi­schen Kulturtage mit dem Thema "Slowakei" statt.

Das Jahr 1999 hatte für die Paten­schaft und für die Karpa­ten­deut­schen eine besondere Bedeutung, da am 4. und 5. Juni das 50. Gründungs­fest der Karpa­ten­deut­schen Lands­mann­schaft Slowakei und gleich­zei­tig das 30-jährige Jubiläum des Karpa­ten­deut­schen Kultur­wer­kes Slowakei begangen wurden.

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(Bild- und Textquelle: Stadt Karlsruhe, Hauptamt)


 

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