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Karlsruhe: Stadt und Verwaltung

Informationen für ausländische Studierende

Aufenthaltserlaubnis zum Studium beantragen

Die Aufent­halts­er­laub­nis zum Studium umfasst mehrere vonein­an­der ­ge­trennte Aufent­halts­zwe­cke. Diese Aufent­halts­zwe­cke können ent­we­der einzeln durch­lau­fen oder in Abfolge beantragt werden.

Studienbewerbung

Studienvorbereitung

Hauptstudium bzw. Fachstudium

Arbeitsplatzsuche nach dem Studium


Weiterführende Informationen

Auswärtiges Amt: Übersicht zur Visumpflicht

Serviceportal Baden-Württemberg: Visum für Studierende beantragen

BAMF: Studium

 

Wer braucht ein Visum für die Einreise, um in Deutsch­land zu studie­ren?

Auslän­di­sche Studie­rende, die nicht Angehörige eines EU/EWR-Staates sind, benötigen zum Studi­en­auf­ent­halt in der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land grund­sätz­lich ein Visum für die Einreise zum Studium.

Ausnahmen
Schweizer Staats­an­ge­hö­rige sowie Personen aus folgenden Ländern können ohne Einrei­se­vi­sum zu einem Studi­en­auf­ent­halt einreisen und die Aufent­halts­er­laub­nis zum Studium direkt in Deutsch­land beantragen: Andorra, Australien, Brasilien, El Salvador, Honduras, Israel, Japan, Kanada, Republik Korea, Monaco, Neuseeland, San Marino, USA.

Welche Ausbildung fällt unter den Begriff "Studi­um"?

Unter den Begriff "Studium" fallen alle Aus- und Fortbil­dun­gen an staat­li­chen oder staatlich anerkann­ten Hochschu­len oder an vergleich­ba­ren Ausbil­dungs­stel­len, an Berufs­aka­de­mien sowie an staat­li­chen oder staatlich anerkann­ten Studien­kol­legs. Das Studium muss dabei der Haupt­zweck des Aufent­halts sein. Abend-, Wochenend- und Fernstu­di­um erfüllen diese Voraus­set­zun­gen nicht.

Was ist nach der Einreise zu tun?

Nach der Einreise in das Bundes­ge­biet oder dem Zuzug nach Karlsruhe müssen Studien­in­ter­es­sierte sich zunächst bei einem Bürgerbüro oder bei einer der Ortsver­wal­tun­gen der Stadt Karlsruhe anmelden. Danach müssen sie einen Termin bei der Auslän­der­be­hör­de verein­ba­ren - zur Erteilung, Änderung oder Verlän­ge­rung der Aufent­halts­er­laub­nis.

Folgendes ist zu beachten:
Falls Studien­in­ter­es­sierte aus einer anderen Stadt in Deutsch­land zuziehen, müssen dort erst ihre Unter­la­gen angefor­dert werden. Das kann bis zu sechs Wochen dauern und zu einer Verzö­ge­rung der Termin­ver­gabe führen.

Folgende Unterlagen werden zur Beantra­gung/­Ver­län­ge­rung ­der Aufent­halts­er­laub­nis zum Studium benötigt:

  • Vollstän­dig ausge­füll­ter und unter­schrie­be­ner Antrag auf
  • Erteilung einer Aufent­halts­er­laub­nis
  • Natio­nal­pass
  • biome­tri­sches Foto
  • Mietver­trag
  • Kranken­ver­si­che­rungs­be­schei­ni­gung, sofern noch keine Im­ma­tri­ku­la­tion vorliegt
  • Bearbei­tungs- und Ausstel­lungs­ge­bühr in Höhe von 110 EUR (bei Vorlage einer Beschei­ni­gung über ein Stipendium durch­ ­För­de­rung aus deutschen Mitteln fallen keine Gebühren an)
  • Immatri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung oder Zulas­sungs­be­scheid,
  • die Anmeldung zum Inten­sivsprach­kurs
  • Finan­zie­rungs­nach­weise (zum Beispiel: Sparbuch mit Sperr­ver­merk: monatlich 735 EUR x 12 Monate --> 8.820 EUR, Verpflich­tungs­er­klä­rung, gegebe­nen­falls Konto­aus­züge der letzten drei Monate)

Für welchen Zeitraum wird die Aufent­halts­er­laub­nis erteilt?

Die Aufent­halts­er­laub­nis zum Studium kann befristet bis maximal zwei Jahre erteilt werden. Die Befristung der Auf­ent­halts­er­laub­nis ist jedoch insbe­son­dere abhängig von:

  • Studi­en­dauer (sollte auf der Immatri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung ­ver­merkt sein) oder Dauer der studi­en­vor­be­rei­ten­den Maßnah­men (­zum Beispiel: Inten­sivsprach­kur­s)
  • Passgül­tig­keit
  • Nachweis über die Sicherung des Lebens­un­ter­halts

Dürfen Studie­rende die Fachrich­tung oder die Hochschu­le ­wech­seln?

Ab Beginn des Haupt­stu­di­ums ist in der Regel ein Wechsel in­ner­halb von 18 Monaten möglich. Danach kann einem Wechsel nur noch unter bestimmten Voraus­set­zun­gen zugestimmt werden. In jedem Fall empfi ehlt sich bei entspre­chen­den Absichten eine vor­he­rige Beratung bei der Auslän­der­be­hörde.

Was tun bei Exmatri­ku­la­tion?

Da die Aufent­halts­er­laub­nis für einen bestimmten Zweck erteil­t wird, erlischt diese mit der Exmatri­ku­la­tion. Absol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten sollten sofort nach der Exmatri­ku­la­tion einen Termin bei der Auslän­der­be­hörde verein­ba­ren.

Ist ein Famili­ennach­zug möglich?

Ein Famili­ennach­zug zu Studie­ren­den ist nur unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen möglich. Wer einen Famili­ennach­zug plant, sollte ­sich recht­zei­tig mit der Auslän­der­be­hörde in Verbindung zu setzen. Möchte ein Famili­en­an­ge­hö­ri­ger aus dem Ausland zuziehen, ist grund­sätz­lich ein Visum über die deutsche Auslands­ver­tre­tung im jeweiligen Heimatland zu beantragen.

Dürfen Studie­rende während des Studiums oder während der Stu­di­en­vor­be­rei­tung arbeiten?

Ja. Ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Aufent­halts­er­laub­nis 120 ganze Tage (ab fünf bis zu acht Stunden täglich), oder 240 halbe Tage (nicht mehr als vier Stunden täglich).

Studen­ti­sche Neben­tä­tig­kei­ten (Hiwi) sind ohne zeitli­che ­Be­schrän­kung gestattet (zum Beispiel: Tutoren in Wohnheimen der Stu­den­ten­wer­ke). Eine Erwerbs­tä­tig­keit während des Pflicht­prak­ti­kums ist ebenso unein­ge­schränkt erlaubt.

Das Studium darf sich durch die Erwerbs­tä­tig­keit jedoch nicht we­sent­lich verzögern.

Während der Studi­en­vor­be­rei­tung ist die Beschäf­ti­gung nur in den Ferien bis zu 120 ganze Tage oder 240 halbe Tage möglich. Im ersten Jahr der Studi­en­vor­be­rei­tung ist eine Beschäf­ti­gung je­doch ausge­schlos­sen.

Wie lange dürfen studi­en­vor­be­rei­tende Maßnahmen besucht werden?

In der Regel zwei Jahre ab Einreise. Danach muss umgehend eine Im­ma­tri­ku­la­tion für das beabsich­tigte Studium erfolgen.

Wie lange darf das Studium dauern?

Ein ordnungs­ge­mä­ßes Studium liegt vor, solange die durch­schnitt­li­che Studi­en­dauer an der betref­fen­den Hochschule in dem jeweiligen Studien­gang nicht um mehr als drei Semes­ter ­über­schrit­ten wird. Falls das Studium länger dauern sollte, wird die Auslän­der­be­hörde im Einzelfall prüfen, ob noch ein ord­nungs­ge­mä­ßes Studium vorliegt.

Dürfen Studie­rende in ihr Heimatland reisen und wieder nach ­Deutsch­land zurück­keh­ren?

Studie­ren­den ist es freige­stellt, jederzeit in ihr Heimatland zu reisen. Allerdings darf der Aufenthalt sechs Monate nicht ­über­schrei­ten, weil sonst die Aufent­halts­er­laub­nis ungül­tig wird. Außerdem muss die Aufent­halts­er­laub­nis zum Zeitpunkt der Wie­der­ein­reise in die Bundes­re­pu­blik Deutsch­land noch gültig ­sein.

Zu welchen Reisen berechtigt eine Fikti­ons­be­schei­ni­gung?

Wer im Besitz einer Fikti­ons­be­schei­ni­gung nach § 81 Abs. 4 Auf­ent­halts­ge­setz ist, darf damit innerhalb der Schen­ge­ner ­Mit­glieds­staa­ten reisen. Auch eine Wieder­ein­reise nach Verlas­sen ­des Schengener Staaten­bun­des ist möglich.

Warten auf den elektro­ni­schen Aufent­halts­ti­tel

Die Produktion des elektro­ni­schen Aufent­halts­ti­tels dauert circa vier Wochen. Die Karten mit kontakt­lo­sem Chip werden in Berlin ­durch die Bundes­dru­cke­rei produziert und dann zur Abholung zur je­wei­li­gen Auslän­der­be­hörde versendet.

Welche Möglich­kei­ten bestehen nach dem Studium?

Es besteht grund­sätz­lich die Möglich­keit, einen Aufent­halts­ti­tel ­für die Suche eines dem Abschluss angemes­se­nen Arbeits­plat­zes in Deutsch­land für die Dauer von maximal 18 Monate zu erhalten. Zwingende Voraus­set­zung hierfür ist ein erfolg­reich ­ab­ge­schlos­se­nes Studium.

Wer sich im Rahmen eines Stipen­di­ums verpfl ichtet hat, in das je­wei­lige Heimatland zurück­zu­keh­ren, kann keine ­Auf­ent­halts­er­laub­nis zur Arbeits­platz­su­che erhalten.

Darf während der Jobsuche gearbeitet werden?

Ja, während der Jobsuche darf unein­ge­schränkt gearbeitet werden.

Die Suche nach einem Arbeits­platz war erfolg­reich?

Wer einen dem Studi­en­ab­schluss angemes­se­nen Arbeits­platz ­ge­fun­den hat, muss folgende Unterlagen zur weiteren Prüfung an die Auslän­der­be­hörde senden:

  • Arbeits­ver­trag
  • Zeugnis/Ur­kun­de/­Di­plom und Exmatri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung