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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Karte ab 65

Weitere Informationen

 

Die Karte ab 60 wurde im Dezember 2014 von der KVV in die Karte ab 65* umgewan­delt. Es handelt sich um eine persön­li­che Jahres­karte im Karls­ru­her ­Ver­kehrs­ver­bund, die Senio­rin­nen und Senioren erhalten können und die für alle Bahnen und Busse im Ver­bund­ge­biet gilt. Einziger Nachweis ist das Geburts­da­tum und Sie benötigen ein Lichtbild. Die Inhaberin oder der Inhaber muss das 65. Lebensjahr vollendet haben. Der Preis wird einma­lig o­der monatlich vom Konto abgebucht. Mit der Karte befährt man das ganze Verbund­ge­biet.

*Gegen Vorlage eines Renten­be­scheids kann die Karte ab 65 bereits ab dem 60. Lebensjahr erwor­ben wer­den.

 

Die Geschichte

Dr. Werner Boll von der Akademie der älteren Generation in Heidelberg hatte die Idee, für den Stadt- und Landkreis eine Senio­ren­karte zu schaffen. Zusammen mit Frau Prof. Dr. Ursula Lehr vom Geron­to­lo­gi­schen Lehrstuhl in Heidelberg wurde eine Studie erstellt. In dieser Studie wurde nachge­wie­sen, dass die Einführung einer Senio­ren­karte nicht nur den Senio­rin­nen und Senioren, sondern auch den Verkehrs­be­trie­ben Vorteile bringt. Der Versuch wurde gestartet für die 38 Gemeinden im Stadt- und Landkreis Heidelberg und das Ergebnis war ein voller Erfolg. Als die Verkehrs­be­triebe Heidelberg im Verkehrs­ver­bund Rhein-Neckar aufgingen, wurde die Regelung für den ganzen Verbund übernommen.

Gustav Betz (von 1996 bis 13.03.2014 erster Vorsit­zen­der des Stadt­se­nio­ren­ra­tes Karlsruhe e. V.) erfuhr von diesem Projekt und brachte es in der Arbeits­ge­mein­schaft Karlsruher Senio­ren­aus­schuss zur Sprache. Man war begeistert und Frau Rogaczewky wurde gebeten, mit der Verwaltung des Karls­ru­her Verkehrs­ver­bun­des in Verbindung zu treten. Dort war nach einer Vorsprache nur Ablehnung zu hören.

Trotzdem wurde unter Vorsitz von Gustav Betz eine Arbeits­gruppe ins Leben gerufen, die sich engagiert der Sache annahm. Die Studie von Heidelberg war nun ein wichtiger Schlüssel, um die Leitung und Verwaltung des Karlsruher Verkehrs­ver­bun­des von der Güte des Projekts zu überzeugen. Gustav Betz wurde aufge­for­dert, die Arbeits­gruppe mit Senio­rin­nen und Senioren aus den anderen Kreisen des Verbund­ge­biets zu erweitern. Nun begann eine mehrjäh­rige Überzeu­gungs­ar­beit. Die Mitglieder des Verwal­tungs­ra­tes des Verkehrs­ver­bun­des und die Abgeord­ne­ten im Verbund­ge­biet wurden mehrmals angeschrie­ben. Als es schließ­lich zur Abstimmung im Verwal­tungs­rat kam, wurde das Projekt abgelehnt.

Die Arbeits­gruppe der Senio­rin­nen und Senioren gab nicht auf. In der zweiten Runde war jedoch die Abstim­mung positiv. Unter der Voraus­set­zung, dass 25.000 Abonnen­tin­nen und Abonnenten gefunden werden, wurde ein Versuch für ein Jahr gestartet. Als die erste Ausgabe der Karten erfolgte, waren es nur 16.500 Abonnen­tin­nen und Abonnenten. Aber die Zahl stieg ständig. Und da unser Oberbür­ger­meis­ter Heinz Fenrich unseren Optimis­mus teilte, konnte das Projekt weiter­ge­führt werden. Bald waren es 20.000 und zwei Jahre später konnten die 30.000 erzielt werden. Abonnentin mit einem Blumen­ge­bin­de beglück­wünscht werden. Heute fahren über 33.000 Senio­rin­nen und Senioren mit der Karte und sind froh, sie zu haben. Aber auch der Verkehrs­ver­bund ist zufrieden, weil hier ein Projekt ohne Zuschuss­be­darf für alle eine Gwinn ist.

Am 1. November 2008 wurde die "Karte ab 60" zehn Jahre alt.