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Karlsruhe: Wetter

Historische Wetter- und Naturereignisse

1816
Überschwem­mun­gen, Unwetter und Mißernten führen zu einer Teuerungs­welle. Auch das Jahr 1817 bringt den Karls­ru­hern manche Not, die ganze Familien zur Auswan­de­rung nach Nordame­rika oder Rußland veranlaßt.

1817
Rhein­hoch­was­ser. Der Pegel erreicht 8,82 m.

17. April 1936
Ein zwölf­stün­di­ger Schnee­sturm richtet große Baumschä­den an.

18. Januar 1940
Tiefste je in Karlsruhe gemessenes Temperatur: -25,6° Celsius.

29. Juli 1947
Tages­höchst­tem­pe­ra­tur 38,6° Celsius.

Überfluteter Rheinhafen, Januar 1955 (Schlesiger, 1955)

15. - 18. Januar 1955
Das Rhein­hoch­was­ser erreicht mit 8,38 m den höchsten Stand seit 138 Jahren (1817 8,82 m). Daraufhin werden die Rheindämme erhöht und die Straßen im Hafen­ge­biet 0,5 m höher gelegt.

Februar 1963
Enorme Schnee­fälle und eine Grippe­welle führen zu Belas­tun­gen der Bürger und Störungen des öffent­li­chen Lebens.

21. April 1968
Mit 30° Celsius verzeich­nen die Meteo­ro­lo­gen den heißesten Apriltag seit 100 Jahren.

12. Mai 1970
Albhoch­was­ser überflutet für zwei Tage die Autobahn nach Basel.

31. Dezember 1978
In der Silves­ter­nacht führt ein Tempe­ra­tur­sturz um 20° und nachfol­gen­der Eis- und Schnee­re­gen zum nahezu völligen Verkehrs­kol­laps. Die Straßen­bah­nen fahren am 2. Januar wieder, zum Teil aber nur eingleisig.

9./10. Januar 1982
Innerhalb 30 Stunden fallen 31 cm Neuschnee. Erheb­li­che Verkehrs­stö­run­gen sind die Folge. Für diesen Winter hatte die Stadt aus Umwelt­schut­zer­wä­gun­gen erstmals den einge­schränk­ten Winter­dienst, d. h. eine Verrin­ge­rung der auszu­streu­en­den Salzmenge, eingeführt.

27. Juli 1983
Mit 38,2° Celsius wird die seit 1952 (38,8° Celsius) höchste Temperatur in Karlsruhe gemessen. Der Juli 1983 ist der wärmste Monat seit Beginn der regel­mä­ßi­gen Wetter­be­ob­ach­tung im Jahr 1876.

27. März 1989
Mit 25,7° Celsius wird die höchste Märztem­pe­ra­tur seit 1876 in Karlsruhe gemessen.

24. Februar 1990
Mit 22° Celsius wird die höchste Februar­tem­pe­ra­tur seit Beginn der Aufzeich­nun­gen der Karlsruher Wetter­sta­tion im Jahre 1876 gemessen.

27. Februar 1990
Ein Sturm mit Orkanböen richtet starke Wald- und Baumschä­den an und fegt Ziegel von den Dächern. Der Fastnacht­sum­zug muß aus Sicher­heits­grün­den kurz vor dem Start abgesagt werden.

11. August 1999
Um 12.31 tritt Karlsruhe in den Schatten einer totalen Sonnen­fins­ter­nis. Etwa 500.000 Menschen beobachten bei völlig klaren Sicht­ver­hält­nis­sen von verschie­de­nen Plätzen dieses Natur­er­eig­nis.

26. Dezember 1999
Der Orkan Lothar am zweiten Weihnachts­fei­er­tag verur­sacht Schäden von mehr als sieben Millionen Mark. Etwa 70 Hektar Stadtwald werden zerstört.

Sommer 2003
Karlsruhe erlebt bis zum 14. August die bis dato heißeste und längste Hitzewelle. Es werden 53 Hitzetage (Tempe­ra­tu­ren über 30 Grad, davon 12 Tage über 35 Grad) gemessen. Am 9. und am 13. August misst der Deutsche Wetter­dienst in Karlsruhe jeweils 40,2° Celsius, das ist natio­na­ler Hitze­re­kord. Die extremen Tempe­ra­tu­ren fordern 29 Menschen­le­ben.

3. November 2005
Mit noch nie seit 1876 in einem November gemessenen 21,8 Grad Celsius war Karlsruhe wärmste Stadt in Deutsch­land. Die Wetter­sta­tion auf dem Rathaus­dach verzeich­ne­te sogar 23,8 Grad.

November 2011
Sehr sonnig und extrem trocken: Seit Beginn der Wetter­auf­zeich­nun­gen gab es noch keinen November wie den von 2011. Auf der Wetter­sta­tion wurden gerade einmal 2,2 mm Nieder­schlag gemessen, normal wären 73 mm. Der Rheinpegel in Maxau fiel zeitweise bis auf 3,25 m, ein Niedrig­was­ser, das in einem November seit 40 Jahren nicht mehr beobachtet wurde.

Quelle: Manfred Koch, Karls­ru­her Chronik. Stadt­ge­schichte in Daten, Bildern, Analysen (Veröf­fent­li­chun­gen des Karlsruher Stadt­ar­chivs, Band 14) Karlsruhe 1992 sowie eigene Recherchen.