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Karlsruhe: Stadt und Verwaltung

Aufgaben und Rahmenbedingungen für Lesepatenschaften

Warum sind Lesepatenschaften so wichtig?

Kinder und Jugend­li­che lesen zu wenig. Die Studie "Lesen in Deutsch­land 2008" der Stiftung Lesen ergab, dass in Deutsch­land jeder Vierte keine Bücher liest. Bereits die PISA-Studie, die im Jahr 2000 durch­ge­führt wurde, hatte festge­stellt, dass die Lesefä­hig­keit junger Menschen unzurei­chend ist. Lesen ist aber wichtig für die sprach­li­che Entwick­lung und unver­zicht­bar für die gesamte schulische und berufliche Laufbahn eines Menschen.

Leseför­de­rung beginnt nicht erst mit der Einschu­lung. Vielmehr wird der Grundstein dafür viel früher gelegt. Schon Zweijäh­rige haben Freude an Büchern und erleben das Vorlesen als spannend. Die Neugier auf Bücher frühzei­tig zu wecken, ist elementar für die weitere Leseent­wick­lung.

Nicht in allen Familien wird vorgelesen. Umso wichtiger ist es, dass es bereits im Vorschulal­ter Angebote gibt, die die Leseför­de­rung unter­stüt­zen. Für Kinder, deren Mutter­spra­che nicht Deutsch ist, ist das besonders wichtig.

Der Karlsruher Gemein­de­rat hat deshalb in seiner Sitzung am 23.09.2003 beschlos­sen, dass an Grund- und Haupt­schu­len, Förder­schu­len und Kinder­ta­ges­stät­ten Lesepa­ten­schaf­ten angeboten werden sollen. Inzwi­schen gibt es in Karlsruhe etwa 300 Lesepa­tin­nen und Lesepaten.

Sie leisten mit ihrem Engagement einen bedeut­sa­men Bildungs­bei­trag für unsere Gesell­schaft.

 

Kita St. Angela: Der Lesepate bringt zur Geschichte über eine Schildkröte zur Freude der Kinder ein Tier mit.

Kita St. Angela: Der Lesepate bringt zur Geschichte über eine Schildkröte zur Freude der Kinder ein Tier mit.


 
 

Wie ist die Arbeitsweise in den Einrichtungen?

In den Kinder­ta­ges­stät­ten lesen die Ehren­amt­li­chen in der Regel einer Gruppe Kinder Geschich­ten vor, betrach­ten gemeinsam Bilder­bü­cher und erläutern die Illus­tra­tio­nen. Es geht um Zuhören, Erzählen und sich erzählen lassen. In den Grund­schu­len sollen die Schüle­rin­nen und Schüler zum eigenen Vorlesen ermuntert werden. Die Kinder werden während des Unter­richts entweder einzeln oder in kleinen Gruppen mit höchstens fünf Kindern gefördert. Meistens hören die Lesepa­tin­nen und Lesepaten den Kindern zu und erklären ihnen Begriffe. Die Erstkläss­le­rin­nen und Erstkläss­ler führen sie an Bücher heran, indem sie vorlesen, erzählen oder die Kinder selbst lesen lassen.

Die Lesema­te­ria­lien wählen sie in der Regel in Absprache mit den Lehrkräf­ten bzw. den Erzie­he­rin­nen und Erziehern aus.

 

Woher erhalten Lesepatinnen und Lesepaten Lesematerialien?

Lesepa­tin­nen und Lesepaten können einen kosten­lo­sen Biblio­theks­aus­weis für die Stadt­bi­blio­thek und ihre Einrich­tun­gen beantragen. Sie benötigen dazu eine Beschei­ni­gung ihrer Einrich­tung über ihr Engagement. Die Vordrucke finden Sie auf der Seite "Unter­stüt­zung".