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Karlsruhe: Wetter

Ozon, Feinstaub und Stickdioxid

Ozon

Ozon ist ein gasför­mi­ges Sauer­stoff­mo­le­kül, das bei höherer Konzen­tra­tion in der Atemluft gesund­heit­li­che Auswir­kun­gen auf den Menschen hat, beispiels­weise Reizungen der Schleim­häute, Entzün­dungs­re­ak­tio­nen der Atemwege, Einschrän­kung der Lungen­funk­tion und Minderung der körper­li­chen Leistungs­fä­hig­keit. Bei Pflanzen treten Schäden an Blatt­or­ga­nen auf, langfris­ti­ge Belas­tun­gen beein­träch­ti­gen Wachstum und Ernteer­träge.


In der Richtlinie über den Ozongehalt der Luft wird für den Schutz der mensch­li­chen Gesundheit ein Zielwert von 120 µg/m als höchster 8-Stunden-Mittelwert eines Tages festgelegt. Ab 180 µg/m muss die Bevöl­ke­rung informiert werden. Die Alarm­schwelle liegt bei 240 µg/m.

Feinstaub

Feinstaub (PM10) bezeichnet die Masse aller im Gesamt­staub enthal­te­nen Partikel, deren aerody­na­mi­scher Durch­mes­ser kleiner als 10 µm ist.

Hohe Feinstaub­kon­zen­tra­tio­nen stehen im Zusam­men­hang mit dem Auftreten von Atemwegs- und Herzkreis­lau­fer­kran­kun­gen. Personen mit bereits beste­hen­den Erkran­kun­gen sind besonders anfällig. Studien ergaben eine messbare Verrin­ge­rung der Lebens­er­war­tung.

Zum Schutz der mensch­li­chen Gesundheit sind zum 01.01.2005 neue Grenzwerte für Feinstaub (PM10) in Kraft getreten. Der Tages­grenz­wert beträgt 50 µg/m und darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschrit­ten werden. Der zulässige Jahres­mit­tel­wert liegt bei 40 µg/m.

Stickstoffdioxid

Stick­stoff­di­oxid greift die Atemschleim­häute an und beein­träch­tigt die Atemwegs­funk­tio­nen. Zusammen mit Kohlen­was­ser­stof­fen sind Stick­stof­foxide für die sommer­li­che Ozonbil­dung verant­wort­lich. Außerdem sind sie an der Überdün­gung (Versaue­rung) von Böden und Gewässern beteiligt. Im Winter­halb­jahr entste­hen­de Ammoni­um­ni­trat­par­ti­kel tragen zur Feinstaub­be­las­tung bei.

Zum Schutz der mensch­li­chen Gesundheit wurde für Stick­stoff­di­oxid der 1-Stunden-Grenzwert von 200 µg/m festgelegt, der nicht öfter als 18mal im Kalen­der­jahr überschrit­ten werden darf. Der Jahres­grenz­wert beträgt 40 µg/m.