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Karlsruhe: Feuerwehr

Brandgefahr im Kinderzimmer

brennendes Kinderspielzeug

 
Bei Wohnungs­brän­den besteht die Haupt­brand­last meist aus Gebrauchs­ge­gen­stän­den, für die es keine oder nur sehr geringe Anfor­de­run­gen hinsicht­lich der Brand­si­cher­heit gibt. Vor allem die zuneh­men­de Verbrei­tung von Kunst­stof­fen in Wohnungen ist für die schnelle Brand­aus­brei­tung von Wohnungs­brän­den verant­wort­lich. Brände im Kinder­zim­mer sind extrem gefährlich, da sich dort besonders brand­ge­fähr­li­che Gegen­stände (Spielzeug, Polster aus Kunststoff etc.) befinden. Unter­su­chun­gen der Bundes­an­stalt für Materi­al­for­schung und -prüfung (BAM) haben gezeigt, dass sich Kinder­spiel­zeug aus Kunststoff sehr leicht entzünden lässt und mit erheb­li­cher Wärme- und Rauch­ent­wick­lung abbrennt.

In dieser Unter­su­chung wurden darüber hinaus verschie­dene Zündquel­len hinsicht­lich ihrer Tempe­ra­tur­ent­wick­lung untersucht, da Wohnungs­brän­de oft durch Zündquel­len mit kleiner Flamme (wie Kerzen oder ein Feuerzeug) ausgelöst werden. Wunder­ker­zen sind sehr gefähr­li­che Zündquel­len, da sie extrem hohe Tempe­ra­tu­ren von über 1000 °C erzeugen. Die Energie­spar­lampe hingegen stellt im Gegensatz zur herkömm­li­chen Glühbirne keine mögliche Zündquelle dar, da die Tempe­ra­tu­ren sehr niedrig sind.

Als Schluss­fol­ge­run­gen aus diesen Unter­su­chun­gen ergeben sich die folgenden Punkte

  • Kerzen, Feuerzeuge, Wunder­ker­zen gehören nicht ins Kinder­zim­mer
  • Lampen dürfen nicht mit Tüchern abgedeckt werden oder Kontakt zu brennbaren Materia­lien wie Bettzeug haben, da diese sich entzünden können
  • Energie­spar­lam­pen verwenden, da sie im Gegensatz zu Glühbirnen sehr viel niedrigere Tempe­ra­tu­ren haben und deswegen als Zündquelle sehr unwahr­schein­lich sind
  • Da sich Wohnungs­brände extrem schnell entwickeln, sollten alle Haushalte und besonders jedes Kinder­zim­mer mit Rauch­mel­dern ausge­stat­tet sein, um auf einen Brand aufmerksam zu machen und insbe­son­dere nachts die Bewohner zu wecken
  • Höhere Anfor­de­run­gen hinsicht­lich der Brand­si­cher­heit von Gebrauchs­ge­gen­stän­den sind notwendig, besonders für Schaum­stoffe, elektri­sche Geräte wie Fernseher und Kinder­spiel­zeug aus Kunststoff

Quelle: BAM Bundes­an­stalt für Materi­al­for­schung und -prüfung
 
 

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