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Karlsruhe: Radverkehr

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Fahrradfahrer

Grund­re­geln:

Die Teilnahme am Straßen­ver­kehr erfordert ständige Vorsicht und gegen­sei­tige Rücksicht. Jeder Verkehrs­teil­neh­mer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als nach den Umständen unver­meid­bar, behindert oder belästigt wird.

Straßen­be­nut­zung:

Grund­sätz­lich gilt in Deutsch­land für alle Verkehrs­teil­neh­mer das Rechts­fahr­ge­bot. Um sich selbst zu schützen ist jedoch ein ausrei­chen­der Sicher­heits­ab­stand zum rechten Fahrbahn­rand bzw. der vorhan­de­nen Parkierung einzu­hal­ten. Autofahrer müssen beim Überholen von Radfahrern einen ausrei­chen­den Sicher­heits­ab­stand zum Radfahrer einhalten. Radfah­rer/in­nen müssen einzeln hinter­ein­an­der fahren; neben­ein­an­der dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.

Kinder bis zum vollen­de­ten 8. Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollen­de­ten 10. Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Auf Fußgänger ist besondere Rücksicht zu nehmen. Beim Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder absteigen.

Radwe­ge­be­nut­zungs­pflicht:

Die bekannten blauen Schilder mit weißen Symbolen "Fahrrad" - auch kombiniert mit "Fußgän­ger" (Z. 237 = reiner Radweg, 240 = gemein­sa­mer Fuß- und Radweg oder 241 = getrennter Fuß- und Radweg) begründen die Benut­zungs­pflicht. Diese Wege müssen vom Radver­kehr benutzt werden.

Innerhalb von Tempo-30-Zonen dürfen Radwege nicht benut­zungs­pflich­tig ausge­wie­sen werden.

"Andere" Radwege dürfen wahlweise benutzt werden. Diese Radwege sind baulich angelegt und nach außen für die Verkehrs­teil­neh­mer erkennbar (z.B. bei asphal­tier­ten Radwegen neben Gehweg­plat­ten, unter­schied­li­cher Farbe von Radweg- und Gehweg­plat­ten oder durch­ge­zo­ge­ne Mittel­mar­kie­rung). Diese Radwege sind nicht speziell beschil­dert.

 

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Beispiele weiterer Verkehrsangebote für Radfahrer

Fußweg frei für Fahrradfahrer

Fußwege, die zusätzlich zu Zeichen 239 (Fußgän­ger) auch mit dem Zeichen "Radfahrer frei" beschil­dert sind, dürfen mit dem Fahrrad befahren werden. Radfah­rer/in­nen müssen jedoch besondere Rücksicht auf die Fußgänger nehmen und dürfen nur mit Schritt­ge­schwin­dig­keit fahren. Solche Wege stellen ein Angebot für Radfahrer dar, es besteht aber keine Benut­zungs­pflicht.


Das blaue Verkehrs­zei­chen mit weißem Fahrrad­sym­bol (Z. 237) kennzeich­net auch Radfahr­strei­fen. Darunter versteht man einen auf der Fahrbahn markierten, für den Radver­kehr vorge­se­he­nen Teil der Straße. Zur Verdeut­li­chung ist das Symbol oft auch als Piktogramm auf dem Radfahr­strei­fen, der zusätzlich rot eingelegt sein kann, aufmar­kiert.

Schutzstreifen

Der Schutz­strei­fen ist ein mittels einer Leitlinie (unter­bro­chene Fahrbahn­mar­kie­rung) von der Fahrbahn abmar­kier­ter Teil der Straße für den Radverkehr. Im Unter­schied zum Radfahr­strei­fen sind Schutz­strei­fen nicht speziell beschil­dert und dürfen von breiteren Fahrzeugen mitbenutzt werden. Schutz­strei­fen befinden sich immer am rechten Fahrbahn­rand und aus dem Rechts­fahr­ge­bot entsteht somit die Benut­zungs­pflicht im Strecken­ver­lauf.

Aufgeweiteter Radaufstellstreifen

Aufge­wei­te­ter Radauf­stell­strei­fen. Für den Radverkehr kann an Licht­zei­chen­an­la­gen eine zweite Haltlinie mit einer Aufstell­flä­che vor dem Kraft­fahr­zeug­ver­kehr markiert werden. Die vorge­zo­gene Aufstell­flä­che eröffnet dem Radverkehr eine sichere Möglich­keit, sich während der Rotphase der Licht­si­gnal­an­lage vor dem Kraft­fahr­zeug­ver­kehr aufzu­stel­len. Hierdurch entstehen gute Sicht­be­zie­hun­gen und es wird Konflik­ten mit links abbie­gen­dem Radverkehr und gleich­zei­tig geradeaus fahrendem Kraft­fahr­zeug­ver­kehr weitest­ge­hend entgegen gewirkt.

Einbahnstraße, für Fahrradfahrer in beiden Richtungen frei

Innerhalb von Tempo-30-Zonen können Einbahn­stra­ßen unter bestimm­ten Voraus­set­zun­gen für Radfahrer in beide Fahrtrich­tun­gen freige­ge­ben werden. Erkennbar ist dies an den zusätzlich zur Beschil­de­rung "Einbahn­stra­ße" (am Beginn der Straße) und "Verbot der Einfahrt" (am Ende der Straße) angebrach­ten Zusatz­zei­chen "Radfahrer in beiden Richtun­gen" bzw. "Radfahrer frei". An gleich­be­rech­tig­ten Kreuzun­gen oder Einmün­dun­gen gilt Rechts-vor-Links.


Der Beginn und das Ende von Fahrrad­stra­ßen ist speziell mit Verkehrs­zei­chen 244/244a beschil­dert.

  • Auf Fahrrad­stra­ßen gelten die Vorschrif­ten über die Benutzung von Fahrbahnen; abweichend davon gilt:
  • andere Fahrzeug­füh­rer als Radfahrer dürfen Fahrrad straßen nur benutzen, soweit dies durch Zusatz schild zugelassen ist
  • alle Fahrzeuge dürfen nicht schneller als mit einer Geschwin­dig­keit von 30 kmh fahren;
  • Radfahrer dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraft­fahr­zeug­füh­rer die Geschwin­dig­keit weiter verringern.
  • Radfahrer dürfen auch neben ein an der fahren.

Verhalten an Fußgängerüberwegen

An Fußgän­ger­über­we­gen ("Zebra­strei­fen") haben Kraft­fahr­zeuge den Fußgängern, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermög­li­chen. Diese gesetz­li­che Festlegung gilt nicht für Radfah­rer/in­nen. Der Fußgän­ger­über­weg darf zwar mit dem Fahrrad befahren werden - der o.g. Vorrang steht ihnen jedoch nicht zu. Radfah­rer/in­nen, die ihr Fahrrad schieben, gelten in dieser Situation als Fußgänger.

Die Radler auf dem Foto haben keinen Vorrang!