Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Feuerwehr

Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst

Flyer zur Berufswahl mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst (PDF, 5.82 MB)

Dachstuhlbrand

Aufgaben


Balkonbrand

Übung im Hof der Westwache

 
Die Beamten des mittleren feuer­wehr­tech­ni­schen Dienstes versehen Einsatz­dienst im 24-Stunden Dienst und verrichten dabei die Arbeiten, die man sich im Allge­mei­nen unter den klassi­schen Feuerwehr-Tätig­kei­ten vorstellt.
So dringen sie unter Atemschutz in brennende Gebäude ein, bringen Leitern zur Rettung von Menschen in Stellung, zerlegen Fahrzeuge, um die darin einge­klemm­ten Personen zu befreien und holen bei Bedarf auch die Katze vom Baum.
Zu den Tätig­kei­ten im mittleren feuer­wehr­tech­ni­schen Dienst gehören auch die Funktionen des Fahrzeug­füh­rers und des Dispo­nen­ten in der Leitstelle.
 

Einstel­lungs­vor­aus­set­zun­gen


Einstellungstest 5000m Lauf

Einstellungstest theoretischer Teil

 
  • abgeschlos­sene Ausbildung in einem der späteren Tätigkeit dienlichen handwerk­li­chen Beruf (Maurer, Schreiner, Schlosser, Elektriker usw.)
  • "sauberes" Führungs­zeug­nis
  • körper­li­che Fitness
  • unein­ge­schränk­te Feuer­wehr­dienst­taug­lich­keit
  • EU-Bürger


 

Ausbildung


Grundausbildung Übung im Hof der WW





Übung des Grundausbildungslehrgang




Übung mit eingeschränkten Sichtverhältnissen

 

Nach der Einstel­lung (als Beamter auf Widerruf) durchläuft der Be­rufs­an­fän­ger eine insgesamt 19-monatige Ausbildung. Sie be­ginnt mit einem 6-monatigen Grund­aus­bil­dungs­lehr­gang (GAL), in dem alle im Einsatz auftre­ten­den Grund­tä­tig­kei­ten vermit­tel­t wer­den. In diesen Lehrgang einge­schlos­sen sind die Ausbil­dung ­zum Maschi­nis­ten, Atemschutz­ge­rä­te­trä­ger, Sprech­fun­ker usw. Neben viel Praxis werden natürlich auch theore­ti­sche Inhalte wie Ver­wal­tungs­recht, natur­wis­sen­schaft­li­che Grundlagen (Chemie, Physik) und vorbeu­gen­der Brand­schutz vermittelt. Der Dienst ­be­ginnt täglich mit Frühsport. Im laufenden GAL müssen das Deut­sche Sport­ab­zei­chen in Silber oder das Feu­er­wehr­fit­ness­ab­zei­chen und das Rettungs­schwimm­ab­zei­chen in Silber erworben werden.

Im Anschluss an den GAL absol­vie­ren die Beamten einen Lauf­bahn­lehr­gang. Dieser dauert 4 Wochen und beinhaltet die Lauf­bahn­prü­fung. Nach bestan­de­ner Laufbahn­prü­fung erfolgt die Über­nahme in das Beamten­ver­hält­nis auf Probe. Es schließt sich ein Wachprak­ti­kum an, welches 12 Monate dauert. In dieser Zeit wer­den die Beamten in den sechs Wachab­tei­lun­gen der beiden ­Feu­er­wa­chen und in allen Werkstät­ten eingesetzt. Darüber hinaus ­ler­nen sie auch die Tätig­kei­ten in der Leitstelle kennen und werden zum Rettungs­sa­ni­tä­ter ausge­bil­det. Bis zum Ende der Aus­bil­dung muss der Beamte den Führer­schein der Klasse C erworben haben.

Nach Abschluss der Ausbildung wird der Beamte einer Wach­ab­tei­lung zugewiesen und damit in den regulären Dienst auf einer Feuerwache der Berufs­feu­er­wehr aufge­nom­men.

Im weiteren Verlauf seiner beruf­li­chen Tätigkeit wird der Beamte wei­ter quali­fi­ziert. So kann er zum Maschi­nis­ten für Dreh­lei­tern, für den Feuer­wehr­kran, die Wechsel­la­der oder die Boote ausge­bil­det werden. Um auch im Innen­dienst die un­ter­schied­lichs­ten Aufgaben übernehmen zu können, sind oftmals wei­tere Quali­fi­zie­rungs­maß­nah­men zu Geräte­war­ten usw. erfor­der­lich. Wenn er sich nach einigen Jahren erfolg­reich ei­nem Auswahl­ver­fah­ren gestellt hat, kann er sich zum Fahr­zeug­füh­rer weiter­ent­wi­ckeln. Die Quali­fi­ka­tion hierzu er­wirbt er durch die Teilnahme am Führungs­lehr­gang 1 an der Lan­des­feu­er­wehr­schule. Wie im Beamten­recht vorgesehen, hat der Beamte des mittleren feuer­wehr­tech­ni­schen Dienstes unter Um­stän­den auch die Möglich­keit, bei entspre­chen­der Eignung die Lauf­bahn zu wechseln und in den gehobenen feuer­wehr­tech­ni­schen ­Dienst aufzu­stei­gen. Er durchläuft dann eine 13-monati­ge ­Aus­bil­dung als Aufstiegs­be­am­ter, die der der Laufbahn­be­wer­ber äh­nelt. Zudem gibt es in Baden-Württem­berg die Möglich­keit, den Lauf­bahn­wech­sel in den gehobenen feuer­wehr­tech­ni­schen Dienst auch ohne Laufbahn­prü­fung zu absol­vie­ren. In diesem Fall ist die Ver­wen­dung auf bestimmte Stellen begrenzt (Aufstieg zur be­son­de­ren Verwen­dung).

 

Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst

Höherer feuerwehrtechnischer Dienst