Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Abfallwirtschaft

Abfallvermeidung

Werbung im Briefkasten

Wer hat sich nicht schon darüber geärgert. Der Brief­kas­ten ist voll - aber keine Post drin, auf die man schon sehnsüch­tig ­ge­war­tet hat, sondern: Anzei­gen­blät­ter, Werbung, Post­wurf­sen­dun­gen, Werbe­briefe und und und ... Kann man da noch den Überblick behalten? Ist es befrie­di­gend, dass einem der Ablauf schon in Fleisch und Blut überge­gan­gen ist: Brief­kas­ten auf, Werbung raus, Brief­kas­ten zu, Werbung in den Kasten für die Pa­pier­samm­lung - und jeden Tag das gleiche Spiel! Warum ei­gent­lich?

Keine Werbung einwerfen!
Ein Aufkleber mit diesem oder einem ähnlichen Text auf dem Brief­kas­ten genügt nach einem Urteilss­pruch des Bun­des­ge­richts­ho­fes (Urteil vom 20.12.1988, Akten­zei­chen VI ZR 182/88), sich oder vielmehr seinen Brief­kas­ten vor dem Einwur­f von nicht adres­sier­ten Werbe­sen­dun­gen, Handzet­teln (­neu­deutsch: "Flyer") und Postwurf­sen­dun­gen zu schüt­zen.

Wenn Sie auch keine Wochen­zei­tun­gen wünschen, so muss dies ­zu­sätz­lich auf dem Aufkleber vermerkt sein.
Nun sieht Ihr Aufkleber also so aus:

Bitte keine Werbung und keine
kosten­lo­sen Wochen­zei­tun­gen einwerfen!

Hiermit sind Sie gegen alle unadres­sier­ten Werbe­an­fech­tun­gen ­ge­wapp­net. Denken Sie aber daran, dass Sie dann auch nicht die in den Karlsruher Kurier eingelegte "Stadt­Zei­tung", das of­fi­zi­elle, kostenlose Nachrich­ten­or­gan der Stadt Karls­ru­he er­hal­ten!

Was jetzt noch in Ihrem Brief­kas­ten an Werbung eingehen kann, ist die an Sie adres­sierte Werbung. Dies kann Ihnen durch einen ­nicht gemachten Sperr­ver­merk im "Klein­ge­druck­ten" oder durch­ ­Adress­han­del wider­fah­ren. Die Post ist verpflich­tet, solche ­Sen­dun­gen zuzustel­len.

Sollten Sie tatsäch­lich kein Interesse an Werbung/ Wo­chen­zei­tun­gen haben, so nehmen Sie bitte die einmalige Aufga­be auf sich, einen entspre­chen­den Aufkleber an Ihrem Brief­kas­ten an­zu­brin­gen. So ersparen Sie mit einfachen Mitteln unser aller Um­welt einen überflüs­si­gen Abfall­kreis­lauf. Denn der beste ­Ab­fall ist der, der gar nicht erst anfällt!

Wo bekommt man Auf­kle­ber?
Vorge­druckte Aufkleber bekommen Sie im Schreib­wa­ren­han­del, in Baumärkten und bei Schilder-/ Schlüs­sel­diens­ten. Ein "Keine Werbung"-Aufkleber ist auch beim Amt für Abfall­wirt­schaft erhältlich. Selbst­ver­ständ­lich können Sie auch Ihren ganz eigenen Aufkleber gestalten, der Ihren in­di­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen entspricht, den Sie selbst ausdru­cken ­kön­nen.

Was tun, wenn der Brief­kas­ten­auf­kle­ber missach­tet wird?
In diesem Fall wenden Sie sich an den "­Ver­ur­sa­cher", der für sich wirbt. Bei Wochen­zei­tun­gen ist das der im Impressum genannte Vertrieb, bei direkt einge­wor­fe­nen Wer­be­blät­tern wenden Sie sich an den beworbenen Händler (­Ge­schäfts­lei­tung); lassen Sie es nicht zu Ihrer Aufgabe werden, sich mit dem Verteiler in Verbindung zu setzen. Sie haben diesem schließ­lich nicht den Auftrag erteilt...
Bei unerwünsch­ten adres­sier­ten Werbe­brie­fen könnten Sie es mit der Rücksen­dung im dem Schreiben beige­füg­ten Freium­schlag ­ver­su­chen.