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Karlsruhe: Abfallwirtschaft

Abfallvermeidung

Putzen - Waschen - Körperpflege

Im Laufe der letzten 20 Jahre haben Handel und Herstel­ler auf die Anfor­de­run­gen des Kreis­l­auf­wirt­schafts- und Abfall­ge­set­zes reagiert. Verpa­ckun­gen wurden optimiert, Produkte werden in umwelt­freund­li­che­ren Varianten angeboten.
 
Die Verpackung
Die Verpackung

Beispiele für Materia­ler­spar­nis bei Verpa­ckun­gen:

  • Ersatz herkömmlicher Spülmittel­fla­schen durch kompaktere und aus recyceltem Kunststoff herge­stellte
  • Kleinere Wasch­mit­tel­kar­tons durch Wegfall von größeren Hohlräumen
  • Weniger aufwändige Nachfüllver­pa­ckun­gen für Spender­bo­xen, z. B. bei Feuchttüchern
  • Wegfall überflüssiger Umver­pa­ckun­gen, z. B. Pappschach­teln bei Tuben, Folie um Schachteln

Beispiele für Produkt­va­ri­an­ten und damit Materia­ler­spar­nis bei Verpa­ckun­gen:

  • Flüssigkon­zen­trate, z. B. bei Spülmittel, Glasrei­ni­ger
  • Pulver­kon­zen­trate, z. B. bei Wasch­mit­teln

Optimierte Verpa­ckun­gen erfordern vom Verbrau­cher norma­ler­weise keine Umstellung der Gewohn­hei­ten. Dagegen stellt die Verwendung eines Konzen­tra­tes oftmals eine kleine Heraus­for­de­rung dar: Wer stets auf die herkömm­li­che Variante zurück­griff, muss sich erst daran gewöhnen, Konzen­trate in geringerer Dosierung anzuwen­den oder zu verdünnen. Werden entspre­chende Produkt­hin­wei­se nicht beachtet, ist der positive Effekt für die Umwelt und den Geldbeutel schnell dahin.

Das Produkt
Das Produkt

Beispiele für bewährte Produkte mit wenig Verpackung:

  • Seifenstück statt Wasch­lo­tion
  • Rasier­seife statt Rasier­schaum

Beispiele für weitgehend durch Einweg­va­ri­an­ten verdrängte Produkte:

  • Stoff­win­deln statt Wegwerf­win­deln, alternativ: "mitwach­sen­de" Baumwoll­win­deln mit waschbarer Einlage und Wegwerfv­lies
  • Stoffta­schentücher statt Papier­ta­schentücher
  • Haushaltstücher aus Stoff/ Mikrofaser statt Küchentücher aus Papier

Beispiele für moderne Produkte/ Produk­tal­ter­na­ti­ven zur Abfall­ver­mei­dung:

  • Mikro­fa­sertücher (ohne Reini­gungs­mit­tel zu verwen­den!)
  • Wechsel­kopf-Zahnbürsten
  • Spezielle Ohrstäbchen aus Metall
  • Waschbare Pads aus Baumwolle oder Seide statt Wattepads

Bedenken Sie bei Ihrem nächsten Einkauf, ob ein abfall­ar­mes Produkt den von Ihnen gewünsch­ten Zweck nicht genauso - vielleicht sogar besser - erfüllt. Mit einer abfall­ar­men Variante können Sie zudem Ihre Abfall­con­tai­ner entlasten.


Tipps von A - Z

Abflussreiniger, auch Rohrreiniger
Abflussreiniger, auch Rohrreiniger
Welche Ursache(n) hat ein verstopfter Abfluss? Meist Haare, Fett und Kalkseife. Besser als die chemische Keule ist die Vorbeugung: Ein zusätzliches Abflusssieb fängt Haare und Fremdkörper ab, und Fett sollte nicht über die Spüle entsorgt werden. Haare direkt am Abfluss lassen sich leicht mit einer Pinzette entfernen. Ist der Syphon- und/ oder Anfangsbereich des Rohres betroffen, leistet ein Pümpel (Saugglocke) oft gute Dienste. Konnte die Verstopfung so nicht entfernt werden, weil der tieferliegende verputzte Rohrbereich betroffen ist, wird der Einsatz eines Fachbetriebes wohl unumgänglich.

Dosierung von Konzentraten und Waschmitteln
Dosierung von Konzentraten und Waschmitteln
Vermeiden Sie Überdosierung und lesen Sie die Produkthinweise. Beachten Sie z. B. bei Spülmittel-Konzentraten die tatsächliche Ersparnis gegenüber der herkömmlichen Variante. Von Produkt zu Produkt kann es große Unterschiede geben.

Beachten Sie besonders beim Wäschewaschen die Wasserhärte! Bei einem Umzug oder Urlaub in anderen Regionen ist bei veränderten Wässerhärten eine angepasste Dosierung erforderlich. Informationen zur Wasserhärte erhalten Sie bei Ihren Stadtwerken.
Einwegprodukte meiden
Einwegprodukte meiden
  • Rasierer mit Ersatzklingen statt Einwegrasierer
  • Spezielles Mikrofasertuch statt Einwegwaschlappen
  • Putzlappen und Reinigungsmittel statt Reinigungstücher, noch besser: Mikrofasertücher ohne Putzmittel
  • Ohrenstäbchen aus Metall statt Wattestäbchen zur Ohrenreinigung
  • Stofftaschentücher statt Papiertaschentücher
  • Putzlappen und Reinigungsmittel statt Küchentücher aus Papier, noch besser: Mikrofasertuch ohne Reinigungsmittel
Einwegprodukte sparsam und sinnvoll verwenden
Einwegprodukte sparsam und sinnvoll verwenden
  • Küchentuch aus Papier zum Vorreinigen fettiger Pfannen, Backbleche etc. (kein Fett im Abfluss!)
  • Papiertaschentücher bei akuten Infekten (Hygienegründe)

Ergiebigkeit
Ergiebigkeit
Oft bietet der Handel für gleiche Zwecke Varianten mit verschieden langer Verbrauchs- bzw. Gebrauchsmöglichkeit und damit verschieden hohen Abfallmengen, z. B.
  • Deospray - Deoroller - Spezieller Geruchskiller aus Edelstahl (jahrelange Nutzbarkeit)
  • Spülmittel - Spülmittelkonzentrat
  • Waschmittel - Waschmittelkonzentrat
Mikrofasertuch
Mikrofasertuch
Mikrofasertücher gibt es sowohl für den Bereich Putzen als auch zur Körperpflege. Sie sind auch mit antibakteriell wirkender Silberionenausstattung erhältlich. Sie finden solche Tücher u. a. in Drogeriemärkten, Bioläden und im Umweltversand.
Recyclingprodukte
Recyclingprodukte
Küchentücher, Taschentücher, Toilettenpapier u. a. finden Sie auch als Recyclingvariante. Schon bei deren Herstellung fallen weniger Abfälle an, sodass durch die Verwendung von Recyclingartikeln statt völlig neu produzierter Ware ein Vermeidungseffekt auftritt.
Zweitnutzen
Zweitnutzen
Leere Cremetiegel können prima zur Aufbewahrung von Kleinteilen weiterverwendet werden. Oft lassen sich sogar die nur aufgeklebten Etiketten/ Produktinformationen leicht und rückstandfrei entfernen.
Einfache Senfgläser sind auch gut geeignet als Trinkgläser.

Hintergrundinformationen

Kreislaufwirtschaftsgesetz

Mikrofasertuch zum Obst "waschen"

Seife

Stoffwindeln