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Karlsruhe: Radverkehr

Sicher Radfahren in der Fahrradstadt Karlsruhe


 

Haupt­ur­sa­chen für Radfahr­un­fäl­le

Unfälle ereignen sich meist dann, wenn die Verkehrs­re­geln nicht einge­hal­ten werden.

Vorfahrts-/Vorrang­missach­tung, Rotlicht­ver­stoß

Noch schnell über die rote Ampel? Lieber nicht: Ein Rotlicht­ver­stoß ist auch für Radfahrer kein Kavaliers­de­likt, sondern zieht in der Regel ein Bußgeld in Höhe von 62,50 Euro und einen Punkt in Flensburg nach sich. Kommt es dabei gar zu einer Gefährdung oder zum Unfall werden 100 Euro Bußgeld fällig (plus ein Punkt).

Unerlaub­tes Befahren der Radwege in falscher Richtung

Das Rechts­fahr­ge­bot gilt auch auf Radwegen und Radfahr­strei­fen. Grund­sätz­lich ist daher das Radfahren in Gegen­rich­tung auf diesen Verkehrs­an­la­gen verboten - es sei denn, es ist durch Zusatz­be­schil­de­rung ausdrück­lich zugelassen.

Beim Ausfahren aus Grund­stücken oder beim Einfahren an Einmün­dun­gen und Kreuzungen rechnet der Autofahrer nicht mit von rechts kommenden Radfahrern. Diese Situation führt immer wieder zu folgen­schwe­ren Unfällen. Auch für den richtig fahrenden Radfahrer entstehen dadurch Gefahren.

Radfahren auf Gehwegen

Das Radfahren auf Gehwegen ist grund­sätz­lich verboten - es sei denn, es sei denn, es ist durch Zusatz­be­schil­de­rung ausdrück­lich zugelassen.

Auch hier rechnet der Autofahrer nicht damit, dass Radfahrer auf dem Gehweg fahren. An Ausfahrten, Einmün­dun­gen oder Kreuzungen kracht's dann häufig - und Konflikte mit Fußgängern entstehen außerdem. Kinder bis zum 8. Lebensjahr müssen allerdings mit ihrem Fahrrad Gehwege benutzen - bis zum 10. Lebens­jahr dürfen sie dies. Aber: Vorrang auf Gehwegen hat stets der Fußgänger, notfalls muss das Kind absteigen. Doch dürfen auch die Fußgänger radfah­rende Kinder nicht unnötig behindern. Beim Überqueren der Fahrbahn muss das Rad geschoben werden.

Alkohol am Lenker

Ganz allgemein gilt: Wer angetrun­ken fährt, gefährdet sich und andere. Auch wer als Radfahrer unter Alkoho­lein­fluss erwischt wird, muss mit empfind­li­chen Strafen - bis zum Entzug des Führer­schei­nes - rechnen.

Nicht angepasste Geschwin­dig­keit

Regel für alle: Nur so schnell fahren, dass das Fahrrad ständig beherrsch­bar bleibt. Insbe­son­dere ist die Geschwin­dig­keit den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetter­ver­hält­nis­sen sowie den persön­li­chen Fähig­kei­ten anzupassen. Klar, schnelles Radfahren macht Spaß. Aber richtiges Bremsen will geübt sein!

  • Der Bremsweg kann sich bei Nässe bis auf das Dreifache verlängern, abhängig ist er von der Art der Bremsen (z.B. Felgen­brem­sen, V-Brakes oder Schei­ben­brem­sen).
  • Auf Kopfstein­pflas­ter ist Bremsen, Ausweichen und Kurven fahren viel schwie­ri­ger als auf Asphalt.
  • Fahrbahn­mar­kie­run­gen sind bei Nässe besonders rutschig.

Verkehrszeichen für Radfahrer

Sicher fahren hilft Unfälle vermeiden

Machen Sie sich auffällig!

Zweiräder sind bei Dunkelheit besonders schwer zu erkennen. Neben der gesetzlich vorge­schrie­be­nen Ausrüstung des Fahrrads mit Beleuch­tung und Rückstrah­lern sind besonders helle Kleidung und Reflek­to­ren zu empfehlen. Nur wenn der Autofahrer Sie wahrnimmt, kann er recht­zei­tig reagieren. Selbst­ver­ständ­lich: In der Dämmerung und bei Nacht niemals ohne Licht fahren!

Hände weg vom Handy!

Das "Handy­ver­bot" am Steuer gilt für alle Fahrzeug­füh­rer, also auch für Radfahrer. Nur mit beiden Händen am Lenker lässt sich schnell reagieren. Deshalb zum Telefo­nie­ren anhalten!

Raus aus dem "Toten Winkel"!

Halten Sie unbedingt Abstand von Lkw, besonders wenn diese nach rechts abbiegen! Für Fahrer von Lkw und Trans­por­tern ist es schwierig, das gesamte Umfeld zu erfassen. Einige Tipps:
  • Wer als Radfahrer hinter dem Lkw herfährt, ist auf der sicheren Seite
  • Sicht­kon­takt mit dem Lkw-Fahrer – "wenn ich ihn sehe, kann er mich auch sehen"
  • Niemals zwischen dem abbie­gen­den Lkw und dem Bordstein hindurch­schlän­geln!

Vorsicht bei Ein-/Ausfahr­ten

Vorsicht an Grund­stücks-, Tiefga­ra­gen- und Tankstel­len­aus­fahr­ten! Hier müssen Kraft­fah­rer ihre Fahrzeuge oftmals ziemlich weit vorfahren, um ein ausrei­chen­des Sichtfeld zu erlangen. Als Radfahrer stets brems­be­reit sein!

Auf sicheres Beladen achten

Wer mit Gepäck unterwegs ist, sollte darauf achten, keine Gepäck­stücke an den Lenker zu hängen. Das behindert beim Abbiegen und führt zu einsei­ti­ger Belastung – das Fahrrad wird instabil. Richtiger Transport mit dem Fahrrad: Auf dem Gepäck­trä­ger gesichert oder in Gepäck­ta­schen (zum Einhängen am Gepäck­trä­ger).

Ohren auf im Straßen­ver­kehr

Hören bringt Sicherheit. Daher ist es verboten, beim Rad fahren Musik über Kopfhörer (Walkman, MP3-Player usw.) zu empfangen. Nur so können Warnge­räusche recht­zei­tig wahrge­nom­men werden.