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Karlsruhe: Abfallwirtschaft

Abfallvermeidung

Essen und Trinken

Unsere mordernen Zeiten sind schnell­le­big und auch beim Essen muss alles schnell gehen: Für unterwegs gibt es Fast-Food aus aller Welt: Hamburger, Döner, Hähnchen, Wokge­richte und vieles mehr. Auch zu Hause wird nicht viel Zeit für die Zuberei­tung aufgewandt: Mit Tüten­sup­pen, Fertig­ge­rich­ten, Mikro­wel­len-Menüs, Tiefkühl­kost und Konserven decken wir unseren Kalori­en­be­darf, aber wo bleibt der Genuss? Und was ist mit all dem Verpa­ckungs­ab­fall? Mehr Genuss und weniger Abfall! Lassen Sie uns sehen, wie das geht.

Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse
Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse
In Mitteleuropa gehören Weizen, Roggen (und deren Produkte: z. B. Brot, Nudeln), Kartoffeln, Milch und Milchprodukte sowie Wasser zu den Grundnahrungsmitteln. Gemeinsam sichern sie den Energiebedarf, jedoch nicht unbedingt die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Diese kann man sich durch den zusätzlichen Verzehr von frischem Obst und Gemüse zuführen.

Grundnahrungsmittel sowie frisches Obst und Gemüse verursachen gar keinen oder nur wenig Verpackungsabfall im Haushalt und bilden somit die Grundlage für eine gesunde und abfallarme Ernährung.
Fertigmenüs und Fertigprodukte
Fertigmenüs und Fertigprodukte
Fertigmenüs ("Convenience-Food") sind industriell vorbereitete Komplettgerichte, die alle Zutaten und Bestandteile eines Hauptgerichtes haben. Zum Verzehr müssen sie meist nur noch erhitzt werden: im Ofen gebacken, in der Mikrowelle aufgewärmt oder auf dem Herd aufgekocht - ein schnelles Essen mit wenig Vorbereitungszeit, aber viel Abfall. Beispiele: Dosengerichte (u. a. Eintopf, Suppen, Nudelspeisen), Komplettgerichte in Mikrowellenschalen, Essen in Aluminiumschalen für den Backofen und Tiefkühlgerichte.
Ebenfalls viel Abfall verursachen z. B. in Plastikbechern, Dosen und Gläsern verpackte Fertigprodukte.

Produktalternativen

  • Silikon-Mini-Deckel und Silikon-Abdeck­hau­ben statt Frisch­hal­te­fo­lie
  • Brotdose statt Alufolie
  • Frisch­hal­te­do­sen statt Alu- oder Plastik­fo­lie
  • Thermo­s­kanne oder Thermos­be­cher statt Getränke "to go" im Pappbecher
  • Gute, langlebige Küchen­ge­räte
  • Mehrweg statt Einweg, z. B. bei Getränken, Milch, Joghurt
  • Selbst frisch zubereitet statt Fertigmenü
  • Frisches Obst statt "Lifesty­le"-Produkt (Smoothies in Plastik­fla­schen, Obstbrei in Porti­ons­ver­pa­ckun­gen)
  • Eigene Herstel­lung statt verpacktes Fertig­pro­dukt (z. B. Joghurt, Pudding, Kuchen, Schlag­sah­ne)


Lebensmittel - nicht zum Verderben bestimmt

Kaufen Sie nur, was Sie (ver)­brau­chen können
Und ist das Sonder­an­ge­bot im Supermarkt noch so verlockend: Kaufen Sie nur die Mengen, die Sie auch recht­zei­tig verbrau­chen können!

Verar­bei­ten Sie, was Sie nicht verbrau­chen können
Sollten Sie doch einmal zuviel gekauft haben, so versuchen Sie, durch geeignete Methoden den Verderb aufzu­hal­ten: aus den Äpfeln können Sie ein leckeres Kompott zuberei­ten und aus dem Gemüse kann noch ein schmack­haf­ter Eintopf entstehen. Der Frischkäse, der bald aufge­braucht werden muss, kann zum Verfeinern von Suppen oder Soßen verwendet werden. Und die Eier? Warum nicht Kuchen im Glas backen?
Ihrem Einfalls­reich­tum sind keine Grenzen gesetzt!

Übersicht im Kühlschrank
Oft dient der Kühlschrank auch als Vorrats­schrank. Ungeöff­nete Konserven, Marme­la­denglä­ser und alles, was keiner Kühlung bedarf, verhindern die Übersicht und so kann es geschehen, dass geöffnete Gläser, Becher oder andere schnell aufzu­brau­chende Produkte übersehen werden und dann leider verderben.

Nicht aus der Flasche trinken
Besonders Kinder trinken gerne direkt aus der Flasche. Und wenn die angebro­chene Flasche mehrere Tage gestanden hat, sind die Reste nicht mehr unbedingt zum Verzehr geeignet. Daher lieber ein Glas verwenden, wenn nicht sicher ist, dass alles gleich getrunken werden kann.


Tipps von A - Z

Backen ohne Waage
 
Hat Sie bisher das Hantieren mit der Waage vom selber Backen abgehalten und zum Kauf mitunter aufwändig verpackter Fertigprodukte verleitet? Beim Becherkuchen gibt es kein Wiegen der Zutaten mehr: Hier werden die Zutaten in Anteilen beigegeben. Bequem, oder? Anleitungen finden Sie im Internet. Sie können auch herkömmliche Rezepte nach eigenem Geschmack variieren.
Im Vergleich zu Tiefkühlkuchen ist das eine Abfallersparnis von Pappe und Plastikfolie für die Umverpackung sowie Styropor für die Isolierung.
Backen im Glas
 
Auch für Kleinkuchen in der Plastikschale gibt es eine selbstgemachte Alternative: Kuchen im Glas. Die Vorteile:
  • Keine unerwünschten Zusatzstoffe
  • Grundrezept nach eigenem Geschmack variierbar
  • Auch ohne Konservierungsstoffe haltbar, daher Backen auf Vorrat möglich
  • Gläser oft verwendbar
  • Viel Einwegverpackung vermieden
Dörren
 
Eine wenig aufwändige Methode, Obst haltbar zu machen. Ist kein Dörrgerät vorhanden, kann man gelegentlich im Backofen dörren. Dörren Sie regelmäßig, lohnt sich u. a. wegen des geringen Stromverbrauchs die Anschaffung eines Dörrapparates. Dörrobst ist ein gesunder kleiner Snack statt künstlicher Süßigkeiten.
Abfallersparnis? Schachteln und Tüten von Süßigkeiten und evtl. das Obst vor dem Verderben bewahrt.
Einmachen
 
Vieles, was man im Konservenregal beim Einzelhändler findet - egal, ob in Dosen oder Gläsern - können Sie sich auch selbst herstellen. So haben Sie die Möglichkeit, die Süße und Geschmacksrichtung nach eigenen Vorlieben zu variieren und sparen sich noch jede Menge Verpackungsabfall.
Entsaften
 

Aus Obst und Gemüse kann man mit einem Entsafter zur gewünschten Zeit frischen, vitamin­rei­chen Saft herstellen. Die einfachste Form des Entsafters ist die Zitrus­presse, mit der Sie ohne viel Aufwand Orangen­saft gewinnen können.
Es gibt viele verschie­dene Entsafter-Varianten. Die Anschaf­fung eines teuren Elektro-Entsafters lohnt sich bei regelmäßiger Anwendung.
Abfal­ler­spar­nis? Viele Tetrapaks, Glasfla­schen, Kunst­stoff­fla­schen.

Joghurt, selbstgemacht - frische Früchte statt künstliches Aroma
 
Achten Sie beim nächsten Einkauf einmal auf die Inhaltsstoffe im Fertigjoghurt. Oftmals müssen Sie als Verbraucher sich mit künstlichen Aromen begnügen. Wenn Sie Ihren Joghurt selbst herstellen, können Sie die Zutaten je nach Geschmack aussuchen und sparen nebenbei jede Menge Kunststoffabfall durch die sonst anfallenden Becher. Besonders umweltfreundlich sind die Joghurtbereiter ohne Stromverbrauch.

Sollten Sie einen Fertig-Joghurt bevorzugen, dann greifen Sie bitte auf Produkte in Mehrweggläsern zurück.
Pausenessen am Arbeitsplatz
 
Der zuhause zubereitete gesunde Pausensnack ist in der Brotdose sauber untergebracht. Kaffee oder Tee hält sich in der Thermoskanne oder dem Thermosbecher heiß und kann so auch unterwegs genossen werden: Der Coffee oder Tea to go ist also gar nicht nötig.
Pausenessen in der Schule
 
In der Brotdose und der Trinkflasche ist die gesunde Pausenverpflegung genau richtig aufgehoben: lecker belegtes Brot, Obst und Gemüse sowie als Getränk Früchtetee oder Saft. Die beliebten "Trinkerlen" (Mini-Tetrapaks mit Fruchtsaftgetränken) enthalten zuviel Zucker.
Saft - Nektar - Fruchtsaftgetränk
 
Worin unterscheiden sich die drei Getränkearten? In ihrem Fruchtgehalt und dem zugesetzten Wasser und Zucker! Während Saft einen Fruchtgehalt von 100 % haben soll, sinkt dieser beim Fruchtsaftgetränk auf bis zu 6 % ab. Achten Sie vorsichtshalber auch beim Kauf von Saft, ob diesem Zucker zugesetzt wurde.

Tipp: Verwässerung und insbesondere der Zusatz von Zucker zum Ausgleich machen das Getränk nicht gesünder! Statt viele Tetrapaks mit gezuckertem Fruchtsaftgetränk zu verbrauchen, ist der gelegentliche Genuss eines 100-prozentigen Saftes ein Geschmackserlebnis und zum Durstlöschen ist das gute Karlsruher Trinkwasser der Stadtwerke bestens geeignet.
Tontopf
 
Das Kochen im Tontopf, meist unter der Bezeichnung Römertopf geläufig, ist mit relativ wenig Aufwand verbunden. Die vorbereiteten Frischzutaten müssen in den Topf gegeben werden und bedürfen beim Garen keiner weiteren Aufsicht: kein Umrühren, kein Anbrennen, kein Überlaufen. Der Topf ist auch in einer Größe für die Mikrowelle erhältlich. So verkürzt man die Garzeit und spart zudem Energie.
Abfallersparnis: das voluminöse Verpackungsmaterial der Fertigprodukte.
Wassersprudler
 
Mit einem Wassersprudler können Sie Trinkwasser je nach Geschmack "sprudeln" und müssen nicht schwere Flaschen schleppen. Dabei vermeiden Sie noch jede Menge Einwegflaschen.
Alternative: Sprudel in Mehrwegflaschen kaufen.

Lesen Sie auch unsere Seite zum Thema "Mehrweg und Einweg".

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